Eine Italienerin in Paris - Neuanfang nicht ausgeschlossen. Poetisch und mit liebevollem Humor erzählt der Roman Das Antiquariat an der Seine von Selbstfindung, einem Familiengeheimnis und der Kult-Buchhandlung Shakespeare & Company in Paris.Äußerlich ist die 30-jährige Italienerin Oliva Villa immer perfekt gestylt und auf dem besten Weg in das ideale Vorstadt-Leben, nebst attraktivem Verlobten. Von der Leere in ihrem Inneren ahnt niemand etwas.Als Oliva eine Einladung ihrer exzentrischen Tante Vivienne erhält, die vor 16 Jahren von einem Tag auf den andern aus ihrem Leben verschwand, zögert sie nicht lang und fährt nach Paris. Doch vor der berühmten Buchhandlung Shakespeare & Company wartet sie vergeblich auf Vivienne.Immer wieder scheint Oliva ihre Tante in den nächsten Tagen knapp zu verpassen - dafür begegnen ihr Bücher, Gedanken und das Leben selbst mit all seinen Möglichkeiten ...Der Sinnsuche-Roman der italienischen Autorin Lorenza Gentile eroberte in Italien direkt die Bestseller-Liste und sprüht vor Lebensfreude. Mit seiner Heldin Oliva auf der Suche nach sich selbst und dem zauberhaften Flair der 100 Jahre alten BuchhandlungShakespeare & Company ist Das Antiquariat an der Seine wunderbar inspirierende Unterhaltung für die Hörer:innen von Elena Molini, Jackie Fraser oder Nina Georges Lavendelzimmer.
Kundinnen und Kunden meinen
3.4/5.0
AnneMF
aus SüdWest
4/5
01.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Über Selbstfindung und…
Über Selbstfindung und Familiengeheimnis Unsere Protagonistin Olivia hat doch eigentlich ein tolles Leben. Einen gut bezahlten Job und keine Angst vor der Zukunft. Dazu den perfekten Verlobten, aber warum ist da kein Kribbeln im Bauch bei ihr. Dann wird ihr der Job gekündigt. Gehört das Gefühl innerer Leere einfach so zum Leben dazu? Etwas in ihrem Dasein muss sich ändern. Die Einladung ihrer Tante Vivienne, nach Paris zu kommen nimmt sie sofort an. Mit dem Nachtzug geht es dann von Mailand nach Paris. Bernardo, ihr Verlobter, hat den Verdacht, dass sie einen neuen hat. Ist das so? Die legendäre Buchhandlung Shakespeare & Company nahe Notre Dame in der nur englischsprachige Bücher angeboten werden ist ein beliebtes Fotoobjekt bei Touristen. Nur Olivia trifft ihre Tante dort nicht an. Wo kann sie sein? Ein Hotelzimmer im Zentrum Paris kann sie sich nicht leisten, wo soll Olivia hin? Man bietet ihr an in der Bücherei zu übernachten. Dafür muss sie jeden Tag ihres Aufenthaltes ein Buch lesen. Wie soll das gehen? Als sie dann nach Italien zurück will, streiken die Fluglotsen und der Nachtzug ist auch weg. Sie muss in Paris bleiben. Ihre Tante spielt das perfekte Versteckspiel und schlägt ständig neue Verabredungen vor. Bernardo taucht in Paris auf und Olivia muss eine Entscheidung treffen. Was ist ihr wichtig in ihrem Leben? Im Zweifel musst du die Bücher fragen. Unsere Protagonistin ist immer wieder auf der Suche nach sich selbst. Was sagt ihr ihre innere Stimme? Ich konnte schon etwas mit ihr mitfiebern. Wenn man Bücher und tolle Menschen kennenlernt, sieht man das Leben viel angenehmer. Und Geheimnisse der eigenen Familie sind leichter zu ertragen. Das Ende hat mich überrascht und auch bewegt. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, da schwirrten mir ganz andere Gedanken der Aufklärung durch den Kopf. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und hat mich behutsam mitgetragen in eine Stadt, wo ich selbst schon zweimal war. Wer wissen möchte, was Glück im Leben ist und auf seine innere Stimme hört, dem empfehle ich dieses Buch. Einen Stern ziehe ich in der Bewertung ab, weil mir das mit den Verabredungen unglaubwürdig erschien. Kundenbild
Bücher in meiner Hand
4/5
31.01.2024
eBook (ePUB 3)
Nicht die Protagonistin bleibt in Erinnerung
"Das Antiquariat an der Seine" ist eine leichte Lektüre, ideal zum Entspannen an arbeitsreichen Tagen.
Lorenza Gentiles Protagonistin Oliva lernt darin erwachsen zu werden. Also, wenn erwachsen sein bedeutet, selbst entscheiden wo, wie und mit wem man lebt und welchen Beruf man ausüben möchte. Denn Oliva machte bisher einfach alles so wie von ihr erwartet wurde. Aus Bequemlichkeit? Ja, aber auch aus Angst vor ihren Eltern, die Olivas Bruder verloren hatten und Streit mit Olivas Tante hatten und den Kontakt abbrachen.
