Mysteriöse Glyphen-Magie, unbarmherzige Invasoren und ein zerrissenes Volk. Ein Priester, eine Magierin und eine Waldläuferin können nur gemeinsam der Gefahr trotzen. Der Beginn einer atemberaubenden Trilogie Über dem Gebirge des Winters ziehen düstere Wolken auf. Elija soll einen erbarmungslosen Feind aufhalten, sein Weg führt ihn in die Wirren eines jahrhundertealten Konflikts, der die drei Stämme der Berge entzweit hat. Doch nicht nur äußere Feinde bedrohen ihn, sondern auch der Zweifel an seiner eigenen Bestimmung. In der jungen Frau Chenka erwacht eine uralte Magie. Sie flieht vor unheimlichen Angreifern und weiß nicht, dass ihr Schicksal über das aller Menschen entscheiden könnte. Die Waldläuferin Anuscha trifft als erste auf den Feind. Sie will sowohl gegen die unbekannten Kreaturen, als auch gegen ihr eigenes wildes Herz bestehen. Die Stämme müssen sich vereinen, um der herannahenden Gefahr zu trotzen. Doch Misstrauen und Hass stehen zwischen ihnen. Elija versucht verzweifelt eine stolze Kriegergemeinschaft zu überzeugen, während Chenka ihre Kräfte bändigen muss. In einem epischen Finale wird deutlich, dass der wahre Feind nicht vor den Mauern steht, sondern sich in der Vergangenheit der Stämme verbirgt. Können Elija, Chenka und Anuscha den Feinden trotzen und die Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht bringen? Düstere High Fantasy mit geheimnisvoller Magie, finsteren Mythen, bewegenden Figuren und spannenden Plot Twists. "Mitreißend und episch, in anderen Worten kann ich das wirklich nicht ausdrücken."
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
10.02.2026
eBook (ePUB)
Eine Legende erwacht
“Berge des Winters - Flammende Zeichen” ist das Erstlingswerk von Jaro Zohar und der Auftakt zu einer epischen Reise in die von Grossmutter Winter erträumte Welt der Bojaren. Ein alter Feind regt sich und bedroht die Heimat der drei entfremdeten Sippen. Doch um ihn zurückzuschlagen, bedarf es vereinter Kräfte. Und des geeinten Wissens um die gemeinsamen Legenden. Und um zu retten, was ihnen am Herzen liegt, müssen Elija, Chenka, Anuscha und Ignati erst ihre ganz eigenen Wege gehen - und jeder den persönlichen Preis dafür bezahlen.
Obwohl die Rahmenhandlung und damit die Ereignisse von aussen, also vom Feind, angestossen und oft von diesem gelenkt sind, ist “Berge des Winters” für mich ein zutiefst charaktergetriebenes Werk. Die vier Perspektivfiguren sind detail- und facettenreich ausgearbeitet und dargestellt. Persönlichkeiten, Motive, Entscheidungen und Handlungen greifen kongruent ineinander und erwecken bei mir das Bild authentischer und eben menschlicher Figuren. Ich habe den Eindruck, dass ich während der Geschichte tief in die Gedanken- und Gefühlwelt aller Perspektivfiguren abgetaucht bin und sie auf eine sehr persönliche Art und Weise kennenlernen durfte.
Und weil diese Auseinandersetzung der Figuren mit sich selbst und den Umständen in ihrer ganzen Komplexität zugänglich gemacht wird, dauert es eben seine Zeit, bis der Eindruck entsteht, dass die PortagonistInnen allmählich Kontrolle über die Ereignisse erlangen. Dies mag stellenweise zu etwas zähen Momenten führen, wenn man auf rasantes Pacing aus ist. Dafür wird man mit Geheimnissen entschädigt, die in vielerlei Gestalt - als Mythen und Legenden, Visionen und Träumen - in den Plot verwoben sind und zum Mitdenken und Spekulieren einladen.
