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  • Produktbild: Der Rest wird ganz anders
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Der Rest wird ganz anders Roman über das Älterwerden, über Hoffnung und Enttäuschung in der Liebe und über die Freundschaft zwischen zwei sehr verschiedenen Frauen.

3

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 17 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.10.2022

Verlag

Tredition

Seitenzahl

340

Maße (L/B/H)

22/15,5/2,4 cm

Gewicht

539 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-347-59132-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Altersempfehlung

ab 17 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

01.10.2022

Verlag

Tredition

Seitenzahl

340

Maße (L/B/H)

22/15,5/2,4 cm

Gewicht

539 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-347-59132-5

Herstelleradresse

tredition
Heinz-Beusen-Stieg 5
22926 Ahrensburg
DE

Email: support@tredition.com

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  • Bewertung

    5/5

    21.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    unerwartet

    Beim Lesen dieses Buches spürte ich mich zunehmend in unerwartete Gegenden geführt. Die Geschichte fängt harmlos an. Sie beginnt in Gefilden, die Vielen vertraut sind. „Wo ist der Himmel schon so blau?“ wie im Urlaubsparadies der Malediven. Henriette und Claudia, Freundinnen seit vielen Jahren, sind eingeflogen, um die Seele baumeln zu lassen, Wasser Palmen, Sonnenstrand zu genießen und sich am Charme der dienstbaren Geister zu erfreuen. Für Claudia geht es nach zwei Wochen zurück in die Tretmühle ihrer Buchhaltung aber auch in ihre Rolle als Obermutter der Familie mit den vergötterten Enkeln. Anders Henriette, sie ist nun Frührentnerin, wohlversorgt mit guter Abfindung. Sie lässt die Gedanken schweifen. So Vieles möchte sie im neuen Lebensabschnitt anders machen. In den „Urlaubsplaudereien“ der beiden, so heißt das zweite Kapitel, bringt Claudia viele Möglichkeiten zur Sprache, doch Henriette wehrt fast immer ab. Hegt sie insgeheim große Pläne? Oder weiß sie gar nicht, was sie will? Vieles müsste anders laufen aber womit beginnen? „Die Insulanerin“ heißt das dritte Kapitel. Der Roman ist in mehr als 60 kurze Kapitel unterteilt. Das gibt dem Leser eine gute Übersicht und treibt seine Leselust an. Die Begegnung der beiden mit einer Einwohnerin der Insel vereinfacht plötzlich die Frage nach dem „ganz anderen“ Lebensinhalt. Claudia und „Henni“ werden Zeugen eines dort wohl alltäglichen, kleinen Dramas. Und plötzlich sind sie selbst miteinander in einem scharfen Konflikt. „Die Szene wird zum Tribunal“ wäre wohl zu pathetisch ausgedrückt aber Tatsache ist: Da steht ein Elefant im Raum, den der brave Bürger am besten lebenslänglich übersieht, den Claudia wohl, Henriette aber keineswegs, weiter übersehen will. Es scheiden sich die Geister der „besten Freundinnen“. Es könnte sein, dass sich nun auch die Geister der Leserinnen und Leser scheiden. Denn was als Geschichte eines vergnüglichen Urlaubs begann, führt jetzt abrupt weg vom Weg des „positiven Denkens“, dem modernen Tugendpfad. Henriette, die durchaus immer wieder Zweifel spürt, bemüht sich um eine klare Entscheidung. Da passt wie die Faust auf’s Auge, was ihr in Kapitel fünf, “Die Anfrage“, aus dem trauten Familienkreis angetragen wird. Diese Zumutung gibt ihr die letzte, noch fehlende Entschlossenheit, den „Bruch“ (Kapitel sechs) nicht nur für sich zu beschließen, sondern allen Freunden, Verwandten und Bekannten offen zu verkünden. Wir sind jetzt auf Seite 33 des Buches. Neun Zehntel liegen noch vor uns. Aber wer nun ein Feuerwerk aus rasanten Zuspitzungen, pikanten Neuigkeiten und vielleicht komischen Verwicklungen erwartet, könnte enttäuscht sein. Den Leser durch ein wohl konstruiertes Panoptikum unterhaltsamer Abenteuer einer nunmehr wild entschlossenen Berlin-Neurotikerin zu führen – das ist die Sache der Autorin nicht. Eher untertreibt sie, löst aber gerade damit ganz unerwartete Aha-Momente beim Leser aus. Ich erlebte die genaue Schilderung vorsichtiger neuer Schritte in einem Alltag, der anders werden soll und lange zäh der alte bleibt. Oder doch nur zu bleiben scheint? Henriette (und wir mit ihr) trifft lebendige Menschen - Pia, Kick, Mister X und viele mehr. Nähe entsteht und ist plötzlich wieder verschwunden. Oder nur verdeckt? Ein Buch das keine weisen Sätze lautstark verkündet, sondern das einfach sensibel vom Leben erzählt, wie es manchmal öde und dann wieder verrückt und fast immer wert ist, geliebt zu werden. Nachdem ich das Buch „durch“ hatte und jetzt meine Meinung aufgeschrieben habe, habe ich große Lust, alles noch einmal zu lesen.

