In »Warum kümmert es dich?« erzählt Streamerin JenNyan von Hasskommentaren, Selbstzweifeln und sexualisierten Anfeindungen in der Gaming-Welt. Offen schildert sie ihren Weg vom Blick in den Spiegel über die Suche nach Bestätigung auf Social Media bis zum Befreiungsschlag: dem Moment, in dem sie lernte, sich nicht länger von fremden Stimmen bestimmen zu lassen.
Ein ehrliches und ermutigendes Buch für Frauen und alle, die im digitalen Raum ihren Platz finden und sich selbst treu bleiben wollen.
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Warum kümmert es dich ist super interessant in unserer heutigen Welt des Internets. Wie man mit den ständigen Bewertungen anderer Menschen im Web, Hass im Netz umgehen kann bzw. wie man es lernen kann. Man kann hinter die Fassade des Internets blicken. Sehr persönlich und abwechslungsreich geschrieben.
Corina
aus Wien
5/5
20.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein tolles Buch
Inhalt:
JenNyan ist eine der größten Streamerinnen Deutschlands. Doch wie ist sie dazu gekommen und was sind die Schattenseiten, im Rampenlicht zu stehen?
Schreibstil:
JenNyan schreibt sehr intime Dinge über sich. Sie beschreibt ihre toxische Beziehung, aber auch das Verhältnis zu ihrer Familie. Es zeigt, wie verletzlich sich Streamer machen und welch ein Druck auf ihnen lastet. Es ist ein Stück Ratgeber, aber auch eine Teilbiografie. Sie spricht ihren Fans und Followern Mut zu und will ein Safe Space für ihre Community sein.
Fazit:
Wer JenNyan schon länger verfolgt und sie mag, kann gerne dazu greifen. Auch Frauen, die Gaming lieben und nicht immer ernst genommen werden, finden hier starke Worte und viel Rückhalt; somit eine Leseempfehlung
Anonym
5/5
19.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Ehrlich und interessant
In „Warum kümmert es dich?“ von JenNyan geht es um Hasskommentare, Selbstzweifel und die ganzen negativen Seiten von Social Media und der Gaming-Welt. Sie erzählt dabei von ihren eigenen Erfahrungen
Ich fand es interessant, wie offen JenNyan über ihre Erfahrungen spricht. Gerade die Themen Selbstzweifel und der Wunsch nach Bestätigung auf Social Media fand ich sehr nachvollziehbar und auch interessant, wie sie dies alles erlebt.
Der Schreibstil war sehr angenehm und locker, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt.
Besonders gut fand ich, dass das Buch nicht einfach nur davon erzählt, wie schlimm Social Media sein kann, sondern auch Mut macht, mehr auf sich selbst zu hören und sich nicht ständig davon abhängig zu machen, was andere über einen denken. Die Autorin hat die „Geschichte“ sehr authentisch und ehrlich erzählt.
Izabela
5/5
18.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Wir sollten niemals vergessen, dass hinter jedem Menschen im Internet ein echter Mensch steckt.
Ich kannte Jennyan vor diesem Buch vor allem als große Streamerin aus der Gamer-Bubble. Umso spannender war es für mich, hinter die Person zu schauen, die man sonst hauptsächlich aus dem Internet kennt.
Was mich besonders berührt hat: Das Buch zeigt nicht einfach nur die Geschichte einer erfolgreichen Streamerin, sondern auch, was hinter dieser Person steckt. Es geht um Kindheit, Zugehörigkeit, das Aufwachsen mit dem Internet, persönliche Erfahrungen, mentale Gesundheit, Hass im Netz und darum, wie sehr uns Erlebnisse aus unserer Vergangenheit prägen können.
Gerade die ersten Kapitel haben bei mir viele eigene Erinnerungen ausgelöst. Auch ich habe als Kind viel Zeit im Internet und mit Videospielen verbracht und dort Gemeinschaften gefunden, in denen ich mich verstanden gefühlt habe. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie verletzend Menschen im Internet sein können. Deshalb konnte ich manche Gedanken und Gefühle in Jennyan’s Geschichte besonders gut nachvollziehen.
