Ich, Sperling

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Roman | Der Sunday Times Bestseller

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

20162

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.09.2023

Verlag

dtv

Beschreibung

Details

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Ja

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Verkaufsrang

20162

Erscheinungsdatum

14.09.2023

Verlag

dtv

Seitenzahl

592 (Printausgabe)

Dateigröße

2206 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Ute Leibmann

Sprache

Deutsch

EAN

9783423442633

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Schwere Kost

Bewertung aus Bad Endbach am 08.01.2024

Bewertungsnummer: 2105006

Bewertet: eBook (ePUB)

n seinem Roman „Ich, Sperling“ entführt James Hynes den Leser in das 4. Jahrhundert nach Carthago Nova - eine antike Hafenstadt auf der Iberischen Halbinsel - und erzählt die Geschichte eines Sklavenjungen. In einem kurzen Prolog stellt sich Jakob vor. Jakob ist ein alter Mann, der seine Lebensgeschichte niederschreibt. Es sind seine Kindheitserlebnisse, um die es in diesem Roman geht. Jakob beginnt seine Erzählung mit seinen ersten zusammenhängenden Erinnerungen - er sitzt im Dämmerlicht auf dem Boden in einer Küche. Es ist drückend heiß. Eine zornige Frau entgrätet Fische. Einen Namen hat Jakob als Kind nicht. Man erklärt ihm, dass er ein Niemand ist. Namenlos. Elternlos. Herkunft unbekannt. Ein Ding, kein Mensch. Man ruft ihn Pusus, Maus oder auch Kleiner. Eine seiner Ziehmütter, die Prostituierte Euterpe, erzählt ihm eine Geschichte vom gelehrigen Sperling. Der Sperling wird für den Jungen nicht nur zu einem heimlichen Namensvetter, sondern auch zu einem Sinnbild für Hoffnung. Die täglichen Aufgaben des Jungen beschränken sich zunächst auf die Arbeit in der Küche. Später muss er auch zum Brunnen und Wasser holen, andere Botengänge erledigen, die Taverne putzen und kellnern. Und schließlich wird auch das Bordell zu seinem Arbeitsplatz. Es treibt einem beim Lesen die Tränen in die Augen, weil dieser wissbegierige Junge von Anfang an keine Chance hat. Obwohl er schnell lernt und sich den groben Gepflogenheiten in der Taverne anpasst, es versteht, Faustschlägen zu entgehen und Tritten auszuweichen, kann er dem Sklavendasein nicht entkommen. Er ist der Willkür und den Launen seines Umfelds schutzlos ausgeliefert. Immer wieder wird ihm klar gemacht, dass sein Leben und sein Körper nicht ihm gehören. Nur der Sperling spendet ihm in den schlimmsten Momenten Trost. James Hynes versteht es ganz ausgezeichnet, die Straßen der antiken Stadt mit Leben zu füllen. Er schildert die Lebensumstände der Deklassierten, die Geschäftigkeit auf dem Markt und am Hafen, die Brutalität des Alltags und die rauen Sitten in Taverne und Bordell genauso intensiv wie die kurzen Augenblicke der harmlosen Fröhlichkeit, wenn Euterpe Sperling das Lesen und Rechnen lehrt und Geschichten erzählt über das Geschehen auf der anderen Seite des Gartenzauns. Carthago Nova ist schmutzig und bunt zugleich. James Hynes nimmt beim Erzählen kein Blatt vor den Mund. Er scheut sich nicht, eine derbe, dem Milieu angepasste und mit Obszönitäten gespickte Sprache zu verwenden. Diese grobschlächtige Ausdrucksweise rundet die vielschichtige Handlung perfekt ab. „Ich, Sperling“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Zum einen, um die außerordentlich gut gelungenen Beschreibungen, Schilderungen und Formulierungen ausgiebig genießen zu können, zum anderen aber auch, weil der Inhalt schwere Kost ist, die man nur häppchenweise verdauen kann. „Ich, Sperling“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt. Ich habe mit Sperling gelebt und gelitten, habe mit ihm gebangt und gehofft und habe Kummer und Leid genauso mit ihm geteilt, wie die kleinen Glücksmomente. Eine fesselnd erzählte, herzzerreißende Geschichte, die lange nachklingt. Ein Volltreffer!