Das Mitleiden und -Denken lohnt sich dann schlussendlich auch. Während die verschiedenen Haupt- und Nebencharaktere allmählich zueinanderfinden, fallen die einzelnen Puzzlestücke an ihren Platz und enthüllen das gut durchdachte Gesamtbild. Die Perspektiven ergänzen sich, verleihen den jeweils anderen noch mehr Tiefe und Eindringlichkeit. Die Dynamik der Geschichte verändert sich, die Handlung nimmt rasant Fahrt auf. Der Autor belohnt das Publikum mit geschickt eingefädelten und gut vorbereiteten Plottwist und Enthüllungen und einem überzeugenden Zusammenspiel der aufgebauten Perspektiven. Einzig die Beschreibungen von Gewalt und Kampfhandlungen - die Bilder des Leidens - sind für mich in ihrer Ausführlichkeit etwas grenzwertig dargestellt.
Eingebettet sind Handlung und Charaktere in ein imposantes Berglandsetting und eine interessante Sippenkultur. Die allgegenwärtige Magie der Ahnen, die diese Welt durchdringt, zeigt sich auf unterschiedliche - teils subtile, teils offensichtliche - Weise in verschiedenen Formen und Personen. Und bleibt trotz dieser Diversität ein stimmiges Gesamtkonzept. Dadurch entstand bei mir beim Lesen dieses Gefühl, in ein mystisches Zeitalter eingetaucht zu sein, vielleicht sogar die Entstehung einer Legende zu verfolgen. Zu diesem Eindruck trägt auf jeden Fall auch der Schreibstil bei. Zugegeben, etwas gewöhnungsbedürftig war dieser beim Einstieg schon. Die Sprache, die Jaro Zohar für dieses Buch erschafft, ist stilistisch markant und wirkt auf mich äusserst atmosphärisch. Obwohl der Stil altertümlich anmuten mag, wirkt er nicht gekünstelt oder aufgesetzt - und wird vor allem konsequent angewendet.
phantastische_fluchten
aus Walzbachtal
5/5
16.04.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Der Kampf geht weiter
Die erste Schlacht ist gewonnen, aber Elija weiß, dass diese Schlacht nur der Beginn einer Invasion war. Die Feinde haben sich am Ufer des Habula zurückgezogen und bauen dort eine Festung. Täglich treffen neue Horden ein und die Zahl der Feinde wächst stündlich. Die Verteidiger der Thornburg wissen, dass sie diesen Massen nicht standhalten können.
Nach einer Beratung fassen er und Arun einen Plan. Elija wird in den Nordosten aufbrechen, über die bekannten Grenzen hinaus. Dort soll das Flussvolk leben. Ein Volk, dass man bisher eher aus Sagen und Legenden kennt. Aber Elija hat die Hoffnung, es zu finden und von dort Hilfe im Kampf gegen die Potworen zu bekommen. Die Rezka, wie dieses Flussvolk genannt wird, sind bereit im Kampf zu helfen, doch Godava, die Anführerin der Rezka, verlangt von Elija einen Preis.
Währenddessen begleitet Arun die beiden Frauen Anuscha und Chenka zu den Kal’Chen. Obwohl Chenka die Frauen der Kal’Chen fürchtet, möchte sie doch mehr über ihre Gabe erfahren.
Dich sollte es nicht eher so sein, dass die Kal’Chen die junge Frau fürchten müssen?
Kommentar:
Das Buch ist voller Trauer und Verlust. Elija hat eine schwere Bürde zu tragen. Was sein Großvater und sein Vater leichtfertig zerstört haben, muss er nun richten. Er muss das Vertrauen aller Pruzzen gewinnen und sie zu einem gemeinsamen Kampf gegen die Potworen aufrufen. Er ist ein Priester, der nun ein Krieger sein muss. Doch jeder Tod, jeder Verlust, belastet seine Seele. Seine Frau Louhi befürchtet, dass Elija im Strom der Trauer untergeht.
Die Reise zu den Rezka ist nicht nur eine Suche nach neuen Verbündeten, sondern auch ein Abenteuer. Zitat Seite 75: „ Der Habula war immer der Grenzstrom des Bojarenlandes. Alle Geschichten von jenseits waren Elija wie unglaubwürdige Märchen vorgekommen.“ Trotzdem nimmt er das Wagnis dieser Suche auf sich, denn dieses Flussvolk ist die einzige Hoffnung auf Rettung.
