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Produktbild: Corregidora

Corregidora Roman

17

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.08.2022

Verlag

Kanon Verlag

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1060 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Pieke Biermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783985680405

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A

Erscheinungsdatum

17.08.2022

Verlag

Kanon Verlag

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1060 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Pieke Biermann

Sprache

Deutsch

EAN

9783985680405

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  • hapedah

    3/5

    15.09.2022

    eBook (ePUB 3)

    Traumatische Geschichte, die in recht sperrigem Schreibstil wiedergegeben wird

    Corregidora hieß der portugiesische Sklavenhalter, der bereits Ursas Urgroßmutter zur Prostitution zwang. Er zeugte sowohl ihre Großmutter als auch ihre Mutter, nach Abschaffung der Sklaverei werden Unterlagen vernichtet, um die brutalen Methoden zu vertuschen, doch die traumatische Vergangenheit wird innerhalb der Familie weiter vererbt, Ursa soll "Generationen machen", damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät - doch sie kann keine Kinder bekommen und äußert ihre Emotionen in dem Blues, den sie jeden Abend im Happy´s Café singt. "Corregidora" von Gayl Jones ist ein Buch, mit dem ich trotz des wichtigen Themas ziemlich zu kämpfen hatte, der sperrige Schreibstil und die Sprünge zwischen den Szenen haben es mir nicht leicht gemacht, einen emotionalen Zugang zu Ursa und ihrer Geschichte zu finden. Es sind recht kleine Abschnitte, die die Verletzungen der einst versklavten Frauen durch Corregidora zum Ausdruck bringen, doch zwischen aktuellen Passagen aus Ursas Leben, wiederholen sich ständig die Erinnerungen an den verhassten Sklavenhalter, dessen Namen Ursa weiterhin trägt, auch als sie heiratet behält sie den portugiesischen Familiennamen bei. Zwischenzeitlich verschwimmen die Grenzen zwischen den vier Generationen der Frauen, es scheint, als ob Corregidoras Opfer eine Art kollektives Gedächtnis entwickeln, um für seine Taten Zeugnis abzulegen. Zweifelsohne hat die Autorin ein wichtiges Zeitdokument geschaffen, das in teilweise brutaler Ausdrucksweise eine Vergangenheit ans Licht zerrt, die das Trauma ganzer Generationen ehemaliger Sklaven widerspiegelt. Wer den Blues im Blut hat, mag dieses Buch intuitiv verstehen und entsprechend wertschätzen, mir hat sich die eigenwillige Erzählweise, die von Wiederholungen und zeitlichen Sprüngen geprägt war, während des Lesens nicht wirklich erschlossen. Erst das Nachwort des Übersetzers, der den Schreibstil mit der musikalischen Darstellung des Blues vergleicht, konnte mein Verständnis für die zäh empfundene Lektüre etwas verbessern. Fazit: Der sperrige und sprunghafte Schreibstil hat es für mich schwierig gestaltet, emotional in die Geschichte einzutauchen, dennoch betrachte ich dieses Buch als wichtiges Zeugnis einer Vergangenheit, die Generationen ehemalige Sklaven traumatisiert hat.

  • hapedah

    3/5

    15.09.2022

    eBook (ePUB 3)

    Corregidora hieß der portugies…

    Corregidora hieß der portugiesische Sklavenhalter, der bereits Ursas Urgroßmutter zur Prostitution zwang. Er zeugte sowohl ihre Großmutter als auch ihre Mutter, nach Abschaffung der Sklaverei werden Unterlagen vernichtet, um die brutalen Methoden zu vertuschen, doch die traumatische Vergangenheit wird innerhalb der Familie weiter vererbt, Ursa soll "Generationen machen", damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät - doch sie kann keine Kinder bekommen und äußert ihre Emotionen in dem Blues, den sie jeden Abend im Happy´s Café singt. "Corregidora" von Gayl Jones ist ein Buch, mit dem ich trotz des wichtigen Themas ziemlich zu kämpfen hatte, der sperrige Schreibstil und die Sprünge zwischen den Szenen haben es mir nicht leicht gemacht, einen emotionalen Zugang zu Ursa und ihrer Geschichte zu finden. Es sind recht kleine Abschnitte, die die Verletzungen der einst versklavten Frauen durch Corregidora zum Ausdruck bringen, doch zwischen aktuellen Passagen aus Ursas Leben, wiederholen sich ständig die Erinnerungen an den verhassten Sklavenhalter, dessen Namen Ursa weiterhin trägt, auch als sie heiratet behält sie den portugiesischen Familiennamen bei. Zwischenzeitlich verschwimmen die Grenzen zwischen den vier Generationen der Frauen, es scheint, als ob Corregidoras Opfer eine Art kollektives Gedächtnis entwickeln, um für seine Taten Zeugnis abzulegen. Zweifelsohne hat die Autorin ein wichtiges Zeitdokument geschaffen, das in teilweise brutaler Ausdrucksweise eine Vergangenheit ans Licht zerrt, die das Trauma ganzer Generationen ehemaliger Sklaven widerspiegelt. Wer den Blues im Blut hat, mag dieses Buch intuitiv verstehen und entsprechend wertschätzen, mir hat sich die eigenwillige Erzählweise, die von Wiederholungen und zeitlichen Sprüngen geprägt war, während des Lesens nicht wirklich erschlossen. Erst das Nachwort des Übersetzers, der den Schreibstil mit der musikalischen Darstellung des Blues vergleicht, konnte mein Verständnis für die zäh empfundene Lektüre etwas verbessern. Fazit: Der sperrige und sprunghafte Schreibstil hat es für mich schwierig gestaltet, emotional in die Geschichte einzutauchen, dennoch betrachte ich dieses Buch als wichtiges Zeugnis einer Vergangenheit, die Generationen ehemalige Sklaven traumatisiert hat.

