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Easy Beauty Blicke auf meine Behinderung | Ein brillantes Memoir – philosophisch klug und schonungslos ehrlich

1

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.11.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

332

Maße (L/B/H)

21,4/13,7/3 cm

Gewicht

444 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1 Auflage Deutsche Erstausgabe

Übersetzt von

Brigitte Jakobeit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47450-1

Beschreibung

Rezension

» Easy Beauty wirft ein helles Licht auf unser Innerstes.« ("Mitski")
» Easy Beauty ist eine meisterhafte Auseinandersetzung mit Behinderung, Identität und der menschlichen Fähigkeit, mehr zu tun (und zu sein), als wir uns je erträumt haben.« ("Time")
»Wunderschön, lebendig und anschaulich. Indem sie den abschätzigen Blick anderer zurückweist, erstrahlt Cooper Jones im Licht ihres eigenen Ichs.« ("The New York Times")
»Großartig geschrieben! Cooper Jones verwandelt komplexe Gefühlswelten in meisterhaft präzise Sprache. Dieses Debüt verändert alles.« ("Booklist")
»Ein ehrliches und kluges Buch über Scham und Schönheit.« ("ZEIT WISSEN")
»… es ist ein so grundlegend ehrliches Buch, dass es seine Leser auf eine gute, bereichernde Weise zwingt, ebenfalls ehrlich zu sein.« ("Münchner Merkur")
»Brilliantes Memoir über das Leben mit Behinderung und die Frage, wie man darin Schönheit und Erfüllung findet von einer preisgekrönten US-Philosophieprofessorin. ... Berührend, anspruchsvoll, meisterhaft.« ("ekz.bibliotheksservice")
»Mit Easy Beauty ist [Chloé Cooper Jones] ein philosophischer, trauriger, wohldosiert entlarvendes Memoir gelungen, mit dem sie gegen Schmerz, Selbstbetrug und Konventionen anschreibt. Ein Text von einfacher, aber komplexer Schönheit.« ("Buchkultur")
»Ein sehr persönliches Buch, das einen tief hineinzieht in die Erfahrung, die ein anderer Mensch gemacht hat.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Nirgendwo habe ich die ableistische Höllenerfahrung bislang präziser geschildert und sprachlich sensibler dargestellt gefunden als im Buch von Chloe Cooper- Jones.« ("kobinet-nachrichten - Tagesaktuelle Nachrichten zur Behindertenpolitik")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.11.2024

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

332

Maße (L/B/H)

21,4/13,7/3 cm

Gewicht

444 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1 Auflage Deutsche Erstausgabe

Übersetzt von

Brigitte Jakobeit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47450-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    01.12.2025

    eBook (ePUB)

