Eine epische Fantasyreise durch ferne Länder, Magie, Verrat und uralte Feinde.
Ein verschollenes Buch, das das Schicksal eines ganzen Reiches trägt.
Ein Halbelf zwischen zwei Welten.
Eine Gruppe von Gefährten, die sich einer Bedrohung entgegenstellen, wie sie Wetherid noch nie gesehen hat.
Als das sagenumwobene Buch von Wetherid verschwindet – ein Artefakt voller Wissen und Magie, gehütet von den Glorreichen Elfen – gerät das fragile Gleichgewicht der Welt ins Wanken. Erwight von Entrobis der Schattenlord aus dem Land Fallgar sammelt seine Verbündeten, um Wetherid zu unterwerfen, und das Licht beginnt zu flackern.
Gorathdin vom Walde, ein Halbelf mit tragischer Vergangenheit, begibt sich auf eine gefährliche Reise, um das Buch zurückzubringen – und seine Geliebte Lythinda, Prinzessin von Astinhod, zu retten. An seiner Seite: eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aus Kriegern, Magiern, Ausgestoßenen und Rebellen – jeder mit eigener Geschichte, jeder mit eigenen Wunden.
Ihre Reise führt sie durch verwunschene Wälder, zerstörte Reiche und vergessene Städte. Ihnen gegenüber stehen Orks, Nebelelfen, Untote und der finstere Schattenlord Erwight – und eine Wahrheit, die sie alle verändert.
Die Gabe der Elfen ist der erste Teil der Chroniken von Wetherid – eine abgeschlossene, tiefgründige High-Fantasy-Erzählung über Mut, Loyalität, den Kampf gegen das Dunkel – und die Magie, die in jedem von uns schlummert.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Vrenli wächst behütet in seinem Dorf auf. Seine größte Sorge ist es, ob er die Kriegerprüfung bestehen wird, die in einigen Tagen stattfinden soll. Doch dann begegnet er dem Halbelfen Gorathdin, der ihn auffordert, mit ihm gemeinsam in die Hauptstadt zu reisen.
Und plötzlich ist nichts mehr, wie Vrenli die Welt kennt ...
High Fantasy ist ein Genre, das immer noch sehr amerikalastig ist.Ohne Frage, es gibt einige deutschsprachige Autoren, die sich diesem Genre verschrieben haben. Doch die erfolgreichsten Romane und Zyklen kommen noch immer über den Großen Teich zu uns. Was ehrlich schade ist, denn auch hierzulande gibt es wirklich gute Autoren, nur bekommen die, gerade jetzt in der Romantasy-Schwemme, kaum eine Chance, sich wirklich zu entfalten.
Dölder ist einer unter vielen, die sich dem Weg der Selbstveröffentlichung gesucht haben. Was schade ist, denn diese Werke verdienen ein weiteres Publikum, das sie aber kaum erreichen. Mein erster Roman war ebenfalls in Selfpublishing, ich kenne also die Zahlen, die sich mit nichts messen lassen, wenn ein Verlag hinter der Veröffentlichung steht. Im Eigenverlag gibt es, neben dem immer noch existierendem Stigma, dass das Werk einfach nicht gut genug war für einen Verlag, nicht sehr viele Wege, um sein Buch bekannt zu machen. Darum suchen solche Autoren oft den Weg über die Rezensionen, um ihre Bücher etwas zu pushen.
Nun, die Gabe der Elfen ist kein kleines Buch. Mit über 700 Seiten ist es schon ein Klotz, nicht negativ gemeint an dieser Stelle. Und der Preis, den ich bezahlt habe, war nicht ohne. Um genau zu sein, es war das teuerste Taschenbuch, das ich mir je gekauft habe. Dies ist nicht als Vorwurf gemeint, eher als ein Denkanstoß, denn die Folgebände sind nicht viel billiger. Vielleicht sollte man sich an den Vorlagen der Verlage halten. Immerhin, die 1000+ Bände "Das Rad der Zeit" kosten 22 €, was deutlich günstiger ist.
Aber genug vom Preis, gehen wir ins Buch.
Der Roman, ja ... Um ehrlich zu sein, war ich bis kurz vor dem Ende des Romans bereit, ihn mehr oder weniger zu verreißen. Mit dem vorletzten Kapitel hat Dölder für mich das Ruder noch herum gerissen, wenn auch knapp.
Die Figuren wirken bis knapp vor dem Ende sehr naiv und redselig, auch dort, wo vielleicht Schweigen mehr angebracht wäre. Ich kann diese Entscheidung bei Figuren wie Vrenli und seinem Freund verstehen. Die beiden sind, für ihr Volk, noch jung und kennen nichts anderes als ihre Heimat. Aber ein gestandener Waldläufer wie Gorathdin? Oder der uralte Magier Drobal, der irgendwie die Fäden zieht hinter allem? Die ständigen Wiederholungen dessen, was gerade passiert war, machten die Sache nicht viel besser.