Ihre Tante Vivienne bedeutete Oliva viel, weswegen sie nun erstaunt ist über deren Nachricht, sofort nach Paris zu kommen. Erstaunlicherweise getraut sich Oliva und macht sich auf die Reise, nur um vor Ort fest zu stellen, dass Vivienne nicht am vereinbarten Treffpunkt erscheint. Stattdessen kümmert sich einer der Angestellten der Buchhandlung "Shakespeare & Company" um sie. Es kommt wie es kommen muss: Vivienne und Oliva verpassen sich auch in den kommenden Tagen und Oliva durchlebt durch ihre unangepassten neuen Freunde einen Sinneswandel.
Man hat diesen Plot schon oft gelesen, jemand wird irgendwo hin bestellt und muss dann warten und suchen. So ist auch dieser Roman aufgebaut. Er hat mir aber besser gefallen als andere ähnliche Romane, doch mir dauerte das Versteckspiel zu lange.
Olivas Imagewechsel konnte ich nachvollziehen, sie ist erst nur Marionette und traut sich - fern ihren Eltern und ihrem Verlobten - selbstständig zu denken und planen, und das Desinfektionsgel in der Tasche stecken zu lassen. Das Ende des Romans fand ich okay, ich hätte mir wohl mehr "Feuer und Flamme" gewünscht, aber es passte zum vorliegenden ruhigen Schreib- und Handlungsstil.
Super begeistert bin ich nicht, weil der Plot halt nicht neu erfunden wurde. Paris taugt immer für "Such- und Entdeckungsspiele", ein schöner Schauplatz. Die Charaktere waren vielschichtig. Insgesamt war mir der Roman aber ein wenig zu ruhig, fast schon ein bisschen melancholisch, erzählt. Es wundert deshalb auch nicht, dass fast alle Liebesgeschichten, die hier drin erzählt, melancholisch geprägt sind.
Gefallen hat mir, dass alle angenommen wurden wie sie sind, zum Beispiel auch der Obdachlose an der Seine mit seiner speziellen Geschichte. Und es ist er, John, an den ich mich auch in Zukunft, wenn ich an diesen Roman denke, erinnern werde. Nicht an Oliva oder Vivienne, sondern an John und vielleicht noch Hillary.
Fazit: Obwohl viel "läuft", ist es ein ruhiger Unterhaltungsroman.
4 Punkte.
Pressebüro WIWI-Express
aus Freiburg
3/5
09.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein warmherziger und zugleich klug erzählter Roman
„Das Antiquariat an der Seine“ von Lorenza Gentile ist ein warmherziger und zugleich klug erzählter Roman über die Kraft der Bücher und die Suche nach dem eigenen Lebensweg. Gentile verwebt dabei Pariser Flair, literarische Leidenschaft und die Fragen nach Vergangenheit und Zukunft zu einer leichtfüßigen, aber nachdenklich stimmenden Geschichte.
Inhalt und Atmosphäre
Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die in einem traditionsreichen Pariser Antiquariat an der Seine auf eine verborgene Welt stößt: alte Bucheinbände, vergessene Geschichten und Lebensschicksale, die sich – wie Puzzlestücke – mit ihrem eigenen Dasein verknüpfen. Gentile gelingt es, die Stadt als leuchtende Kulisse voller kleiner Wunder zu inszenieren. Mit feinem Gespür fängt sie die Magie der Begegnungen ein, die Bücher zwischen Menschen stiften können.
Stil und Erzählweise
Die Sprache ist leicht, flüssig und poetisch angehaucht, ohne ins Überladene zu kippen. Gentiles Erzählstimme erinnert an französisches Kino: charmant, ein wenig melancholisch und doch voller Lebensfreude. Was wie eine Wohlfühlgeschichte beginnt, entfaltet sich zunehmend Tiefe — zwischen Selbstzweifeln und großen Entscheidungen.
Wirkung und Fazit
„Das Antiquariat an der Seine“ ist ein Roman für alle, die Paris lieben, in Geschichten reisen wollen und daran glauben, dass Bücher Türen öffnen können, die lange verschlossen waren. Lorenza Gentile schenkt ihren Leserinnen und Lesern ein inspirierendes Plädoyer für das Loslassen, das Finden und das Neuanfangen.
Eine Lektüre, die einen nach der letzten Seite mit einem Lächeln und einer Sehnsucht nach der Seine zurücklässt.
Nadys Bücherwelt
aus Freiburg
3/5
22.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Etwas anderes erwartet
Meine Meinung:
Oliva hat alles, was sich eine Frau wünschen kann. Sie tritt immer fröhlich und perfekt gestylt auf. Außerdem ist sie mit einem sehr attraktiven Mann verlobt und es könnte alles so schön sein, wenn in ihrem Inneren nicht eine tiefe Leere herrschen würde, von der niemand etwas ahnt.