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Bewertungsnummer: 2105006
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n seinem Roman „Ich, Sperling“ entführt James Hynes den Leser in das 4. Jahrhundert nach Carthago Nova - eine antike Hafenstadt auf der Iberischen Halbinsel - und erzählt die Geschichte eines Sklavenjungen. In einem kurzen Prolog stellt sich Jakob vor. Jakob ist ein alter Mann, der seine Lebensgeschichte niederschreibt. Es sind seine Kindheitserlebnisse, um die es in diesem Roman geht. Jakob beginnt seine Erzählung mit seinen ersten zusammenhängenden Erinnerungen - er sitzt im Dämmerlicht auf dem Boden in einer Küche. Es ist drückend heiß. Eine zornige Frau entgrätet Fische. Einen Namen hat Jakob als Kind nicht. Man erklärt ihm, dass er ein Niemand ist. Namenlos. Elternlos. Herkunft unbekannt. Ein Ding, kein Mensch. Man ruft ihn Pusus, Maus oder auch Kleiner. Eine seiner Ziehmütter, die Prostituierte Euterpe, erzählt ihm eine Geschichte vom gelehrigen Sperling. Der Sperling wird für den Jungen nicht nur zu einem heimlichen Namensvetter, sondern auch zu einem Sinnbild für Hoffnung. Die täglichen Aufgaben des Jungen beschränken sich zunächst auf die Arbeit in der Küche. Später muss er auch zum Brunnen und Wasser holen, andere Botengänge erledigen, die Taverne putzen und kellnern. Und schließlich wird auch das Bordell zu seinem Arbeitsplatz. Es treibt einem beim Lesen die Tränen in die Augen, weil dieser wissbegierige Junge von Anfang an keine Chance hat. Obwohl er schnell lernt und sich den groben Gepflogenheiten in der Taverne anpasst, es versteht, Faustschlägen zu entgehen und Tritten auszuweichen, kann er dem Sklavendasein nicht entkommen. Er ist der Willkür und den Launen seines Umfelds schutzlos ausgeliefert. Immer wieder wird ihm klar gemacht, dass sein Leben und sein Körper nicht ihm gehören. Nur der Sperling spendet ihm in den schlimmsten Momenten Trost. James Hynes versteht es ganz ausgezeichnet, die Straßen der antiken Stadt mit Leben zu füllen. Er schildert die Lebensumstände der Deklassierten, die Geschäftigkeit auf dem Markt und am Hafen, die Brutalität des Alltags und die rauen Sitten in Taverne und Bordell genauso intensiv wie die kurzen Augenblicke der harmlosen Fröhlichkeit, wenn Euterpe Sperling das Lesen und Rechnen lehrt und Geschichten erzählt über das Geschehen auf der anderen Seite des Gartenzauns. Carthago Nova ist schmutzig und bunt zugleich. James Hynes nimmt beim Erzählen kein Blatt vor den Mund. Er scheut sich nicht, eine derbe, dem Milieu angepasste und mit Obszönitäten gespickte Sprache zu verwenden. Diese grobschlächtige Ausdrucksweise rundet die vielschichtige Handlung perfekt ab. „Ich, Sperling“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Zum einen, um die außerordentlich gut gelungenen Beschreibungen, Schilderungen und Formulierungen ausgiebig genießen zu können, zum anderen aber auch, weil der Inhalt schwere Kost ist, die man nur häppchenweise verdauen kann. „Ich, Sperling“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff gehabt. Ich habe mit Sperling gelebt und gelitten, habe mit ihm gebangt und gehofft und habe Kummer und Leid genauso mit ihm geteilt, wie die kleinen Glücksmomente. Eine fesselnd erzählte, herzzerreißende Geschichte, die lange nachklingt. Ein Volltreffer!

