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Produktbild: Leistungsbeurteilungen an Hochschulen lernförderlich gestalten

Leistungsbeurteilungen an Hochschulen lernförderlich gestalten Prüfen, Beurteilen und Rückmelden von Lernleistungen

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Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

02.09.2024

Verlag

Verlag Barbara Budrich

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

5817 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783847419792

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PDF

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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02.09.2024

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Verlag Barbara Budrich

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Deutsch

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9783847419792

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  • Bewertung

    5/5

    03.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eine lernförderliche und wissenschaftlich fundierte Leistung

    Tobias Zimmermann liefert mit seinem Buch einen sehr wertvollen Beitrag zu einer Debatte, die längst überfällig ist: Wie können Leistungsbeurteilungen an Hochschulen so gestaltet werden, dass sie nicht nur objektiv und fair, sondern auch lernförderlich sind? Gerade in einer Zeit, in der die Bildungslandschaft vermehrt auf individuelle Lernprozesse und auf die (Neuro-)Diversität der Studierenden eingehen muss, bietet Tobias Zimmermann praxisorientierte und durchdachte Ansätze für eine Reform der Prüfungskultur. Die akribische Analyse von Vor- und Nachteilen klassischer UND innovativer Leistungsformate ist die Stärke dieses Buches, welche mir aufzeigt, dass starre Prüfungsformate nicht mehr zeitgemäß sind und dass Studierende nicht nur aufgrund ihrer Leistung bewertet werden sollten, sondern eben auch für ihren Lernprozess und ihre Entwicklung. Dieser Gedanke ist insbesondere für die Förderung neurodivergenter Studierender essenziell, weil deren Potenziale in traditionellen Beurteilungsformaten häufig übersehen werden. Nach einer präzisen Analyse der Begriffsgeschichte von Leistung zeigt der Autor wissenschaftlich fundiert lernpsychologische Grundlagen auf, mit stets anwendungsorientierten Hinweisen auf eine valide Beurteilungspraxis. Ich fühlte mich wie auf einer Detektivreise durch meine eigenen neurowissenschaftlichen und -didaktischen Kenntnisse und das regte mich immer wieder zum Weiterlesen an. Das Kapitel zu lernpsychologischen Grundlagen bleibt mir aber nicht als theoretische Auseinandersetzung in Erinnerung, denn es werden stringent Konsequenzen für das Lehren und Lernen an Hochschulen veranschaulicht, welche das Lesen der teils komplexen Lektüre vereinfachen und praxisorientiert gestalten. Bei der Beschreibung der individuellen Bezugsnormen gefallen mir speziell die Hinweise, dass für die individuelle Lernentwicklung der Studierenden auch persönliche Herausforderungen und Umstände wie lernbezogene Beeinträchtigungen (z.B. bei einer LRS oder ADHS) im Beurteilungs- und Feedbackprozess berücksichtigt werden müssen. Hier fände ich bezüglich der Neurodiversität in der Bildung einen Hinweis hilfreich, dass die Berücksichtigung des Neurodiversitätsparadigma auch die vielen Potenziale von neurodivergenten Lernenden beleuchtet, welche je nach Beurteilungspraxis unterschiedlich Gewicht erhalten. Tobias Zimmermanns Fazit zu den Bezugsnormen besticht durch die Erkenntnis, dass die individuelle Bezugsnorm vor allem bei formativen Beurteilungen zum Einsatz kommen sollte, damit die individuelle Entwicklung der Studierenden ausreichend berücksichtigt und gefördert werden kann. Dies bestärkt mich, in meiner Beurteilungspraxis weiterhin formative Beurteilungen und Rückmeldungen einzubauen, auch wenn diese zeitaufwändiger sind. «Leistungsbeurteilungen an Hochschulen lernförderlich gestalten» ist eine Pflichtlektüre für alle, die sich mit der Weiterentwicklung der Hochschullehre beschäftigen. Aus pädagogischer Sicht bietet das Buch sehr wertvolle Einsichten und Anregungen für Lehrende, Curriculumsverantwortliche, Studiengangsleiter und Bildungseinrichtungen allgemein, wie sie ihre Prüfungslandschaften zukunftsfähig gestalten können – dies auch im Umgang mit KI. Das Buch regt zur Reflexion über die eigene Bewertungspraxis an und bietet praxisnahe Beispiele sowie konkrete Vorschläge zur Gestaltung von Leistungsbeurteilungen. Besonders hervorzuheben ist die Diskussion über formative vs. summative Bewertungen, die für die Förderung eines kontinuierlichen Lernprozesses von großer Bedeutung sind.

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