Ihr Herz - eine Festung. Seine Nähe - der Schlüssel, den sie nie wollte. Und doch könnte er alles verändern.
Elira und Maelia - Zwillingsschwestern, einst unzertrennlich, bis Krankheit, Schuld und Schweigen sie auseinandergerissen haben.
In London kümmert sich Elira aufopfernd um ihre kranke Mutter, doch während sie alles für sie gibt, droht sie selbst zu zerbrechen. Als Noel in ihr Leben tritt, spürt sie, was echte Nähe bedeuten könnte. Doch sie weiß: Wenn sie liebt, riskiert sie alles.
In Zürich versucht Maelia neu anzufangen. Doch manche Erinnerungen sind stärker als jeder Vorsatz - und führen sie zurück zu dem, was sie am meisten fürchtet.
Zwischen Verlust, Schmerz und Liebe suchen die Schwestern einen Weg zurück zu sich selbst. Und vielleicht auch zueinander.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
22.07.2026
eBook (ePUB 3)
Bewegend, aufwühlend, schön
Ich hatte gehört, dass das Buch schwierige Themen bearbeitet und emotional ist, aber ich hatte dann doch nicht erwartet, dass es mich zu Tränen rührt. Ich habe mitgefühlt: Die Angst von Maelia und Elira um ihre Mutter. Beide haben diese weit auseinander und ganz unterschiedlich gespürt aber sie war da. Die Einsamkeit, die Traurigkeit und doch auch die glücklichen Momente, die die beiden Zwillinge unterschiedlich aber doch immer wieder fühlten. Die Sorgen und den Schmerz der Eltern betreffend die Zwillinge. Später die wiedergefundene Verbindung zwischen Vater und Tochter. Die ehrlichen, tiefen und doch sehr vorsichtigen Gefühle des sich formenden Liebespaares, die hingebungsvolle Freundschaft von Helena und nicht zuletzt die dringend erhoffte Heilung der Hauptfigur. obwohl diese erst nach einem schrecklichen Schicksalsschlag geschah.
Als die Tragödie passierte, wollte ich es zuerst nicht wahrhaben. Jessica Juni (Autorin) hat es aber geschafft, dass ich ihr diesen Plottwist beim Weiterlesen verzeihen konnte. Die Themen dieser Geschichte sind schwer, aber so wichtig auszusprechen, zu bearbeiten, zu fühlen und zu verstehen, um zu wachsen. Ich bin stolz, dass wir in der Schweiz eine so talentierte, junge Schriftstellerin haben und ich freue mich auf weitere Werke. Vielen Dank, dass du schreibst, liebe Jessica!
Bewertung
5/5
22.04.2026
eBook (ePUB 3)
Eine Geschichte, die tief unter die Haut geht
Es war mein erstes Buch von der Autorin, und ich bin absolut begeistert. Der Schreibstil hat mich von Anfang an gepackt und die Geschichte hat mein Herz mehrfach gebrochen und wieder zusammengefügt. Die Geschichte ist herzzerreissend und wunderschön zugleich. Mit jedem einzelnen Charakter konnte ich mitfühlen und ihre Gefühle sowie ihr Handeln nachvollziehen. Elira, Maelia und Noel haben mein Herz ganz besonders erobert. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die tiefgründige Geschichten mögen, die sanft und leise wirken und dennoch mit voller Wucht treffen, sodass sie noch lange in Erinnerung bleiben. Für mich war es ein grosses Highlight!
Bewertung
5/5
04.04.2026
eBook (ePUB 3)
Absoluter Favorit
Dieses Hörspiel geht tief unter die Haut, bringt den richtigen Humor mit und riss mich bereits in den ersten paar Sätzen gleich mit. Was für ein Jahreshighlight! Auch die Themen werden super rübergebracht. Was soll ich sagen? Wurde gleich mein LieblingshörspielEinfach zu empfehlen.
