»Der Anngiaq ist ein böser Geist. Er riecht Geheimnisse, fühlt sich magisch davon angezogen. Er schleicht sich in dein Leben und vergiftet es langsam. Wie der Kadaver eines verwesenden Tieres, der oben in einem Bachlauf liegt und das Wasser vergiftet, das man unten schöpft und durstig trinkt.«
Ein altes Geheimnis, tief verborgen in Grönlands Geschichte. Wer es ans Licht bringt, muss sterben. So besagt es ein alter Fluch. Marit Rauch Iversen war noch ein Kind, als der Anngiaq ihre Familie in Grönland tötete. Heute arbeitet sie als Super-Recognizerin für die Polizei in Kopenhagen. Den Fluch von damals hat sie längst vergessen. Bis eine Reihe grausamer Morde die dänische Hauptstadt erschüttert.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Elke
aus Heiligenhaus
5/5
29.06.2026
eBook (ePUB 3)
Spannender Mystery-Thriller
Schön, dass es mit Marit Rauch Iversen weitergeht. Mit großer Freude habe ich das Hörbuch in die Audible-App geladen und die letzten Tage gehört. Spannung, Mystery und die Geschichte Dänemarks sowie Grönlands hat die Autorin wieder wunderbar verwoben und uns präsentiert. Das Thema ist ganz aktuell, sogar der amerikanische Präsident hat durch seinen Versuch, sich Grönland unter den Nagel zu reißen, eine Erwähnung in diesem Buch gefunden.
Da das Buch mit einem Cliffhanger endet, wird es bestimmt eine Fortsetzung der Reihe geben, denn so kann die Autorin das nicht stehen lassen, das mit der CIA und der Dänischen Behörde... Und zu diesem Anzug, dessen Beschichtung das Licht zurückwirft und dadurch die Erscheinung konturenlos erscheinen lässt, würde ich auch gern mehr erfahren.
Zunächst aber bin ich nur heilfroh, dass Marit Rauch Iversen und ihre Freunde lebend aus der Sache herausgekommen sind...
Von Sandrine Mittelstädt hervorragend eingelesen hat es Spaß gemacht, ihrer Stimme zu lauschen. Perfect Match würde ich mal sagen.
Meine Bewertung: 88/100 bzw. 09/10 Punkte
Leseratte-Y
5/5
25.06.2026
eBook (ePUB 3)
Spannung pur mit Einblick in die Mythologie und Geschichte Grönlands
„Schatten Eis“ ist der dritte Fall um die Ermittler Kirsten und Jesper von der Kopenhagener Mordkommission und die Super-Recognizerin Marit Rauch Iversen.
In Kopenhagen greift eine Mordserie um sich. Auch wenn Marit dieses Mal nicht direkt in die Ermittlungen involviert ist, wird ihr doch schnell klar, dass es sie persönlich betrifft. Ein alter Familienfluch, den sie schon lange vergessen hat. War sie doch damals noch ein Kind. Es gilt hinter das Familiengeheimnis zu kommen, um den Fluch zu besiegen. Doch das, was Marit entdeckt, entspricht so gar nicht dem Bild, was sie von ihrer Familie hatte. Wird es den Ermittlern gelingen, die Mordserie aufzuklären? Kann Marit das Geheimnis lüften?
Anne Nørdby hat mich mit ihrem flüssigen, spannenden Schreibstil wieder von Anfang an in ihren Bann gezogen. Die Darstellung der einzelnen Charaktere und der Handlungsorte war realistisch. Die Kapitel sind kurz und aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. So wird zusätzlich Spannung aufgebaut. Gekonnt hat sie Mythologie und die Geschichte Grönlands mit in den Krimi eingebaut. Alles wirkt authentisch und überzeugend. Das Buch ist ohne die Vorgängerbände lesbar, doch versäumt man aus meiner Sicht etwas. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Definitiv eine Leseempfehlung von mir.
Bewertung
aus Speyer
4/5
25.06.2026
eBook (ePUB 3)
Wann wird das zur Serie?
Mit „Schatten Eis“ schickt Anne Nørdby ihre Protagonistin Marit Rauch Iversen bereits zum dritten Mal ins Rennen.
