Als würde man beim Lesen in einen Spiegel schauen. Von Tränenausbrüchen, zu Wutanfällen, bis hin zur Selbstreflexion hat "Die schönste Version" eine Vielzahl an Emotionen in mir ausgelöst. Es gab so viele Momente, in denen ich am liebsten ins Buch gegriffen und Jella in den Arm genommen hätte. Ein Buch so real und ungefiltert, ein absolutes Lesemuss!!!!!
Christopher Bahn
Book Circle Community
5/5
13.10.2025
eBook (ePUB 3)
Die emotionale Komplexität toxischer Beziehungen
Ein bedeutender und eindrücklicher Roman über ein junges Paar, das mit großer Verliebtheit startet und in häuslicher Gewalt endet. Die Sprache ist wunderschön und lässt tief in die emotionale Lage der Protagonisten blicken. Ein wichtiges Buch über die prekäre Situation von Frauen in unserer Gesellschaft und die emotionalen Verstrickungen in schwierigen Beziehungen. Sehr empfehlenswert.
Bewertung
5/5
27.02.2025
eBook (ePUB 3)
Unfassbar ehrlich. Unfassbar wichtig
Jella rutscht als junge Frau in eine toxische, zunehmend gewalttätige Beziehung.
Dabei war doch zu Beginn alles so schön. Yannick liebt sie doch so sehr! Und sie hat ihm nunmal auch oft Situationen geboten in denen man eben sauer wird. So sauer, dass man seiner Partnerin die Hände um den Hals legt?
Wie konnte es so weit gekommen?
Oder viel mehr: Welche Erfahrungen und Dynamiken aus Jellas Vergangenheit haben sie geformt und in diese Situation rutschen lassen?
Ruth Maria Thomas schenkt uns einen sehr intimen Einblick in das Erwachsenwerden junger Frauen. Sie erzählt von Mädchenfreundschaften, dem Auseinanderleben dieser, ersten Erfahrungen im Teenageralter, der allgegenwärtigen Identitätsfrage, dem Überschreiten von Grenzen, der Kraft Grenzen zu setzten und dem Mut für sich einzustehen.
Und vorallem, dass das alles andere als einfach ist!
Bewertung
5/5
13.01.2025
eBook (ePUB 3)
Sprachlos
"Die schönste Version" hat mich einfach nur sprachlos zurück gelassen.
Von Anfang an hatte ich so ein beklemmendes Gefühl in der Magengegend während des Lesens und es hat sich durch das ganze Buch gezogen, aber gerade dieses Gefühl hat mich in so einen Sog gezogen, dass ich einfach weiterlesen musste und wissen musste wie die Geschichte ihren Lauf nimmt.
Diese Buch ist unfassbar hart und ehrlich und zeigt auf, was andere Menschen oder auch wir selbst, aus uns machen können und wie Erlebnisse einen für immer prägen. Ein unfassbar wichtiges Buch, welches ich jedem ans Herz legen würde.
Bewertung
5/5
09.08.2024
eBook (ePUB 3)
Größte Empfehlung
« Die schönste Version » hat mich ungemein bewegt. Es zeigt so viele Facetten vom Frauwerden und -sein. Ein Muss für jede*n Leser*in! Danke für diese tolle Buch, Ruth-Maria Thomas!
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5/5
23.09.2026
Buch (Taschenbuch)
“Was war ein Gefühl schon für ein Beweis?”
Jella liebt Yannick. Und Yannick liebt Jella. Manchmal streiten sie ein bisschen. Und manchmal auch ein bisschen mehr. Aber am Ende lieben sie sich trotzdem. Manchmal wird der Streit körperlich, aber nicht zu extrem. Obwohl... manchmal hält Yannick sie so fest am Hals, dass Jella keine Luft bekommt. Aber bestimmt nicht mit Absicht, denn Yannick liebt Jella. So sehr, dass er ihr hinterherschreit “Ich bringe dich um!” nachdem sie sich von ihm befreit und wieder zu Atem kommt. Da merkt schließlich auch Jella, dass Yannick sie wohl doch nicht so sehr liebt.
Und als sie den Mut fasst, zur Polizei zu gehen, kommt die altbekannte Frage auf: Wieso bist du nicht früher gegangen? “Weil ich das Gefühl dafür verloren hatte, wann man geht. [...] Ich bin geblieben, weil es mein Leben war, denke ich. Und wie hätte ich mein Leben verlassen sollen?”