  • Bewertung

    5/5

    06.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rassismus, Gewalt, Sklaverei & daraus resultierende generationenübergreifende Traumata

    1975 erstmals erschienen, spielt der Roman Corregidora von Gayl Jones im Kentucky des Jahres 1947. Doch das Trauma, von dem dieses Buch erzählt, beginnt weit früher. Corregidora, Plantagenbesitzer & Sklaventreiber, zwingt Ursas Urgroßmutter zur Prostitution. Daran gewöhnt, sich selbst immer zu nehmen, was er will, schwängert er sie: Ursas Großmutter wird geboren. Und damit beginnt ein Trauma, welches sich über Generationen erstreckt, schwängert Corregidora doch auch Ursas Großmutter, also somit seine eigene Tochter. Damit diese schreckliche Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, nachdem Corregidora nach der Abschaffung der Sklaverei alle Dokumente & Unterlagen verbrannte, soll auch Ursa Kinder bekommen, „Generationen machen“ nennen es die Frauen, die Ursa diese Geschichte wieder & wieder erzählen. Aber nach einem Streit mit ihrem Ehemann, woraufhin Ursa sogar ins Krankenhaus muss, kann sie keine Kinder mehr bekommen. Darum erzählt die Sängerin ihre Geschichte auf der Bühne: Verpackt in den Blues zeigt Ursa ihr Trauma & auch das der Generationen vor ihr. Doch auch ihr Leben abseits der Bühne sieht nicht viel besser aus: Geprägt von Gewalt & Erniedrigung, eine nicht enden wollende Abwärtsspirale an Emotionen, so sehen Ursas Tage aus, vor allem innerhalb ihrer Partnerschaften. Der Roman ist alles andere als leichte Kost, weder inhaltlich (was jeder Person klar sein sollte) noch stilistisch. Dass die Themen schwierig sind, voller negativer Emotionen, ist offensichtlich: Es geht um Rassismus, um Gewalt, um Sklaverei, die daraus resultierenden Traumata & den kläglichen Versuch der eigenen Identitätsfindung. Der Stil ist derb, die Gespräche meist knapp gehalten & plump. Kombiniert mit den zeitlichen Sprüngen im Buch wird dadurch die Negativität, die Verzweiflung, zum Teil die Resignation als Ausdruck dessen genutzt, was häufig noch immer Alltag nachfolgender Generationen ehemaliger Sklaven ist. Ist Zeiten der #Blacklivesmatters-Bewegung & dem immer noch täglich bestehenden Kampf vieler BIPoC ist es kein Wunder, dass der Roman ein Klassiker der Afroamerikanischen Literatur ist. Und das zu Recht, behandelt die Geschichte doch Themen, welche mit der vollen Kraft & ungeschönt noch immer & auch für immer erzählt werden sollten, damit sie irgendwann, eines Tages, vielleicht doch nur noch Teil einer traurigen Vergangenheit sind.

  • MissMcQueen

    5/5

    06.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    1975 erstmals erschienen,…