Was mich während des Lesens immer wieder beschäftigt hat, war dieser Gegensatz: Das Internet kann ein Zufluchtsort sein, ein Ort, an dem man Menschen findet, zu denen man sich zugehörig fühlt und gleichzeitig kann genau dieser Ort unglaublich verletzend werden.
Das Buch spricht dabei auch sehr offen über Hate, Grenzüberschreitungen und die Sexualisierung von Menschen im Internet. Besonders deutlich wird, wie Frauen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Stimme, ihres Geschlechts oder ihrer öffentlichen Präsenz beurteilt und angegriffen werden können. Gleichzeitig finde ich wichtig zu betonen: Hate und Grenzüberschreitungen können jeden treffen, unabhängig vom Geschlecht.
Eine Frage, die bei mir nach dem Lesen hängen geblieben ist:
Warum müssen Menschen überhaupt lernen, mit so viel Hass umzugehen?
Oft wird es als Stärke gesehen, wenn jemand irgendwann gelernt hat, mit Beleidigungen und Angriffen klarzukommen. Ich finde aber mindestens genauso wichtig, sich zu fragen, warum diese Person überhaupt so viel aushalten musste.
Das Buch hat mir außerdem wieder gezeigt, wie schnell wir Menschen im Internet zu kennen glauben. Wir sehen Streams, Videos, Fotos oder Social-Media-Posts und kennen trotzdem nur einen winzigen Ausschnitt aus dem Leben eines Menschen.
Hinter jedem Account steckt ein echter Mensch. Mit Unsicherheiten, Gefühlen, Erfahrungen und einer eigenen Geschichte.
Besonders berührt haben mich auch die persönlichen Einblicke in mentale Gesundheit und schwierige Lebensphasen. Ich finde es unglaublich wertvoll, wenn Menschen offen darüber sprechen, dass es okay ist, sich Hilfe zu holen und dass es möglich ist, wieder Hoffnung zu finden und das eigene Leben wertzuschätzen.
Gerade bei diesen Themen habe ich mich persönlich wiedergefunden. Durch meine eigene Therapie habe ich gelernt, mich selbst mehr anzunehmen und mein Leben wieder wertzuschätzen. Deshalb haben manche Stellen bei mir wahrscheinlich auch noch einmal eine ganz andere emotionale Wirkung gehabt.
Und ja, gegen Ende des Buches sind bei mir tatsächlich ein paar Tränchen geflossen.
Ich bin ein sehr empathischer Mensch und versuche beim Lesen automatisch, mich in andere Menschen hineinzuversetzen. Wenn Geschichten dann Themen berühren, die man aus dem eigenen Leben kennt, können sie einen natürlich noch einmal ganz anders treffen.
Was ich an Jennyan’s Buch besonders interessant finde: Für mich geht es gar nicht ausschließlich darum, dass sie ihre Geschichte erzählt. Vielmehr entsteht ein Raum, in dem andere Menschen vielleicht merken können:
„Ich bin damit nicht allein.“
Und genau das finde ich unglaublich wertvoll.
Ich hatte Jennyan vor dem Buch ehrlich gesagt gar nicht wirklich auf dem Schirm und habe sie auch nicht aktiv verfolgt. Umso schöner finde ich es, dass ich durch ihre Geschichte jemanden kennenlernen durfte, dessen Erfahrungen mich an vielen Stellen zum Nachdenken gebracht haben.
Ich möchte bewusst nicht zu viel über die einzelnen Inhalte erzählen, weil ich finde, dass man diese Geschichte selbst entdecken sollte. Das Buch behandelt teilweise sehr schwere und emotionale Themen und ist deshalb sicherlich nicht für jeden zu jeder Zeit die richtige Lektüre.
Für mich persönlich war es aber ein Buch, das nicht einfach nach dem Lesen wieder aus meinem Kopf verschwunden ist.
