Der Kampf um Freiheit eines in Sklaverei lebenden Geschwisterpaares entfesselt Ereignisse, die das Schicksal zweier Weltreiche bewegen.
Das Reich der Hethiter im Jahr 1275 v. Chr. Die Familie der Geschwister Iyalanda und Paiawon lebt in Sklaverei, seit Troja im großen Krieg vor zwei Generationen gefallen ist. Die beiden werden durch die Grausamkeit ihres Herrn auseinandergerissen und geraten in die Wirren eines Konfliktes um die Superwaffe der Antike - das geheime Wissen um die Stahlherstellung in einer Welt der Bronze. Beide kämpfen um ihre Freiheit, während die Ereignisse auf die größte Schlacht dieser Zeit zulaufen ...
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Hier hatte mich der Klappentext gecatched, ich liebe ja historische Romane, die in der Antike spielen, und musste zugreifen. Das Cover übrigens finde ich nicht ganz so gelungen, aber okay, ich bin eh kein ausgewiesener Cover-Käufer, von daher hab ich das mal großzügig übersehen. Ich war erst ein wenig abgeschreckt: ein mir unbekannter Autor aus dem Selfpublishing, da hatte ich gerade in letzter Zeit mal wieder ein paar schlechte Erfahrungen mit gemacht , aber dies hier ging über Netgalley, und deshalb hab ich es mal gewagt. Und muss gleich sagen: das Buch ist klasse!! SO geht selfpublishing. Ein Autor, der eine gute Geschichte zu erzählen hat, und diese auch lektoriert, strukturiert, fehlerfrei und in 1A Qualität in Buchform herausbringt. Ich hab ja jetzt „nur“ das eBook Format gehabt, aber auch hier stimmt alles im Buchsatz & Co. In Zeiten, wo solche Selbstverständlichkeiten auch in großen Verlagen gefühlt nachlassen und ich, wie erwähnt, wieder gehäuft dubiose Heftchen von Selbstverlegern angeboten bekomme, muss ich das echt mal so herausstellen. Hier mal ein Gegenbeispiel.
Und natürlich stimmt auch die Story, Wir starten im Jahr 1275 v. Chr. im ehemaligen Troja bei den Geschwistern Paiawon und Iyalanda, deren Welt gerade komplett in Stücke knallt: die beiden sind Unfreie, und an Iyalandas 15. Geburtstag vergreift sich ihr Besitzer an ihr – ihr Vater und Bruder können das nicht mit ansehen und im Gemetzel wird ihr Vater ermordet und Paiawon landet im Kerker. Iyalanda selbst wird weiter verkauft. Allerdings ist dies hier ein Abenteuer-Roman, und jeder der Geschwister tritt eine spannende Reise an, bei der immer eines im Hintergrund die große Rolle spielt: die Stahlherstellung, denn Schwerter aus Stahl zu schmieden, das ist die neue Superpower und -waffe der Zeit, und nicht nur Spione von Pharao Ramses wollen das Geheimnis dahinter ergründen.... es sollen aufregende Zeiten werden, bis sich die Geschwister spektakulär wiederfinden....
Ohne zu viel zu verraten: die Geschichte hier ist richtig cool, hat mich auf jeder Seite abgeholt, und mir nebenbei meine Kenntnisse über die alten Hethiter und Ägypter aufgefrischt. Der Autor schreibt flüssig, mit sehr viel solidem Hintergrundwissen über diese Zeit, und man bekommt einen Eindruck über das damalige Alltagsleben, und auch ein bisschen eine Geschichtsstunde zu den großen Schlachten und Kriegstaktiken der Zeit. Ich glaube, ich wiederhole mich, aber das war ein echt cooler action- und emotionsgeladener Abenteuerroman, und teils auch witzig. Der gute Paiawon ist teils recht selbstironisch – denn eigentlich will er nur in Frieden leben, seine Ruhe haben, und sich nicht ständig irgendwo an vorderster Front mit einer Waffe in der Hand wiederfinden …. :-)
Mein Fazit: bitte lesen! Vielen Dank an Netgalley für das Rezensionsexemplar, und vielen Dank an den Autor, der meinen Glauben an Selfpublisher wieder ein wenig hergestellt hat :-)
Gertie G.
aus Wien
4/5
22.01.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein gelungener hist. Roman
Über das kleinasiatische Volk der Hethiter, die sich selbst Hatti nannten, ist nicht allzu viel bekannt. Sie werden in der Bibel an wenigen Stellen genannt und sind während der Regierungszeit von Ramses II. (1303-1213 vor Christus) ernst zunehmende Feinde Ägyptens. Das kriegerische Volk hat Kenntnis von modernen Waffen. Und genau um die Erzeugung dieser modernen Waffen geht es hier in diesem historischen Roman.
