Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Aktuell, gesellschaftskritisch und zugleich hochspannend
Tina war 5, als sie mit ihrer Mutter aus ihrer Heimat, dem Kongo, fliehen musste und Zuflucht in Sangui City, Kenia, fand. Als ihre Mutter ermordet im Haus ihres Arbeitgebers aufgefunden wird, hat Tina nur noch ein Ziel: Rache zu nehmen für den Mord an ihrer Mutter. Die nächsten Jahre versucht sie auf der Straße zu überleben, unter dem Schutz der Goondas, der führenden Gang in Sangui City, die Tina zur Meisterdiebin ausbilden. Als endlich der Moment der Rache gekommen ist, muss Tina, jetzt 16, feststellen, dass die Wahrheit viel komplizierter und brutaler ist, als sie geahnt hat. Die Aufklärung des Mordes führt Tina zurück in den Kongo, wo sie erfährt, dass ihre Mutter ihr vieles aus der Vergangenheit verschwiegen hat. Und das bringt sie und die ihr Nahestehenden in tödliche Gefahr ...
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Gerade einmal fünf Jahre alt war die kleine Tina, als sie gemeinsam mit ihrer Mutter aus dem Kongo fliehen musste. In Sangui City, Kenia, fand die Mutter dann eine neue Heimat und einen neuen Job. Doch dieser Job wurde ihr zum Verhängnis, denn sie wurde im Hause des neuen Arbeitgebers ermordet. Gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester floh Tina damals, ihre Schwester brachte sie an einer Klosterschule unter, Tina jedoch lebt seitdem auf der Straße. Ihren Lebensunterhalt verdient die nun sechzehnjährige sich mit Diebstählen, die sie für die Straßengang Sangius, den Goondas, ausführt. Aber eins hat Tina nie vergessen, die Rache an dem Mörder der Mutter. Doch als die Zeit der Rache gekommen zu sein scheint, muss Tina feststellen, dass ihre Mutter ihr durchaus vieles aus der vergangenen Zeit im Kongo verschwiegen hatte.
Meine Meinung
Bei diesem Buch sprach mich gleich auf den ersten Blick der Titel des Buches an und auch die Farbgebung des Covers machte mich neugierig. Alles in allem klang es nach einer Geschichte, die ich in solch einer Form noch nicht gelesen hatte und ich kann sagen, dass es auch genau so war.
Der Einstieg in dieses Jugendbuch fiel mir sehr leicht, denn die Autorin hat einen sehr anschaulichen Schreibstil, der sich einfach und flüssig lesen ließ. Man fühlte sich hier schnell mitten in der Geschichte und auch für die Zielgruppe ist es sprachlich absolut geeignet. Was mir hier gleich aufgefallen ist, ist die Sprache der Protagonistin, die sich, auch wenn sie auf den Dächern Sanguis lebt, doch noch in einem gepflegteren Ton unterhalten konnte. Das ließ mich gleich ein wenig darüber nachdenken, wer sie ist, woher sie kommt, denn ich hätte sie sprachlich mit einem anderen Auftreten vermutet.
Die Spannung ist auch sehr hoch und das so ziemlich von Beginn an. Während man Tina in der Gegenwart begleitet, erzählt diese doch auch immer wieder von Vergangenem. Allerdings wird auch schnell klar, dass Tina nicht über alles aus vergangenen Tagen weiß und während sie auf der Suche nach der Wahrheit zurück in den Kongo muss, wird es richtig spannend und schockierend. Immer wieder kommt es zu unvorhersehbaren Ereignissen und Wendungen, die das Gesamte noch einmal spannender werden ließen.
Tina, die Protagonistin, erzählt in der Ich-Perspektive von den Erlebnissen und dabei kommt man ihr durchaus näher. Aber irgendwie fehlten mir hier die besonderen Emotionen, die mich mehr mit ihr verbunden hätten. Ich habe durchaus immer wieder gedacht, dass ich nicht mit ihr hätte tauschen wollen und doch war es nicht so, dass ich mit ihr gehofft und gebangt habe. Stattdessen blieb ich der teilnahmslose Beobachter des Geschehens.
Die Geschichte spielt in Afrika in der Gegenwart und dabei wirkt das dargestellte Geschehen brandaktuell und authentisch. Man spürt, dass die Autorin durchaus weiß, was sie da erzählt und das sie sehr gut recherchiert hat.
Die Protagonistin Tina mochte ich sehr, sie hat mit ihren gerade einmal sechzehn Jahren ein sehr hartes Leben hinter sich und das spürt man ihr durchaus an. Trotzdem ist sie ein sehr starker Charakter, der ich ihr Verhalten so schon abgekauft habe. Auch wenn ich ein wenig auf Distanz zu ihr blieb, ging mir ihre Geschichte schon sehr nah. Aber auch die Nebencharaktere Michael und Boyboy konnten mir gefallen. War ich gerade bei Michael zu Beginn noch sehr skeptisch, wurde ich doch eines besseren belehrt. Boyboy passt auf den ersten Blick gar nicht so richtig zu Tina, doch auch er war mir immer sympathischer.
