Der neue Roman der »Queenie«-Erfolgsautorin ist ein einzigartiges Familienporträt: gegenwärtig, rasant und unglaublich komisch Cyril Pennington ist das, was man als »People Person« bezeichnet: gesellig, umtriebig, extrovertiert. Was er vor allem nicht ist: ein Vater. Und das obwohl er fünf Kinder von vier verschiedenen Frauen hat. Seine Kinder wachsen ohne ihren Dad auf und ohne einander wirklich zu kennen. Bis ein dramatisches Ereignis die Halbgeschwister zusammenbringt und sie stärker aneinanderbindet, als ihnen lieb ist. »Eine mitreißende Erzählerin, eine grandiose Entdeckung.« Deutschlandfunk Kultur »Ein Roman unserer Zeit, voller Witz, Weisheit und Dringlichkeit« SPIEGEL über »Queenie«-
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3.9/5.0
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
3/5
05.02.2023
Hörbuch-Download (MP3)
Geschwister finden zueinander
Das Hörbuch „People Person“ von Candice Carty-Williams ist bei Saga Egmont erschienen und wird von Lara-Sophie Milagro gesprochen.
Cyril Pennington ist vor über 30 Jahren von Jamaika nach London gekommen und er hat fünf Kinder von vier verschiedenen Frauen. Mit keiner der vier hat er je zusammengelebt oder eine feste Beziehung geführt. Die Kinder sind ohne Vater aufgewachsen. Als seine Kinder im Alter zwischen 9 und 19 Jahren sind, beschließt er, dass sie einander Kennenlernen sollten. Nach einem kurzen Treffen trennen sich ihre Wege wieder voneinander und sie laufen sich nur manchmal zufällig über den Weg. 15 Jahre nach diesem ersten Treffen, gerät Dimple in eine missliche Situation und sie ruft ihre älteste Schwester Nikisha an und bittet um Hilfe. Diese trommelt sofort die restlichen Geschwister zusammen und gemeinsam wollen sie Dimple helfen. Doch alle fünf verstricken sich immer weiter in diese kriminelle Lage. Können Sie eine Lösung finden?
„People Person“ sollen laut Übersetzung empathische und extrovertierte Menschen sein. Das trifft vielleicht auf Cyril zu, doch dieser spielt im Roman keine dominierende Rolle. Im Vordergrund steht Dimple, die mit ihrer naiven Art einem schon auf die Nerven gehen kann.. Schade, dass ihre Halbgeschwister wenig Raum einnehmen, auch sie hätten etwas zu erzählen gehabt. Das Buch hat seine Längen, und es als Hörbuch zu hören, macht es nicht einfacher, es ist schon sehr anstrengend zu folgen und die langen Tracks haben mich sehr gestört. Die Idee der Geschichte gefällt mir. Es zeigt auf, wie stark Familienbande doch sein können und man kann schon von einer Milieustudie sprechen. Themen wie Social Media, Rassismus und Gewalt werden nicht ausgespart. Die Geschwister sind charakterlich sehr unterschiedlich, aber es ist schön zu hören, wie gut sie sich doch trotz unterschiedlicher Lebensumstände verstehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Hörbuchsprecherin, wurde es im Laufes des Hörens immer besser und ich denke, sie ist eine gute Wahl und hat ihre Sache gut gemacht.
Leider konnte ich bis zum Ende nicht ganz einordnen, was der Roman mir vermitteln will. Ist es eine Familiengeschichte oder ein cosy Krimi? Ich danke Saga Egmont für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars und vergebe leider nur drei Sterne, da mich die Geschichte nicht abholen konnte.
nessabo
5/5
02.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolle Unterhaltung mit starken Figuren
Ich mochte "Queenie" bereits gern und habe mich von "People Person" ähnlich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte ist ein wahres Plädoyer für Zusammenhalt - in diesem Fall innerhalb einer Blutsverwandtschaft, die bis zum auslösenden Moment der Handlung keine große Rolle spielte. Als es aber hart auf hart kommt, halten die Geschwister zusammen. Für mich wirft die Geschichte einen Blick darauf, was Familie bedeutet und wie sie ausgestaltet sein kann.