Seit dem Fall von Troja ist die Familie der Geschwister Paiawon und Iyalanda versklavt. Der Vater der beiden ist Schmied und daher für den Fürsten nützlich. Auch Paiawon ist bei seinem Vater in die Lehre gegangen und hofft, in der Schmied bleiben zu dürfen.
„...Die Bronze ruhte blasenfrei in der Vertiefung im Stein und erhärtete stabil, ohne porös zu werden, wie es bei einem reinen Kupferguss geschah...“
Sein mit viel Fachkenntnis geschmiedetes Bronzeschwert findet keine Gnade vor den Augen des Fürsten, da er statt eines Bronzeschwertes lieber eines aus Stahl hätte. Als er sich noch an Iyalanda vergreift, eskaliert die Situation. Der Vater wird hingerichtet und die Geschwister sehen, getrennt voneinander, einem ungewissen Schicksal entgegen.
Meine Meinung:
Ein Volk, über das wenige historische belegte Fakten existieren, eignet sich hervorragend für einen spannenden historischen Roman. Zwar ist die Schlacht von Kadesch 1275 v. Chr. In den ägyptischen Chroniken ausführlich beschrieben, aber ob die wirklich objektiv sind?
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Natürlich gibt es viel „Personal“, das in einem Personenverzeichnis angeführt ist. Auch Kartenausschnitte sowie ein Ortsverzeichnis ergänzen diesen gelungenen Roman.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der uns in die Zeit von Ramses II. entführt, 4 Sterne
Heidrun
5/5
25.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannender historischer Roman - aus der Sicht von 4 Figuren
Der Roman ist größtenteils aus der Sicht des Geschwisterpaares Paiawon und Iyalanda geschrieben. Die Perspektive der weiblichen Figur ermöglicht es dem Autor, die Einschränkungen kritisch zu beleuchten, denen Frauen in dieser Zeit unterworfen waren. Besonders gefallen hat mir, dass Iyalanda Wege findet, diese Einschränkungen zu durchbrechen.
Wie der Titel verrät, spielt die Herstellung von Bronze und Stahl für die Handlung eine wichtige Rolle. Hier wird das ausgiebige geschichtliche Hintergrundwissen deutlich, das dem Roman zugrunde liegt. Am Ende des Buches finden sich „Historische Anmerkungen“, eine Orts- und Personenliste, sowie eine Übersicht der im Buch erwähnten Gottheiten. Ein besonderes Highlight sind die selbstgeschriebenen Songs im Buch.
Der sehr gut lesbare Schreibstil macht die Geschichte zu einem Pageturner – und das nicht nur für Leute, die gern historische Romane lesen, sondern für alle, die einfach spannende Geschichten mögen.
Bewertung
5/5
03.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Wunderbar erzählt
Die Geschichte ist toll und gefühlvoll erzählt. Nicht zu brutal, nicht zu gefühlsduselig. Genau die richtige Balance. Man wird regelrecht in die Wirren der damaligen Zeit hineingezogen und fiebert mit den beiden Protagonisten. Das Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen, wenn man historische Romane mag und kann mit den verlagsgebundenen Autoren locker mithalten.
Maggiem
5/5
27.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Mitreißender historischer Roman
Der historische Roman „Bronze und Stahl“, der 1275 vor Christus spielt, erzählt auf sehr unterhaltsamer Weise die Geschichte des hethitischen Großreichs anhand des fiktiven Geschwisterpaars Iyalanda und Paiawon. Die Geschichte nimmt schon nach kurzer Zeit so richtig Fahrt auf und dem Autor gelingt es wunderbar, mit seinem flüssigen Schreibstil und seiner Erzähltechnik den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten.
Auch die ständig wechselnden Handlungsstränge, die aus der Sicht des Sklaven Paiawon, seiner Schwester Iyalanda, der Kaufmannstochter Malliva und des Agenten Achaios erzählt werden, sowie die Thematik lassen die Geschichte lebendig aufleben. Dem Autor ist die Verknüpfung von Fiktion und Realität sehr gut gelungen.
Die sympathischen Protagonisten Paiawon und Iyalanda entwickeln sich bedingt durch ihre Schicksalschläge zu starken Persönlichkeiten. Iyalandas Herren sind sehr unsympathisch, da sie ihre Macht willkürlich ausüben. Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen und ich fand sie alle authentisch.
Ich finde die historischen Informationen über die Hethiter, die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Schmiedeverfahren, die gesellschaftlichen Spannungen und die politischen Zusammenhänge sehr interessant und diese wurden vom Autor sehr geschickt in die Handlungen eingeflochten. Des Weiteren haben mir die Skizzen in diesem Buch sehr gut gefallen. So konnte ich mir die Städte bzw. die Schlacht von Kadesch so richtig gut vorstellen.
Fazit:
Der Autor Sebastian Steffens hat sehr tiefgehend recherchiert und ihm ist eine mitreißende Geschichte gelungen. Es ist ein packendes Buch, das ich schwer aus der Hand legen konnte. Absolute Kauf- und Leseempfehlung
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.