Worum es geht, sei krimi-/thrillergemäß kurz umrissen: Eine Reihe grausamer Morde gibt der Kopenhagener Polizei Rätsel auf. Eine ihrer Ermittlerinnen, Kirsten Vinther, fühlt sich schnell an Morde mit Grönland-Bezug erinnert, also ist es Zeit, Marit hinzuziehen. Die wird bei den Ermittlungen, die an eine Sage um einen bösen grönländischen Geist erinnern, von ihrer Vergangenheit eingeholt. Wird es eine analytischere Erklärung als den Fluch des Anngiaqs für die Morde geben?
Zunächst sollte man vielleicht erwähnen, dass „Schatten Eis“ zwar Teil einer Reihe ist, aber der geschlossenen Handlung wegen (bis auf mangelndes Verständnis für Anspielungen) durchaus unabhängig lesbar ist. Der Fall ist spannend, was aber auch daran liegt, dass ich ein Faible für Krimis/Thriller mit mystischen Bezügen habe. Das ist mit dem Anngiaq, alten Geheimnissen und grönländischen Sagen/Flüchen der Fall. Darüber hinaus ist die Geschichte gerade vor dem Hintergrund, dass Grönland zu Beginn des Jahres in den Nachrichten Thema war, recht interessant. Es kommt hinzu, dass der Fall für Marit sehr persönlich ist, da sie sich an ihre Kindheit (sie ist eigentlich Grönländerin, wurde aber nach Dänemark adoptiert) zurückerinnert, so kommt psychologische Spannung rein. Ergänzend ist allein ihre Fähigkeit (Super-Recognizerin) schon faszinierend. Einem Puzzle gleich legt Nørdby Informationsstücke aus, die man im Verlauf der Lektüre legt und kombiniert, sodass sich mit der Zeit ein Bild ergibt. Währenddessen bekommt auch Marit mehr Klarheit über sich und ihre Herkunft bzw. das Geschehen in ihrer Kindheit. So ist ein Spannungsbogen vorhanden, der dank Nørdbys flüssig lesbarem, streckenweise aber doch ein wenig simplen Schreibstil getragen wird. Auch wenn man sich dank bildhafter Sprache vieles gut vorstellen kann, könnte ich mir die Reihe sehr gut als Serie bzw. verfilmt vorstellen.
Christian
aus Weilheim
4/5
17.06.2026
eBook (ePUB 3)
Grönland Krimi
Der dritte Fall kann unabhängig von den ersten beiden Büchern gelesen werden und fängt sehr stark an. Eine mysteriöse Mordreihe sorgt erneut schnell gelungene Einblicke in die grönländische Kultur und die Missstände der Kolonialisierung über Jahrzehnte hinweg. Zudem wird das aktuelle Zeitgeschehen mit einbezogen.
Leider ändert sich im Verlauf der Fokus von der Ermittlung auf die Familienhistorie von Marit, welche am Ende etwas too much ist.
sleepwalker
5/5
18.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Spannend mit Bezug zur Mythologie, Schluss ein bisschen platt
„Schatten Eis“ ist der dritte Teil von Anne Nørdbys Serie rund um die Privatermittlerin und Superrecognizerin Marit Rauch Iversen. Dieses Mal ermittelt sie in einem ganz persönlichen Fall und erfährt mehr über ihre Familiengeschichte, als sie es sich jemals hätte träumen können. Ein Buch voller Brutalität und grönländischen Mythen.
Aber von vorn.
Svend Aage Vesterby wird brutal ermordet in seinem Haus aufgefunden. Wer hat dem 91-jährigen ehemaligen Lehrer eine Lobotomienadel ins Gehirn getrieben und ihn damit getötet? Und vor allem: warum? Hat es etwas damit zu tun, dass er als Sozialchef in Nuuk „ein richtig hohes Tier“ war? Oder damit, dass er von 1982 bis 93 unter der Regierung Schlüter als Bildungsminister im Folketing war? Anfangs tappen die Ermittler Kirsten Vinther und Jesper Jørn Bæk völlig im Dunkeln. Als dann aber August Iversen auf dieselbe Weise getötet wird, nehmen die Ermittlungen Fahrt auf. Iversen ist nicht nur ehemaliger Richter, sondern auch der Adoptivvater von Kirstens bester Freundin, der Superrecognizerin Marit Rauch Iversen. Daher bleibt diese bei den Ermittlungen außen vor, was dazu führt, dass die ehemalige Polizistin und jetzige Privatermittlerin ihre eigenen Nachforschungen anstellt. Kirsten und Jesper werden von ihrer Chefin Ann Katrine Therkildsen unter Druck gesetzt, diese steht wiederum gegenüber dem Justizminister in der Verantwortung, den Fall schnellstmöglich aufzuklären.