Zu Beginn des Romans war ich erst ein wenig ernüchtert, weil mir die Storyline nun schon wiederholt begegnet ist und ich sie ein wenig auserzählt finde. Doch es wird zum Glück anders aufgelöst, sodass ich insgesamt versöhnt war. Sie Skurrilität der Situation und die absolute Ernsthaftigkeit, mit der die Geschwister ihr begegnen, ist unterhaltsam und trifft meinen Humor sehr gut.
Gleichzeitig fand ich die Figuren total stark geschrieben! Alle Geschwister haben ihre ganz eigenen Charakterzüge, die mir (fast) alle auch wirklich sympathisch waren. Wir bekommen hier viel sensible Männlichkeit und solidarische Frauen - genau sowas möchte ich viel öfter lesen! Mich hat der Zusammenhalt unter den Geschwistern sehr empowert. Außerdem flicht die Autorin immer wieder gesellschaftskritische Aspekte wie z. B. rassistische Polizeigewalt oder häusliche Gewalt ein.
Mein einziger Wermutstropfen ist, dass für mein Empfinden die Auseinandersetzung mit dem Vater viel zu zurückhaltend war. Seine Figur hat mich bis auf's Blut gereizt und ich sag mal so: Ich wäre ihm ganz anders begegnet!
Nichtsdestotrotz eine tolle Unterhaltung mit authentischen, liebenswerten Figuren und ganz viel Solidarität - klare Empfehlung!
nessabo
5/5
02.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolle Unterhaltung mit…
Tolle Unterhaltung mit starken Figuren Ich mochte "Queenie" bereits gern und habe mich von "People Person" ähnlich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte ist ein wahres Plädoyer für Zusammenhalt - in diesem Fall innerhalb einer Blutsverwandtschaft, die bis zum auslösenden Moment der Handlung keine große Rolle spielte. Als es aber hart auf hart kommt, halten die Geschwister zusammen. Für mich wirft die Geschichte einen Blick darauf, was Familie bedeutet und wie sie ausgestaltet sein kann. Zu Beginn des Romans war ich erst ein wenig ernüchtert, weil mir die Storyline nun schon wiederholt begegnet ist und ich sie ein wenig auserzählt finde. Doch es wird zum Glück anders aufgelöst, sodass ich insgesamt versöhnt war. Sie Skurrilität der Situation und die absolute Ernsthaftigkeit, mit der die Geschwister ihr begegnen, ist unterhaltsam und trifft meinen Humor sehr gut. Gleichzeitig fand ich die Figuren total stark geschrieben! Alle Geschwister haben ihre ganz eigenen Charakterzüge, die mir (fast) alle auch wirklich sympathisch waren. Wir bekommen hier viel sensible Männlichkeit und solidarische Frauen - genau sowas möchte ich viel öfter lesen! Mich hat der Zusammenhalt unter den Geschwistern sehr empowert. Außerdem flicht die Autorin immer wieder gesellschaftskritische Aspekte wie z. B. rassistische Polizeigewalt oder häusliche Gewalt ein. Mein einziger Wermutstropfen ist, dass für mein Empfinden die Auseinandersetzung mit dem Vater viel zu zurückhaltend war. Seine Figur hat mich bis auf's Blut gereizt und ich sag mal so: Ich wäre ihm ganz anders begegnet! Nichtsdestotrotz eine tolle Unterhaltung mit authentischen, liebenswerten Figuren und ganz viel Solidarität - klare Empfehlung!
