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Produktbild: Gstaad
Band 464
Artikelbild von Gstaad
Arnon Grünberg

1. Gstaad

Gstaad

Aus der Reihe Die Andere Bibliothek
Gesprochen von
5
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Kevin Kasper

Spieldauer

9 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

152

Verlag

Aufbau Audio

Übersetzt von

Rainer Kersten

Sprache

Deutsch

EAN

9783757010942

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Kevin Kasper

Spieldauer

9 Stunden und 7 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

152

Verlag

Aufbau Audio

Übersetzt von

Rainer Kersten

Sprache

Deutsch

EAN

9783757010942

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  • Sabine

    aus Köln

    3/5

    29.08.2023

    Hörbuch-Download (MP3)

    Verstörend

    Das Cover hat mich neugierig gemacht und der Klappentext versprach eine interessante Geschichte. Es geht auch interessant los und der Stil hat mich begeistert, die Geschichte selbst aber ist skurril und verstörend, so dass ich abschließend nicht weiß, wie ich dieses Buch bewertet soll. Im Mittelpunkt des Romans steht François Lepeltier – er erzählt seine Geschichte, die wie ein Abenteuer scheint: Er lebt in einer engen Beziehung zu seiner Mutter und reist mit ihr durch die Landen. Und in jeder Stadt schlüpft er in eine neue Rolle, gibt vor, mal Zahnarzt, mal Skilehrer, oder auch mal Portier zu sein und trotz seiner Unkenntnis dieser Berufe weiß er zu überzeugen. In Gstaad schließlich ist er Sommelier in einem noblen Hotel - doch hier holt ihn sein eigenes Ich ein und es geschieht Schreckliches. Dieses Buch hat es mir nicht leicht gemacht. Es fängt toll an und ich mochte sehr den Stil des Erzählens: Immer mit einem Schalk und einer gehörigen Portion Humor beschreibt der Autor die Kindheit von François. Es ist eine skurrile Geschichte, und es beginnt zwar bizarr, aber dennoch harmlos, dann aber wird es immer obsessiver und abartiger, die Stationen verstörender und unbehaglicher. In einer weiterhin harmlosen Sprache, die pointiert und charmant daherkommt, beschreibt er dann Dinge, die – gut verpackt in unscheinbare Vokabeln – abartig und abstoßend sind: Schon die Beziehung zu seiner Mutter ist obsessiv, seine anale Fixierung und die verschiedenen Formen sexueller Handlungen sind beschämend und unangenehm, und stehen in der Geschichte im folgenden stets im Vordergrund. François ist auf den ersten Blick ein charmanter, unscheinbarer Zeitgenosse, der unbedarft und naiv erzählt – und diese Diskrepanz zwischen der harmlosen Erzählweise und den abartigen Inhalten hat mich rat- und auch sprachlos gemacht. Auf der anderen Seite bin ich aber auch neugierig gewesen, worauf die Geschichte am Ende hinausläuft – und auch hier hat der Autor mich nochmals kalt erwischt mit einem erschreckenden Abschluss, der aber sehr gut zu dieser abstrusen Geschichte passt. Ein Lob an den Sprecher Kevin Kasper, der nicht nur durch seine Stimmfarbe exzellent ausgesucht war, weil er bei mir ein Bild von François Lepeltier geschaffen hat, der auch die Atmosphäre und den pointierten Schreibstil sehr gut einfangen bzw. umsetzen konnte. Wer zu diesem Buch greift, sollte sich bewusst sein, dass – so harmlos sich der Klappentext liest – es tiefe Einblicke in einen kranken und obsessiven Menschen gibt und sexuelle – auch abweichende - Handlungen großen Raum einnehmen.

  • Bewertung

    5/5

    06.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich

    Meine Beurteilung: Schräge und teilweise obszöne Darstellungen. Menschliche Abgründe werden detailliert dargestellt. Außergewöhnliches und unvergessliches Buch! Gut zu lesen. ____________________________________________

  • annlu

    5/5

    01.10.2023

    eBook (ePUB 3)

    die Geschichte eines geistesgestörten Kriminellen entwickelte einen verstörenden Sog auf mich