  • Bewertung

    5/5

    11.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Roman für jung und alt

    Als meine Mutter mir vor einer Woche den Roman von Mathilda Seithe „Der Rest wird ganz anders„ zum Lesen empfohlen hat, war ich zunächst skeptisch. Die Thematik erschien mir doch noch etwas fern. Wie sollte ich mich mit meinen 40 Jahren in diese Situation hineindenken können, aber weit gefehlt. Mathilda Seithe spricht Probleme an, die nicht an ein bestimmtes Alter gebunden sind. Der Mensch in seiner Einsamkeit bemüht sich um Kontakte. Mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt sie die Schwierigkeiten, die in der Kommunikation zwischen Menschen auftreten können. Wirklich empfehlenswert! S. Wagner

  • Bewertung

    5/5

    04.10.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Lesevergnügen!

    Endlich in Rente! Der Roman thematisiert die spannende Frage „und wie nun weiter?“ Henriette nimmt sich vor, ihr Rentnerdasein ganz ei­genwillig neu zu gestalten. Im Verlaufe einer zufälligen Bekanntschaft mit Pia - einer problembeladenen jungen Frau - entsteht das Bedürfnis, der um vieles Jüngeren zu helfen. Das Aufeinandertreffen von Henriette und Pia verläuft recht abenteuerlich, ist aber am Ende erfolgreich für beide. Erhält man eingangs einen kleinen Geschmack von Henriettes „Vorleben“, so steht alsbald die große Frage im Raum, wie es im fortgeschrittenen Alter aussehen kann, „die Welt bewusst und mit Freude zu erleben“(S. 42). Henriette beginnt ihr „neue Leben“ mit solchen sie beflügelnden Herzenswünschen, wie einem üppigen Steak­haus-, einem geliebten Museumsbesuch und einem schönen Ausflug in die frühlingshafte Natur. Dabei befällt sie - jeweils allein unterwegs - unerwartet Angst. Sie hat das suspekte Gefühl, von Mitmenschen als be­mitleidenswerter weiblicher Single wahrgenommen zu werden, dem es an etwas Wichtigem mangelt. Das be­reitet ihr Unruhe und stellt ihr ambitioniertes Vorhaben, von nun ab ein „freies, unbelastetes und unbekümmer­tes Leben zu führen“ (S. 45) sehr in Frage. Argwöhnisch schaut sie auf ihre anfänglichen tollkühnen Pläne, sich „politisch irgendwie zu engagieren“, sich in „die Geschehnisse“ um sich herum einzumischen (S.46). Aber sie erliegt dieser Ernüchterung nicht. Sie unternimmt mehrere weitere Startversuche ins „neue Leben“, zu de­nen auch die erfolglose Wiederbelebung einer ehemals leidenschaftlichen Liebe sowie neue online-Männer­bekanntschaften gehören, die für sie allesamt fade enden. Nach einem plötzlichen Krankenhausaufenthalt wird ihr immer klarer, dass auch ihr Körper mitzureden hat beim Älterwerden. Die ganze Dramatik des endli­chen, immer mühsamer werdenden Lebensabends gerät in ihr Visier und lähmt sie erst einmal. Es führt dazu, dass sie sich innerlich wohlweislich vom weit verbreiteten Jugendwahn verabschiedet, um nun achtsamer mit sich umzugehen. Der Zufall will es, dass die hübsche 18jährige Pia, die quasi auf der Straße lebt und dabei nicht unglücklich zu sein scheint, in ihr Gesichtsfeld gerät. Obwohl sie mittellos und sozialen Härten ausge­setzt ist, zieht Pia ein freies, unabhängiges Leben dem verachteten Anpassen an die bestehenden gesellschaftliche Normen vor. Ohne Hauptschulabschluss hat sie dafür allerdings auch geringe Chancen. Als Henri­ette auch die alternative WG kennenlernt, in der Pia momentan untergekommen ist, wird ihr klar, dass ihre neuen Bekannten zwar sinnvolle neue Lebensformen suchen, aber auf diesem Weg bisher kaum etwas ernst­haft auf die Beine gestellt haben. „Wir lehnen Konsum ab, Werbung sowieso. Wir machen die üblichen Mode­trends nicht mit und lassen uns auch von den Medien nicht für blöd verkaufen“(S. 166) sind in Anbetracht ihrer offensichtlichen existentiellen Probleme leere Worte. Henriette durchschaut Pias aktuelle Lebenssituation und versucht, ihr aktiv, selbstlos und sensibel beim Finden eines selbstbestimmten Lebens nützlich zu sein. Dies gelingt nach einigen brisanten Überraschungen, allerdings nur gemeinsam mit Verbündeten über sie hinaus, denen im Roman eine weitere tragende Rolle zukommt. Als Resümee ihres bisherigen „neuen Lebens“ bleibt festzuhalten, dass Henriette sich dem Wagnis eines jun­gen fremden Lebens erfolgreich öffnet und damit Lebenschancen für Pia realisierbar werden lässt. Am Ende des Romans weiß Henriette schon, dass es weiter gehen wird mit dem „richtigen“ Herbst ihres Lebens, denn sie hat bereits in ähnlichem Sinne eine neue Spur aufgenommen.... Der skizzierte Inhalt verteilt sich auf viele kurzweilige Unterabschnitte. Der flotte Schreibstil der Autorin und die locker kommunizierte beachtliche Menge an brisanten Facetten weiblichen Lebens im fortgeschrittenen Alter befördern das Interesse am Fortgang der Geschichte. Mit Sympathie für Henriette und ihrem weiteren Schicksal kann man mühelos halbe Nächte mit dem Lesen des Romans verbringen, um endlich den Ausgang des Geschehens zu erfahren. Miriam Steiner

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