Deutsches Reich, 1945. Als britische Soldaten auf ein Gefängnis der Gestapo stoßen, ahnen sie nicht, dass es sich bei der Inhaftierten um die amerikanische Geheimagentin Margret »Maggie« Nelson handelt. Allerdings erweist sie sich als keine große Hilfe für Craig Brodie, der die Kriegsverbrechen der Nazis dokumentieren soll. Und das, obwohl der Mann, den sie während des Kriegs ausspioniert hat, spurlos verschwunden ist. Doch Maggie selbst kämpft seit ihrer Befreiung mit den gesundheitlichen Folgen ihrer Gefangenschaft – und mit dem Misstrauen, das ihr von allen Seiten entgegenschlägt. Mit Gott hat sie gebrochen und versucht nun, ihren eigenen Weg zurück ins Leben zu finden ... Aber wird sie dort den Frieden finden, den Gott verspricht?
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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In meinen Augen hat Tabea Rompf hier einen beeindruckenden, sehr berührenden Roman geschrieben, der mich absolut begeistert hat! Die Thematik ist natürlich alles andere als einfach und definitiv keine „leichte Kost“.
Ich habe sehr mit Maggie mitgefühlt. Ihre Kämpfe – geistlich, emotional, körperlich, als auch mental – waren für mich sehr berührend zu sehen. Ich kann mir (Gott sei Dank) gar nicht vorstellen, wie schlimm es sein muss, die Dinge erlebt zu haben, die sie als enttarnte Spionin im Hitler-besetzten Deutschland durchmachen musste.
Auf sehr authentische Art und Weise schildert die Autorin ihren langen Weg zurück ins Leben und zurück zu ihrem Glauben und Vertrauen an Gott. Allein dieser Glaube hat sie die Folter durch die Nazis überleben lassen und allein dieser Gott war es auch, der sie aus den Fängen derselben befreit hat. Davon ist sie überzeugt.
Doch als sie aufgrund der Misshandlungen dann irreparable körperliche Schäden davonträgt, und zusätzlich auch noch von ihren Vorgesetzten aufgrund der „missglückten Mission“ wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen wird, bricht die jungen Agentin endgültig zusammen. All die Enttäuschung, der Frust und die Verletzungen brechen plötzlich aus ihr heraus und sie wendet sich komplett von Gott ab. In ihren Augen hätte er dafür sorgen müssen, dass sie – wenn sie schon all die schlimmen Sachen durchmachen musste – dann wenigstens gesund wird und auch die entsprechende Unterstützung und Wertschätzung des amerikanischen, als auch britischen Secret Service bekommt.
In „Das Spiel zwischen Licht und Schatten“ folgen wir Maggie dann eben auf dem langen und steinigen Weg der Heilung. Ein Weg, der mit vielen Rückschlägen und weiteren Enttäuschungen gesäumt ist, aber schlussendlich Freiheit, Heilung und neue Hoffnung für sie bereithält. Eine Reise, auf der sie erkennen darf, dass Gott treu ist und treu bleibt, auch wenn wir uns in Bitterkeit und Wut gegen ihn wenden.
Eine Zeit, in der sie erlebt, dass Gott nie fern war und auch wenn Dinge anders gelaufen sind, als sie es sich erhofft hat, sein Plan für sie trotzdem gut ist und er sogar aus dem größten Scherbenhaufen etwas Gutes hervorbringen kann.
Eine Geschichte, die auch uns Leser und Leserinnen daran erinnert, dass Vergebung und eine „nach Hause kommen“ zu Gott jederzeit möglich ist. Bei Gott ist viel Vergebung, Gnade und Trost. Er heilt unsere Wunden und hilft uns, unsere Zweifel zu überwinden. Er versteht uns, selbst wenn wir uns selbst nicht mehr verstehen und ist da, wenn wir bereit dazu sind, ihn wieder nahe an unser Herz zu lassen.
Als Maggie an diesen Punkt kommt, kehrt sie um. Sie bittet um Vergebung dafür, dass sie an ihm – seiner Liebe und Treue – gezweifelt hat und erkennt, dass wahre Heilung und Freiheit nur bei Gott zu finden ist.