Jella ist keine fiktive Person, denn wir alle könnten Jella sein. Das portraitiert Ruth-Maria Thomas hier mit brutaler Authentizität. Dieser Roman ist nichts für schwache Nerven. Wir begleiten Jella von ihrer Kindheit an und schauen bei all den kleinen und großen Übergriffen zu, die schlussendlich dazu führen, dass sie Yannicks verhalten toleriert. Und das zeigt uns ganz klar, wie wichtig es ist unsere Kinder schon früh darüber aufzuklären, was die eigenen Grenzen bedeuten. Das Thema steckt überall, in Kitas, Schulen, in jedem “Was sich liebt das neckt sich”, in der ewigen Diskussion über Dark Romance... Am Ende sollte es doch eindeutig sein: einen Übergriff kleinzureden verzerrt unser Bild von Intimität und Respekt, und das schon im jungen Alter. “Dann wirst du selbst unsicher, zweifelst, bekommst das Gefühl, dass du deiner eigenen Angst nicht mehr vertrauen kannst. [...] Ja, gut, ich hatte Nein gesagt. Aber wahrscheinlich nicht ernsthaft genug. Ja, gut, ich hatte ihn ein bisschen weggeschubst. Aber nicht superdoll.” dann kommt noch ein “Mach kein Drama” hinterher und schon ist die Sache unter den Teppich gekehrt. Aber das Gefühl der Machtlosigkeit bleibt, dicht gefolgt von der Wut. Ich denke viele, zu viele, können sich mit Jellas Gedanken und Erfahrungen identifizieren. “Die schönste Version” ist ein Aufruf dazu, die Augen offen zu halten. Auf die eigenen Freundinnen und auf sich selbst Acht zu geben und vor allem den Mund auf zu machen, wenn etwas passiert, das Grenzen übertritt. “Deshalb will ich die Aussage machen. [...] Und ich will von höchster Stelle hören, dass es ihm trotzdem nicht das Recht gab.”
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5/5
23.08.2026
Buch (Taschenbuch)
"Mein Übergriff. Noch nie war ein Possessivpronomen so unpassend."
Intensiv, schmerzhaft, aber so verdammt gut.
»Die schönste Version« war auf eine wirklich gute Art und Weise, die schmerzhafteste Leseerfahrung, die ich bisher hatte.
Ich habe mich nach jedem Kapitel gesträubt, weiterzulesen, aber konnte trotzdem einfach nicht aufhören.
Nicht nur ist das Thema häusliche Gewalt und toxische Beziehungen bereits eine große Bürde für ein Buch, in der Aufarbeitung dessen liegt aber die wahre Schwierigkeit. Ruth-Maria Thomas hat mit ihrem Debütroman bewiesen, dass sie es schafft, diese Themen zu stemmen. Dieses Buch ist literarisch packend und schafft es, die Entstehung von häuslicher Gewalt, den Umgang der Partner und die Reaktion des näheren Umfelds perfekt einzufangen.
Thomas stellt sowohl das Aufwachsen in Ostdeutschland der 2000er dar, aber vor allem auch die Erfahrungen vieler Frauen auf der Welt durch Grooming, Übergriffigkeiten und Gewalt.
Die Protagonistin Jella, lässt durch die Erzählung von der Gegenwart und ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit, tief in ihre eigenen menschlichen Abgründe blicken. Dabei wird aber kein klarer Schwarz-Weiß-Blick auf Jellas Gedanken geworfen, sondern ihre teilweise wirklich toxischen Entscheidungen werden bewusst unbewertet gelassen, was dem Text wirklich zugutekommt.
Wie Ruth-Maria Thomas, Liebesbeziehungen und ihre verschiedenen Facetten darstellt, ist wirklich eine Klasse für sich.
Trotz der schmerzhaften Themen, eine absolute Empfehlung, für alle Befürworter:innen von weiblicher Literatur!
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5/5
24.06.2026
eBook (ePUB 3)
Tanz zwischen Vulgarität und Würde
und ob das ganze überhaupt die Frage sein muss. Der Schreibstil kommt herrlich ungeschönt daher und schafft es so auch tief zu greifen. So viele Szenen bleiben im Kopf, ob man sie nun selbst erleben musste oder nicht. Irgendwo den Schlussstrich zu ziehen ist da oftmals leichter gesagt als getan und so wie man Freundin, Schwester, Kollegin & co die Hand reicht, gebe ich auch gerne dieses Buch weiter. Bitte mehr davon!
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5/5
11.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Wer trägt die Schuld?
Die Antwort sollte eindeutig sein und doch sind da Zweifel - und so blickt Jella zurück auf ihr Leben, geprägt vom Gefallen-wollen, von Übergriffigkeiten und allerlei Problemen, in denen sich so viele Frauen wiederfinden können. Insbesondere das Verstellen, Verbiegen um zu gefallen, den Wunsch auszubrechen und sich selbst wiederzufinden empfand ich unglaublich treffend geschrieben. Auch die ungesunde Beziehungsdynamik kam mir schmerzlich echt und vertraut vor und wie in verschiedensten Szenen die Unterschiede im Umgang mit den jeweiligen Taten der Personen deutlich werden - da sind so viele Nuancen in dieser Erzählung anstelle von klaren Gut-Böse-Strukturen, das hat mir sehr gefallen. Es ist beinahe erschreckend, welche Sogwirkung dieses Buch über Gewalt in verschiedensten Formen entfaltet, wie es einen packt und nicht mehr loslässt, bis man seinen ganzen Schmerz in sich aufgesogen hat.
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5/5
07.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Für manche Titel braucht es kaum Worte...
Für manche Titel braucht es nur wenige Worte - so auch für dieses. Das Buch ist roh, es ist drastisch und vor allem ist es trotz seiner Schwere kaum aus der Hand zu legen. Wer sich von der Heftigkeit der Themen nicht abschrecken lässt, findet hier ein litarisches Juwel.
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