Als plötzlich ein Päckchen aus Paris eintrifft kommt ihr dieses wie gerufen. Ihre exzentrische Tante Vivienne lädt Olivia ein sie in Paris zu besuchen. Vivienne verließ damals nach einem heftigen Streit mit der Familie hals überkopf Italien und hat sich seither nicht mehr gemeldet. Doch Oliva ist begeistert und nimmt die Einladung kurzerhand an. Sie verabreden sich vor der Buchhandlung „Shakespeare & Company“, doch als Oliva ankommt, ist von Vivienne nichts zu sehen.
Als es immer später wird und ihre Tante immer noch nicht gekommen ist, beschließt sie in die Buchhandlung zu gehen und dort eventuell Auskunft zu bekommen. So lernt Oliva die unglaublichen Besitzer der Buchhandlung kennen und damit verändert sich ihr Leben.
Fazit:
Im Grunde genommen weiß ich gar nicht, was ich von dem Roman halten soll.
Mir kam er sehr langatmig und uninteressant vor. Die ganze Zeit verabreden sich Vivienne und Oliva, doch ein Treffen scheitert immer wieder. Das Ganze wiederholt sich andauernd, so dass ich mich immer wieder aufraffen musste, weiter in dem Buch zu lesen.
Außerdem beschreibt die Autorin von jedem Charakter aus der Buchhandlung die Lebensgeschichte und das war für mich oft uninteressant und langweilig.
Irgendwie fand ich keinen durchgängigen Faden in der Geschichte und auch wenn der Ausgang dann doch noch schön war, gebe ich
dem Roman 3 von 5 Sternen.
Vielleicht war ich auch einfach von dem schönen Cover und dem Klappentext beeinflusst und habe mir eine andere Story erhofft.
zauberblume
aus Altdorf
3/5
17.01.2024
Buch (Taschenbuch)
„Das Antiquariat an der…
„Das Antiquariat an der Seine“ – ein Bestseller aus Italien – aus der Feder der Autorin Lorenza Gentile entführt uns in die Stadt der Liebe. Schon das wunderschön gestaltete Cover hat mich bei dieser Lektüre angezogen. Lädt doch dieses Antiquariat sofort zu einem Besuch ein. Der Inhalt: Äußerlich ist die 30-jährige Italienerin Oliva Villa immer perfekt gestylt und auf dem besten Weg in das ideale Vorstadt-Leben, nebst attraktivem Verlobten. Von der Leere in ihrem Inneren ahnt niemand etwas. Als Oliva eine Einladung ihrer exzentrischen Tante Vivienne erhält, die vor 16 Jahren von einem Tag auf den andern aus ihrem Leben verschwand, zögert sie nicht lang und fährt nach Paris. Doch vor der berühmten Buchhandlung »Shakespeare & Company« wartet sie vergeblich auf Vivienne. Immer wieder scheint Oliva ihre Tante in den nächsten Tagen knapp zu verpassen – dafür begegnen ihr Bücher, Gedanken und das Leben selbst mit all seinen Möglichkeiten. Aufgrund der Inhaltsangabe hatte ich einen Wohlfühlroman erwartet und war schon richtig neugierig auf das Familiengeheimnis. Doch irgendwie wurden meine Erwartungen dieses Mal nicht ganz erfüllt. Die Autorin entführt uns von Mailand nach Paris und durch ihre tollen Beschreibungen habe ich mich in der Stadt der Liebe sofort heimisch gefühlt und hatte auch wunderbare Bilder vor meinem inneren Auge. Natürlich hat die berühmte Buchhandlung mein Herz im Sturm erobert. Ich habe jetzt noch den Duft der alten Bücher in der Nase und genieße meinen Besuch im „Shakespeare & Company. Aber dann lerne ich eine Protagonistin kennen, die mich nicht besonders berührt hat. Ihre ganze Art und Weise war jetzt nicht so meins. Es war schon seltsam, dass sie ihre Tante nie erreicht hat. Und ihr letztendlich nur ein Brief von Tante Vivienne geblieben ist. Die letzten Seiten haben dann die Geschichte ja noch etwas gerettet. Eins habe ich wieder mal gelernt, mal soll sich nicht immer von einem Cover verleiten lassen. Deshalb gibt es von mir – was äußerst selten ist – nur 3 Sterne.
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5/5
06.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Für alle Leser*innen, die Bücher...
Für alle Leser*innen, die Bücher über Bücher mögen. Eine wunderbare Lektüre, die ich sehr genossen habe. Tolle Charaktere, eine dichte Atmosphäre und von Lorenza Gentile ganz wunderbar geschrieben. Ich möchte es allen nur ans Herz legen, es tut der Seele richtig gut!
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