Als ich gegen Stalin im Armdrücken gewann
Eine Reise von der Arktis bis zum Bosporus entlang des neuen Eisernen Vorhangs | 11 Länder, 8000 Kilometer und unzählige Begegnungen - hochaktueller Reisebericht über Russlands Nachbarn
Ich kenne und schätze bereits die vergangenen Bücher von Fredy Gareis und wurde auch hier nicht enttäuscht. Kreativität, Neugier und Humor treffen unstillbaren Reisedurst, historisches Interesse und Abenteuerlust. Er nimmt uns mitten hinein, dorthin, was einen guten Reisebericht ausmacht: zu den Menschen und ihren Geschichten. Dafür überschreitet er nur zu gern zahlreich seine eigene Komfortzone. Diese Storys und Schicksale, kombiniert mit den klugen und feinsinnigen Gedanken des Autors, werden zu einem Buch das dem Leser viel Freude bereitet und das in den Bücherschrank nicht nur von reisebegeisterten Menschen gehört. Absolut lesenswert.
Bewertung
1/5
16.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Totalausfall: "Als ich gegen Stalin im Armdrücken gewann" – Freddy Gareis
Ein Totalausfall: "Als ich gegen Stalin im Armdrücken gewann" – Freddy Gareis
Dieses Buch ist nicht nur eine Enttäuschung, es ist eine Zumutung. Wer erwartet, hier auf eine faszinierende, tiefgründige oder gar unterhaltsame Auseinandersetzung mit den realen oder metaphorischen "Armdrücken" des Lebens zu stoßen, wird gnadenlos in die Irre geführt. Freddy Gareis liefert mit "Als ich gegen Stalin im Armdrücken gewann" ein Werk ab, das in seiner gesamten Konzeption und Ausführung peinlich amateurhaft wirkt.
Der Titel: Irreführung der übelsten Sorte
Der reißerische und absurd provokante Titel verspricht eine satirische Schärfe oder eine historische Kühnheit, die der Inhalt in keiner einzigen Zeile einlöst. Es ist ein billiger Köder, um Klicks und Käufe zu generieren. Die tatsächliche Geschichte (oder das, was dafür gehalten werden soll) ist ein fadees, narzisstisches Geplapper, das den Leser mit belanglosen Anekdoten und selbstgefälligen Alltagsbeobachtungen traktiert. Der Name Stalin dient hier nur als leere Hülle, um eine Tiefe vorzutäuschen, die dem Autor offensichtlich völlig fehlt.
Inhaltliche Leere und Stilistische Qualen
Die narrative Struktur ist so löchrig wie ein alter Schweizer Käse. Man springt ohne erkennbaren Grund von einem Thema zum nächsten, während der rote Faden irgendwo in der ersten Hälfte verloren geht. Gareis' Sprache ist hölzern, phrasendreschend und bemerkenswert uninspiriert. Man hat das Gefühl, einen schlecht redigierten Blog-Eintrag in Buchform vor sich zu haben, dem jeglicher literarische Anspruch fehlt.
Der Humor, wenn er denn beabsichtigt war, verpufft. Er wirkt gezwungen und ist oft schlicht unlustig.
Die sogenannten "Einsichten" des Autors sind so banal und abgedroschen, dass sie jedem halbwegs nachdenklichen Menschen bereits bekannt sind. Es ist Behauptung statt Beobachtung, und Plattitüde statt Philosophie.
Zensur – Im Geiste des Lesers
Man wünscht sich, dieses Buch wäre niemals geschrieben oder zumindest gründlich zensiert worden. Nicht im politischen Sinne, sondern im Sinne einer Qualitätskontrolle. Es hätte der Welt und dem armen Leser unzählige Stunden der Langeweile erspart. Dieses Werk ist ein Sammelsurium aus Eitelkeit und Oberflächlichkeit, das weder informiert, noch unterhält, noch zum Nachdenken anregt. Es ist einfach Zeitverschwendung in Buchform.
Fazit:
Sparen Sie Ihr Geld und vor allem Ihre Zeit. "Als ich gegen Stalin im Armdrücken gewann" ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein provokanter Titel ein literarisches Nichts verschleiern soll. Setzen, sechs! Dieses Buch gehört direkt ins Altpapier und verdient es, vergessen zu werden. Völlig indiskutabel.
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