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Artikelbild von Das Philosophenschiff
Michael Köhlmeier

1. Das Philosophenschiff

Das Philosophenschiff

Gesprochen von
169

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Michael Köhlmeier

Spieldauer

7 Stunden und 17 Minuten

Erscheinungsdatum

14.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844551235

Beschreibung

Rezension

»Michael Köhlmeier bannt mit seiner fast hypnotischen Stimme die Zuhörer:innen vom ersten Wort an.«

Produktdetails

Gesprochen von

Michael Köhlmeier

Spieldauer

7 Stunden und 17 Minuten

Erscheinungsdatum

14.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

1

Verlag

Der Hörverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783844551235

Herstelleradresse

Hoerverlag DHV Der
Lindwurmstraße 88
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    26.02.2024

    Hörbuch (Audio)

    Als „Philosophenschiff“…

    Als „Philosophenschiff“ bezeichnete man jene Schiffe, mit denen nach der bolschewistischen Revolution von 1922 missliebige Intellektuelle in der Sowjetunion außer Landes gebracht wurden. Auf Befehl Lenins sollen sie ins Exil. In dem neuen Roman des österreichischen Schriftstellers Michael Köhlmeier treibt so ein Philosophenschiff tagelang und still auf offener See im Finnischen Meerbusen. An Bord befinden sich gerade einmal zwölf unliebsame Passagiere. Darunter die 100-jährige Anouk Perleman-Jacob, ehemals eine berühmte Architektin aus St. Petersburg. Sie erzählt dem Schriftsteller (ja Köhlmeier ist selbst eine Romanfigur) ihre bedrückende Familiengeschichte, damit er daraus ein Buch machen kann. Und Köhlmeier lässt die hochbetagte Anouk sehr anschaulich von ihrer Vergangenheit berichten. Schließlich wird ein letzter und geheimnisvoller Passagier an Bord gebracht: es ist der schwerkranke Lenin, der nun selbst Opfer diktatorischer Machenschaften geworden ist. Im Hörverlag ist nun eine vollständige Lesung der spannenden Geschichte erschienen, die geschickt historische Fakten mit Fiktion verknüpft. Der Reiz des mp3-Hörbuchs (Dauer immerhin rund 7 Std.) liegt darin, dass es vom Autor selbst vorgetragen wird. Mit seiner wunderbaren Erzählerstimme bringt Köhlmeier nicht nur die Familiengeschichte sondern auch die politische Situation in der Sowjetunion zu Beginn der 1920er Jahre zu Gehör. Sehr empfehlenswert!

  • bookloving

    4/5

    25.04.2024

    Hörbuch (Audio)