Ich nehme es mir nicht heraus, Maggie für manche Dinge, die sie in ihrem Schmerz gesagt und getan hat, zu verurteilen. Denn ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich in ihrer Situation reagiert hätte. Was mir diese Geschichte viel mehr zeigt ist, dass der Gott, an den ich glaube und dem ich diene, ein Gott der Vergebung und Gnade ist. Ein Gott, der mich auch in meinen Zweifeln und Kämpfen nicht alleine lässt und dessen ewige Liebe mich immer wieder nahe an Sein Herz zieht. Wie dankbar bin ich dafür.
Bewertung
5/5
18.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Intensiver emotionaler Roman über einen gebrochenen Glauben
Tabea Rompf kann sich unter die großen Autoren einreihen, wie ich finde. Nachdem sich ihr Debütroman wegen seiner Großartigkeit in mein Gedächtnis gebrannt hat, erwartete ich erneut Großes und wurde nicht enttäuscht. Zurecht ist dieses Buch absolut nicht mit dem Ersten zu vergleichen- wer auf Hochspannung, Nervenkitzel und romantische Gefühle aus ist, ist hier fehl am Platz. Doch Spannung ist hier durchaus auch zu finden, nur auf eine andere Art und Weise.
Deutschland, 1945. Die amerikanische Geheimagentin Margaret Nelson - Maggie genannt, wird von britischen Soldaten in einem Gefängnis gefunden, in welchem sie monatelang von der Gestapo auf brutalste Weise gequält wurde. Sie erweist sich jedoch nicht als große Hilfe beim Dokumentieren der zahlreichen Kriegsverbrechen der Nazis und wird nicht als das Opfer gesehen, das sie eigentlich ist. Maggie selbst kämpft seit ihrer Gefangenschaft mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen. Nicht nur das- ihre Seele leidet und sie spürt nur allzu deutlich Misstrauen und Ablehnung ihr gegenüber. Ihr größtes Problem ist jedoch ihr zerbrochenes Vertrauen in Gott. Sie will sich auf eigene Faust zurück ins Leben kämpfen…
Dass Maggie so sehr mit Gott haderte und seine Treue und Güte in Frage stellte, konnte ich nur allzu gut nachvollziehen. Atemberaubend und unheimlich emotional erzählt die Autorin diese Geschichte der inneren Zerrissenheit. Es mag kaum was schlimmeres und aufwühlenderes geben, als mit jemandem zu hadern, an den man so fest geglaubt und dem man vertraut hat. Mehr noch: mir stellte sich beim lesen die Frage, wieso Maggie „nur“ dieses eine Problem mit Gott hatte. Sie hätte ihn auch dafür anklagen können, dass sie unbeschreibliches Leid durchleben und aushalten musste. Die Schilderungen der Grausamkeiten durch die Nazis (wie sie an zigtausenden Menschen durchgeführt wurden), trieben mir die Tränen in die Augen. Ich habe mit der Protagonistin gelitten, war wütend und traurig. Ein totales Gefühlschaos. Gleichzeitig blieb sie mir doch manchmal so fern und distanziert, sie war in ihrer Person nicht immer so greifbar.
Das Ende war für mich nicht absehbar- ich konnte nur hoffen dass sich ein Hoffnungsschimmer zeigt. Ich wollte so sehr Gerechtigkeit für Maggie! Dass Gerechtigkeit letztendlich in den Händen Gottes liegt, hat die Autorin gut eingearbeitet. Auch hat sie die Hauptbotschaft sehr gelungen verpackt, nämlich dass egal, was einem widerfährt im Leben, selbst wenn es unsagbares Leid und Krankheit ist- die Antwort darauf kann immer nur Jesus sein. Nur er gibt Frieden, der nicht von dieser Welt ist und das ist tatsächlich alles, was Maggie gebraucht hat. Sie hatte Gottes Güte mehrfach erlebt, aber nicht immer so, wie sie es sich wünschte. Als sie kapitulierte und Gott wieder in ihr Herz ließ, konnte sie die Schatten der Vergangenheit hinter sich lassen- mehr noch, sie konnte heraustreten ins Licht und im Vertrauen darauf, dass Gott sie hält und das Beste für sie im Sinn hat, einen Neuanfang für sich und ihre Seele wagen.
