Produktbild: Mit beiden Händen den Himmel stützen

Mit beiden Händen den Himmel stützen Roman | Longlist für den deutschen Buchpreis 2026

126

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

38

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

255 (Printausgabe)

Dateigröße

1034 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841239860

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Verkaufsrang

38

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

255 (Printausgabe)

Dateigröße

1034 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841239860

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  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    20.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Bahnhof Zoo mit Happy End

    Kaum jemand schreibt so realitätsnah über das Aufwachsen unter Drogenkonsument:innen ohne zu romantisieren oder Traumaporn daraus zu machen, wie Tollkien. Ihre Figur erzählt aus ihrer prekären Situation heraus über die Umstände, die dazu führen, dass sie in einer Männer WG aufwächst, in der der Staat und konservative Lebensplanung das Übel der Welt darstellen und lässt dabei kein grauenerregendes Detail aus. Den Lesenden wird die frühe Sexualisierung ihres Kinderkörpers sowie Übergriffe auf ebendiesen vorgeführt. Da das allerdings aus der Perspektive des Opfers geschieht, das nicht wahrnimmt, dass es eines ist, passiert das recht unaufgeregt und gänzlich von Selbstmitleid befreit. Die Protagonistin bemüht sich irrsinnig um die Liebe und Anerkennung der Menschen um sie herum und erfährt in ihrer Kindheit nie tatsächliche Sicherheit, hat keine Bezugsperson auf die sie sich tatsächlich verlassen könnte. Gemeinsam mit den Männern in der Wohngemeinschaft gaukelt sie dem Jugendamt eine heile Welt vor, bis sie die Fassade des gut angepassten Mädchens mit Einserschnitt nicht mehr aufrecht erhalten kann und selbst den Drogen verfällt. Was besonders gut gelungen ist, sind die Schlüsse, die in die Gegenwart gezogen werden. Nach einschneidenden Erlebnissen, die in den Momenten, in denen sie passieren dem Mädchen nicht als solche auffallen, zieht uns die Autorin mit einem Satz in die Realität und die Konsequenzen dieses Lebensstils zurück. "Später werde ich mit meinen Kindern ....XY". So sehen wir nicht nur dem Kind beim traumatisiert werden zu, sondern uns wird auch vor Augen geführt welche Wellen dies in seinem Erwachsenenleben schlagen wird. Ein bisschen wie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" mit angedeutetem Hapyy End. Es braucht viel mehr Literatur wie diese, die das Scheinwerferlicht auf durch Lebensumstände gefährdete Kinder und deren Erfahrungen und Empfindungen wirft. Hut ab, Lilli Tollkien, dieses Buch liest sich wie ein Werk einer überaus mutigen und intelligenten Autorin.

  • Bewertung

    aus Münster

    5/5

    19.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein Buch, das berührt und lange nachhallt

    Dieses Buch hat mich vor allem sprachlich umgehauen, man kann es trotzdem in einem Rutsch durchlesen. Da die verhandelten Themen durchaus schwere Kost sind, musste ich zwischendurch eine Pause machen. Lilli Tollkien schreibt berührend und fesselnd. Ich bin begeistert und ein kleines bisschen verstört zugleich - ein Buch, das noch sehr lange nachhallen wird.

  • Bewertung

    5/5

    27.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Tolles Buch

    Ich war sehr fasziniert von der Geschichte und der spannenden Schreibweise. Kann das Buch auf jeden Fall empfehlen :) Wir haben es auch im Literaturkreis besprochen und es kam mehrheitlich gut an & gab viel Gesprächsbedarf.

  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    07.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine schmerzhaft-poetische Geschichte über Missbrauch und Heilung

