Marseille 1940

Marseille 1940

Die große Flucht der Literatur

eBook

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.
Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

26,00 €

Marseille 1940

Ebenfalls verfügbar als:

Gebundenes Buch

Gebundenes Buch

ab 26,00 €
eBook

eBook

ab 19,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

33566

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Beschreibung

Details

Format

PDF

eBooks im PDF-Format haben eine festgelegte Seitengröße und eignen sich daher nur bedingt zum Lesen auf einem tolino eReader oder Smartphone. Für den vollen Lesegenuss empfehlen wir Ihnen bei PDF-eBooks die Verwendung eines Tablets oder Computers.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion text-to-speech können Sie sich im aktuellen tolino webReader das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/text-to-speech.

Verkaufsrang

33566

Erscheinungsdatum

15.02.2024

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

354 (Printausgabe)

Dateigröße

27714 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783406814921

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

5.0

11 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Wenn das Exil zur Falle wird

Katrin aus Kiel am 21.05.2024

Bewertungsnummer: 2205456

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als die Deutschen 1940 in Frankreich einmarschierten, bedeutete das für viele Menschen, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dorthin geflüchtet waren, dass sie sich erneut auf den Weg machen mussten. Unter ihnen befanden sich unzählige deutsche Künstler*innen und Intellektuelle, viele von ihnen jüdisch, die versuchen wollten, von Marseille aus das Land zu verlassen. Doch das war gar nicht so einfach, denn sowohl Visa für andere Länder als auch Fluchtmöglichkeiten waren rar. Uwe Wittstock hat sich in seinem Buch auf Marseille als Ziel der damaligen Flüchtlingsströme in Frankreich konzentriert und zeigt an den Gegebenheiten vor Ort exemplarisch, wie sehr eine erfolgreiche Flucht von Zufall, dem Einsatz einzelner Personen sowie dem eigenen Kapital - sei es kulturell oder monetär - abhing. Der US-amerikanische Journalist Varian Fry wurde in Marseille zur zentralen Figur für alle, die das Land verlassen wollten und mussten. Er reist im Auftrag des neugegründeten Emergency Rescue Committees nach Europa, um so viele Schriftsteller*innen und Künstler*innen wie möglich eine Ausreise zu ermöglichen, darunter Lion Feuchtwanger, Anna Seghers, Hannah Arendt, Heinrich Mann sowie Alma und Franz Werfel. Ein Hotelzimmer dient ihm als Büro, vor der Tür finden sich tagtäglich Schlangen von verzweifelten Menschen ein, die ihn um Hilfe bitten. Uwe Wittstock hat anhand von Briefen und Tagebuchaufzeichnungen eine Vielzahl von Biografien nachgezeichnet und dargelegt, ob und wie sie entkommen konnten. Er vermischt persönliche Befindlichkeiten mit den politischen Gegebenheiten und schafft so einen Text, der sich trotz der Schwere des Themas leicht und unterhaltsam lesen lässt. Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für die (Literatur-)Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren. Es ist auf vielen Ebenen informativ, hauptsächlich habe ich aber folgende Dinge mitgenommen: Einmal die Tatsache, wie sehr alle miteinander vernetzt waren, wie sehr es darauf ankam, dass die einzelnen Künstler*innen in den Vereinigten Staaten bekannt und gewürdigt wurden – kommunistische Tendenzen waren dagegen eher ein Hinderungsgrund, Anna Seghers beispielsweise durfte nicht in die USA einreisen und fand dann glücklicherweise Asyl in Mexiko. Mit einer erfolgreichen Flucht eng verknüpft war oft der persönliche Wohlstand – nicht jede*r konnte sich das monatelange Warten auf ein Visum leisten, es gab zwar teilweise finanzielle Unterstützung, allerdings auch eher für die bekannteren Personen. Das Wichtigste aber: Alles hing von einzelnen Menschen ab, ohne Varian Fry hätten viele Betroffene Europa nicht verlassen können, gleichzeitig bedeutete ein neuer US-amerikanischer Konsul das Versiegen der so wichtigen Visa.
Melden