Franci
aus Ilmenau
5/5
18.03.2026
eBook (ePUB 3)
Tief bewegend
„Lautlos fallen wir“ ist eine Erinnerung daran, dass die größten Liebesgeschichten selten die romantischen, selten die klassischen sind, eine Erinnerung daran, dass es manchmal kein Morgen gibt und nur das Jetzt zählt.
Maelia und Elira waren unzertrennlich, bis ihre Mutter eine Diagnose erhielt, die die Kindheit der beiden beendete und weitaus mehr aus den Fugen brachte als nur die Zwillinge.
Während Elira begann, zumindest das zu kontrollieren, was in ihrer Macht steht, Höchstleistungen zu bringen, nichts anderes als Ordnung und Perfektion, stetig weniger, Hauptsache keine Last wurde, und dabei immer mehr von sich, der Lebenslust, ihrer Freundlichkeit verlor, innerlich erfror, sah Mae hin, sah alles, und rettete sich selbst. Bei ihrer Tante und ihrem Onkel baute sich die Künstlerin etwas Neues auf – doch die Vorwürfe in ihrem Kopf, die Schuld in ihrem Magen, blieben. Aber nie hätte sie in London weilen, verwelken, können, dazu verdammt, tatenlos auszuhalten.
Heute arbeitet Elira in einer angesagten Eventfirma, fokussiert darauf, die Beste zu sein, effizient, nahe bei ihren Eltern und im Kopf doch weit weg. Als sie Noel kennenlernt, versucht die 21-Jährige gerade, ihren letzten emotionalen Fauxpas mit einem Bolzenschneider von der Brücke zu lösen, nicht ahnend, dass der aufmerksame Fotograf fortan Präsenz erhält, vor den Eisentüren ihrer Festung ausharrt, geduldig. Nur langsam schafft es die junge Frau, ihn an sich heranzulassen, wieder zu lächeln, einen Schritt in das bunte Treiben zu wagen. Bis ihr das Schicksal erneut einen Tiefschlag erteilt.
Und noch einen. Und noch einen.
Indes begann Maelia in Zürich eine Ausbildung bei einem Tätowierer, der ihren Input, ihr Talent und ihre Person schätzt. Auch Hannah begleitet ihr Neufinden in der Schweiz mit freundschaftlichem Rückhalt. Abgesehen von seltenen Telefonaten mit ihren Eltern hat Mae London hinter sich gelassen, nur nicht den Schmerz, nicht die Sehnsucht nach dem einen Menschen, der sie komplettiert. Erst die Tragik, der Zeitdruck, der Wunsch, doch noch da zu sein, drängen sie in den Flieger …
„Lautlos fallen wir“ ist so leise wie lärmend, ebenso ruhig wie tosend. Jessica Juni lässt uns aus den Perspektiven der Schwestern in die aktuellen Geschehnisse eintauchen, durchbrochen von Rückblenden, die ihre intensive Verbindung und den Wandel der Familie belegen – den Rückzug des Vaters, das Verblassen von Elira, Maelias Reaktion, die Distanz, die sich breitmacht, die Wut. In der Gegenwart bereichert Noel hin und wieder den Verlauf mit seiner zarten Hoffnung auf mehr. Der Künstler war Ruhe, Geduld, war Grenzen wahren und Halt geben. Es ist ein Missverständnis, das Elira zurücktreibt, fort von ihm, in das dichte Chaos ihrer selbst …
Die Autorin setzt auf Authentizität und Poesie, auf (Ein)Dringlichkeit und Intensität, während sie von Loslassen und Weitergehen, den Hürden des Lebens, den Abschieden und Neuanfängen erzählt; von Trauer um die, die noch atmen, und um die, die gegangen sind. Verlustschmerz – bevor etwas verloren ist. Selbstschutz – wenn niemand anderes dich schützt. Hass, Schuld, Reue, Angst … Dieser New-Adult-Roman hat so unglaublich viele Facetten zu bieten, so tiefe Nuancen, treffen wir doch auf relevante Themen, reale Probleme, eine Bandbreite an Empfindungen und Gedanken, mit denen es sich identifizieren lässt, vor denen niemand sicher ist. Um die bewegenden Umstände, in denen sich die Schwestern verloren, ihr Wachsen und Ausharren, die sich im Sturm entwickelnden Persönlichkeiten und die Erkenntnisse, die manchmal erst mit der Tragik kommen, konzipierte die Autorin eine Geschichte voller Bilder und Emotionen. Dramatisch, wendungsreich, erschütternd. Denn nichts kommt, wie vermutet.
