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Produktbild: Andersen

Andersen

Aus der Reihe detebe
2

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.03.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/2,9 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Elfenbein / Camel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24751-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.03.2026

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

608

Maße (L/B/H)

17,7/11,1/2,9 cm

Gewicht

380 g

Farbe

Elfenbein / Camel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24751-0

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Bewertung

    aus Leipzig

    5/5

    27.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine neue Chance, oder nicht?

    Eine neue Chance, oder nicht? Nach Talkshow ist das mein zweites Buch von Charles Lewinsky gewesen und es ist definitiv eines dieser Bücher, bei denen ich mich schon nach den ersten Seiten gefragt habe, worauf ich mich hier eigentlich eingelassen habe. Also wirklich. Denn die Idee ist ebenso ungewöhnlich wie verstörend. Ein ehemaliger Folterer wird wiedergeboren und kommt mit all seinen Erinnerungen erneut als Baby zur Welt. Sein neues Leben beginnt also völlig hilflos, während sein altes Ich noch immer in ihm steckt und dennoch ist er vorerst handlungsunfähig. Ich fand dieses Gedankenexperiment unglaublich spannend. Denn was passiert, wenn ein Mensch eine zweite Chance bekommt, aber seine Vergangenheit nicht einfach zurücklassen kann? Kann man sich wirklich verändern? Oder bleibt man im Inneren immer der Mensch, der man einmal war? Besonders gefallen hat mir der schwarze Humor und die wirklich bitterböse Art, mit der der Autor die Geschichte erzählt. Trotz der düsteren Inhalte musste ich dann doch ab und an schmunzeln, doch gleichzeitig ist vieles ziemlich beklemmend. Gerade weil man weiß, zu was Andersen fähig war, bekommt sein neues Leben eine ganz eigene Spannung. Auch die Entwicklung seiner Familie und die Frage nach Schuld, Moral und Veränderung fand ich interessant. Ganz überzeugt hat mich allerdings das Ende nicht. Für meinen Geschmack kam es etwas zu abrupt nachdem, was alles passiert ist und ließ einige Fragen offen. Ich hätte mir hier einfach noch etwas mehr gewünscht. Trotzdem ist es für mich ein sehr ungewöhnlicher Roman, der mich nicht nur unterhalten hat, sondern mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt hat. Düster, makaber und manchmal überraschend komisch. ISBN: 978-3257247510 Autor: Charles Lewinsky Verlag: Diogenes ET: 25.03.26 Umfang: 608 Seiten

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    18.05.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn das Böse im Babybett liegt

    Manchmal liest man einen Klappentext und denkt sich: Na gut, das klingt schon ziemlich wild. Und dann kommt Charles Lewinsky um die Ecke, setzt noch einen drauf und serviert einem eine Geschichte, bei der man zwischendurch ernsthaft das Buch anschaut und denkt: Entschuldigung, was passiert hier gerade? Andersen ist kein gemütlicher Roman zum Wegkuscheln. Dafür ist diese Grundidee viel zu böse, viel zu schräg und ehrlich gesagt auch ziemlich genial. Ein brutaler Folterer wird wiedergeboren, steckt plötzlich in einem Säugling und bringt trotzdem sein altes, finsteres Innenleben mit. Das klingt absurd, aber genau darin liegt der Reiz. Dieses kleine Wesen sollte eigentlich Schutzinstinkte auslösen, stattdessen sitzt man da und denkt: Bitte nicht allein mit dem Baby lassen. Lewinsky erzählt das mit einer Mischung aus schwarzem Humor, Kälte und richtig viel erzählerischer Raffinesse. Das Buch spielt mit der Frage, ob ein Mensch wirklich eine zweite Chance verdient, wenn in ihm nichts nach Reue aussieht. Und ja, das ist manchmal unbequem. Aber eben auch verdammt spannend. Was mir besonders gefallen hat: Diese Geschichte bleibt nicht brav in einer Schublade. Sie ist böse, philosophisch, makaber und trotzdem erstaunlich lesbar. Kein Roman, der einen ständig anschreit, sondern einer, der sich langsam unter die Haut schiebt. Kleine Warnung: Wer Figuren braucht, die man ins Herz schließen kann, wird hier vielleicht hart schlucken. Andersen ist kein Sympathieträger, eher ein literarischer Stachel im Kopf. Aber genau deshalb funktioniert das Buch so gut. Für mich ein richtig starkes, bitterböses Gedankenexperiment mit Nachhall. Nicht perfekt gemütlich, aber ziemlich besonders.

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