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Produktbild: Wir Kinder der offenen See

Wir Kinder der offenen See Roman

1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20962

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/12,9/2,3 cm

Gewicht

317 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Originaltitel

Les enfants du large

Übersetzt von

Nathalie Lemmens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60443-3

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20962

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.05.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,3/12,9/2,3 cm

Gewicht

317 g

Farbe

Seidengrau / Anthrazit

Originaltitel

Les enfants du large

Übersetzt von

Nathalie Lemmens

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60443-3

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • MarieOn

    5/5

    15.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartiger Schreibstil

    Nackt lief er über das Riff. Die berstenden Korallen schnitten ihm die Fußsohlen auf. Er steuerte das erstbeste Haus an. Der Bauer sah den Jungen schemenhaft. Als er näher kam, den schmächtigen Körper übersät mit blutenden Wunden, setzte er ihn in den Schaukelstuhl auf der Veranda, deckte ihn zu und lief ins Haus, um einen Kaffee zu kochen. Er weckte seine Frau und als sie nach unten kam, saß der Junge da, schaukelte vor und zurück und blickte in die Ferne. Der Junge hieß Thomas und war fünfzehn. Viel mehr bekamen sie im Krankenhaus nicht aus ihm heraus. Eine Schwester gab ihm Papier und Stifte, weil sie hoffte, dass ihm das Schreiben leichter fiel als das Sprechen. Thomas malte das gewaltige Meer, das Boot und den schwarzen Himmel und allmählich kamen die Worte zurück. Sein Vater fuhr mit Thomas kleiner Schwester auf der Artémis. Sie schleppten Thomas mit seinem Boot hinter sich her. Starker Wellengang ließ Thomas an Deck gehen. Er sah, wie sein Vater das Wasser rund um die Artémis mit einer Stablampe beleuchtete, bevor er wieder unter Deck verschwand. Thomas Worte wurden vom tobenden Wind verschluckt. Er sah die Artémis stur auf das Ufer zuhalten und verstand nicht. Er hörte das laute Krachen, als das Schiff auflief und genau in dem Augenblick sprang er mit seinem Surfbrett von Bord. Virginias Mutter verließ Peter aus einem Impuls heraus, da war sie zweiundzwanzig. Ihre zweijährige Tochter nahm sie mit. Sie hatten in Puerto Rico angelegt und sie gab vor, dringende Einkäufe besorgen zu müssen. Stattdessen stiegen sie ins Flugzeug zu ihrer Mutter nach Toronto. Virginia wird zwanzig Jahre alt sein, wenn sie ihren Bruder Thomas wiedersieht, um mit ihm über ihren Vater und ihre Halbschwester zu sprechen. Fazit: Virginia Tangvald hat in ihrem Debüt ihre außergewöhnliche Familiengeschichte rekonstruiert. Ihr freiheitsliebender Vater hat sich schon früh dem Meer verschrieben. Virginias Mutter war seine dritte Ehefrau. Ihre Halbgeschwister stammten aus erster und zweiter Ehe. Ihre Mutter floh frühzeitig mit ihr nach Kanada, wo sie aufwuchs. Bei der Havarie Jahre später starben ihr Vater und ihre Halbschwester. Man fand nie heraus, warum ein so erfahrener Seemann, der mehrfach die Welt umsegelt hatte, die Kontrolle über sein Boot verlor. Virginias Halbbruder Thomas tritt in die gleichen Fußstapfen. Virginia Tangvald entblättert ihre Familiengeschichte nach und nach. Sondiert Zeitungsartikel, alte Bordbücher und spricht mit den Menschen in der Karibik, die ihm begegnet sind. Sie beschreibt das Charisma ihres Vaters, das sich auch in ihrem stillen Bruder zeigte. Das entbehrungsreiche Leben auf See mit dem bestimmenden Vater und Ehemann war kein Spaziergang. Was mir an diesem Buch so gut gefällt ist die Stimmfarbe, die ich bei französischen Autor*innen schon oft gefunden habe. Sie flechtet ihre eigenen frühen Erfahrungen mit einem charismatischen, psychisch kranken Musiker ein, mit dem sie eine langjährige Beziehung führte. Diese Autobiografie wurde mehrfach ausgezeichnet und als Dokumentation verfilmt. Ich fand es so fesselnd, dass ich in einem Rutsch hindurchgeflogen bin.

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