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Intensiv und historisch

Bewertung aus Crimmitschau am 28.11.2023

Bewertungsnummer: 2077961

Bewertet: eBook (ePUB)

Dieser Roman entführt uns in lang vergangene Zeiten als Sklavenhaltung noch stark verbreitet war und es in weiten Teilen der Welt eine Mehrklassen-Gesellschaft gab. Schauplatz der Handlung ist ein Bordell in dem nicht nur junge Frauen sondern auch ein Junge mit vielen Namen, darunter Sperling und Antinoos, arbeitet. Als Leser bekommen wir einen Einblick in den Alltag der Dienstleister welcher neben der abendlichen Bewirtschaftung des Freudenhauses auch aus ausgedehnten Termenbesuchen besteht. Freud und viel mehr Leid sind an der Tagesordnung. Der Schreibstil ist teils sehr vulgär und unerschrocken was allerdings das Thema nicht verweichlicht. Somit entsteht der Eindruck es handelt sich gleichzeitig um eine Art Aufklärungsroman mit historischem Bezug. Ich würde das Buch all denen empfehlen, die gern in ferne Zeiten eintauchen und auch vor unangenehmen Themen nicht zurückschrecken. Eine gewisse Abgebrühtheit sollte man allerdings mitbringen um die derbe Sprache nicht misszuverstehen
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Bewertungsnummer: 2077961
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Dieser Roman entführt uns in lang vergangene Zeiten als Sklavenhaltung noch stark verbreitet war und es in weiten Teilen der Welt eine Mehrklassen-Gesellschaft gab. Schauplatz der Handlung ist ein Bordell in dem nicht nur junge Frauen sondern auch ein Junge mit vielen Namen, darunter Sperling und Antinoos, arbeitet. Als Leser bekommen wir einen Einblick in den Alltag der Dienstleister welcher neben der abendlichen Bewirtschaftung des Freudenhauses auch aus ausgedehnten Termenbesuchen besteht. Freud und viel mehr Leid sind an der Tagesordnung. Der Schreibstil ist teils sehr vulgär und unerschrocken was allerdings das Thema nicht verweichlicht. Somit entsteht der Eindruck es handelt sich gleichzeitig um eine Art Aufklärungsroman mit historischem Bezug. Ich würde das Buch all denen empfehlen, die gern in ferne Zeiten eintauchen und auch vor unangenehmen Themen nicht zurückschrecken. Eine gewisse Abgebrühtheit sollte man allerdings mitbringen um die derbe Sprache nicht misszuverstehen

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Historischer Roman meets Coming-Of-Age-Geschichte: durch die Augen eines namenlosen, heranwachsenden Sklavenjungens erlebt man die Gesellschaft des antiken Roms. Es geht u.a. um Unterdrückung und Ausbeutung und wie sie in einer zivilisierten Gesellschaft existieren können. Ich habe die Geschichte um den Sklavenjungen und die Wölfinnen als eine ganz besondere empfunden und war nach wenigen Seiten direkt gefesselt von der Story. Die Schilderungen sind teils sehr gewaltsam und explizit.
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Historischer Roman meets Coming-Of-Age-Geschichte: durch die Augen eines namenlosen, heranwachsenden Sklavenjungens erlebt man die Gesellschaft des antiken Roms. Es geht u.a. um Unterdrückung und Ausbeutung und wie sie in einer zivilisierten Gesellschaft existieren können. Ich habe die Geschichte um den Sklavenjungen und die Wölfinnen als eine ganz besondere empfunden und war nach wenigen Seiten direkt gefesselt von der Story. Die Schilderungen sind teils sehr gewaltsam und explizit.

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"Ich, Jacob, Sohn von niemanden, Vater von niemandem, Geliebt von niemandem..."

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Melacholisch und ergreifend bis zum Schluß. Zeugnis eines Ausgestoßenen in der christlichen Gesellschaft über Gewalt und Sex, Liebe, Familie und dem stetigen Drang nach Freiheit.
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