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Produktbild: Kafkas Werkstatt

Kafkas Werkstatt Der Schriftsteller bei der Arbeit

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Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

16.05.2024

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

302 (Printausgabe)

Dateigröße

59168 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406815072

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PDF

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Erscheinungsdatum

16.05.2024

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

302 (Printausgabe)

Dateigröße

59168 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406815072

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  • Bewertung

    aus Bamberg

    5/5

    24.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Manches Buch wirkt wie ein Schlüssel zu fremden Sälen des eigenen Schlosses.« ~ Kafka

    »Manches Buch wirkt wie ein Schlüssel zu fremden Sälen des eigenen Schlosses.« ~ Kafka Ein Blick in Kafkas Arbeits- und Gedankenwelt zu werfen, ihm über die Schulter zu schauen und dabei seinen Schreibprozess zu verstehen, scheint ein Wunsch vieler Verehrer von Kafkas Werken zu sein. Dank Andreas Kilcher, seiner über zwei Jahrzehnte andauernden Forschung und zeitgleichen Arbeit an diesem, nun kürzlich erschienenen Buch, ist dies immerhin in gewissem Maße möglich. Kafkas Erzählungen und Romanfragmente sind ein abstraktes Spiel mit Versatzstücken, die den Leser nicht selten zweifeln lassen, sei es aufgrund der Absurdität oder doch der eigens bekannten Nähe des Geschilderten. Kilcher beschreibt in diesem gleichnamigen Buch regelrecht „Kafkas Werkstatt“, womit er nicht vordergründig die Utensilien und Materialien der schriftstellerischen Tätigkeit, sondern vorrangig die inneren sowie äußeren Einflüsse meint. Vier motivische Einflüsse hebt Kilcher explizit hervor und zwar die Psychoanalyse, den Marxismus, den Zionismus sowie den Okkultismus. Jedem dieser Oberbegriffe widmet er ein einzelnes übergeordnetes Kapitel. Dennoch lässt sich Kafka keinem der Bereiche vollkommen zugehörig einstufen, ausschließlich Merkmale davon definieren die Substanz seiner Werke und tragen ggfs. zu einer mutmaßlichen Deutung bei. Anhand Kafkas nur etwa eineinhalb Seiten umfassenden Erzählung „Die Sorge des Hausvaters“, rund um das Un-Wesen, Odradek genannt, analysiert der Autor diese deutlich und gibt zugleich spannende Einblicke und Exkurse. So erfährt der Leser u.a. nebenbei, dass Kafka, gleichfalls wie Max Brod und Franz Werfel an Sitzungen des Spiritismus teilnahmen. Das mag komisch klingen, doch wunderlich erscheint es nicht. Immerhin schilderte Kafka gerne das Paranormale und gar Gespenster kommen in seinen Texten, bspw. in der Erzählung „Unglücklichsein“ vor.

  • meerblick

    4/5

    20.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leidenschaftlicher Leser und Schriftsteller

    Der Literaturwissenschaftler Andreas Kilcher setzt sich in seinem Buch 'Kafkas Werkstatt' intensiv damit auseinander, in welchem Umfeld Franz Kafka sich als Schriftsteller und überhaupt die Literatur sah, mit welchen Mitteln er seine Ideale verfolgte und umsetzte. Dabei setzte er für erfolgreiche Literatur das immer wehrende Lesen voraus, weil nur hier das niedergeschriebene Gedankengut seinen Ursprung finden kann. Sein ganzes Streben Zeit seines Lebens konzentrierte sich darauf. Mit Hilfe der Kurzgeschichte 'Die Sorge des Hausvaters' arbeitet der Autor anschaulich heraus, welche Themen des Zeitgeschehens Kafka hier verarbeitete, die seiner täglichen intellektuellen Beschäftigung entspringen, Themen wie Psychoanalyse, Okkultismus, Marxismus und Zionismus. Wer sich gern etwas näher mit Franz Kafka beschäftigen möchte, findet hier zahlreiche Anregungen.

  • meerblick

    4/5

    20.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leidenschaftlicher Leser und…

    Leidenschaftlicher Leser und Schriftsteller Der Literaturwissenschaftler Andreas Kilcher setzt sich in seinem Buch 'Kafkas Werkstatt' intensiv damit auseinander, in welchem Umfeld Franz Kafka sich als Schriftsteller und überhaupt die Literatur sah, mit welchen Mitteln er seine Ideale verfolgte und umsetzte. Dabei setzte er für erfolgreiche Literatur das immer wehrende Lesen voraus, weil nur hier das niedergeschriebene Gedankengut seinen Ursprung finden kann. Sein ganzes Streben Zeit seines Lebens konzentrierte sich darauf. Mit Hilfe der Kurzgeschichte 'Die Sorge des Hausvaters' arbeitet der Autor anschaulich heraus, welche Themen des Zeitgeschehens Kafka hier verarbeitete, die seiner täglichen intellektuellen Beschäftigung entspringen, Themen wie Psychoanalyse, Okkultismus, Marxismus und Zionismus. Wer sich gern etwas näher mit Franz Kafka beschäftigen möchte, findet hier zahlreiche Anregungen.