    *Jeder Fehltritt ist für mich ein Reflex. So wie man mit der Hand zurückzuckt, wenn man eine heiße Pfanne berührt, so überkommen mich meine Fehltritte. Was man im Volksmund „die schiefe Bahn“ nennt, war für mich der einzig richtige Weg.* „Von Anfang an ist mein Leben von Sünden geprägt“ – Francois Lepeltier beginnt mit einem Rückblick auf sein Leben. Schon seine Kindheit ist geprägt von seiner Liebe zur kleptomanischen Mutter, die toxisch wirkt. Schon früh kommt er mit sexuellen Handlungen in Kontakt und baut sich eine eigene Sicht auf das Leben auf, die man als Leser nur als geistesgestört betrachten kann. Doch worin wird das Ganze gipfeln? Er gibt immer wieder Anspielungen darauf, dass er nun in Betreuung von Sachverständigen ist. Das Verbrechen, das dahintersteckt, wird aber erst am Ende der Geschichte aufgeklärt. Die Geschichte wirkt von Beginn an verstörend. Mit Sicherheit ist das auch so gewollt. Der Autor lässt einen geistesgestörten Kriminellen in der Ich-Perspektive erzählen. So erfährt der Leser, wie sich Francois seine Weltvorstellung zusammenbaut. Nichts davon fühlt sich richtig an und ich wusste nie, ob ich Mitleid haben oder es einfach nur abscheulich finden sollte. Geprägt ist das Ganze von vielen sexuellen Handlungen. Nicht immer werden diese ausführlich beschrieben, immer wieder auch nur angedeutet. Ich konnte nicht anders, als mir Gedanken über sexuellen Missbrauch zu machen. Francois Kindheit ist nämlich davon geprägt – und zwar nicht von Handlungen an ihm selbst, sondern vielmehr davon, dass er mit sexuellen Handlungen anderer konfrontiert wird, die sein kindlicher Verstand noch nicht einordnen kann und schrecklich falsch interpretiert. Gerade das hat mich nachdenklich gemacht und in mir die Frage aufgeworfen, wie man Missbrauch eigentlich definiert. Die Geschichte ist eindeutig nicht leicht zu verdauen, wirkt von Beginn bis zum Ende sehr verstörend und aufrüttelnd – und doch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Eindeutig nichts für schwache Nerven

  • J. Kaiser

    4/5

    15.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nichts für schwache Nerven

    Das Cover ist sehr gelungen, es zeigt das Wahrzeichen von Gstaad. François Lepeltier, wird von seiner Mutter in der Pension Sonnenhügel in Baden-Baden aufgezogen. Sie ist ein Zimmermädchen mit kleptomanischen Anwandlungen. Er gibt sich in Stuttgart als Zahnarzt aus, bevor er als Portier und Skilehrer reüssiert. Dies waren Etappen auf dem Weg zum Gipfel seiner Karriere. François wird Sommelier im Palace Hotel in Gstaad in der Schweiz. Eines wird beim Lesen klar, wer so hoch aufsteigt kann auch tief fallen. Als Hintergrund eines Schelmenromans erlebt man den tiefen Blick in menschliche Abgründe. Man liest einen ein rabenschwarzer, sarkastischer Roman. Manchmal muss man Lachen und manchmal schaudert es einem. Die Geschichte beginnt mit einem Schalk und viel Humor in der Kindheit von François. Alles ist etwas skurril und doch harmlos und doch bizarr. Wer dieses Buch lesen möchte, muss sich bewusst sein, dass er Einblick in einen kranken und obsessiven Menschen erhält. Auch sexuelle – auch abweichende - Handlungen grossen Raum einnehmen. Empfehlenswert.

  • clematis

    1/5

    18.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unappetitlich

    Der Vater stirbt schon kurz vor seiner Geburt, die Mutter mit nicht einmal zwanzig Jahren scheint überfordert. Francois Lepeltier verbringt seine Kindheit in verschiedenen Hotelzimmern, in denen Mathilde – so nennt er seine Mutter – putzt und stiehlt. Er wächst nach eigener Aussage mit einer Vielzahl an Sünden auf, wird bereits in jüngsten Jahren Zeuge von ungewöhnlichen sexuellen Handlungen. Wohin das alles führt, wird am Ende schonungslos enthüllt. Ein ansprechendes Titelbild und ein Klappentext mit den Worten „frühes Meisterwerk“, „Schelmenroman“ und „rabenschwarz, sarkastisch“ lassen eine unterhaltsame Handlung erwarten, welche mitunter nachdenklich stimmt. In Händen hält man aber sodann ein Buch, das nur so strotz vor abscheulichen, abstoßenden sexuellen Darstellungen, die einmal mehr, einmal weniger ausführlich beschrieben werden. Francois erzählt all das in Ich-Form und aus seiner Sicht eines „zurückgebliebenen Kindes“. Nur aus Gründen der gierigen Lust seiner Mutter ist er nicht abgetrieben worden, also ist er erwünscht, so seine Schlussfolgerung. Ohne Erziehung genossen zu haben, ist er ein Naturkind, ein freundlicher Wilder (kindle, Pos. 935). So wächst dieses Kind auf in einem Umfeld von sonderbaren Leuten, die noch sonderbarere erotische Praktiken ausleben. Voyeurismus, Inzest, Missbrauch sind nur einige wenige Ausdrücke für all das, was tatsächlich diesen Burschen prägt und welche Handlungen er in späteren Lebensabschnitten unter den Namen Rodolphe oder Bruno setzt. Als unappetitlich beschreibt er selbst seine Wegbegleiter, ebenso unappetitlich sind viele Szenen im Buch, die man nicht anders als abstoßend und pervers bezeichnen kann. Aufgrund der Kurzinformationen zu diesem Buch waren meine Erwartungen gänzlich andere. Mit Hinweisen auf die tatsächlichen Inhalte hätte ich niemals zu diesem Roman gegriffen. Auch wenn das Ende, in welchem Francois‘ Lebensweg gipfelt, verständlich und nachvollziehbar ist, so kann ich „Gstaad“ nicht mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (5)

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