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Produktbild: Vom Herzasthma des Exils

Vom Herzasthma des Exils Georg-Büchner-Preis 2025

1

13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

12.07.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

3303 KB

Auflage

5. Auflage, 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783768198530

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • ausführliche Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level A

Erscheinungsdatum

12.07.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

3303 KB

Auflage

5. Auflage, 2025

Sprache

Deutsch

EAN

9783768198530

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  • Johanna

    aus München

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Exil und Asyl in der Literatur, in Geschichte und Gegenwart

    Thomas Mann schrieb 1945 vom „Herzasthma des Exils, d[er] Entwurzelung, d[en] nervösen Schrecken der Heimatlosigkeit“. Die Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel geht in ihrem großen neuen Essay (dem das Zitat Thomas Manns den Titel gab) diesen Gefühlen nach. Die Verletzung und die Entwurzelung von Menschen, die gezwungen sind, ihr Land zu verlassen, darum geht es. In einem kulturgeschichtlichen Streifzug durch Geschichte und Literatur schreibt sie, was es mit Menschen macht, wenn sie gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Sie bleiben im Dazwischen. Die Zukunft ist abgeschnitten. Krechel beginnt ihren Essay mit Goethes Novellensammlung „Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten“, erzählt vom Exilanten Adalbert von Chamisso, den man heute nur mehr wegen seines „Schlemihls“ kennt, von der Verfolgung von Karl Marx und den schwierigen Lebensbedingungen seiner Familie, von Heinrich Heine, von den Auswanderern, die dem Hunger entkommen wollten und auf Ellis Island kategorisiert, eingelassen oder zurückgeschickt wurden. Von der Flucht der Armenier Anfang des 20. Jahrhunderts. Von den Flüchtlingsschiffen voller Juden, die dem Naziterror entkommen wollten, und der Unbarmherzigkeit der Regierungen, die sie nicht aufnahmen. Und wer weiß schon, dass seit “den Dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts […] die Straßenkehrer und die Lumpensammler in Paris Deutsche [waren], die ihre Dörfer, vorwiegend in Oberhessen, verlassen hatten, weil sie dort ohne Perspektive waren.“ Erschütternd die Auszüge aus einem Buch über „offiziell dokumentierte Todesfälle von Flüchtlingen in den Jahren 1993 bis 2018“. Leid auf der einen Seite, Abwehr, Angst und Rassismus auf der anderen Seite. Krechel zitiert Milena Jesenskà, die 1937 eine Flüchtlingsunterkunft besuchte: „Es sind fremde Menschen, sie sprechen eine fremde Sprache und sie kommen aus einem fremden Land. […] Aber die Menschen stehen da und dürfen nicht arbeiten, sie hören die Zeit verrinnen, stehen da und warten auf morgen“. Depression und Verhinderung von Integration sind die Folgen. Nicht nur damals. Krechel erhebt Klage. Und das tut sie plastisch und eindrucksvoll. Sehr lesenswert!

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