Das Imaginative der Politischen Ökonomie
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
01.07.2024
Herausgeber
Walter Otto Ötsch + weitereVerlag
MetropolisSeitenzahl
331
Maße (L/B/H)
20,7/13,4/2,4 cm
Gewicht
430 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7316-1536-1
Wenn Wirtschaften sich auf die Zukunft bezieht, dann stellt sich die Frage, wie Menschen sich ihre Zukunft vorstellen bzw. wie und auf welche Weise sie dabei imaginativ tätig sind. Diese Frage wird in ökonomischen Theorien kaum gestellt. Im Sammelband wird die Perspektive umgedreht. Wir gehen von der Annahme des Menschen als imaginativem Wesen aus und fragen, was das für das Verständnis ökonomischer Phänomene und für die Bildung ökonomischer Theorien bedeuten kann. Das betrifft nicht nur (mikroökonomische) Handlungstheorien, sondern auch Großbegriffe, wie jene der Gesellschaft oder der Wirtschaft, wie sie in Ansätzen der Politischen Ökonomie verwendet werden. Begriffe dieser Art gelten heute in den Kulturwissenschaften als das Ergebnis imaginativer Prozesse.
Der Sammelband vereint Beiträge aus dem Bereich der Philosophie, der Kulturwissenschaften (inkl. der Soziologie), den Literaturwissenschaften und der Ökonomie. Es geht u.a. um Fragen der Theoriebildung, um geschichtliche Prozesse, um Anwendungen aus der Finanzsoziologie und um zeitgemäße Utopien. Denn wer über die ökologische Krise besorgt ist, benötigt letztlich eine Utopie, die eine radikale Transformation des Wirtschaftssystems anstrebt und als möglich erachtet. Von diesem Gebrauch der Imagination könnte die Zukunft der Gesellschaft abhängen.
Inhalt:
Walter O. Ötsch, Birger P. Priddat, Steffen W. Groß: Imagination und Ökonomie. Zum Vorwort
Simone Neuber: Ein animal rationale habens cor fingens? Philosophische Exkurse zur Imagination an einem philosophisch ungewöhnlichen Leitfaden
Christine Künzel: Economic Imagination: Annäherungen an ein ökonomisches Imaginäres
Birger P. Priddat: Erfahrung und Erinnerung als Konstituenten von Erwartungen. Imaginationen im ökonomischen Kontext
Walter O. Ötsch: Theoriegeschichte der Ökonomie als Imaginationsgeschichte
Andreas Friedolin Lingg: Die Allegorie des Handels. Raumvorstellung und produktive Geometrie in der Frühen Neuzeit
Steffen W. Groß: Vom Abbild zum Gebilde. Graphische Modelle in der Ökonomik als symbolische Kunstwerke
Andreas Langenohl: Transaktionen und Spiele: Das Imaginäre der Decentralized Finance
Melissa Kennedy: The Crisis of the Imagination and Narratives of Everyday Utopias
Carsten Herrmann-Pillath: Imagining Utopia in Eco-Social Transformation. More-Than-Human Property and Gift-Exchange
Between People and Nature
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