Die Rezka sind völlig anders als erwartet, im Gegensatz zu Elija ist ihr Prinz, Ranuman, ein unbeschwerter Lebemann, der in allem etwas Positives sieht. Während Elija nur an den Schmerz, an die Trauer und an die Verluste denken kann, denkt Ranuman an die Ehre für die Krieger, Beute und glorreiche Siege. Welten prallen aufeinander. Als Leser ist man zwiegespalten, welcher der beiden Krieger sich richtig verhält. Sie sind die zwei Seiten einer Medaille, sie ich nicht nahekommen können, im Kampf aber vereint sind.
Arun begleitet Chenka und Anuscha auf ihrer Reise zu den Kal’Chen. Er weiß, dass beide Frauen wichtig für den Kampf sind und er möchte sie beschützen. Der grimmige Krieger treibt seine Schar unbarmherzig voran, doch die Gefahr liegt nicht auf der Reise, sondern im Tal der Glyphenbinderinnen.
Die Wendungen in der Geschichte haben mich sehr überrascht und an einigen Stellen hat es mir fast das Herz gebrochen. Es ist eine Geschichte voller Kampf, Krieg und Trauer. Es gibt wenige lichte Momente und sie gehen in der Düsternis fast unter.
Die Erzählung wechselt ständig zwischen den Ereignissen der Reise von Elija und dem Tal der Kal‘ Chen hin und her, was ungemein die Spannung erhöht. Es kommt zu überraschenden Wendungen, durchaus nicht immer zum Guten.Da Buch hat nur 306 Seiten, doch die Geschichte ist episch. Sie wird dabei aber nicht künstlich aufgebläht, der Autor hat ein Ziel und dort strebt er ohne Umwege hin. Sehr zur Freude des Lesers.
Ich habe ja schon oft geschrieben, dass ich immer wieder überrascht bin, welche Perlen sich unter den Selfpublishern finden. Jaro Zohar hat sicher das Rad nicht neu erfunden. Aber sein Weltenaufbau ist perfekt, der Glaube an Mutter Winter nachvollziehbar und die Historie der Völker verständlich. Sprachlich bewegt sich der Autor auf hohem Niveau und ich habe keine Fehler gefunden.
Es wird noch ein weiterer Band folgen und ich bin gespannt, welche Reisen Elija und Arun noch bevorstehen. Sie wissen, dass sie Chadoka alleine nicht besiegen können.
Karten und ein Glossar runden das Ganze ab.
Fazit:
Band zwei hat mir sogar noch besser gefallen als der Auftaktband. Die Personen gewinnen an Tiefe und man leidet mit ihnen. Nicht jede Geschichte kann den Leser so berühren. Ich freue mich auf Band 3.
Ninja_Turtles
Thalia Book Circle Community
4/5
05.12.2025
Hörbuch-Download (MP3)
Brennende Träume
Meinung:
Und das ist er schon; der zweite Teil. Habe mich sehr darüber gefreut, vom Autor wieder zu lesen.
Diese Mal ist das Buch nicht von Kampf und Krieg geprägt, sondern von Bündnissen und hin und wieder von einer kleinen Schlacht. Es gibt wieder drei Erzählstränge, die am Anfang immer mit einem kleinen Gedicht starten.
Die Geschichte und der Schreibstil sind wieder sehr gut lesbar, sehr gehoben und gut durchdacht.
Die Charaktere müssen sich Herausforderungen stellen, die gar nicht so einfach zu bewältigen sind. Manches ist eher mit schweren Gedanken geprägt, und viele müssen ihr Leben lassen.
Ich bin nach wie vor auf Elijas’ Seite, auch wenn Chenka und Anuscha auch eine Seite haben, die ich mochte - ihr Zusammenhalt!
Ich bin gespannt, was im dritten Band passiert!
Denn da müssen noch einige Fragen geklärt werden.
Fazit:
Nicht so stark wie der Vorgänger, aber trotzdem lesenswert! Elijah und Chenka haben viel vor sich - denn da wird noch eine Schlacht kommen
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