    1975 erstmals erschienen, spielt der Roman Corregidora von Gayl Jones im Kentucky des Jahres 1947. Doch das Trauma, von dem dieses Buch erzählt, beginnt weit früher. Corregidora, Plantagenbesitzer & Sklaventreiber, zwingt Ursas Urgroßmutter zur Prostitution. Daran gewöhnt, sich selbst immer zu nehmen, was er will, schwängert er sie: Ursas Großmutter wird geboren. Und damit beginnt ein Trauma, welches sich über Generationen erstreckt, schwängert Corregidora doch auch Ursas Großmutter, also somit seine eigene Tochter. Damit diese schreckliche Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, nachdem Corregidora nach der Abschaffung der Sklaverei alle Dokumente & Unterlagen verbrannte, soll auch Ursa Kinder bekommen, „Generationen machen“ nennen es die Frauen, die Ursa diese Geschichte wieder & wieder erzählen. Aber nach einem Streit mit ihrem Ehemann, woraufhin Ursa sogar ins Krankenhaus muss, kann sie keine Kinder mehr bekommen. Darum erzählt die Sängerin ihre Geschichte auf der Bühne: Verpackt in den Blues zeigt Ursa ihr Trauma & auch das der Generationen vor ihr. Doch auch ihr Leben abseits der Bühne sieht nicht viel besser aus: Geprägt von Gewalt & Erniedrigung, eine nicht enden wollende Abwärtsspirale an Emotionen, so sehen Ursas Tage aus, vor allem innerhalb ihrer Partnerschaften. Der Roman ist alles andere als leichte Kost, weder inhaltlich (was jeder Person klar sein sollte) noch stilistisch. Dass die Themen schwierig sind, voller negativer Emotionen, ist offensichtlich: Es geht um Rassismus, um Gewalt, um Sklaverei, die daraus resultierenden Traumata & den kläglichen Versuch der eigenen Identitätsfindung. Der Stil ist derb, die Gespräche meist knapp gehalten & plump. Kombiniert mit den zeitlichen Sprüngen im Buch wird dadurch die Negativität, die Verzweiflung, zum Teil die Resignation als Ausdruck dessen genutzt, was häufig noch immer Alltag nachfolgender Generationen ehemaliger Sklaven ist. Ist Zeiten der #Blacklivesmatters-Bewegung & dem immer noch täglich bestehenden Kampf vieler BIPoC ist es kein Wunder, dass der Roman ein Klassiker der Afroamerikanischen Literatur ist. Und das zu Recht, behandelt die Geschichte doch Themen, welche mit der vollen Kraft & ungeschönt noch immer & auch für immer erzählt werden sollten, damit sie irgendwann, eines Tages, vielleicht doch nur noch Teil einer traurigen Vergangenheit sind

  • Bewertung

    5/5

    22.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Traumata der Vergangenheit, bis in die vierte Generation hinein

    Kentucky, 1947, Ursa heißt sie, die Sängerin, ihr Nachname ist Corregidora, der Name, den schon ein portugiesischer Sklavenhändler trug, der vier Generationen zuvor, zur Zeit der Sklaverei, bereits ihre Urgroßmutter, Großmutter und Mutter vergewaltigt hat. Ursa singt den Blues, jeden Abend in Happy´s Café. Es ist ihre Art, mit den Traumata ihrer female Familyline, Sklaverei, Vergewaltigung, Rassismus in all seinen Ausprägungen, umzugehen. Und sie ist schwanger. Doch durch die Gewalttat ihres Ehemanns verliert sie ihr Kind und zudem für immer die Möglichkeit "Generationen zu machen", damit die Geschichte nicht in Vergessenheit gerät. Zu ihrem Mann wird Ursa nicht zurückkehren, zu Happy´s Café und dem Blues schon. Diese Musik gibt ihr wieder ein Leben, eine Aufgabe, für so viele andere, die Stimme zu erheben, dem Schmerz freien Lauf zu lassen und gehört zu werden. Diese Geschichte, ihre Weise, die Dinge präsent zu halten, ins Licht zu holen und doch die Gegenwart, als Ankerpunkt für alles, nicht verwischen zu lassen, auch das erfolgt im Rhythmus des Blues. Manchmal hält man das Lesen kaum aus, so hart, auch in der Sprache, wird hier mit den Menschen, mit dem Leben umgegangen. Aber man macht weiter, genau wie die Protagonistin selbst. Und man erlebt weiter, intensiv und ohne Gnade. Was für ein Buch! 1975 in den USA veröffentlich, nun, ins Deutsche übersetzt, hier bei uns. Nur wenige Autor*innen können so etwas schreiben, dass einem zudem so unter die Haut geht, einen so viel, auch Machtlosigkeit, fühlen lässt. Ich werde dies hier noch lange in mir spüren und dazu den Blues.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (17)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Matthias Kesper

    Matthias Kesper

    Thalia Kassel

    Buchhändler*in

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    5/5

    21.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "There been times that I thought I couldn't last for long But now I think I'm able to carry on..."