  • clematis

    4/5

    06.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesen - Schreiben

    Wie entsteht Weltliteratur wie zum Beispiel das Werk von Franz Kafka? Mit den Hintergründen von Erzählungen und Romanen beschäftigt sich Andreas Kilcher in zwanzig Jahren akribischer Arbeit und legt die Quintessenz in „Kafkas Werkstatt“ vor. Übersichtlich gegliedert und in logische Kapitel eingeteilt geht Andreas Kilcher verschiedensten Fragen nach und beschreibt anschaulich, wie Franz Kafka sich durch Lesen von Büchern, Zeitschriften, Katalogen inspirieren lässt. Des Weiteren sind es Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg, welche Ideen anstoßen und verschiedenste gesellschaftspolitische Themen, mit welchen sich der Schriftsteller befasst. Anhand der sonderbaren Figur Odradek aus der sehr kurzen Erzählung „Die Sorge des Hausvaters“ erklärt Andreas Kilcher eindrücklich, wie auch Sozialismus und Marxismus, Zionismus, die Psychoanalyse von Freud oder okkulte Gespenstergedanken in der Geschichte zu finden sind und auch in Kafkas anderen Texten aufscheinen. Interessant sind besonders die kurzen Tagebucheinträge Franz Kafkas und Begegnungen mit zeitgenössischen Persönlichkeiten. Zuweilen ist Andreas Kilchers Blick auf Kafkas Werk mit zu vielen Fachbegriffen aus der Literaturwissenschaft gespickt, sodass der Laie sich mitunter schwer tut, den komplizierten Gedankengengen zu folgen. Dann wieder wird die Betrachtung zugänglicher, wenn Vergleiche gebracht werden, zum Beispiel, wie Odradek mit Gespenstern und Dachböden von Synagogen in Zusammenhang gebracht werden kann. Die zahlreichen Illustrationen und Abbildungen runden den Text entsprechend ab, vieles wird noch besser vorstellbar. Vom Lesen zum Schreiben, vom Ereignis zum Text, mit Leib und Seele ein Literat, ohne Literatur kann er nicht sein – Andreas Kilcher hat eine hochwertige und interessante Dokumentation verfasst über die unterschiedlichsten Einflüsse auf Franz Kafka und sein Werk. Wenngleich die Lektüre mitunter herausfordernd und anstrengend ist, so ist sie doch empfehlenswert, wenn man sich für Literaturgeschichte interessiert. Möglicherweise geben sich Schriftsteller aber gar nicht so vielen Gedankengängen hin während sie schreiben, wie Jahre und Jahrzehnte später von Wissenschaftlern unterstellt wird? Egal, ich werde schon bald wieder eine Erzählung Kafkas aus dem Regal nehmen und mich einfach am Text erfreuen.

  • clematis

    4/5

    06.07.2024

    eBook (ePUB)

    Lesen - Schreiben Wie…

    Lesen - Schreiben Wie entsteht Weltliteratur wie zum Beispiel das Werk von Franz Kafka? Mit den Hintergründen von Erzählungen und Romanen beschäftigt sich Andreas Kilcher in zwanzig Jahren akribischer Arbeit und legt die Quintessenz in „Kafkas Werkstatt“ vor. Übersichtlich gegliedert und in logische Kapitel eingeteilt geht Andreas Kilcher verschiedensten Fragen nach und beschreibt anschaulich, wie Franz Kafka sich durch Lesen von Büchern, Zeitschriften, Katalogen inspirieren lässt. Des Weiteren sind es Heimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg, welche Ideen anstoßen und verschiedenste gesellschaftspolitische Themen, mit welchen sich der Schriftsteller befasst. Anhand der sonderbaren Figur Odradek aus der sehr kurzen Erzählung „Die Sorge des Hausvaters“ erklärt Andreas Kilcher eindrücklich, wie auch Sozialismus und Marxismus, Zionismus, die Psychoanalyse von Freud oder okkulte Gespenstergedanken in der Geschichte zu finden sind und auch in Kafkas anderen Texten aufscheinen. Interessant sind besonders die kurzen Tagebucheinträge Franz Kafkas und Begegnungen mit zeitgenössischen Persönlichkeiten. Zuweilen ist Andreas Kilchers Blick auf Kafkas Werk mit zu vielen Fachbegriffen aus der Literaturwissenschaft gespickt, sodass der Laie sich mitunter schwer tut, den komplizierten Gedankengengen zu folgen. Dann wieder wird die Betrachtung zugänglicher, wenn Vergleiche gebracht werden, zum Beispiel, wie Odradek mit Gespenstern und Dachböden von Synagogen in Zusammenhang gebracht werden kann. Die zahlreichen Illustrationen und Abbildungen runden den Text entsprechend ab, vieles wird noch besser vorstellbar. Vom Lesen zum Schreiben, vom Ereignis zum Text, mit Leib und Seele ein Literat, ohne Literatur kann er nicht sein – Andreas Kilcher hat eine hochwertige und interessante Dokumentation verfasst über die unterschiedlichsten Einflüsse auf Franz Kafka und sein Werk. Wenngleich die Lektüre mitunter herausfordernd und anstrengend ist, so ist sie doch empfehlenswert, wenn man sich für Literaturgeschichte interessiert. Möglicherweise geben sich Schriftsteller aber gar nicht so vielen Gedankengängen hin während sie schreiben, wie Jahre und Jahrzehnte später von Wissenschaftlern unterstellt wird? Egal, ich werde schon bald wieder eine Erzählung Kafkas aus dem Regal nehmen und mich einfach am Text erfreuen.

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