Ich mag diese Geschichte sehr. Anfangs haben mich die vielen Handlungsstränge, Namen, Personen und Infos ziemlich überflutet. Doch nach einer Weile war ich einfach gebannt von dieser vielschichtigen Protagonisten, ihrer Geschichte, ihrer Tapferkeit und ihrem Zerbruch. Es ist eine großartige berührende Erzählung über Hoffnung, einem wiedergefunden Glauben an einen treuen Gott trotz der vielen „Abers“ und Heilung eines verwunderten Herzens. Ich konnte Maggies Schmerz wirklich gut nachempfinden und das ist der wahnsinnig guten Erzähl- und Schreibkunst der Autorin zu verdanken. Rompf versteht es definitiv, tiefgründig und authentisch zu schreiben.
Ein wirklich intensives Leseerlebnis auf allen Ebenen.
Bewertung
aus Wien
5/5
22.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mitreißend-Ausdrucksstark-Ermutigend
Das neue Buch von Tabea Rompf hat mich sofort angesprochen. Das Cover finde ich sehr spannend und gelungen. Es hat mich neugierig gemacht.
Deutschland 1945, Maggie wird von britischen Soldaten in einem geheimen Keller einer Nazigröße gefunden. Halb tot und von der Gestapo schwer gefoltert überlebt sie die an ihr verübten Gräueltaten. Allerdings hat sie mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Sie kann sich kaum an Geschehnisse erinnern, und merkt sich Gespräche und Informationen kaum. Außerdem hat sie immer wiederkehrende fürchterliche Kopfschmerzen. Aber ihr größtes Problem ist, dass Agent Craig Brodie, ihr nicht ganz glaubt und vertraut. Maggie ist nämlich auch eine Geheimagentin. Aus den USA über die Schweiz eingereist, arbeitete sie bei dem Nazionalsozialisten Erich Heckler als Hausangestellte. Nun wollen die amerikanischen und britischen Geheimdienste alles über ihre Erfahrungen mit den Nazionalsozialisten wissen. Aufgrund ihrer Konzentrationsprobleme kann sie aber nicht alle Fragen beantworten.
Das Verhalten der Geheimdienste lässt Maggie verzweifeln. Und der Gott, den sie im Gefängnis noch angefleht und angebetet hatte, ist plötzlich so weit entfernt von ihr. Sie fühlt sich von ihm im Stich gelassen. Warum wird sie als Täterin, und nicht als Opfer angesehen? Und wo war Gott, als sie gefoltert wurde? Als Maggie dann auch noch Tablettensüchtig wird, wirkt es so, als ob Gott gar keine Rolle mehr in ihrem Leben hat. Wird sie wieder zu ihm zurück kommen?
Tabea Rompf ist eine junge talentierte und sehr ambitionierte Schriftstellerin. Ihre Darstellung von Maggie und ihrer komplexen Beziehung zu Gott und ihrer Umwelt ist sehr authentisch. Die Autorin ist sehr geschickt darin, die Gefühlswelt der Protagonisten mit einer Stärke zu transportieren, dass man als Leser alle Emotionen miterlebt. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass dieses Buch in sechs Teilen aufgebaut ist. Jedes Teil beginnt mit einem Bibelvers. Am Ende des Buches geht die Autorin auf die sechs Bibelverse ein, und stellt sehr gute Reflektionsfragen. Das habe ich bislang noch nicht gesehen und es hat mich angesprochen.
