Pornografie und Gotteslästerung Libertinismus in Deutschland
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- Deutsch ausgewählt
44,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
18.03.2026
Verlag
Matthes & SeitzSeitenzahl
970
Maße (L/B/H)
14,6/22,2/4,9 cm
Gewicht
924 g
Farbe
Kaffee
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7518-2111-7
Warnhinweis
nicht erforderlich.
Ein libertines Buch sei eines, »in dem Unzucht und Ungläubigkeit auf gefällige Weise verquickt« seien, schrieb der Marquis de Sade über den Roman
Thérèse philosophe
des Marquis d’Argens, eines Höflings Friedrichs II. Libertine Bücher, in denen Pornografie mit Blasphemie einhergeht, Freizügigkeit mit der Leugnung Gottes und der unsterblichen Seele, gibt es seit der Renaissance. Sie feierten im Frankreich der Aufklärung ihre Blütezeit. Aber in Deutschland? Was die Wissenschaft lange nicht wahrhaben wollte, weiß man heute besser: Es existieren viele pornografische Titel in deutscher Sprache, und klassische deutsche Autoren haben Schriften veröffentlicht, die gleichermaßen freizügig wie blasphemisch sind: Goethe, Wieland, Heinse.
Markus Bernauer erzählt erstmals umfassend die Geschichte der libertinen Literatur in Deutschland im europäischen Kontext. Er spannt den Bogen von der Antikenbegeisterung in der italienischen Renaissance, die Hurengeschichten des Barock und der Aufklärung über obszöne Erziehungsromane, antiklerikale Pornografie und pornografisches Theater bis hin zu Großstadtsatiren und Prostitutionsführern. Nicht zu vergessen die deutschen Klassiker und den preußischen Hof Friedrichs II., wo man hätte glauben können, »die sieben Weisen Griechenlands unterhielten sich im Bordell« (Voltaire).
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