Showdown in den Klippen von Rügen: Bei einem Routineeinsatz an den Rügener Klippen kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Eine Kollegin von Hauptkommissar Luka Kroczek schießt in Notwehr auf eine drogenberauschte junge Frau. Aber hielt die Angreiferin wirklich ein Messer in der Hand? Ihre als "Rabenaas" verschriene Mutter, Oberhaupt einer kleinkriminellen Sippe, behauptet das Gegenteil, und so steht Aussage gegen Aussage. In der kleinen Siedlung, in der die Leute leben, brodelt es. Welche mörderische Fehde existiert zwischen den Nachbarn? Geht es um den attraktiven Baugrund? Oder um Rache? Luka ist ratlos. Ein Anschlag folgt dem nächsten. Und dann gibt es den ersten Toten ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
dorli
aus Berlin
5/5
05.04.2017
Buch (Taschenbuch)
Rügen. Ein Routineeinsatz…
Rügen. Ein Routineeinsatz wegen Ruhestörung wird Kerstin Sonntag von der Kripo Bergen zum Verhängnis. Eine vermeintliche Messerattacke veranlasst sie, auf Nadine Schrepper zu schießen. Deren Familie behauptet jedoch später, dass die junge Frau weder ein Messer in der Hand hatte, noch Kerstin angreifen wollte. Hauptkommissar Luka Kroczek eilt zum Tatort, nicht ahnend, dass dieser Zwischenfall der Auftakt zu einer ganzen Reihe von mörderischen Anschlägen werden soll… „Rabenaas“ ist bereits der dritte Fall für das sympathische Ermittlerduo Luka Kroczek und Conny Böhme, dieser Krimi ist aber auch ohne Kenntnis vorherigen Bände bestens verständlich. Klara Holm hat sich als Handlungsort ein idyllisches Fleckchen ausgesucht – Lohme, ein altes Fischerdorf am nördlichen Rand der Jasmunder Halbinsel. Hauptschauplatz ist eine kleine, aus drei Häusern bestehende Siedlung, in der es alles andere als beschaulich zugeht. Hier leben: - Die Schreppers. Angeführt von der zänkischen, stets keifenden Martha poltert die Sippe bei jedem angeblich erlittenen Unrecht lautstark los und hat dabei selbst mehr Dreck am Stecken, als alle anderen. - Das Ehepaar Probst. Während Monika eher zurückhaltend ist, ist Gottfried mit seiner aufbrausenden Art Martha Schrepper gar nicht so unähnlich, der ehemalige Lehrer versteckt sein Verhalten nur besser hinter hochnäsigem Gehabe und gutbürgerlichem Getue. - Die Tanners. Hagen und Julia sind mit Tochter Emily vor kurzem in Hagens Elternhaus gezogen, da ihnen das Großstadtleben in Hamburg zu hektisch wurde. Ein Mordanschlag auf Hagen veranlasst sie, diese Entscheidung zu überdenken. Nicht nur zwischen den Nachbarn sorgt die aufgeheizte Stimmung immer wieder für Rabatz bis hin zu gewalttätigen Übergriffen und Mord, auch die Ermittler bleiben Verlauf der Handlung nicht von fiesen Attacken verschont. Geschickt lenkt Klara Holm den Blick des Lesers auf unterschiedliche Verdächtige, so dass man prima mit Luka und Conny über die Identität des Übeltäters, mögliche Motive, Zusammenhänge und Hintergründe miträtseln und mitgrübeln kann. „Rabenaas“ hat mich rundum begeistert. Neben der ereignisreichen, durchweg spannenden Handlung hat mir die facettenreiche Darstellung der Akteure besonders gut gefallen. Alle Figuren sind ausdrucksstark und beleben mit ihren Eigenarten, Macken und Besonderheiten die Szenerie. Leseempfehlung für alle Krimiliebhaber!
Bibliomarie
aus Düsseldorf
5/5
03.04.2017
Buch (Taschenbuch)
Packender Krimi
Was wie ein harmloser Routinefall beginnt ein Streit unter Nachbarn entwickelt sich zu einer Herausforderung für die Beamten des Kommissariats auf Rügen.
Kerstin Sonntag wird von einer jungen, drogenberauschten Frau mit dem Messer bedroht und schießt in Notwehr. Aber niemand außer ihr hat ein Messer gesehen. Die junge Frau gehörte zum Clan der Schreppers, eine kriminelle Familie, die seit Jahren die Insel und die Nachbarschaft beherrscht, denen aber nie etwas nachzuweisen ist. Oberhaupt der Familie ist Martha Schrepper, als Rabenaas bekannt und gleichermaßen gehasst, wie gefürchtet.
Für Kerstin sieht es nicht gut aus, ihr Chef Luka Kroczek hegt schon länger eine persönliche Abneigung gegen sie und lässt es an Unterstützung mangeln und der eingesetzte LKA Beamte lässt sich durch Vorurteile beeinflussen und ermittelt schlampig.