Was mich wirklich nervte war die Tatsache, dass sämtliche Schwierigkeiten, der die Gruppe begegnete, mit einfachsten Mitteln und im ersten Anlauf beiseite geschoben werden konnten. Manchmal durfte Gorathdin ein wenig nachdenken, kam mit der einfachsten der Lösungen aus seinem Denken zurück, und es klappte dann auf wunderbare Weise. Mit der Lektüre begann es mehr nach einem Kinderbuch zu klingen denn dem Roman für einen Erwachsenen.
Die Schwarz-Weiß-Zeichnung, die sich über weite Teile des Romans zieht, machte die Sache nicht besser. Die Bösen sind böse, weil sie böse sind. Sie bleiben blass, Kanonenfutter (im übertragenen Sinn) für die Helden und ihre Verbündeten. Einzige Ausnahme waren diese Tempelritter, oder zumindest der eine Charakter, der sich der Gruppe anschloss. Und selbst da schien es eher wankelmütig denn Überzeugung zu sein, was ihn letztendlich auf seinen Weg setzte. Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, einen Einblick in die "Bösen", um sie besser verstehen zu können. Das Buch oder das Land, das reichte mir einfach nicht für die Gewalt, die da am Ende entfesselt wurde.
Die meisten Action-Szenen waren nicht gut durchdacht und fanden weit, weit entfernt vom Leser statt. Leider, denn einige der Kämpfe hätte ich mir wirklich gern aus der Nähe angesehen. Zudem fand ich es amüsant, dass ich die ersten etwa knapp 100 Seiten vorhersehen konnte. Es war abgewandelt, ja, aber es war immer noch der Anfang vom "Herrn der Ringe". Das eine Mal, wo tatsächlich jemand dieses Buch kopierte, und er nahm nicht einmal im entferntesten den Ruhm dafür.
Dann aber, ja dann kam die große Schlacht um Wetherid. Und schlagartig änderte ich meine Meinung. Gut, die Bösen waren immer noch böse, weil sie eben böse sind, aber damit konnte ich an dieser Stelle leben. Denn die Schlacht an sich war perfekt geschrieben! Ich hatte alles vor Augen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, Dölder hatte vorher nicht alle Verteidigungsanlagen bis ins Detail beschrieben. Ich wäre gern von dem Ölgraben überrascht worden. Aber das ist meine persönliche Meinung. Der Kampf war einer der besten, den ich in langer Zeit gelesen habe! Und das änderte meine Meinung über diesen Roman.
Ja, die Figuren sind flach, ja, die Handlung ist vorhersehbar, ja, die Sprache ist eher für ein Kinderbuch denn ein Erwachsenenwerk - bis zu diesem Punkt. Plötzlich explodiert alles und das wahre Potenzial Dölders kommt hervor. Wenn das von Anfang an geplant war, dann war es ein riskanter Geniestreich. Wenn nicht, Christian Dölder, schreib weiter so wie die letzten 50 Seiten und du hast in mir einen Fan fürs Leben gewonnen.
Alles in allem bleibt ein über die weiteste Strecke sehr einfaches Buch. Doch wenn man sich tatsächlich durchkämpft bis zum Ende, dann erlebt man nicht nur eine Überraschung, sondern ein Meisterwerk auf den letzten 50 Seiten.
Bewertung
4/5
15.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Dölder ist einer unter…
Dölder ist einer unter vielen, die sich dem Weg der Selbstveröffentlichung gesucht haben. Was schade ist, denn diese Werke verdienen ein weiteres Publikum, das sie aber kaum erreichen. Mein erster Roman war ebenfalls in Selfpublishing, ich kenne also die Zahlen, die sich mit nichts messen lassen, wenn ein Verlag hinter der Veröffentlichung steht. Im Eigenverlag gibt es, neben dem immer noch existierendem Stigma, dass das Werk einfach nicht gut genug war für einen Verlag, nicht sehr viele Wege, um sein Buch bekannt zu machen. Darum suchen solche Autoren oft den Weg über die Rezensionen, um ihre Bücher etwas zu pushen. Nun, die Gabe der Elfen ist kein kleines Buch. Mit über 700 Seiten ist es schon ein Klotz, nicht negativ gemeint an dieser Stelle. Und der Preis, den ich bezahlt habe, war nicht ohne. Um genau zu sein, es war das teuerste Taschenbuch, das ich mir je gekauft habe. Dies ist nicht als Vorwurf gemeint, eher als ein Denkanstoß, denn die Folgebände sind nicht viel billiger. Vielleicht sollte man sich an den Vorlagen der Verlage halten. Immerhin, die 1000+ Bände "Das Rad der Zeit" kosten 22 €, was deutlich günstiger ist. Aber genug vom Preis, gehen wir ins Buch. Der Roman, ja ... Um ehrlich zu sein, war ich bis kurz vor dem Ende des Romans bereit, ihn mehr oder weniger zu verreißen. Mit dem vorletzten Kapitel hat Dölder für mich das Ruder noch herum gerissen, wenn auch knapp. Die Figuren wirken bis knapp vor dem Ende sehr naiv und redselig, auch dort, wo vielleicht Schweigen mehr angebracht wäre. Ich kann diese Entscheidung bei Figuren wie Vrenli und seinem Freund verstehen. Die beiden sind, für ihr Volk, noch jung