    Philosophisches Memoir: Über Behinderung, Schönheit und (Selbst-)Akzeptanz

    "Der Begriff “Behinderung” half mir nicht, mich zu verstehen, vielmehr war er ein Werkzeug, um die seltsamen und verwirrenden Momente zu entschlüsseln, in denen Fremde mich ansahen und entschieden, wer ich war und was ich tun konnte. Die Menschen sahen den Unterschied zwischen ihrem Körper und meinem. Sie sahen Abwesenheit, Mangel. Aber ich, die seit jeher in diesem Körper wohnte, spürte keinen Mangel. Treppensteigen fühlt sich an wie Treppen steigen. Gehen fühlt sich an wie gehen. Vermutlich sieht es komisch aus für die, die mich beobachten. Es sieht geringer aus. Aber ich hatte keinen Grund, mich geringer zu fühlen. Dafür brauchte es Lektionen, für die ich viele willige Lehrer hatte."   Die Philosophieprofessorin und Autorin Chloé Cooper Jones hat mit „Easy Beauty: Blicke auf meine Behinderung“ ein wirklich großartiges Memoir über das Leben mit einer Behinderung geschrieben, doch es geht hier auch um tiefgreifende Fragen über Schönheit, Glück und das Leben an sich.   Chloé Cooper Jones wurde mit einer unvollständigen Wirbelsäule geboren, was zum einen täglich Schmerzen mit sich bringt und zum anderen auch permanent Blicke auf ihre sichtbare körperliche Behinderung zieht.   “Leute, die mich kennenlernten, fragten oft: ‘Was ist mit dir passiert?’ Es war schwieriger, sich vorzustellen, dass ich mit einer Behinderung geboren worden und nicht Opfer eines Unfalls oder einer Krankheit war. Das war eine Geschichte, die sie schon öfter gehört hatten. Jemand führt sein Leben und dann schlägt das Unglück zu. Viele Erzählungen über Behinderung folgen diesem Schema; die Protagonisten haben einen Vorher, in dem sie normal waren, und ein Nachher, in dem sie es nicht mehr sind. Aber ich hatte immer nur diesen Körper gehabt, meinen normalen Körper. Mein Selbstverständnis wurde im Bewusstsein der Wahrnehmung anderer geformt, immer in Erwartung der Veränderung ihrer Einstellung mir gegenüber und des Augenblicks, wenn die Akzeptanz eintrat und das Unwohlsein ablöste. Bei manchen stellte sich die Akzeptanz rasch ein, bei manchen nie, aber ich sehnte mich immer danach.”   “Es ist ein geschickter Akt des Mich-unsichtbar-Machens, wenn mir jemand, der selbst noch nie so etwas erlebt hat, vorschreibt, wie ich zu fühlen habe.”   Ihr wurde ein nicht lebenswertes Leben sowie Kinderlosigkeit prophezeit, doch unerwartet wird sie Mutter eines gesunden Jungen. Eine tiefgreifende Erfahrung.   “Ich legte meine Hand auf seine kleine Brust, spürte, wie sie sich hob und senkte und hob; ich war erleichtert, dass er lebte, und gleichzeitig empört, denn das hieß, dass ich mich um ihn kümmern musste, und ich war wütend auf mich selbst, weil ich buchstäblich eine Liebe in die Welt gesetzt hatte, die mein Leben zerstören konnte.”   Durch die Mutterschaft und die Liebe zu ihrem Sohn erkennt sie, dass sie durch ihre anerlernten Schutzmechanismen nicht nur mögliche Verletzungen vermeidet, sonder auch vieles verpasst im Leben.   "Ich bereitete den Menschen Unwohlsein, und manchmal waren sie grausam, aber meine weit häufigere Erfahrung war, dass andere es einfach als schwierig empfanden, mich einzubeziehen, und es leichter war, mich am Rand zu lassen. Mein Körper wurde ständig gesehen, doch das, was ich mein “Selbst” nannte, war unsichtbar. Ich lernte, dem Unvermeidlichen zuvorzukommen und mich auszugrenzen. Ich zog mich in meine einsamen Räume zurück, bevor man mich aus dem Fluss des realen Lebens stieß, des Lebens, das überall ringsum schillerte, hell, angefüllt und unerreichbar."   Recht überstürzt begibt sich Chloé Cooper Jones auf eine Reise, um den Fragen nach Schönheit und Glück nachzugehen. Die Betrachtung von Berninis Skulpturen in Rom, eine Reise nach Kambodscha und der Besuch eines Beyoncé-Konzerts sind verschiedene Stationen ihrer Suche, bevor sie schließlich wieder zu ihrem Mann und Sohn nach Hause zurückkehrt.   "Als Sokrates an der Reihe ist, erzählt er seinen Zuhörern von der Suche nach der vollkommenen Schönheit. Die Suche beginnt, wenn wir jung sind. Wir wollen Schönheit, aber unser Verständnis von ihrer Natur ist begrenzt. Wir finden sie vor allem in leicht zu erkennenden menschlichen Formen. Mit dem Alter und wachsendem Wissen nähern wir uns der Wahrheit des Schönen. Wir erkennen es stärker im Geist als in Körpern. Wir bleiben auf der Suche und steigen empor, entwickeln uns weiter in unserer Vorstellung von Schönheit. Und währenddessen wächst unsere Fähigkeit, Schönheit zu erkennen. Wir können mehr aufnehmen. Unsere Augen gewöhnen sich an das helle Licht der wahren Natur der Schönheit, bis wir sie schließlich erkennen - vollkommene Schönheit, die “rein, lauter und unvermischt ist, nicht aber angefüllt mit menschlichem Fleisch und Farben und vielem anderen vergänglichen Zeug”. Wenn wir sie schließlich erblicken, werden wir Teil einer größeren Summe, von etwas Gewaltigem und Unsterblichem."   Das Buch begeisterte mich durch eine unglaubliche Vielschichtigkeit. Einerseits ist da die sehr persönliche Lebensgeschichte der Autorin, in der sie sehr ehrlich über ihre Familie (und besonders über ihr nicht immer einfaches Verhältnis zu ihrem Vater) sowie ihre Behinderung schreibt. Dabei geht es nicht nur um die körperlichen Beeinträchtigungen, sondern auch um tiefgreifendere Gedanken und Gefühle des Nichtdazugehörens und Selbstwahrnehmung. Das Buch ist hält unserer Gesellschaft auch einen Spiegel vor, was den alltäglichen Ableismus angeht, der sogar im engsten Freundeskreis oft keinen Halt macht, wie die Autorin anhand ihrer Erfahrungen zeigt.   Die Autorin verbindet ihre persönlichen Erfahrungen stets sehr geschickt mit philosophischen Betrachtungen. Stellenweise war es etwas ausschweifend, aber insgesamt fand ich den Aufbau sehr gelungen.   Insgesamt für mich ein sehr authentisches, lebendiges und berührendes Buch über eine Frau, die ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen lebt. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!   “‘Überrascht es dich, wenn ich sage, dass meine Abweichungen im Grunde viel Positives in mein Leben gebracht haben?’, fragte ich.”

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