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Produktbild: Das Dorf der Visionäre

Das Dorf der Visionäre Aufbruch in die Bundesrepublik | Ein verborgenes Kapitel deutscher Geschichte: Wie ein kleines Schwarzwalddorf die Grundlagen der Bundesrepublik prägte.

1

30,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33061

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,8 cm

Gewicht

504 g

Farbe

Tanne / Khaki

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9894111-2-8

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33061

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.03.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21,8/14,3/3,8 cm

Gewicht

504 g

Farbe

Tanne / Khaki

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9894111-2-8

Herstelleradresse

Gutkind Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: info@gutkind-verlag.de

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  • Johanna Zimmermann

    3/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Schwarzwaldidylle und deutscher Geschichte

    Nachdem ich Rainer Bayreuther bisher aus ganz anderen thematischen Bereichen kannte, war ich sehr neugierig darauf, ihn gemeinsam mit Gunilla Eschenbach in einem historischen Sachbuch zu erleben. Die Grundidee von "Das Dorf der Visionäre" fand ich direkt faszinierend: Wie kann ein abgeschiedenes Schwarzwalddorf zu einem Ort werden, an dem sich unterschiedlichste Menschen und Weltanschauungen begegnen, und an dem sogar Grundlagen der späteren Bundesrepublik entstehen? Im Mittelpunkt steht Saig über dem Titisee. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird das Dorf zum Rückzugsort für Intellektuelle, Künstlerinnen und Künstler, Industrielle, Verfolgte und Widerständler. Martin Heidegger, Edmund Husserl, Otto Dix, Marie Luise Kaschnitz, Hanns Martin Schleyer, Persönlichkeiten aus der deutschen Wirtschaft, Stars der Babelsberger Studios, Vertraute Stauffenbergs und Bildhauer aus dem Umfeld Hitlers - sie alle verbringen Zeit an diesem kleinen Ort im Hochschwarzwald. Was zunächst wie eine zufällige Ansammlung bekannter Namen wirkt, entwickelt sich zu einem vielschichtigen Bild deutscher Geschichte: von den kulturellen Experimenten der Weimarer Republik über die Schrecken des Nationalsozialismus bis zur demokratischen Neuordnung nach 1945. Auf Grundlage von umfangreichem Archivmaterial zeigen Gunilla Eschenbach und Rainer Bayreuther, wie sich in Saig Wege und Weltanschauungen kreuzten und weshalb gerade dieses Dorf für Widerstand, Hoffnung und intellektuellen Neubeginn stehen kann. Besonders gefallen hat mir tatsächlich der Ort selbst. Saig ist hier nicht einfach nur eine hübsche Schwarzwaldkulisse, sondern bildet das Zentrum der gesamten Erzählung. Das Dorf verbindet all diese unterschiedlichen Menschen, Biografien und historischen Entwicklungen miteinander. Diese Mischung aus traumhafter Natur und den gesellschaftlichen Umbrüchen ihrer Zeit fand ich wahnsinnig spannend. Auch der behandelte Zeitraum hat mich sehr interessiert. Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Widerstand, Verfolgung und schließlich der demokratische Neubeginn, darin stecken unglaublich viele menschliche, politische und moralische Spannungen. Besonders stark fand ich, dass die Gegensätze nicht einfach glattgebügelt werden. Widerständler und Verfolgte stehen neben Menschen, die dem nationalsozialistischen System nahestanden. Diese Widersprüche werden sichtbar gelassen, anstatt daraus nachträglich eine einfache und harmonische Dorfgeschichte zu machen. Mein analytischer Teil hatte außerdem ziemlich viel Freude daran, die ungewöhnlichen Verbindungen nachzuvollziehen: Wer begegnete wem? Welche Weltanschauungen prallten aufeinander? Und wie konnte dieses kleine Dorf größere Entwicklungen beeinflussen? Genau dieses Netz aus persönlichen Begegnungen, Ideen und historischen Zusammenhängen war für mich der interessanteste Teil des Buches. ✨ Allerdings vermitteln das Cover und der Titel zunächst ein fast romanhaftes und geheimnisvolles Dorfgefühl. Tatsächlich handelt es sich um eine sehr detaillierte, archivgestützte historische Dorfstudie, und damit um ein deutlich sachlicheres und inhaltlich dichteres Buch, als die äußere Gestaltung zunächst vermuten lässt. Es wird mit wahnsinnig vielen Namen, Biografien, Begegnungen und Weltanschauungen gearbeitet. Natürlich braucht ein Sachbuch dieser Art weder eine klassische Hauptfigur noch einen Spannungsbogen. Mir fehlte dadurch stellenweise aber trotzdem ein klarer roter Faden. Obwohl Saig als gemeinsamer Ort alles miteinander verbindet, fühlten sich manche Abschnitte eher wie eine Folge historischer Einzelporträts an. Irgendwann war ich vor allem damit beschäftigt, die vielen Personen und Zusammenhänge richtig zuzuordnen. Das Buch war für mich definitiv spannend und lehrreich. An einem gewissen Punkt dachte ich allerdings auch: Warum müssen es jetzt noch so viele Seiten sein? Etwas mehr Straffung und eine deutlichere Führung durch die verschiedenen Persönlichkeiten hätten mir geholfen, gedanklich und emotional stärker dabeizubleiben. "Das Dorf der Visionäre" beleuchtet ein faszinierendes und vermutlich vielen unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte. Ich habe einiges daraus mitgenommen und mochte besonders den Schwarzwald als historischen Mikrokosmos. Gleichzeitig war mir das Buch auf Dauer zu dicht, zu umfangreich und stellenweise zu sehr eine Aneinanderreihung einzelner Biografien.

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    Christoph Schmaus

    OSIANDER Wangen

    Buchhändler*in

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    4/5

    19.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Tausendmeterlinie

    Hier fanden Künstler, Dichter und Denker, Wissenschaftler und Ökonomen auf gut tausend Höhenmetern Zuflucht und Inspiration: Das kleine Örtchen „Saig“ im Hochschwarzwald liegt abseits der Geschichte und hat sie doch geprägt. Ein vor den Nationalsozialisten spektakulär gerettetes Manuskript lieferte später entscheidende Impulse für die soziale Marktwirtschaft der jungen Bundesrepublik. Auch die wohl bedeutendste Zeitschrift der Nachkriegsjahre entstand hier. Die glänzend recherchierte Studie fügt zahlreiche Episoden zu einem beeindruckenden Gesamtbild des Ortes und der Ereignisse.

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