    1947: Eine junge schwarze Frau, Ursa, erst seit wenigen Monaten verheiratet, tritt Abend für Abend als Blues-Sängerin auf. Ihren Familiennamen, "Corregidora", hat sie behalten, er steht auf der einen Seite für ihre familiäre Tradition, auf der anderen ist es der Name des portugiesischen Sklavenhalters, der mehrere Generationen von Ursas Familie "besessen" hat, zur Prostitution gezwungen hat, der mit den eigenen Töchtern weitere Töchter gezeugt hat. Ursas Mann sitzt an den Abenden oft im Publikum, immer häufiger von unberechtigter Eifersucht geplagt, bis es seinerseits zu einem heftigen Streit und einer brutalen Auseinandersetzung kommt. Ursa verliert ihr ungeborenes Kind, um ihr Leben zu retten, muss ihr die Gebärmutter entfernt werden. Sie lässt sich scheiden, es wird in ihrem Leben keine längerfristige Bindung mehr geben, auch, weil sie sich innerlich von ihrem Mann, trotz aller erlebter Gewalt, nicht wirklich lösen kann. Erst als sie wirklich versteht, wie sie die eigene Historie verarbeiten, die Erinnerung an all das erlebte, durchlittene Unrecht mit der Gegenwart vereinen kann, wird Ursa tatsächlich frei sein.... Wenn Sie die Überschrift erkannt haben, sind Sie auf dem richtigen Weg für dieses phantastische Buch - die Zeilen stammen aus Sam Cooks Klassiker "A change is gonna come". Und Musik ist es, die dieses Buch bestimmt! Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich überhaupt das Recht habe, diesen Klassiker der afro-amerikanischen Kultur zu besprechen, so als "alter weißer Mann", saturiert, sicher und wohl behütet in Europa aufgewachsen. Aber wenn man ein Buch gelesen hat, das einen zutiefst berührt, das von einer unglaublichen Kraft nur so strotzt, das von Pieke Biermann kongenial in`s Deutsche übertragen wurde, ein Buch, dem man eine riesige Leserschaft wünscht, dann, ja dann muss man das auch kundtun! "Corregidora" erschien im Original bereits 1975, Gayl Jones galt danach als die wichtigste literarische Nachfahrin von James Baldwin, der Roman einer echten Emanzipation war die Blaupause für geniale Schriftstellerinnen wie Alice Walker oder Toni Morrison, die das Entstehen des Buchs tatsächlich als Lektorin gefördert und begleitet hat. Es erwartet Sie ein Roman, für den Sie starke Nerven brauchen, Toleranz gegenüber einer zum Teil explizieten Ausdrucksweise, sowohl, was das Sexuelle betrifft, als auch wenn es um die Umgangssprache des amerikanischen Südens geht. Und es möge sich bitte niemand über fehlende "Political Correctness" mokieren, Frau Jones wusste, was sie, und wovon sie schreibt... Das Sahnehäubchen auf diesem kolossalen Roman ist die Verknüpfung von Literatur und Musik - der Roman ist eng mit dem Blues des Südens verwoben, als Leserin oder Leser hält man immer wieder kurz inne, fragt sich, woher man eine bestimmte Textstelle kennen mag, bevor man sich an den Kopf tippt und denkt: Na klar, Muddy Waters oder Robert Johnson oder oder oder - ganz großartig! "It's been a long A long time coming, But I know a change is gonna come Oh, yes it will..."
  • Zum Bewerterprofil von Ingbert Edenhofer

    Ingbert Edenhofer

    Thalia Mayersche Bottrop

    Buchhändler*in

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    4/5

    10.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schwierig zu übersetzen, aber die Lektüre wert

    "Corregidora" ist ein Werk, das Toni Morrison entdeckte und veröffentlichte. Gloria Naylor war für mich insgesamt der beeindruckendere Fund, aber ich kann nachvollziehen, dass Gayl Jones ebenfalls eine relevante Stimme für die afroamerikanische Literatur war. Es geht um Ursa, eine schwarze Blues-Sängerin mit einem schwierigen Verhältnis zu Männern - nicht zuletzt da der Mann, der ihr Großvater war, gleichzeitig auch ihr Urgroßvater war, ein generationsübergreifendes Trauma ihrer Familie. Auch nicht einfach ist allerdings ihr Verhältnis zu Frauen. Der ständige Kampf um Status lässt Mitgefühl kam zu. Ebenfalls schwierig ist die Übertragung. Und das soll nicht unterstellen, dass Pieke Biermann sich da keine Gedanken gemacht hat. Wie das Nachwort deutlich macht: Im Gegenteil. Trotzdem ist die fremdsprachige Wiedergabe des African American Vernacular English immer höchst artifiziell. Andererseits vermute ich, dass viele Leser*innen in deutschsprachigen Ländern auch bei recht gutem Englisch ziemliche Umstellungsprobleme vor sich hätten, wenn sie "Corregidora" stattdessen im Original läsen. Und fraglos gehört "Corregidora" - wie vor Kurzem Richard Wrights wiederveröffentlichte Novelle "Der Mann im Untergrund" - zu den Romanen, die spätestens durch die "Black Lives Matter"-Bewegung auch bei uns ein wenig Aufmerksamkeit verdienen.

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Bewertungen (2)

  • Produktbild: Corregidora