Wenn das Exil zur Falle wird

Katrin aus Kiel am 21.05.2024
Bewertungsnummer: 2205456
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als die Deutschen 1940 in Frankreich einmarschierten, bedeutete das für viele Menschen, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dorthin geflüchtet waren, dass sie sich erneut auf den Weg machen mussten. Unter ihnen befanden sich unzählige deutsche Künstler*innen und Intellektuelle, viele von ihnen jüdisch, die versuchen wollten, von Marseille aus das Land zu verlassen. Doch das war gar nicht so einfach, denn sowohl Visa für andere Länder als auch Fluchtmöglichkeiten waren rar. Uwe Wittstock hat sich in seinem Buch auf Marseille als Ziel der damaligen Flüchtlingsströme in Frankreich konzentriert und zeigt an den Gegebenheiten vor Ort exemplarisch, wie sehr eine erfolgreiche Flucht von Zufall, dem Einsatz einzelner Personen sowie dem eigenen Kapital - sei es kulturell oder monetär - abhing. Der US-amerikanische Journalist Varian Fry wurde in Marseille zur zentralen Figur für alle, die das Land verlassen wollten und mussten. Er reist im Auftrag des neugegründeten Emergency Rescue Committees nach Europa, um so viele Schriftsteller*innen und Künstler*innen wie möglich eine Ausreise zu ermöglichen, darunter Lion Feuchtwanger, Anna Seghers, Hannah Arendt, Heinrich Mann sowie Alma und Franz Werfel. Ein Hotelzimmer dient ihm als Büro, vor der Tür finden sich tagtäglich Schlangen von verzweifelten Menschen ein, die ihn um Hilfe bitten. Uwe Wittstock hat anhand von Briefen und Tagebuchaufzeichnungen eine Vielzahl von Biografien nachgezeichnet und dargelegt, ob und wie sie entkommen konnten. Er vermischt persönliche Befindlichkeiten mit den politischen Gegebenheiten und schafft so einen Text, der sich trotz der Schwere des Themas leicht und unterhaltsam lesen lässt. Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für die (Literatur-)Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren. Es ist auf vielen Ebenen informativ, hauptsächlich habe ich aber folgende Dinge mitgenommen: Einmal die Tatsache, wie sehr alle miteinander vernetzt waren, wie sehr es darauf ankam, dass die einzelnen Künstler*innen in den Vereinigten Staaten bekannt und gewürdigt wurden – kommunistische Tendenzen waren dagegen eher ein Hinderungsgrund, Anna Seghers beispielsweise durfte nicht in die USA einreisen und fand dann glücklicherweise Asyl in Mexiko. Mit einer erfolgreichen Flucht eng verknüpft war oft der persönliche Wohlstand – nicht jede*r konnte sich das monatelange Warten auf ein Visum leisten, es gab zwar teilweise finanzielle Unterstützung, allerdings auch eher für die bekannteren Personen. Das Wichtigste aber: Alles hing von einzelnen Menschen ab, ohne Varian Fry hätten viele Betroffene Europa nicht verlassen können, gleichzeitig bedeutete ein neuer US-amerikanischer Konsul das Versiegen der so wichtigen Visa.

Melden

Großartig

Gavroche am 20.04.2024

Bewertungsnummer: 2182844

Bewertet: eBook (ePUB)

Ich bin ein großer Frankreichfan und interessiere mich für Geschichte und Literatur. Über die Besetzung und die Flucht vieler Künstler und Schriftsteller habe ich schon einige Sachbücher, aber auch Romane gelesen, die dies zum Thema hatten. Dieses Buch ist dennoch etwas ganz Besonderes, denn es ist so umfassend und zugleich spannend geschrieben. Für mich war es gerade weil ich schon einiges zu dem Thema wusste ein so überaus großartiges Buch, denn so konnte ich meine Kenntnisse vertiefen und mein Halbwissen durch Wissen ersetzen. Der amerikanische Journalist Varian Fry und seine vielen Helfer haben so vielen Menschen - über 2.000 - die Flucht ins Exil ermöglicht und somit ihr Leben gerettet. Es ist immer wieder schön von so mutigen Menschen zu lesen, die für andere ihr eigenes Leben riskieren und einfach alles geben und immer wieder neue Wege suchen. Denn solche Aktionen laufen nicht immer ohne Fehlschläge und Rückschläge ab. Sehr gut recherchiert und am Ende gibt es eine gute Bibliographie. Zudem flüssig und fesselnd geschrieben.
Melden

Großartig

Gavroche am 20.04.2024
Bewertungsnummer: 2182844
Bewertet: eBook (ePUB)

Ich bin ein großer Frankreichfan und interessiere mich für Geschichte und Literatur. Über die Besetzung und die Flucht vieler Künstler und Schriftsteller habe ich schon einige Sachbücher, aber auch Romane gelesen, die dies zum Thema hatten. Dieses Buch ist dennoch etwas ganz Besonderes, denn es ist so umfassend und zugleich spannend geschrieben. Für mich war es gerade weil ich schon einiges zu dem Thema wusste ein so überaus großartiges Buch, denn so konnte ich meine Kenntnisse vertiefen und mein Halbwissen durch Wissen ersetzen. Der amerikanische Journalist Varian Fry und seine vielen Helfer haben so vielen Menschen - über 2.000 - die Flucht ins Exil ermöglicht und somit ihr Leben gerettet. Es ist immer wieder schön von so mutigen Menschen zu lesen, die für andere ihr eigenes Leben riskieren und einfach alles geben und immer wieder neue Wege suchen. Denn solche Aktionen laufen nicht immer ohne Fehlschläge und Rückschläge ab. Sehr gut recherchiert und am Ende gibt es eine gute Bibliographie. Zudem flüssig und fesselnd geschrieben.