Abby1810
aus Wien
5/5
22.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das neue Buch von Tabea Rompf…
Das neue Buch von Tabea Rompf hat mich sofort angesprochen. Das Cover finde ich sehr spannend und gelungen. Es hat mich neugierig gemacht. Deutschland 1945, Maggie wird von britischen Soldaten in einem geheimen Keller einer Nazigröße gefunden. Halb tot und von der Gestapo schwer gefoltert überlebt sie die an ihr verübten Gräueltaten. Allerdings hat sie mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Sie kann sich kaum an Geschehnisse erinnern, und merkt sich Gespräche und Informationen kaum. Außerdem hat sie immer wiederkehrende fürchterliche Kopfschmerzen. Aber ihr größtes Problem ist, dass Agent Craig Brodie, ihr nicht ganz glaubt und vertraut. Maggie ist nämlich auch eine Geheimagentin. Aus den USA über die Schweiz eingereist, arbeitete sie bei dem Nazionalsozialisten Erich Heckler als Hausangestellte. Nun wollen die amerikanischen und britischen Geheimdienste alles über ihre Erfahrungen mit den Nazionalsozialisten wissen. Aufgrund ihrer Konzentrationsprobleme kann sie aber nicht alle Fragen beantworten. Das Verhalten der Geheimdienste lässt Maggie verzweifeln. Und der Gott, den sie im Gefängnis noch angefleht und angebetet hatte, ist plötzlich so weit entfernt von ihr. Sie fühlt sich von ihm im Stich gelassen. Warum wird sie als Täterin, und nicht als Opfer angesehen? Und wo war Gott, als sie gefoltert wurde? Als Maggie dann auch noch Tablettensüchtig wird, wirkt es so, als ob Gott gar keine Rolle mehr in ihrem Leben hat. Wird sie wieder zu ihm zurück kommen? Tabea Rompf ist eine junge talentierte und sehr ambitionierte Schriftstellerin. Ihre Darstellung von Maggie und ihrer komplexen Beziehung zu Gott und ihrer Umwelt ist sehr authentisch. Die Autorin ist sehr geschickt darin, die Gefühlswelt der Protagonisten mit einer Stärke zu transportieren, dass man als Leser alle Emotionen miterlebt. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass dieses Buch in sechs Teilen aufgebaut ist. Jedes Teil beginnt mit einem Bibelvers. Am Ende des Buches geht die Autorin auf die sechs Bibelverse ein, und stellt sehr gute Reflektionsfragen. Das habe ich bislang noch nicht gesehen und es hat mich angesprochen. Absolute Leseempfehlung meinerseits, und nun warte ich auf ein neues Buch von Tabea Rompf.
Bewertung
5/5
14.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein so ganz anderer Roman, der zu Herzen geht
Nachdem mich Tabea Rompfs Debüt absolut begeistert hatte, war ich total gespannt auf ihren zweiten Roman: „Das Spiel zwischen Licht und Schatten“.
Schon als ich im Vorfeld erfahren habe um was sich die Geschichte dreht konnte ich es kaum erwarten.
Deutsches Reich, 1945. In einem geheimen Gestapo-Gefängnis wird eine junge Frau gefunden, mehr tot als lebendig, die sich als amerikanische Geheimagentin entpuppt.
Auf ihrem Weg begegnet sie unter anderem dem MI6 Agenten Craig Brodie, der ihr von Anfang an eher misstrauisch gegenübersteht.
Überwältigt von dem, was ihr widerfahren ist, muss sie so manchen Rückschlag erleiden und beginnt mit Gott zu hadern. Warum lässt er all das zu, wo sie doch so sehr an ihm festgehalten hat?
Schon mit den ersten Sätzen der Geschichte befindet man sich mitten im Geschehen. Ich konnte leicht in die Geschichte eintauchen und trotz der verschiedenen Personen, die man zu Anfang kennenlernt, fiel es mir leicht, mich in der Handlung zurechtzufinden.
Die Autorin erzählt meist aus Maggies, hin und wieder auch aus Sicht von Craig Brodie.
Maggies Geschichte ging mir absolut ans Herz und hat mich emotional sehr bewegt. Der Autorin ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen, die Kämpfe und Herausforderungen von Maggie deutlich zu machen und ich habe so sehr mit ihr gehofft.
Ich denke früher oder später stellt sich jeder einmal die Frage, warum Gott Leid oder Umstände zulässt, sodass ich auch ihr Ringen darin sehr gut nachvollziehen konnte und gespannt war, ob und wie sie zu einem neuen Glauben und neuer Hoffnung durchdringen kann.
Begeistert hat mich außerdem, dass die Handlung zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar war. Ich war immer wieder erneut überrascht und manches Mal auch erschüttert über den Handlungsverlauf und konnte das Buch dadurch kaum zur Seite lesen.
Am Ende des Buches findet man einen Reflexionsteil, der es ermöglicht die Geschichte durch Fragen und weiterführende Bibelstellen noch einmal nachwirken zu lassen. Gerade bei solch schweren und herausfordernden Themen, wie wir sie in diesem Buch haben, fand ich das sehr wertvoll.
Wer einen „klassischen“ Roman sucht, mit einer schönen Liebesgeschichte, der wird hier nicht fündig. Doch was Tabea Rompf hier geschafft hat, ist ein so ganz anderer Roman, der zu Herzen geht, zum Nachdenken anregt und zeigt, dass es mit Gott trotz Dunkelheit immer einen Weg ans Licht gibt.
Eine ganz klare Leseempfehlung von meiner Seite!
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