Derweil eskaliert der Streit in der Nachbarschaft der Schreppers, es gibt noch einen Toten, gefährliche Angriffe und Überfälle und immer geben sich die Familienmitglieder gegenseitig hieb-und stichfeste Alibis. Natürlich haben sie auch immer einen äußerst gewieften Anwalt im Schlepptau. Das zerrt an den Nerven der Beamten, sie suchen nach Motiven, nach greifbaren Beweisen und ziehen frustriert immer wieder den Kürzeren, selbst als das Rabenaas nicht davor zurückschreckt, Lukas Tochter mit einem Messer zu bedrohen, bleibt das folgenlos. Realistisch wird auch geschildert, wie hilflos die Polizei dem Treiben gegenüber steht, wenn sie sich an die Regeln hält, der Familienclan aber jede Regel bricht.
Ein spannender Fall, der zeigt, wie schnell die Beamten an ihre Grenzen stoßen können, die Eskalation von Gewalt ist rau und hart beschrieben, gerade aus der wirklichkeitsnahen Darstellung zieht der Krimi seine Faszination. Besonders die Figuren der Familie Schrepper sind toll charakterisiert. Hart, aber nie unglaubwürdig dargestellt, habe ich zwar keine Empathie für sie entwickeln können, wohl aber ein Verständnis, wie Charakter deformiert werden können. Schon bei der kleinen Enkelin der Martha Schrepper ist das zu spüren.
Gleich von den ersten Seiten an gelingt es Klara Holm mich in den Bann der Geschichte zu ziehen, auch wenn ich nicht alle Vorgängerbände kenne, ist der Einstieg problemlos. Das Tempo des Krimis ist von Beginn an rasant und ich war sofort in die Handlung einbezogen. Wie sehr merkte ich daran, dass ich mich mit einzelnen Figuren zu solidarisieren begann und wünschte dem Rabenaas das Handwerk zu legen. Der Plot ist verzwickt und überrascht immer wieder durch neue, absolut logische Wendungen. Das war wirklich ein Buch, das mich für Stunden nicht losgelassen hat, was ich mir für einen Krimi auch wünsche.
Ladybella911
aus Besancon
5/5
27.03.2017
Buch (Taschenbuch)
Krimihochspannung mit erfrischend verqueren Protagonisten
Wenn je eine Bezeichnung auf einen bestimmten Protagonisten in einem Buch gepasst hat, dann ist es der Titel Rabenaas als Bezeichnung für einen der Hauptakteure in diesem Krimi.
Die Autorin, Klara Holm, präsentiert uns hier eine Geschichte, wie sie unglaublicher nicht sein könnte und dennoch, alles erweist sich als stimmig und glaubhaft. Die Morde, die unglaubliche Gewalt und Boshaftigkeit, die Manipulation von Menschen, die zu erschreckenden Taten führen. Alles beginnt in der Vergangenheit und gipfelt in den kriminellen Taten einer Familie und ihrer Nachbarn.
Martha, das Oberhaupt einer kleinkriminellen Familie führt diese mit strenger Hand und terrorisiert nicht nur ihre Familie, sondern auch ihre Nachbarn und die Polizei. Dies führt unter anderem dazu, dass ein kleines, unschuldiges Mädchen Todesangst bekommt und sich niemandem anvertrauen kann. Hier leidet der Leser mit, aber er rätselt auch fortwährend, was sich hinter diesem Mord und den Anschlägen wohl verbirgt, in die drei Familien auf Gedeih und Verderb verwickelt sind.
Da gestalten sich die Ermittlungen, die Conny und Luka aus dem hiesigen Polizeirevier führen müssen als schwierig und sie tappen lange im Dunkeln. Und als Luka persönlich mitsamt seiner Familie dann auch noch bedroht wird, wird es immer verworrener.
Die lebhafte und bildhafte Beschreibung der sympathischen und auch der unsympathischen Protagonisten gelingt der Autorin so hervorragend, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, so gefesselt ist man von den Vorkommnissen, den überraschenden Wendungen, den Verwicklungen, die den Leser immer wieder in die falsche Richtung denken lassen. Eine immense Spannung baut sich von Anfang an auf und hält sich durchgehend bis zum wirklich überraschenden Ende.
Das Tempo ist rasant und spannungsgeladen und äußerst explosiv. Eine Mischung, die es in sich hat und in einem fulminanten Show-down endet.
Ein Krimi der mich von Anfang bis Ende bestens unterhalten hat und den ich uneingeschränkt weiterempfehlen möchte. Er lässt das Krimiherz wirklich höher schlagen.
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
27.03.2017
Buch (Taschenbuch)
Reichlich Spannung auf Rügen
Meine Meinung:
Mittlerweile habe ich Luka und Conny schon bei der Aufklärung zweier Fälle begleiten können und ich war gespannt, was sie diesmal erleben würden.
Hinterher dachte ich, das war ein Fall, den ich keinem Ermittler wünsche. Soviel Hass, soviel Gewalt, soviel Kriminalität, ich fand es schrecklich. Es gab Momente, da konnte ich das Verhalten der Polizisten durchaus nachvollziehen, obwohl es nicht angebracht war, so zu reagieren, aber es sind alle ja auch nur Menschen, auch wenn sie nur von der Autorin ins Leben gerufen wurden.
