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Produktbild: Oh Sunny

Oh Sunny Charmant unkonventionelle Hauptfigur, die zur Identifikation einlädt — Roman - 1. Auflage mit Farbschnitt

8

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2025

Verlag

Leykam

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,8 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Mauve

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8353-1

Beschreibung

Rezension

»Tatsächlich beeindruckt ihr Roman aus der Perspektive einer verunsicherten Frau durch einen klaren Stil und geradlinige Erzählweise.«
Cornelia Geißler, Berliner Zeitung
»Ein herrlich rebellischer Trip voller Selbst und Findung und Neuschreibung und Traditionen und der Erkenntnis, dass wahre Freiheit erst beginnt, wenn du die Erwartungen anderer hinter dir lässt.«
Mithu Sanyal
»Yun verflicht in ihrem Roman mehrere, sich gegenseitige verstärkende Ebenen – individuelle, kollektive und zeitgeschichtliche. Sprachliche Klarheit und Schnörkellosigkeit bringen eine schmerzvolle Gefühlsebene zutage.«
Magdalena Pichler, Buchkultur

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2025

Verlag

Leykam

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/2,8 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Mauve

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8353-1

Herstelleradresse

Leykam
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT

Email: office@leykamverlag.at

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  • Bewertung

    5/5

    02.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen familiären Zwängen und Selbstbestimmung

    Zwischen familiären Zwängen und Selbstbestimmung "Oh Sunny" von Ta-Som Helena Yun war eine Überraschung für mich, denn mit Blick auf dieses farbenfrohe Cover und dem Blurb von Mithu Sanyal, die von einem "herrlich rebellischen Trip" spricht, hatte ich kaum mit einer so tiefgründigen und gar bedrückenden Geschichte gerechnet. In dem Buch begleiten wir Sunny, die aus den Zwängen und strengen Regeln ihres Elternhauses ausbricht und in einer Turnhalle landet, wo sie den koreanischen Heimatverein ihrer Freundin Ha unterstützt. In ihrer Jugend musste sie eine Entscheidung treffen (oder haben ihre Eltern diese Entscheidung für sie getroffen?!), über die sie stillschweigen muss, um das Ansehen ihrer Eltern nicht zu beschädigen. Es wirkt Paradox, dass ihr Vater ein anerkannter Freiheitskämpfer ist, er für seine Tochter jedoch ganz andere moralische Vorstellungen hat. Auch die Mutter ist Sunny keine Unterstützung. Im Gegenteil ist auch sie es, die Sunny psychisch erniedrigt. Das Erlebte in ihrer Jugend hat Sunny bis ins Erwachsenenalter nicht überwunden, wie ein Schatten liegt dieses Ereignis über ihrer Seele, das sie aufzufressen droht. Als sie ausbricht und im koreanischen Heimatverein landet, wird ihr umso deutlicher, dass auch ihre Freundin mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat. Der Autorin ist ein starkes Debüt gelungen, das uns in einer klaren Sprache in die Gefühlswelt der Protagonistin mitnimmt und den Leserinnen zeigt, wie belastend familiäre Zwänge und gesellschaftliche Erwartungen sein können. Besonders gelungen fand ich die Einbindung von historischen Tatsachen aus der koreanischen Geschichte, über die ich mich nach der Lektüre des Buches noch weiter informiert habe. So greift Ta-Som Helena Yun u.a. die grausame Geschichte der sogenannten koreanischen "Trostfrauen" auf, die im zweiten Weltkrieg als Se*sklavinnen für japanische Soldaten herhalten mussten. Im Roman möchte der Kulturverein eine Friedensstatue in Berlin aufstellen lassen, die eine koreanische Frau zeigt und so auf das konkrete Leid der Koreanerinnen, aber auch allgemein auf das Leid von Frauen in Kriegsgebieten aufmerksam machen soll. Diese Statue gibt es tatsächlich und auch die politische Kontroverse um dieses Mahnmal sind keine Fiktion. Fazit: Ein überraschend tiefgründiges Buch, das mich insbesondere durch das Einbinden historischer Tatsachen, aber auch durch das Schicksal von Sunny sehr berührt hat. Ich konnte Sunnys Verhalten nicht immer nachvollziehen, aber dennoch konnte ich ihren Schmerz spüren. Von mir gibt es 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung!

  • coala

    aus Hamburg

    5/5

    20.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Authentisch, berührend und kraftvoll: Eine Reise zur Selbstfindung

    Oh Sunny von Ta-Som Helena Yun überzeugt durch seine eindrucksvolle und authentische Erzählweise. Der Roman taucht tief in das Spannungsfeld zwischen zwei Kulturen ein und erzählt die Geschichte von Sunny Oh, die als Tochter koreanischer Eltern in Deutschland aufgewachsen ist. Ihre Suche nach Abstand und Selbstfindung nach einem Streit mit ihrer Familie wird mit einer großen emotionalen Intensität geschildert. Die Autorin schafft es gekonnt, Sunnys Zerrissenheit zwischen den Welten realistisch und greifbar zu machen. Der innere Konflikt zwischen Anpassung und Rebellion wird so authentisch beschrieben, dass er weit über kulturelle Grenzen hinausgeht und universelle Fragen nach Selbstbestimmung und Zugehörigkeit aufwirft. Die klare und einfühlsame Darstellung der Charaktere sowie die sprachliche Präzision fallen dabei besonders positiv auf. Der Roman schafft es, sowohl zum Nachdenken anzuregen als auch emotional zu berühren. Viele Szenen bleiben nachhaltig im Gedächtnis, sei es durch ihre Tiefe oder ihre eindringliche Botschaft. Auch die Botschaft ist stark und inspirierend, dass man die Freiheit hat, den eigenen Weg zu wählen, auch wenn dies gegen familiäre und gesellschaftliche Erwartungen steht. Sunnys Mut und ihr Kampf um Selbstbestimmung hinterlassen einen bleibenden Eindruck und laden dazu ein, über die eigene Identität nachzudenken. Nicht nur ein gelungenes Coming-of-Age-Werk, sondern auch ein Roman, der mit seiner Authentizität und emotionalen Tiefe begeistert. Ein Leseerlebnis, das lange nachhallt.

