Josina ist grad mal Anfang zwanzig und schon frustriert von ihrem Job. Dann bekommt sie auch noch Albträume, in denen sie Nacht für Nacht in einem Fluss aus Blut ertrinkt. Träume, die sie in die germanische Asenwelt führen, in der ausgerechnet sie die auserwählte Schwarze Träumerin sein soll? Die an der Seite des Feuerriesen Surt eine uralte Prophezeiung erfüllen muss?! Um irgendeine mythische Welt zu retten, von der sie bislang nicht mal wusste?!? Ein Burnout, der weltschlimmste Liebeskummer und die Hoffnung, in ihren Träumen Heilung zu finden, geben Josina den Mut. Sie lässt sich ein auf ein Abenteuer, das ihre bekannte Welt zum Einstürzen bringen wird ...
Hier in „Die Schwarze Träumerin“ beginnt Josinas Reise in die WELT der Asen. In „Nicht schon wieder Ragnarök“ findet die Geschichte ihr Ende.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieser Phantastikroman ist eine Mischung aus Urban-, High- und Portal-Fantasy.
Josina, die titelgebende Schwarze Hauptfigur, kann in ihren Träumen in einer Parallelwelt – einer der Welten aus der nordischen Mythologie – sein und darauf entscheidenden Einfluss nehmen, denn es geht um nichts Geringeres als Weltenrettung. In jener Welt trifft sie auf mehr oder weniger bekannte Gestalten aus der nordischen Mythologie – wie Odin, Loki und die Nornen – sowie einen Berserker, einen Feuerriesen namens Surt und eine Art Kraftwesen, das wie ein Mischwesen aus Mensch und Motte wirkt.
Die Autorin hat diese, ich nenne es mal weiterhin Parallelwelt, so aufgebaut, dass dort mehrere Kulturen und mythologische Charaktere aufeinandertreffen, beispielsweise Mönche (wobei nicht klar benannt wird, ob diese christlich sind), Amazonen, das keltische Beltane-Fest wird erwähnt und wie gesagt die Charaktere aus der nordischen Mythologie. Teilweise werden auch Details wie z.B. »Iglu« genannt (was ich eher bei den Inuit vermuten würde), an einer anderen Stelle sitzt Surt im »Lotossitz«, was wiederum eher aus dem Buddhismus stammt.
Mich hat dieses bunte Sammelsurium zunächst ein bisschen irritiert, auch hat es mich aus dem Lesefluss gerissen, dass mehrere Begriffe und Figuren in dieser Parallelwelt komplett in Großbuchstaben gehalten sind, z.B. »der EINE«, »die WELT«, »die KRAFT« und zahlreiche Eigennamen, wie z.B. »MIMIR«. Das fand ich persönlich unnötig. Aber das ist sicherlich ebenso Geschmackssache wie diese Mischung aus verschiedenen Mythologien und Kulturen.
Wer eine Nacherzählung der nordischen Mythen erwartet, die sich stärker an den Originalen orientiert, bzw. eine entsprechende Portalfantasy-Variante, für den ist das Buch vielleicht nicht das Richtige.
Abwechselnd gibt es Kapitel, die entweder in Josinas Alltagswelt oder in der Parallelwelt spielen.
Josina hat in ihrer Alltagswelt berufliche Probleme und auch Liebesnöte, letzteres hat auch ihre Freundin und Kollegin Kamille. Die beiden versuchen sich deswegen sogar an einem Liebeszauber, obwohl sie keine Erfahrung mit Magie haben. Ob dieser gelingt? Das könnt ihr im Roman lesen.
Angesichts der Länge des Romans mit rund 254 Seiten findet im High-Fantasy-/Portal-Fantasy-Teil nur wenig Weltenbau statt, ich meine damit, es gibt nur wenig Hintergrund-Erklärungen und auch nicht allzu detaillierte Beschreibungen der nordischen Parallelwelt. Auch an dieser Stelle: Wer episch lange (oder langatmige, je nach Ansicht) High-Fantasy-Beschreibungen a la Tolkien lesen möchte, sollte sich eventuell nach anderer Lektüre umsehen. Mich persönlich hat dieser zügig auf den Punkt gebrachte Stil nicht gestört.
Gegen Ende des Romans gibt es einen interessanten Plottwist. Das Buch endet nicht auf einem Cliffhanger, es wird aber deutlich, dass die Handlung im abschließenden zweiten Teil weitergehen wird. Insgesamt habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und aus meiner Sicht ist dieser Roman ein prima Beispiel für progressive deutschsprachige Phantastik. Lesenswert!
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