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Produktbild: So voller Leben
Artikelbild von So voller Leben
Pascale Hugues

1. So voller Leben

So voller Leben Über meine Mutter

Gesprochen von
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Agnes Mann

Spieldauer

5 Stunden und 50 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

93

Verlag

Argon Sachhörbuch

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783732488025

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Agnes Mann

Spieldauer

5 Stunden und 50 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

13.03.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

93

Verlag

Argon Sachhörbuch

Übersetzt von

Claudia Steinitz

Sprache

Deutsch

EAN

9783732488025

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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    4/5

    10.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So voller Leben

    Was ist es nur, dass ich jetzt nach „Vaterlos“ von Thomas Medicus, „Mein Bruder Wolf“ von Lara Taveirne und dem großartigen „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ von Helene Bukowski schon wieder einen Roman in der Hand halte, der den Suizid eines Familienmitgliedes verarbeitet. Hatten die Verlage dieses Frühjahr einfach mehr davon in ihren Programmen, war meine Auswahl rein zufällig, oder stecken andere Gründe dahinter, die mir gerade verborgen sind. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mich auch Pascales Hugues‘ Erinnerungen und Spurensuche zum Leben und den Tod ihrer Mutter wieder sehr angerührt hat. Ähnlich wie Thomas Medicus in „Vaterlos“ beschränkt sich Hugues nicht nur auf eine persönliche und intime Geschichte, sondern erstellt gleichzeitig ein faszinierendes gesellschaftliches Porträt des vergangenen Frankreichs. Hugues Mutter Yvette wird 1929 im elsässischen Colmar geboren, erlebt den Zweiten Weltkrieg sowie die extremen Umbrüche, die die Region danach erfährt. Als erwachsene Frau durchlebt Yvette mehrfach manisch-depressive Psychosen, heute würde vermutlich die Diagnose bipolare Störung gestellt werden. Zu der Zeit, zu der ihre Symptome nicht mehr gesellschaftlich assimiliert werden können, und Yvette Behandlungen und „Erholung“ in Kliniken bedarf, sind psychische Erkrankungen noch mit großen Vorurteilen und mit sozialem Stigma belegt. „Die Depression war die Laune einer gelangweilten Bourgeoise, die nicht weiß, wie sie ihre Nachmittage verbringen soll, und zum Zeitvertreib eine Krankheit erfindet.“ Auch die junge Hugues erfährt als Kind und Jugendliche wenig von der Erkrankung der Mutter, erst viel später geht sie auf Spurensuche und recherchiert die Krankheits- und Lebensgeschichte ihrer Mutter. Sie findet eine lebenshungrige Frau, die schon als Kind in ein starres Korsett gezwungen wurde und sich nie wirklich frei entfalten konnte. Später, als junge Erwachsene, drängen sie Ehe und zwei Kinder in die nächste vorgegebene feste Rolle. Aber waren wirklich individuelle und gesellschaftliche Zwänge schuld an Yvettes psychischer Erkrankung und schließlich an ihrem Selbstmord. Hugues beschreibt die Umbrüche im Frankreich der 68er und wie sehr sich ihre Mutter für die feministische Bewegung engagierte. Ich finde diese Kapitel unglaublich interessant und super spannend angesichts von Entwicklungen in den letzten Jahren, die ich als Feministin zu beobachten glaube. Das Leben von Yvette, Hugues Mutter, endet unendlich traurig mit einer Verzweiflungstat und doch überwiegt in „So voller Leben“ nicht die Trauer. Sondern in Hugues Erinnerungen und Gedanken überwiegen die Liebe und die Lebensfreude, die Yvette genauso in ihr Umfeld gebracht hatte. Hugues schrieb „So voller Leben“ als sie bereits älter ist, als ihre Mutter jemals geworden ist. Und ich spüre förmlich wie ihr Text einen Raum für diese Frau gestalten soll und zwar nicht nicht als Mausoleum, sondern als lebendige Möglichkeit auch für uns, diese Frau und die Zeit in der sie gelebt hat kennenzulernen.

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    Dinah Böhringer

    OSIANDER Stuttgart

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    5/5

    27.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf den Spuren einer Mutter

    Voller Feingefühl und auch Bewunderung erzählt Hugues vom Leben ihrer Mutter mit bipolarer Störung und vor allem auch davon, wie sie diese als Kind wahrgenommen hat. Eines der berührendsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe!

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