und kennen nichts anderes als ihre Heimat. Aber ein gestandener Waldläufer wie Gorathdin? Oder der uralte Magier Drobal, der irgendwie die Fäden zieht hinter allem? Die ständigen Wiederholungen dessen, was gerade passiert war, machten die Sache nicht viel besser. Was mich wirklich nervte war die Tatsache, dass sämtliche Schwierigkeiten, der die Gruppe begegnete, mit einfachsten Mitteln und im ersten Anlauf beiseite geschoben werden konnten. Manchmal durfte Gorathdin ein wenig nachdenken, kam mit der einfachsten der Lösungen aus seinem Denken zurück, und es klappte dann auf wunderbare Weise. Mit der Lektüre begann es mehr nach einem Kinderbuch zu klingen denn dem Roman für einen Erwachsenen. Die Schwarz-Weiß-Zeichnung, die sich über weite Teile des Romans zieht, machte die Sache nicht besser. Die Bösen sind böse, weil sie böse sind. Sie bleiben blass, Kanonenfutter (im übertragenen Sinn) für die Helden und ihre Verbündeten. Einzige Ausnahme waren diese Tempelritter, oder zumindest der eine Charakter, der sich der Gruppe anschloss. Und selbst da schien es eher wankelmütig denn Überzeugung zu sein, was ihn letztendlich auf seinen Weg setzte. Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, einen Einblick in die "Bösen", um sie besser verstehen zu können. Das Buch oder das Land, das reichte mir einfach nicht für die Gewalt, die da am Ende entfesselt wurde. Die meisten Action-Szenen waren nicht gut durchdacht und fanden weit, weit entfernt vom Leser statt. Leider, denn einige der Kämpfe hätte ich mir wirklich gern aus der Nähe angesehen. Zudem fand ich es amüsant, dass ich die ersten etwa knapp 100 Seiten vorhersehen konnte. Es war abgewandelt, ja, aber es war immer noch der Anfang vom "Herrn der Ringe". Das eine Mal, wo tatsächlich jemand dieses Buch kopierte, und er nahm nicht einmal im entferntesten den Ruhm dafür. Dann aber, ja dann kam die große Schlacht um Wetherid. Und schlagartig änderte ich meine Meinung. Gut, die Bösen waren immer noch böse, weil sie eben böse sind, aber damit konnte ich an dieser Stelle leben. Denn die Schlacht an sich war perfekt geschrieben! Ich hatte alles vor Augen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, Dölder hatte vorher nicht alle Verteidigungsanlagen bis ins Detail beschrieben. Ich wäre gern von dem Ölgraben überrascht worden. Aber das ist meine persönliche Meinung. Der Kampf war einer der besten, den ich in langer Zeit gelesen habe! Und das änderte meine Meinung über diesen Roman. Ja, die Figuren sind flach, ja, die Handlung ist vorhersehbar, ja, die Sprache ist eher für ein Kinderbuch denn ein Erwachsenenwerk - bis zu diesem Punkt. Plötzlich explodiert alles und das wahre Potenzial Dölders kommt hervor. Wenn das von Anfang an geplant war, dann war es ein riskanter Geniestreich. Wenn nicht, Christian Dölder, schreib weiter so wie die letzten 50 Seiten und du hast in mir einen Fan fürs Leben gewonnen. Alles in allem bleibt ein über die weiteste Strecke sehr einfaches Buch. Doch wenn man sich tatsächlich durchkämpft bis zum Ende, dann erlebt man nicht nur eine Überraschung, sondern ein Meisterwerk auf den letzten 50 Seiten.
EineMami
4/5
18.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Epischer Kampf von Licht und…
Epischer Kampf von Licht und Schatten In Aufbau und Namensgebung habe ich mich bereits zu Anfang des Buches „Die Chroniken von Wetherid“ stark an „Herr der Ringe“ erinnert gefühlt. Christian Dölder entführt den Leser in eine fantasievoll ausgestaltete Welt voller magischer Kreaturen und Wesen. Diese Wesen sind zahlreich und so hält der Autor es auch mit den Charakteren. Zuerst war ich mit den vielfältigen Namen und Informationen überfordert, aber nach und nach kristallisiert sich eine liebenswerte Gruppe heraus, die in einer detailliert ausgestalteten Fantasiewelt vor gefährliche Herausforderungen und den Kampf gegen die Dunkelheit gestellt wird. Gewöhnungsbedürftig war für mich der teilweise etwas umständliche Schreibstil des Autors, der aber bei solchen Geschichten nicht ungewöhnlich ist. Oft denken die Figuren in wörtlicher Rede, was ich persönlich nicht so mag. Die Aufgaben und Umgebungen sind hingegen von faszinierender Detailliertheit. Manchmal etwas zu langatmig beschrieben, aber das ist Geschmacksache. Das Grundthema ist der unerschöpfliche Kampf von Schatten und Licht. Die Begleiter der Hauptcharaktere sind Mut, Hoffnung, Freundschaft und das Streben nach Gerechtigkeit. Christian Dölder hat spürbar Herzblut in die Handlung investiert, inspiriert von großen Geschichten und beflügelter Fantasie.
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