Bewertung
5/5
05.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Verbindung der Geschwister
"People Person" erzählt davon, wie fünf Halbgeschwister zueinander finden und Teil ihrer jeweiligen Leben werden. Auf den ersten Blick haben sie nur eines gemeinsam: Der umtriebige, gesellige und extrovertierte Cyril Pennington ist ihr Vater, denn er hat fünf Kinder mit vier unterschiedlichen Frauen gezeugt. Danach ist er allerdings kein bedeutsamer Teil ihres Lebens. Eines Tages holt er alle Kinder, im Alter von neun bis neunzehn Jahren, in seinem goldenen Jeep ab, fährt mit ihnen in den Park und offenbart ihnen, dass sie Geschwister sind. Was als merkwürdiges Treffen beginnt, ist der Anfang der Geschichte, wie die fünf zueinander finden, Beziehungen aufbauen und feststellen, dass sie vielleicht doch mehr gemeinsam haben als nur ihren Vater.
Candice Carty-Williams hat fünf sehr unterschiedliche Charaktere geschaffen, die sehr gut miteinander harmonieren und sich ergänzen. Die unterschiedlichen Facetten, das Tempo und die Art und Weise der Annäherung haben mir sehr gut gefallen. Mir war am Anfang überhaupt nicht klar, in welche Richtung die Geschichte geht und welches Ereignis die fünf so zusmmenbringt und miteinander verbindet. Auch wenn einige Ausführungen etwas überzogen oder unrealistisch wirkten, finde ich "People Person" sehr gelungen und werde noch das ein oder andere Mal an diese Lektüre denken!
Bewertung
aus Essen
5/5
21.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolle Konstellation von "people(n)"
Ein Vater und vier Mütter, 5 Kinder, die sich in ihrer Gesamtheit als Geschwister auch nur kennengelernt haben, weil ihr Vater Cyril zufällige Inszest im Erwachsenenalter vermeiden wollte. Das sagt schon sehr viel über den eigenen Charakter des Frauenjägers aus: Zu jeder der Mütter hat er eine eigene, oft körperbasierte Erinnerung, während die meisten von ihnen nicht mehr gut auf ihn zu sprechen sind. So richtig liebt er nur die Musik, um genau zu sein Reggae. Ohne richtige Bestimmung oder Bindung zu irgendwem ist er mal hier, mal da, People Person, aber selten bei seinen Kindern. Nach ihrem katastrophalen ersten Treffen, sehen sich Nikisha, Danny, Dimple, Lizzie und Prynce erst viele Jahre später in voller Konstellation wieder, leider aus einem noch unschöneren Anlass. Obwohl sie sich alle kaum kennen, stellt Nikisha als Älteste klar: Wir halten ab jetzt zusammen.
Dimple ist diejenige, die die ganze Handlung durch eine sehr ausgeartete Schieflage in ihrem Leben zum Rollen bringt, weswegen wir von ihr am meisten mitbekommen und der Erzählfokus auf ihr liegt. Spannend fand ich dabei den allwissenden Erzähler, der die Intentionen und Gedanken der anderen kannte, sodass man sich in der bereits wilden Konstellation sich nicht auch noch diese Aspekte erschließen musste, sondern die Figuren genauso kennenlernen konnte, wie sie gedacht waren. Sie durch Dimples Augen wahrzunehmen, hätte niemandem gut getan, weder ihrer Figur, noch uns als Lesern, denn sie ist sehr sensibel und lebt(e) in einer sicheren Blase, die sie aus eigenen Gründen als Influencerin versucht ins Internet zu verlagern. Ich fand es wunderbar, wie sie auf ihre Macken schonungslos hingewiesen wurde, obwohl das die sich noch entwickelnden Geschwisterbeziehungen, auf die man doch irgendwie hofft, natürlich gefährdet. Auch die anderen Geschwister habe ich mit all ihren positiven als auch negativen Eigenschaften fast schon lieb gewonnen.
Was der fehlende Vater mit ihnen macht, wird immer mal wieder angeschnitten, doch bei dem wuseligen Plot wäre in dieser Hinsicht mehr auch zu viel gewesen. Ich könnte noch so viel mehr dazu sagen, es passiert so viel und der Humor geht dabei nie verloren, ich hatte eine schöne Zeit, ganz ohne echte people, aber mit tollen Figuren.
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