    Beeindruckende Geschichtsstunde

    Der neue historische Roman des vielfach ausgezeichneten Autoren Michael Köhlmeier mit dem Titel „Das Philosophenschiff“ ist ein gelungenes, tiefsinniges Werk. Es gewährt uns nicht nur aufschlussreiche und beklemmende Einblicke in den bolschewistischen Terror nach der Oktoberrevolution sondern zeigt auch die vielfältigen Gefahren durch Diktaturen, Willkürakte von ideologisierten Staatenlenkern und die Verfolgung von Andersdenkenden auf und regt sehr zum Nachdenken an. In der Rahmen- und Binnenerzählung seiner fesselnden Geschichte verwebt Köhlmeier auf beeindruckende Weise Fiktion und viele historische Fakten, die er sehr sorgsam recherchiert hat. Im Mittelpunkt des Romans steht die Begegnung eines namenlos bleibenden Journalisten und Schriftstellers mit der hochbetagten russisch-jüdischen Architektin Anouk Perleman-Jacob, die ihn überraschend zu ihrem hundertjährigen Geburtstag eingeladen hat. Die alte Dame möchte, dass er ihre bewegte und bewegende Lebensgeschichte verfasst, die eng mit den Schrecken der Russischen Revolution und dem bolschewistischen Regime verflochten ist. In Anouks rückblickenden Berichten erfahren wir nach und nach, wie sie auf Befehl von Lenin 1922 als 14-jähriges Mädchen mit ihren Eltern und vielen unliebsamen Intellektuellen des Landes, darunter Schriftsteller, Philosophen, Journalisten und Historiker, auf einem der sogenannten "Philosophenschiffe" aus Russland ins Exil deportiert wurde. Überraschender Weise begegnet das junge Mädchen auf einem abgeriegelten Deck dem schwerkranken Lenin, der sich mit ihr in Gesprächen über Macht und Revolution austauscht. Der Autor hat sich mit dieser fiktiven Begegnung eine literarische Freiheit herausgenommen und nutzt dieses geniale Stilmittel geschickt für eine subtile Darstellung von Lenin. Die verschiedenen einfühlsam erzählten Momentaufnahmen von Anouks Schicksal und dem der Verbannten auf dem Philosophenschiff hat mich sehr berühren können. Köhlmeier versteht es hervorragend, die Anspannungen, Ängste, Verzweiflung und das gegenseitige Misstrauen der Passagiere angesichts ihrer ungewissen Zukunft sehr authentisch und glaubhaft einzufangen. Mich hat Köhlmeiers facettenreiches Spiel mit Wahrheit und Fiktion sehr in den Bann geschlagen. Gekonnt thematisiert er darüber hinaus in den Reflektionen des Schriftstellers auch die vielen Ebenen in Bezug auf die Kunst des Erzählens und den Unschärfen biografischen Schreibens. ZUM HÖRBUCH Der Roman wird vom Autor selber ungekürzt und äußerst überzeugend eingelesen. Michael Köhlmeier erweist sich als versierter Sprecher. Seine getragene Stimme passt hervorragend zur Geschichte und den Figuren. Er vermittelt die bedächtig und einfühlsam erzählte Geschichte sehr akzentuiert und nuancenreich, so dass sie einen immer mehr in ihren Bann zieht. Ein grandioses Hörbucherlebnis! FAZIT Ein gelungenes, tiefsinniges Werk und eine faszinierende, nachdenklich stimmende Geschichtsstunde, die sehr zum weitergehenden Recherchieren anregt.

  • Tsubame

    4/5

    26.02.2024

    Hörbuch (Audio)

    Geschickte Verwebung von…

    Geschickte Verwebung von Fakten und Fiktion Ich habe den Roman als Hörbuch gehört und war sehr angetan von der lebendigen Erzählweise des Autors, den ich bisher nur vom Namen her kannte. Die Stimme passt gut zu der 100jährigen Architektin Anouk Jacob-Perleman, deren Geschichte hier erzählt wird und natürlich Michael Köhlmeier himself, der hier als Ich-Erzähler auftritt. Man erfährt viel über die russische Geschichte unter Lenin und die zahlreichen Intellektuellen, die auf den so genannten Philosophenschiffen deportiert wurden. Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Rhetorik die russischen Diktatoren, ihre Taten einst und heute zu rechtfertigen wussten. Was an der Geschichte wahr und was frei erfunden ist, lässt sich natürlich im Internet leicht überprüfen. Wichtiger ist jedoch, dass der Roman die Angst und die Gefühle der Deportierten transportiert. Eindrucksvoll fand ich z.B. die Darstellung von Anouks Eltern, die in ihrer Kajüte mit einer Decke über dem Kopf, tagtäglich auf ihr Ende warten. Es gibt strenge Regeln auf dem Schiff, um neugierige Fragen zu vermeiden. Nur Anouk widersetzt sich diesen und erforscht das Schiff auf eigene Faust. Dabei macht sie eine unglaubliche Entdeckung ...

