Zwei Großmütter, die eine aus einer armen Schweizer Bauernfamilie, die andere aus einer wohlhabenden Familie in Kamerun. In einer unglaublich knappen, wie gemeißelten Sprache erzählen sie von ihrer Kindheit, ihren Hoffnungen und Enttäuschungen. Sie heiraten, werden gedemütigt, entwürdigt. Aber dieses Leben, diese Erfahrungen lassen in ihnen eine gewaltige Wut anwachsen, die schließlich, auch mit Hilfe ihrer Enkeltöchter, zu ihrer Befreiung führt. Ein mitreißender, verblüffender Roman.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
10.11.2025
eBook (ePUB 3)
Sehr eindrückliches Buch!
Beschreibt die Kindheit und das Erwachsenenleben zweier heutiger Grossmütter (Schweiz/Kamerun). Es zeigt vieles was man schon weiss aber sehr deutlich und gut erklärt auf. Wie Frauen eben zu Hause bei Mann/Kind bleiben mussten, keine Bildung/ keine eigenen Wünsche waren erlaubt. Die 2 Farben im Buch haben mir sehr gefallen! Habe es in einem Rutsch gelesen...
Bewertung
aus Samstagern
4/5
26.04.2026
eBook (ePUB 3)
Unterschiedliche Zeiten
Die Geschichte ist bewegend. Die eine könnte oder passiert heute noch in vielen Ländern. Die Parallele zur Schweiz ist aber Zeitverschoben, resp. liegt bei uns 60-80 Jahre zurück.
Es ist daher eher erschreckend währen des Lesens zu realisieren, dass wir da vor zwei Generationen noch unvorstellbare Zustände hatten.
peedee
Book Circle Community
4/5
21.10.2025
eBook (ePUB 3)
Lässt mich etwas ratlos zurück
Zwei Grossmütter: Die eine Frau ist in einer wohlhabenden Familie in Kamerun aufgewachsen, die andere Frau in einer armen Schweizer Bauernfamilie. Trotz unterschiedlicher Herkunft gibt es einige Parallelen: Verlust von Hoffnung, grosse Enttäuschungen, Demütigungen, Gewalt, Absprechen der Rechte. Ihre Enkelinnen versuchen, die Entscheidungen der Grossmütter zu verstehen…
Erster Eindruck: Das Cover des Schutzumschlages gefällt mir leider so gar nicht (zudem mag ich keine Schutzumschläge), aber dafür hat mich die Inhaltsbeschreibung umso mehr angesprochen.
Es werden zwei Geschichten abwechslungsweise erzählt, einerseits die der Frau aus dem Emmental, und andererseits die der Frau aus Kamerun. Der Part betreffend Kamerun ist in rotbrauner Schrift verfasst. Dies hat mich überrascht, denn wenn jemand farbenblind ist, ist doch die grösste Schwäche die Rot-Grün-Problematik. Aus meiner Sicht daher nicht optimal gewählt. Ich hätte lieber Namen anstatt farbige Schriften gehabt.
Das Buch mit 128 Seiten ist nur ein Büchlein und da ist es nachvollziehbar, dass die Geschichten schnell erzählt werden müssen. Ich hatte das Gefühl, durch zwei Leben „durchzurasen“, denn schliesslich bekamen wir Einblicke in zwei Leben als junge Frauen bis sie Grossmütter sind. Es sind starke Frauen, die – trotz allem – kraftvoll ihr Leben meistern. Dann war das Buch auch schon zu Ende. Mit dem Ausgang der Geschichten habe ich nicht gerechnet; ich bleibe etwas ratlos zurück, denn ich habe nicht ganz verstanden, was die Autorin mir damit sagen wollte. Ich kann nicht ins Detail gehen, ohne zu spoilern – 4 Sterne.
Bewertung
aus Wangen
5/5
15.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Großartig!
Ein großartiges Buch über zwei Frauen aus ganz unterschiedlichen Welten. Die eine wächst in einem armen Umfeld auf einem kleinen Bauernhof in der Schweiz auf. Die andere stammt aus einer großen wohlhabenden Familie in Kamerun. So unterschiedlich die Lebensverhältnisse dieser zwei Frauen auch sind, noch stärker sind die Ähnlichkeiten. Denn weltweit ist der Unterschied zwischen den Welten von Mann und Frau sehr viel größer als es die Welten einer Frau in Europa und einer Frau in Afrika je sein könnten. Lest das Buch, verschenkt es, redet darüber.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
15.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwei Frauen, zwei Welten – und doch dasselbe Schicksal
Zwei Frauen, zwei Welten – und doch dasselbe Schicksal. Die Großmütter erzählt in einer knappen, fast gemeißelten Sprache von Unterdrückung, Widerstand und letztlich von Befreiung.
Eine Großmutter wächst in einer armen Schweizer Bauernfamilie auf, die andere in einer wohlhabenden Familie in Kamerun. Ihre Herkunft könnte kaum unterschiedlicher sein, doch in einer entscheidenden Hinsicht gleichen sich ihre Geschichten: Die Männer bestimmen ihr Leben, und Gewalt ist eine allgegenwärtige Realität. Gesellschaftlich trennen sie Welten, aber ihre Erfahrungen als Frauen verbinden sie über Kontinente hinweg.
Die Erzählstruktur ist einfach und wirkungsvoll: Zwei Perspektiven, zwei Stimmen, die einander kapitelweise ablösen – einmal in dunkler, einmal in heller Schrift (zumindest in der E-Book-Version). Beide Frauen erzählen ihre eigene Geschichte in der Ich-Form, nüchtern und doch voller Kraft. Trotz der Kürze – gerade einmal 125 Seiten – gelingt es dem Roman, ganze Lebensläufe zu skizzieren, mit all ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und dem leisen, aber unaufhaltsamen Aufbegehren gegen ein vermeintlich unabänderliches Schicksal.
Es ist ein trauriges Buch, weil es von Ungerechtigkeit erzählt, aber es ist auch ein zärtliches Buch, voller Herzlichkeit. Und am Ende gibt es eine späte, aber dennoch befriedigende Rache. Ein literarisches Kleinod – klein im Umfang, groß in seiner Wucht
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5/5
02.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Denkmal für die Großmütter
Ein sehr schmales Bändchen, das aber eine irrsinnige Wucht entfaltet! Zwei Großmütter, die eine Schweizerin, die andere aus Kamerun, erdulden ihr Leben lang die Demütigungen und Misshandlungen ihrer Männer, bis sich beide am Ende ihres Lebens durch einen fulminanten Befreiungsschlag aus den Zwängen ihrer Unterdrücker befreien.
In wunderbar lakonischer Sprache verdeutlicht die Autorin, dass die Herabwürdigung der Frauen nicht nur von einzelnen barbarischen Männern ausgeht. Vielmehr sind es die verschiedenen Gesellschaften, die die Unterdrückung der Frauen systemimmanent fördern.
Eine literarische und wunderbar empathische Emanzipation zweier eigensinniger Frauen. Einfach großartig!
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