Mit wie viel Einfühlungsvermögen Jessica einzelne Punkte behandelt hat, ohne zu romantisieren, fand ich zusätzlich zur mitnehmenden Handlung und der stilistischen Leistung hervorragend: Beispielsweise kam anhand der Familie Frey der individuelle Umgang mit diversen Schwierigkeiten und die Dringlichkeit von Abgrenzung greifbar zur Geltung. Auch Elis Essstörung – inklusive ihres Dranges nach Kontrolle – erhielt Substanz, fernab vom Klischee, bekam Tiefe und wurde nach und nach genauso aufbereitet wie einige angestaute Konflikte. Ich fand mich in einigen der geschilderten Gedanken, Situationen und Empfindungen wieder, war gerührt, verstand. Litt. Und Noel? Der fungiert nicht als Ritter, nicht als hedonische Green Flag, sondern als »Ich bin da, wenn du willst!«. Denn keine Liebe der Welt – nicht die der Schwester, nicht die der Eltern oder der Kinder, nicht die romantische oder die freundschaftliche – kann eine psychische Erkrankung heilen, kann sie ausradieren. Juni bindet Therapie und den eigenen Willen gleichsam stark ein wie die Angst, zu viel zu sein, verlassen zu werden. Wie den Wunsch, endlich wieder mehr zu sein.
In Kombination mit der oft melancholischen Stimmung, der Traurigkeit in den Worten, der unterschwelligen Sorge, die von Kapitel zu Kapitel drängender, nur selten von Hoffnungsschimmern und Leichtigkeit abgelöst wird, entfaltet „Lautlos fallen wir“ eine nicht beschreibbare Wirkung, hinterlässt etwas, das bittersüß schmeckt, hallt nach. Laut. Manche Ereignisse und Wahrheiten tun weh, manches erschüttert, doch all das fügt sich perfekt in diesen lebensechten, tränennassen Roman.
cherrys.bookworld
aus TG
5/5
29.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Manche Geschichten hallen lautlos nach
Manchmal sind es gar nicht die lautesten Geschichten, die einen am tiefsten berühren. In "Lautlos fallen wir" wird die Geschichte ganz leise erzählt und genau darin liegt für mich die Stärke. Der Schreibstil hat mich vom ersten Kapitel an abgeholt. Er ist unglaublich poetisch, aber gleichzeitig leicht und angenehm zu lesen. Selbst in den schwersten Momenten hat er etwas Beruhigendes an sich.✨ Ich habe so viele Sätze markiert, weil sie mich einfach mitten ins Herz getroffen haben.
Besonders gut gefallen haben mir auch die Perspektivwechsel und Zeitsprünge. Mit jedem Kapitel hat sich das Gesamtbild mehr zusammengesetzt und ich konnte die Figuren und ihre Entwicklung immer besser verstehen.
Auch der Umgang mit den Mental-Health-Themen hat mich sehr beeindruckt. Alles wurde mit unglaublich viel Feingefühl erzählt und hat sich für mich authentisch und ehrlich angefühlt.
Und dann... dieser Plot Twist. Ich musste das Buch tatsächlich erst einmal zuklappen und einfach nur dasitzen. Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet.
"Lautlos fallen wir" ist eines dieser Bücher, das nicht laut sein muss, um lange nachzuhallen. Es bleibt, in Gedanken und vor allem im Herzen.
Eine Geschichte, die ich so schnell nicht vergessen werde. Von mir gibt's eine grosse Lese- und Herzensempfehlung.✨
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