Auf jeden Fall hat die Autorin es geschafft und mich an das Buch gefesselt. Ich fand es ungemein spannend, ich ließ mich auf falsche Fährten führen, zog falsche Schlüsse und war mittendrin im Geschehen.
Luka, der sich inzwischen in seiner neuen Heimat sehr wohlfühlt, hat mit seiner Art zu ermitteln, den richtigen Weg gefunden. Mit dem Verhalten von Conny war ich nicht immer einverstanden und habe manches mit Stirnrunzeln gelesen, so nach dem Motto, was soll das denn nun schon wieder. Aber beide sind zu einem guten Team geworden und haben diesen schwierigen Fall lösen können.
Fazit:
Sollte ich den Eindruck erwecken, dass ich das Buch nicht gut fand, dann möchte ich hier jetzt erwähnen, dass dies nicht der Fall ist. Auch wenn ich manches zu viel empfand, gehörte es in diesem Fall leider zur Geschichte. Lesenswert und spannend ist das Buch auf jeden Fall.
KimVi
aus Niedersachsen
5/5
26.03.2017
Buch (Taschenbuch)
Eigentlich sollte es nur ein…
Eigentlich sollte es nur ein Routineeinsatz sein, zu dem Kerstin Sonntag, eine Kollegin von Hauptkommissar Luka Kroczek, den Streifenpolizist Finn spontan begleitet. Doch dann eskaliert die Situation vor Ort unerwartet: Kerstin fühlt sich bedroht und schießt in Notwehr auf eine junge Frau. Die Frau gehört zu den Schreppers, einer Familie mit äußerst zweifelhaftem Ruf, die in Verdacht steht, in kleinkriminelle Machenschaften verwickelt zu sein. Martha Schrepper, die von allen "Rabenaas" genannt wird, ist Mutter und Anführerin der Sippe. Sie behauptet, dass die junge Frau kein Messer in der Hand hatte und dass Kerstin ihre Tochter somit völlig grundlos niedergeschossen hat. Es steht Aussage gegen Aussage. Eine unabhängige Untersuchung der Ereignisse läuft an und Kerstin wird vom Dienst freigestellt. Doch das reicht den Schreppers anscheinend nicht. Sie geraten völlig außer Kontrolle und wollen Rache. In der Siedlung überschlagen sich die Ereignisse. Luka Kroczek, der plötzlich auch privat in die Sache hineingezogen wird, ist ratlos und versucht verzweifelt, den eigentlichen Drahtzieher der Ereignisse zu überführen..... "Rabenaas" ist nach "Möwenfraß" und "Krähennest" bereits der dritte Fall für Hauptkommissar Luka Kroczek. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, können die Bände unabhängig voneinander gelesen werden. Zum besseren Verständnis der privaten und beruflichen Nebenhandlungen, und der Weiterentwicklung der Charaktere, empfiehlt sich allerdings, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der vorgesehenen Reihenfolge. Den aktuellen Ermittlungen kann man allerdings problemlos ohne diese Vorkenntnisse folgen. Der Einstieg in den Krimi gelingt mühelos, da Klara Holm es wieder hervorragend versteht, das Interesse an der Handlung von Anfang an zu wecken. Denn man befindet sich sofort mitten im Geschehen und beobachtet gebannt , wie Kerstin Sonntags Routineeinsatz vollkommen aus dem Ruder läuft. Man ist hin- und hergerissen, was oder wem man glauben soll. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und sich ganz auf die verzwickte Handlung einlassen. Die bereits früh aufgebaute Spannung wird durchgehend gehalten, denn es gibt einige Wendungen, die dazu führen, dass man die eigenen Überlegungen, wer hinter dem Ganzen stecken könnte, über den Haufen werfen und ganz neu ansetzen muss. Genau wie Luka Kroczek tappt man lange Zeit im Dunkeln und hat keine Ahnung, wer oder was die Ereignisse, die sich geradezu überschlagen, ausgelöst hat. Die Charaktere wirken äußerst lebendig und authentisch. Besonders die kleinkriminellen Schreppers hat man lebhaft vor Augen und ist beim Lesen insgeheim erleichtert, sie nicht selbst als Nachbarn zu haben. Da die Protagonisten so lebendig wirken, fiebert man mit ihnen mit und beobachtet gespannt das Geschehen. Dabei lässt man sich auch leicht von den eigenen Vorurteilen mitreißen. Das führt dazu, dass man schnell in den Sog der Handlung gerät und das Buch erst aus der Hand legen mag, wenn man am Ende angekommen ist und endlich Motiv und Drahtzieher kennt. Ich habe mich beim Lesen dieses Krimis von der ersten bis zur letzten Seite spannend unterhalten gefühlt. Ich konnte mir die Charaktere lebhaft vorstellen und mich ganz auf sie einlassen. Der Fall wirkte für mich nicht vorhersehbar und deshalb habe ich bis zum Schluss der Auflösung entgegengefiebert. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Bewertungssternchen und eine ganz klare Leseempfehlung für Krimifans.
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