  • Juti

    aus HD

    5/5

    04.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Revolution entlässt ihre…

    Die Revolution entlässt ihre Kinder Ein Russland-Roman in westeuropäischer Kürze. Doch nicht Putin ist das Thema, sondern Lenin und seine Gräueltaten. Alles wird beschrieben von einer hundertjährigen Architektin, die auf Ereignisse im Jahr 1922 zurückblickt. Damals musste sie mit ihren Eltern auf dem Philosophenschiff die Sowjetunion verlassen. Nur warum durfte sie, warum wurden sie nicht gehängt oder geköpft? Nebenbei sei bemerkt, dass sich auch ein Mathematiker auf dem Schiff befand, der dem Mädchen folgendes Rätsel gibt. Ein zum Tode Verurteilter hat noch einen letzten Satz frei. Ist der Satz richtig wird er geköpft, ist der Satz falsch, wird er gehängt. Doch wenn der Verurteilte den richtigen Satz findet, kommt er frei. Lest dieses Buch, erfahrt die Antwort! Der Autor erwähnt wie schon Sargnagel den Roman „Oblomow“, wo die Hauptfigur nur im Bett liegt. Offenbar ist sein Werk in Österreich nationales Kulturerbe. Weiter werden viele russische Künstler zitiert, doch manches ist auch Fiktion. Ich habe dieses 220 Seiten kurze Büchlein schnell und gern gelesen. 5 Sterne. Oblomow lese ich noch in diesem Frühling. Zitate: Ich war vierzehn Jahre alt und hatte bereits einen Busen. Meine Mutter sorgte sich, dass er sehr groß werden könnte. Weil er schon so früh anfing. Er ist dann ja au. ch groß geworden. […] Die Damen zu der Zeit […] bevorzugten einen kleinen Busen oder gar keinen. Am besten gar keinen. Pech gehabt. Sonst war ich noch ein Kind. Sogar mehr ein Kind als die anderen Mädchen in meinem Alter, die noch keinen Busen hatten. Außerdem störte er beim Turnen und ich war eine gute Turnerin und tat es gern. (13) Ich habe eine Liste von Dingen zusammengestellt, die wir als Erstes vergessen wollen (104)

  • Gesellschaftliche Betrachterin

    aus Großraum Halle (Saale)

    5/5

    28.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "You don’t need a weatherman to know which way the wind blows"

    Klare Leseempfehlung. Michael Köhlmeier nimmt uns mit in die Zeit der sozialrevolutionären Wirren in der Sowjetunion in der Phase des Übergangs der Macht von Lenin und Trotzki auf Stalin, basierend auf den Erinnerungen einer 100-jährigen (und damals 14-jährigen) Frau, die dem Autor aus dieser Zeit berichtet hat. Die Frau ist natürlich fiktiv und so fabuliert der Autor seine eigene Darbietung der Geschehnisse und Zusammenhänge um eine Gruppe von Menschen, die (so Trotzki) politisch unzuverlässig seien und sich eines Tages gegen die Revolution wenden würden. Und diese Darbietung ist bei Köhlmeier kurzweilig - zumal die charmante alte Dame ihre Geschichten öfter korrigiert - und konsequent pazifistisch. Wir begegnen Leonid Kannegiesser, der am 30. August 1918 in Petrograd den sowjetischen Volkskommissar Moissei Urizki erschoss, anschließend dämlicherweise mit dem Fahrrad flüchtete und natürlich gefasst wurde. Und war die sehbehinderte Fanny Kaplan wirklich in der Lage, ihrerseits an demselben Tage einen Attentatsversuch auf Lenin beim Verlassen einer Moskauer Fabrik zu unternehmen? Der gewaltsame Tod Urizkis und der fehlgeschlagene Mordanschlag auf Lenin wurden von den Bolschewiki zum Anlass und zur Rechtfertigung für die danach einsetzenden blutigen Verfolgungen solcher „politisch Unzuverlässigen“ genommen und wer nicht hingerichtet wurde, fand sich auf dem Philosophenschiff wieder. Und bei den historischen Zusammenstellungen mittels fiktiver und realer eingeflochtener Personen erfährt die begeisterte Leserin sogleich noch etwas über die linke militante Untergrundorganisation Weathermen, die unter anderem im Oktober 1969 in Chicago die „Days of Rage“ gegen den Vietnamkrieg organisierte.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kevin Beckmann