Allerdings sind die Ansätze der Ermittler komplett anders als die der Politik: während Kirsten und Jesper überzeugt sind, dass die Motive für die Morde in der Vergangenheit der Toten und in ihrer Beziehung zu Grönland zu finden sind, ist der Justizminister sicher, dass es sich um Raubmorde handelt. Schließlich fehlt bei Vesterby ein altes grönländisches Kunstobjekt (ein „Anngiaq“, der Geist, der bösen Geheimnissen auf der Schliche ist) im Wert von 800.000 Dollar und bei Iversen eine grönländische Maske im Wert von 200.000 Dollar. Gründliche Ermittlungen zeigen aber, dass beide Oper vor ihrer Ermordung einen „Unheilsbringer“, einen sogenannten Tupilak in Form von toten Krähen, versehen mit Attributen ihrer Berufe erhalten haben. Handelt es sich dabei tatsächlich um „Hokuspokus“ und ein alter Fluch ist der Grund für die Morde? Oder steckt etwas Weltliches oder Politisches dahinter? Die vielversprechendste Spur führt zu einem ominösen grönländischen „Herrenclub“, zu dem beide Opfer gehört hatten. Marit ermittelt auf eigene Faust und findet Dinge über sich, ihre Herkunftsfamilie und ihre Adoptivfamilie heraus, die sie sich nie hätte vorstellen können und die ihre Sicht auf alles vollkommen verändern. Und während sie noch so vor sich hin ermittelt, passiert ein weiterer Mord und sie selbst erhält ebenfalls einen Tupilak
Dieses Buch geht weit über das eigentliche Thriller-Genre hinaus, denn die Autorin packt sehr viele aktuelle und politische Themen hinein. Kolonialismus und die hässlichen Nachwirkungen sind dabei etwas, was die Autorin aufgreift, Bei vielen der Kolonialverbrechen fehlt bis heute die lückenlose Aufarbeitung, ob es sich nun um illegale Adoptionen, rechtswidrig eingesetzte Spiralen oder andere grausame medizinische Eingriffe handelt. Natürlich darf auch der Bezug zur Drohung des amerikanischen Präsidenten, sich Grönland einzuverleiben, nicht fehlen.
Sprachlich ist das Buch so, wie ich es von der Autorin gewohnt bin. Die Atmosphäre ist spannungsgeladen und enorm düster, die grönländische Landschaft, die Mythen und der tief verwurzelte Aberglaube werden von Anne Nørdby sehr gut beschrieben. Auch die großen Probleme vieler Grönländer wie hohe Arbeitslosigkeit, hohe Alkoholikerquote, hohe Zahl an Suiziden usw. lässt sie nicht aus. Das Buch wirkt dadurch an manchen Stellen thematisch etwas überladen. Auch, was die Charaktere angeht, bin ich zwiegespalten. Dafür, dass es „Privatermittlerin Marit Rauch Iversen“-Krimi ist, spielen zu viele andere eine zu große Rolle. Das Privatleben von Kirsten Vinther mit ihrer Lebensgefährtin Mimi finde ich eher nebensächlich. Die Querelen zwischen Kirsten und Jesper auf der einen und Ebert Clausen auf der anderen sind zwar vermutlich realistisch, hätte man sich in diesem Umfang aber auch sparen können. Überhaupt finde ich die Charaktere weitgehend wenig gelungen ausgearbeitet. Marit besticht durch Trotzhandlungen, Kirsten ist eher blass und Jesper agiert in vielem wie ein verknallter Pennäler.
Was die Spannung angeht, bin ich von dem Buch begeistert, der Spannungsbogen ist konstant hoch. Die Auflösung des Falls hingegen finde ich zu banal und hat mich enttäuscht. Da das Buch aber mit einem Cliffhanger endet, gehe ich davon aus, dass es einen weiteren Teil der Reihe geben wird, was mich sehr freuen würde.
Von mir gibt es trotz einiger Schwächen für dieses Buch fünf Sterne.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.