Mein Fazit
Ein sehr lesenswertes und spannendes Jugendbuch, das durchaus auch für Erwachsene geeignet ist. Es war durchaus sehr spannend, auch wenn es für ein richtiges Highlight noch etwas Besonderes benötigen würde. Vielleicht lag es einfach an meiner inneren Distanz, dass ich nicht so tief gefangen genommen wurde. Trotzdem ist es ein sehr unterhaltsames Buch, mit einem aktuellen, sehr schockierenden Thema. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
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5/5
31.08.2022
Buch (Taschenbuch)
City of Thieves
Die jetzt sechzehnjährige Tina floh als Fünfjährige mit ihrer Mutter aus dem Kongo, und die beiden fanden in Kenia eine neue Heimat. Doch nun ist ihre Mutter tot, sie wurde vor einigen Jahren ermordet, und Tina hat sich vorgenommen, ihren Tod zu rächen. Tina hat jetzt nur noch ihre Halbschwester Kiki, die sie in einer Klosterschule untergebracht hat, und die sie manchmal heimlich besucht und ihr kleine Geschenke zusteckt. Um auf der Straße zu überleben, hat sich Tina einer Gang angeschlossen. Tina ist eine begabte Diebin, und ihr Gang-Kollege Boyboy ist ein Computergenie, einer der besten Hacker Ostafrikas. Eines Tages begeht die Gang einen Einbruch in die Villa von Greyhill, dem früheren Arbeitgeber von Tinas Mutter. Boyboy schaltet das Sicherheitssystem aus, und Tina, die nicht umsonst den Spitznamen Tiny Girl hat, quetscht sich durchs Fenster. Als sie Daten von Greyhills Festplatte kopiert, wird sie von Michael, Greyhills Sohn, erwischt, der eigentlich im Internat sein sollte. Als Kinder waren die beiden die besten Freunde. Er hat sie seit Jahren nicht gesehen und sich Sorgen um sie und Kiki gemacht, die schließlich auch seine Halbschwester ist. Statt Tina den Wachleuten auszuliefern, sperrt er sie im Panikraum ein. Tina konfrontiert ihn damit, dass sein Vater ihre Mutter ermordet hat. Zumindest ist sie fest davon überzeugt, dass er es war, denn er hat sie am Tag davor bedroht. Tina hat geplant, zunächst Greyhills dunkle Machenschaften (Waffenhandel mit Terroristen, Blutgeldwäsche in seinen Minen …) aufzudecken, dann sein ganzes Geld zu kassieren und ihn schließlich zu töten. Michael ist jedoch fest von der Unschuld seines Vaters überzeugt. Er will auch Tina davon überzeugen und bietet ihr an, ein Video zu besorgen, das seinen Vater entlastet. Um den wahren Mörder zu finden, wollen sie den Fall gemeinsam untersuchen. Es ist nicht nur wichtig herauszufinden, wer Tinas Mutter ermordet hat, sondern auch warum derjenige es getan hat. Hatte sie Feinde? Was war das Motiv? Warum hat Tinas Mutter bei ihrem Asylantrag falsche Angaben gemacht? Seinen Eltern erzählt Michael, dass er Tina am Flughafen wieder getroffen hat, dass sie in Frankreich auf ein Internat geht, und dass er sie für ein paar Tage zu sich eingeladen hat. Lächelnd spielt Tina das Spiel mit, obwohl sie Michaels Vater am liebsten an die Gurgel springen würde. Tina und Michael suchen einen belgischen Reporter auf, der Tinas Mutter kannte, und Tina wird klar, wie wenig sie eigentlich über ihre Mutter und deren Vergangenheit im Kongo weiß. Dann treffen sie sich mit Boyboy. Tina beschließt, in den Kongo zu reisen, um dort die ganze Wahrheit über ihre Mutter herauszufinden. Im Kongo soll sich auch Mwika, der ehemalige Sicherheitschef von Greyhill, aufhalten, der das besagte Video besitzt. Mit einem Bananenlaster fahren Tina, Boyboy und Michael über die Grenze und erreichen schließlich Tinas Heimatdorf, wo sie im Gästehaus einer Klinik unterkommen. Schwester Dorothy erinnert sich gut an Tinas Mutter, die damals in der Klinik als Schwesternschülerin gearbeitet hat. Sie erzählt Tina, dass ihre Mutter, deren beste Freundin und einige andere Frauen von den Rebellen verschleppt wurden. Tinas Mutter wurde mehrfach vergewaltigt, und sie wurde schwanger - mit Tina! Tina sucht Cathi auf, die Freundin ihrer Mutter, doch die will zunächst nicht reden. Leider stellt sich heraus, dass Mwika schon seit 2 Jahren tot ist, doch Boyboy kann sich in seine Mails hacken, findet das Video, und Tina sieht, wie ihre Mutter ermordet wurde, und dass es nicht Greyhill war … !
Dieses Buch erzählt die Geschichte einer mutigen Heldin auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Ein hochspannender Thriller aus Afrika, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte! Wer außergewöhnliche Krimis mag, die sich nicht nur auf Mord und Totschlag beschränken, sondern auch sozialkritische Elemente beinhalten, der ist hier genau richtig. Auch als Schullektüre kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Der Verlag bietet interessierten Lehrer*innen kostenlose Unterrichtsmaterialien (für Klasse 8-11) zum Download an.
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5/5
26.04.2018
eBook (ePUB 3)
Packend, facettenreich, außergewöhnlich!
Tina, ein kongolesisches Flüchtlingskind, schlägt sich nach der Ermordung ihrer Mutter in Kenia als Straßenkind und Meisterdiebin durch und hat nur noch das eine Ziel - den Mörder ihrer Mutter zu finden und sich zu rächen.
Dabei nimmt sie uns Leser mit in die Welt der Kindergangs auf den Straßen Kenias, führt uns auf das herrschaftliche Anwesen des früheren Arbeitgebers ihrer Mutter, der für eine Minengesellschaft arbeitet, und schließlich mitten hinein in das Bürgerkriegsgebiet im Kongo, wo alle Verstrickungen begannen.
Diese vielen unterschiedlichen Szenarien haben mich vom ersten Moment an gefangen genommen, und es verwundert nicht, dass sich die Aufklärung des Mordes ganz anders gestaltet, als es man es anfangs erwartet.
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