  • yellowdog

    5/5

    18.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein intensives Buch Ein Roman…

    Ein intensives Buch Ein Roman um Sunny, ein Mädchen in Bremen mit koreanischen Wurzeln. Sunny spürt schnell, dass sie anders ist als die anderen. Anlehnen kann sie sich an die ältere Freundin Ha, die zeitweise bei ihren Eltern wohnte. Doch auch die verschlossene Ha hat so ihre Probleme. Es gibt viele Konflikte zwischen ihr und den Eltern. Auch mit Mitte 20 wird sie von ihnen noch wie ein Kind behandelt. Dann gibt es einen Vorfall und Sunny bricht aus. Sie schneidet sich die langen Haare ab und reist nach Berlin zu Ha, die dort einen koreanischen Kulturverein leitet. Dort beschäftigt sie sich auch mit typisch koreanischen Themen der Geschichte, z.B. dem Leid der Trostfrauen im zweiten Weltkrieg, Kriegsgewalt gegen Frauen, das Massaker in Gwangju 1980 etc. Auch weil in erster Person erzählt wird, liest man hier eindringlich über die Suche einer jungen Frau nach dem richtigen Weg für sich. Mit Ta-Som Helena Yun kann man hier eine weitere neue deutsche Autorin entdecken, die sich zu lesen lohnt.

  • V

    aus München

    4/5

    16.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hart aber gut

    Wieder ein Roman über das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen - diesmal der deutschen und der koreanischen Kultur. Sunny wird als Kind koreanischer Einwanderer in Deutschland geboren, möchte sich dringend "gut" integrieren und gleichzeitig ihren Eltern gerecht werden. Aufgrund einer Verkettung von Umständen landet sie in der Turnhalle eines koreanischen Vereins und wird dort mit all den Widersprüchen ihres Lebens und den Wurzeln ihrer koreanischen Herkunft und der Erinnerung an schmerzhafte Erlebnisse in ihrer Jugend konfrontiert. Kein Feelgood-Roman, im Gegenteil, es geht viel um mentale Probleme, traumatische Ereignisse und deren Folgen. Eine herausfordernde aber lohnenswerte Lektüre für mich.

  • Magdalena

    aus Köln

    3/5

    25.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konnte mich nicht erreichen

    Oh Sunny ist der Debütroman der Deutsch-Koreanerin Ta-Som Helena. Es war ganz anders als erwartet. Ich hatte gehofft, einiges über die koreanische Kultur und das Land zu erfahren und habe stattdessen einen Roman über Traumata, Depressionen und Suizid bekommen. Sunny, 26, ist die einzige Tochter eines koreanischen Dozents und Kolumnisten. Ihre Mutter ist Ärztin. Die Eltern engagieren sich in der koreanischen Gemeinde, an ihre Tochter stellen sie hohe Ansprüche, die diese bisher auch erfüllt hatte. Sie hat Jura studiert und ist mit einem Arzt liiert. Als sich ihr Freund von Sunny trennt, stürzt sie ab. Sie fährt nach Berlin zu Ha, die früher ein paar Jahre bei ihren Eltern gelebt hatte und ihr großes Vorbild war. Ha ist ein paar Jahre älter als Sunny und arbeitet für einen koreanischen Verein. Der Verein setzt sich dafür ein, dass das Trostfrauen-Denkmal in Berlin bleibt, die japanische Botschaft will das Denkmal entfernen lassen. Als Trostfrauen wurden Koreanerinnen bezeichnet, die im Zweiten Weltkrieg nach Japan geschickt wurden, um die Bedürfnisse japanischer Soldaten zu erfüllen. Sie lebten in menschenunwürdigen Verhältnissen und mussten täglich bis zu sechzig Soldaten zur Verfügung stehen. Nur wenige haben den Krieg überlebt und die, die nach Korea zurückgekommen sind, haben über ihr Schicksal geschwiegen und sich geschämt. Ha bietet Sunny eine Matratze in der Turnhalle des Vereins an. Sunny bleibt und erledigt Büroarbeiten für den Verein – Ha stellt sie als „die Praktikantin“ vor. Nachts und abends kämpft sie mit ihren Dämonen und verarbeitet ein traumatisches Erlebnis, das sie als 16jährige hatte. Sie denkt viel über das schwierige Verhältnis zu ihren Eltern nach: „Du weinst? Woher nimmst du dir das Recht für deine Tränen?“ und ich lernte, dass es Tränen gab, für die man nicht getröstet wurde. Trost hatte man sich zu verdienen.“ Sunny hat mir leidgetan, doch ich bin mit ihr nicht warm geworden. Mein Verständnis stieß an seine Grenzen, als sie anfing, von der Matratze aus alle Menschen, die es gut mit ihr meinten, mit Erbsen zu bewerfen. Folgende Triggerwarnungen sollten ausgesprochen werden: Depressionen, Suizid. Für mich war das Buch zu problembeladen und deprimierend, das Thema Mental Health ist vorherrschend, ich hatte mir mehr Einblicke in die koreanische Kultur erhofft.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

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