Latenz als utopische Strategie der Spätmoderne in Juan S. Guses Roman "Miami Punk"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
17.04.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
93 (Printausgabe)
Dateigröße
1144 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346856258
Den ersten Schritt hin zu diesem Ziel bildet eine Analyse der gesellschaftlichen und ästhetischen Umstände, unter denen die Utopie in der Spätmoderne entstehen, existieren und wirken/rezipiert werden muss, und wie genau diese die Utopie, ihre Inhalte und ästhetische Form, beeinflussen. Dieser Analyse zugrunde liegt eine intensive Auseinandersetzung mit Andreas Reckwitz' einschlägiger Betrachtung des spätmodernen Singularitätsparadigmas und seiner Implikationen für verschiedenste gesellschaftliche Teilbereiche. Aus ihr leite ich Probleme, aber auch Chancen, ab, welche die Omnipräsenz des Singularitätsimperativs für die Utopie birgt. Ein spezifisch akzentuiertes Utopisches, so das Ergebnis meiner Überlegungen, sollte die klassische Utopie beerben (und tut dies teilweise auch bereits).
Der zweite Teil dieser Arbeit ist dann dem Lösungsvorschlag für die im ersten Teil ausgemachten Dilemmata gewidmet, mit denen die Utopie in der Spätmoderne konfrontiert ist. Zentrales Theorem hierfür ist die Latenz. Einem Überblick über die Latenztheorie und verschiedene Latenzbegriffe folgt das Herauspräparieren meines eigenen Latenzverständnisses, welches sich von einer lediglich polemisch verstandenen Latenz abwendet und sich stattdessen dem Konzept einer instrumentellen Latenz anschließt, wie es etwa Niklas Luhmann oder Ernst Bloch verschiedentlich postuliert haben , einer Latenz als Theorie strategischen Handelns. Wie Latenz sich produktiv mit der Utopie verbinden kann, um Letzterer das Werkzeug an die Hand zu geben, adäquat auf die kulturelle, ästhetische und politische Umwelt der Spätmoderne zu reagieren und in dieser gesellschaftlich relevant zu bleiben, welche Mechanismen und Formen der Synthese dabei eine Rolle spielen und entstehen - dies soll in der zweiten Hälfte des zweiten Kapitels geklärt werden. Dabei werden, neben anderen, sowohl ästhetische bzw. formale Aspekte als auch solche der Sozialform eine Rolle spielen.
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