    Das Debüt von Lilli Tollkien ist ein unglaubliches Werk voller Schmerz und Ehrlichkeit, das seine Leser*innen nicht schont. Ich fand es auf mehreren Ebenen eindrücklich, kann aber gar nicht deutlich genug auf die Inhaltswarnungen verweisen. Ich schließe mich den Vermutungen an, dass Tollkien hier an ihrer eigenen Biografie entlangschreibt. Das macht die Lektüre nicht leichter, im Gegenteil. Denn die Protagonistin Lale erlebt eine schiere Fülle an Leid in ihrem jungen Leben. Die Mutter aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit nicht sorgeberechtigt und der Vater im Gefängnis, kommt sie in eine links anmutende Männer-WG. Obwohl später auch ihr Vater dort einzieht, mangelt es an Schutz und kindgerechtem Umgang. Nicht nur werden auch hier diverse Drogen missbraucht, sodass Lale bereits im Kindesalter mit ihnen in Kontakt kommt. Sie erfährt auch wiederholt sexualisierte sowie verbale und psychische Gewalt. Diese Passagen schreibt Tollkien auf einem unvergleichlich hohen Niveau. Sie wählt eine Sprache, die durch Nüchternheit und Poesie die kindliche Naivität und Unschuld perfekt einfängt. Gleichzeitig verfehlt diese Erzählweise keinesfalls ihre Wirkung - mir wurde wiederholt schlecht beim Lesen. Ich konnte Männer im Zuge dieses Romans wirklich nur verabscheuen. Ihre Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen bzw. Frauen und Mädchen keinen Schaden zuzufügen, hat mich brennen lassen vor Wut. Klug schlägt die Autorin zudem immer wieder den Bogen in die Zukunft; verdeutlicht, wie die erwachsene Lale - später sogar als Mutter - im Zuge ihres Heilungsprozesses auch immer wieder an die Grenzen ihres Traumas stößt. Die Geschichte ist so erschütternd wie kraftvoll und hat mir wirklich einiges abverlangt! Mein kleiner Abzug begründet sich mit genau den poetischen Anklängen der Sprache, die zwar erfolgreich das Traumatische der Geschichte abmildern können, aber wie so oft nicht ganz meinen Geschmack treffen. Auch die nüchtern-distanzierten Schilderungen Lales dienen diesem Zweck, haben mich emotional aber auch mehr auf Distanz gehalten als ich es mir gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz kann ich Tollkien für dieses Debüt nur meinen Respekt zollen. Ein Werk, das wiederholt kraftvoll eingeschlagen hat und welches mich fassungslos zurücklässt. Es ist keine Wohlfühlgeschichte, sie hat nicht einmal ein klares Happy End. Und doch ist es eine Erzählung über innere Stärke und das Finden einer Stütze in sich selbst. 4,5 ⭐️ [CN: sexualisierte, verbale und psychische Gewalt; Alkohol- & Drogenmissbrauch]

  • Reader1965

    aus Hamburg

    5/5

    20.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Aufwühlend

    "Mit beiden Händen den Himmel stützen" von Lilli Tollkien ist ein unglaublich beeindruckendes Debüt und laut Impressum "inspiriert von realen Ereignissen". Lale wächst in dem 1980-iger Jahren in Berlin in einer Männer-WG auf. Zwischen Freiheit & Vernachlässigung sucht sie Geborgenheit in einer Welt ohne Regeln. Die Schule ist ein Anker, da es dort Struktur & Normalität gibt. Lilli Tollkien wählt eine ungewöhnliche Erzählenweise und hat einen ganz eigenen Schreibstil: kraftvoll, bildlich & schonungslos. Das Lesen ist schmerzhaft, aufwühlend und macht traurig & wütend zugleich. Hier gibt es keine Kindheitsromantik, im Gegenteil, wie beiläufig wird von Missbrauch erzählt - und das ohne Worte des Vorwurfs & der Anklage. Lale's Geschichte konnte ich mich nicht entziehen und sie geht zu Herzen & unter die Haut, ist bewegend & intensiv. Große Leseempfehlung für alle, die so etwas aushalten.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (126)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Paula-Mira Zander

    Paula-Mira Zander

    Thalia Ibbenbüren

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hart und weich wie das Leben

    Eine ganz besondere Coming-of-Age Geschichte, die weh tut und genauso um Aufmerksamkeit buhlt wie ein Teenager, der all die Schmerzen des Großwerdens mitmachen muss. Nicht umsonst ist dieser Titel auf der Longlist des deutschen Buchpreises gelandet. Lale macht während ihrer Kindheit in den 80er Jahren unglaublich viel mit: Übergriffigkeiten, Selbstfindungsschwierigkeiten, Missverstandenwerden und die Einflüsse des Drogenkonsums in der eigenen Familie. Das Aufwachsen in einer nicht besonders fürsorglichen Männerkommune ist der Besserung ihrer Situation dabei alles andere als zuträglich. Aber Lale ist stark und Lale gibt nicht auf. Diese Geschichte entwickelt sich genauso wie sie es muss. Die Entwicklung von Lale wirkt so glaubwürdig und entsetzt den/die Leser/in genauso wie sie berührt. Ein Herzensbuch des Jahres.
  • Zum Bewerterprofil von Nicole Seeger