Es hat mich traurig gemacht, wütend gemacht, nachdenklich gemacht und an einigen Stellen auch zu Tränen gerührt.
Und vielleicht ist genau das für mich die wichtigste Botschaft:
Wir sollten niemals vergessen, dass hinter jedem Menschen im Internet ein echter Mensch steckt.
Wenn auch nur ein einziger Mensch durch Jennyan’s Offenheit den Mut findet, sich Hilfe zu holen, weiterzumachen oder wieder Hoffnung zu bekommen, dann hat ihre Geschichte meiner Meinung nach bereits etwas sehr Wertvolles bewirkt. ❤️
Ob ihr das Buch selbst lesen möchtet?
Das müsst natürlich ihr entscheiden. Wenn euch persönliche Geschichten, Einblicke hinter die Kulissen des Internets, mentale Gesundheit und die Schattenseiten von Social Media interessieren, könnte das Buch auf jeden Fall Themen für euch bereithalten, die zum Nachdenken anregen.
Bewertung
5/5
17.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Vom hässlichen Entlein zum Schwan
Rezension: „Warum kümmert es dich?“ von JenNyan
In ihrem ersten Buch „Warum kümmert es dich?“ beschäftigt sich die bekannte Twitch-Streamerin JenNyan mit den Schattenseiten des Lebens in der Öffentlichkeit. Als erfolgreiche Frau in der Gaming-Welt erlebt sie nicht nur Anerkennung und Unterstützung, sondern wird auch regelmäßig mit Kritik, Vorurteilen und Hasskommentaren konfrontiert.
Besonders deutlich zeigt das Buch die Problematik, mit der Influencerinnen und Influencer täglich umgehen müssen: Fast alles, was sie tun, wird öffentlich wahrgenommen, kommentiert und bewertet. Dabei kann schnell das Gefühl entstehen, dass Likes, positive Kommentare und die Zustimmung anderer darüber entscheiden, wie viel man selbst wert ist. JenNyan beschreibt anhand ihrer eigenen Erfahrungen, dass auch sie ihren Selbstwert lange von den Reaktionen anderer Menschen abhängig gemacht hat.
Das Buch behandelt aber nicht nur Hass im Internet. Es geht auch um Selbstliebe, Depressionen, Bodyshaming und Sexismus. Gerade als Frau in der immer noch stark von Männern geprägten Gaming-Welt musste JenNyan erfahren, wie schnell Äußerlichkeiten, Verhalten oder Erfolg zum Anlass für Kritik werden können. Dabei scheint es manchmal beinahe unmöglich, es allen recht zu machen: Man zeigt zu viel Haut oder zu wenig, ist zu laut, zu lustig, zu selbstbewusst oder angeblich „zu gut“ im Gaming.
Die zentrale Botschaft des Buches finde ich deshalb besonders wichtig: Der eigene Wert sollte nicht davon abhängig sein, was andere Menschen über einen denken oder im Internet über einen schreiben. JenNyan zeigt, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen, sich selbst zu schützen und nicht jedem negativen Kommentar die Macht zu geben, das eigene Selbstbild zu bestimmen.
Interessant finde ich außerdem, dass das Buch einen Blick hinter die Kulissen des Influencer- und Streaming-Berufs ermöglicht. Von außen sieht man häufig vor allem Erfolg, Reichweite und eine große Community. Dabei wird leicht vergessen, dass hinter einem Account ein Mensch steht, der ständig mit der Meinung Tausender anderer Menschen konfrontiert wird.
Insgesamt ist „Warum kümmert es dich?“ daher mehr als ein Buch über das Leben einer Streamerin. Es greift Probleme auf, die durch soziale Medien immer wichtiger werden, und regt dazu an, über den eigenen Umgang mit Kritik und Anerkennung nachzudenken. Besonders für Menschen, die selbst viel Zeit in sozialen Netzwerken verbringen, kann das Buch eine wichtige Botschaft vermitteln: Kein Like und kein Kommentar entscheidet darüber, wer man ist.
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