    Kevin Beckmann

    Thalia Mayersche Wuppertal-Barmen

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fakt und Fiktion

    Nur wenige Romane schaffen es das Motiv des unzuverlässigen Erzählers so zu nutzen, dass man beim Lesen nicht die Augen verdrehen muss. Köhlmeier meistert diese Hürde mit Bravour! Nie ist klar, was nun Wahrheit und was Fiktion ist und trotzdem wird daraus ein Roman , der die Kunst des Erzählens - und des Erinnerns - in den Vordergrund stellt und ungeheuren Spaß macht. Ein heißer Anwärter auf die Shortlist...mindestens.
  • Zum Bewerterprofil von K. Thuma

    K. Thuma

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erschütternd

    Erschütternd liest sich dieses Buch. Es ist ein Verdienst, über die russische Revolution, über die durch sie verbreitete allgegenwärtige Angst, über den Umsturz jeglichen bürgerlichen Lebens, über den Terror unter Lenin zu schreiben und damit die Dunkelheit und die Grausamkeit dieser Ereignisse zu dokumentieren. Die Figuren des kunstvoll gewebten Romanes berühren in ihren Emotionen, Charakteren und ihren Haltungen im dramatischen Schicksal.
  • Zum Bewerterprofil von Philipp Buschatz

    Philipp Buschatz

    Thalia Mayersche Köln-Mülheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kleines Mädchen, Lenin und die großen Fragen im Leben

    In diesem halbfiktionalen Roman lässt Köhlmeier eine 100-jährige auf ihr bewegtes Leben zurückblicken. Dreh,- und Angelpunkt ist dabei die Fahrt auf einem der sogenannten Philosophenschiffe. Trotzki rühmte die Aktion als humanistisch, denn "es gab keinen Anlass, die Ausgewiesenen zu erschießen, aber sie noch länger zu ertragen, war unmöglich.“ Mich hat das Buch nicht losgelassen. Denn es vereint so vieles: eine packend erzählte Lebensgeschichte, die Geschichte des Roten Terrors, einige philosophische Gedanken. Und natürlich denkt man unweigerlich beim Lesen auch an die heutige Situation in Russland.
  • Zum Bewerterprofil von Dagmar Küchler

    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.02.2024

    eBook (ePUB)

    Wahrheit oder Lüge

    Das Philosophenschiff ist eine gelungene Kombination aus historischen Fakten und erzählerischer Freiheit. Versuchen Sie auch erst gar nicht alle Figuren im Internet zu finden, für alle Personen finden Sie keine Spur. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Eingeladen von der hundertjährigen Architektin Anouk soll unser fiktiver Erzähler, der gleichzeitig auch Schriftsteller ist, ihre Biografie aufschreiben. Warum gerade er? Weil er es in seinen Büchern auch nicht immer so genau mit der Wahrheit nimmt und ob man Anouk alles glauben darf? Dann beginnt eine fast abenteuerlich anmutende Lebensbeichte, in der es um Machtmissbrauch und verlorene Ideale der russischen Revolution geht. Schön verpackt unter dem Deckmantel eines besonderen Lesevergnügen!
  • Zum Bewerterprofil von Christiane Tillack

    Christiane Tillack

    OSIANDER Ditzingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Kindheit im bolschewikischen Russland mit großer Dichte erzählt.

    Die hundertjährige Architektin Anouk Perleman-Jacob lädt einen Schriftsteller ein, um ihm ihr Leben zu erzählen, damit er darüber einen Roman schreiben kann. Sie schildert ihre Kindheit im bolschewikischen Russland, die Willkürherrschaft der Regierenden, die, unter anderem, dazu führte, dass keiner mehr dem anderen vertraute. Und die ständige Unsicherheit der Menschen, weil sie nie wußten, wann sie bei den Herrschenden in Ungnade fallen würden. Als Anouk vierzehn ist, müssen sie und ihre Eltern Russland verlassen. Sie werden auf einem der sogenannten Philosophenschiffe deportiert. Und in einer Nacht wird ein neuer Mitreisender auf das Schiff gebracht. Es ist Lenin. " Das Philosophenschiff" ist ein Roman von großer Dichte und seine Protagonistin ist eine sehr eigenwillige, kluge Erzählerin.

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Bewertungen (10)

  • Produktbild: Das Philosophenschiff
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