Melden

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

Marseille 1940

von Uwe Wittstock

5.0

0 Bewertungen filtern

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Profilbild von Annika Bade

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Annika Bade

Thalia Münster – Münster-Arkaden

Zum Portrait

5/5

Der Fluchthelfer der deutschen Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lion Feuchtwanger, Hannah Arendt, Heinrich Mann, Anna Seghers - Namen, die nicht aus dem Deutschen Literaturkanon wegzudenken sind. Sie und viele weitere Schriftsteller, Philosophen und Künstler stehen auf den Todeslisten der Nazis. Sie alle nehmen, meist auf dem Weg ins amerikanische Exil, in dem Thomas Mann bereits wartet, eine Fluchtroute über Frankreich und Spanien in die Vereinigten Staaten. Eine Schlüsselfigur in "Marseille 1940" ist ein bislang wenig bekannter amerikanischer Journalist, der über 2.000 Menschen durch eine fingirte Organisation heimlich in seine Heimat einschleuste - unter größten lebensbedrohlichen Umständen. Von diesem unschätzbaren Dienst, den er der deutschen Literatur und Kunst damit erwiesen hat; vom Kampf ums Überleben und vom Zusammenhalt in schwersten Zeiten - eine große Leseempfehlung.
5/5

Der Fluchthelfer der deutschen Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lion Feuchtwanger, Hannah Arendt, Heinrich Mann, Anna Seghers - Namen, die nicht aus dem Deutschen Literaturkanon wegzudenken sind. Sie und viele weitere Schriftsteller, Philosophen und Künstler stehen auf den Todeslisten der Nazis. Sie alle nehmen, meist auf dem Weg ins amerikanische Exil, in dem Thomas Mann bereits wartet, eine Fluchtroute über Frankreich und Spanien in die Vereinigten Staaten. Eine Schlüsselfigur in "Marseille 1940" ist ein bislang wenig bekannter amerikanischer Journalist, der über 2.000 Menschen durch eine fingirte Organisation heimlich in seine Heimat einschleuste - unter größten lebensbedrohlichen Umständen. Von diesem unschätzbaren Dienst, den er der deutschen Literatur und Kunst damit erwiesen hat; vom Kampf ums Überleben und vom Zusammenhalt in schwersten Zeiten - eine große Leseempfehlung.

Annika Bade
  • Annika Bade
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Lea Erdtmann

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Lea Erdtmann

Mayersche Aachen

Zum Portrait

5/5

Varian Frys Rettungsprogramm: Die Chance für antinazionalsozialistische Schriftsteller:innen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hier kreuzen sich die Geschichten vieler bekanter Schriftsteller:innen und Denker:innen. Chronologisch wird man mit wechselnden Perspektiven durch das Jahr geführt. Von den Internierungslagern über spektakuläre Fluchten bis zur Hoffnungsstadt Marseille, Wittstock porträtiert Menschen voller Angst, Erwartung und Sehnsucht. "Marseille 1940" ässt sich sehr gut lesen, mit romanhaften Szenen und einigen Fotografien. Wer an Geschichte und an Literatur der 30er und 40er Jahre interessiert ist, sollte dieses Buch lesen!
5/5

Varian Frys Rettungsprogramm: Die Chance für antinazionalsozialistische Schriftsteller:innen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hier kreuzen sich die Geschichten vieler bekanter Schriftsteller:innen und Denker:innen. Chronologisch wird man mit wechselnden Perspektiven durch das Jahr geführt. Von den Internierungslagern über spektakuläre Fluchten bis zur Hoffnungsstadt Marseille, Wittstock porträtiert Menschen voller Angst, Erwartung und Sehnsucht. "Marseille 1940" ässt sich sehr gut lesen, mit romanhaften Szenen und einigen Fotografien. Wer an Geschichte und an Literatur der 30er und 40er Jahre interessiert ist, sollte dieses Buch lesen!

Lea Erdtmann
  • Lea Erdtmann
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Meinungen aus unserer Buchhandlung

Marseille 1940

von Uwe Wittstock

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Marseille 1940