    Nicole Seeger

    Thalia Magdeburg – Allee-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    05.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefgründige Einblicke

    Lilli Tollkien hat mit ihrem Debüt eine unglaublich tiefgründige und emotionale Geschichte geschaffen, die Einblicke, in die kindliche Psyche und des kindlichen Denkens gibt. Wir erleben Lale, die mit ihrem Vater zusammen in einer Männer-WG in Berlin aufwächst. Drogen, Frauen und Alkohol sind hier Standart. Das Mädchen wächst in einer Welt auf, in der sie nie weiß, woran sie ist. Sie gibt alles für ihre Liebsten, wird aber meistens wieder enttäuscht. Die Folgen ihrer fragilen Kindheit ziehen sich durch ihr retliches Leben. Sie versucht immer wieder Anschluss zu finden, Freunde, einen Job...sie träumt groß - aber nichts will klappen. Ein sprachlich und emotional fesselndes Buch, welches mit Recht einen Platz auf der Longlist des deutschen Buchpreises 2026 verdient hat. Absolut empfehlenswert!!
  • Zum Bewerterprofil von Chayenne Theiß

    Chayenne Theiß

    Thalia Gießen

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rau, ehrlich, berührend und absolut erschreckend!

    Tollkiens Debütroman ist eine bewegende Coming-Of-Age Geschichte um Lale, deren Mutter drogenabhängig und deren Vater im Gefängnis ist. Lale wächst in einer linken Berliner Männer Kommune auf und genießt auf den ersten Blick alle dort gewährten Freiheiten. Doch mit diesen Freiheiten kommen auch Einsamkeit, Vernachlässigung und Misshandlung. Tollkien schreibt ehrlich und rau, die Geschehnisse werden aus Lales Perspektive nüchtern beschrieben und es wird nicht viel hinterfragt: für die Protagonistin ist die erschreckende Kindheit Normalität, die sie nicht anders kennt. Trotzdem fiebert man extrem mit und bekommt oft das Gefühl in die Geschichte einsteigen zu wollen: die Männer, die sich selbst als intellektuelle Weltretter sehen, anschreien und Lale aus diesem Horror retten. Der Roman behandelt historisch und gesellschaftlich sehr wichtige und wenig beachtete Themen, die nur schwer zu ertragen sind, er macht wütend und erschüttert. Es gibt immer wieder poetische und hoffnungsvolle Einschübe, die einen weiterlesen und weiter wünschen lassen. Dennoch ist das Buch wirklich harte Kost und man muss wissen worauf man sich einlässt.
  • Zum Bewerterprofil von Philipp Buschatz

    Philipp Buschatz

    Thalia Mayersche Köln-Mülheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine nicht ganz normale Kindheit in Berlin

    Lange Wachbleiben, Süßigkeiten so viel man möchte - das klingt doch himmlisch für ein Kind... Lale wächst genauso auf. In einer ziemlich abgeranzten Hippie-WG in Berlin in den 80er Jahren. Die Männer sind auf freie Liebe aus, einen Putzplan gibt es nicht, dafür umso mehr Alkohol und Drogen. Beim Lesen möchte man Lale unbedingt beistehen und sie aus dieser Gemeinschaft retten. Aber, beim weiteren Lesen merkt man - das kann sie ziemlich gut alleine. Was ihr dabei auch hilft: die Musik. Einstürzende Neubauten, David Bowie, Nick Cave... Dieses Buch hat einen unwiderstehlichen Soundtrack! Ein bisschen hat das Buch auch was von "Christiane F.". Zumal Lilli Tollkien tatsächlich ihre eigene Biografie in diesem Roman verarbeitet hat. Ich drücke diesem tollen Buch die Daumen für den Deutschen Buchpreis!
  • Zum Bewerterprofil von Lea Rückert

    Lea Rückert

    Thalia-Buchhandlung Herder & Thalia

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr berührendes Debüt

    Eine berechtigte Platzierung auf der Longlist des Deutschen Buchpreises! Irgendwie ist dieses Buch eine Mischung aus "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" und "Die schönste Version", unglaublich berührend erzählt mit bewegenden und äußerst schwierigen Themen. Als Lesende ist man manchmal fassunglos was diesem Kind passiert und würde am liebsten in die Geschichte steigen um zu helfen. Ich finde es immer schwierig Bücher mit so schlimmen Thematiken zu empfehlen, deswegen passt auf Euch auf und wenn ihr es Euch zutraut zu lesen, ist es das wirklich wert!

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