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Luft nach unten Roman

94

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

13/20,6/3,2 cm

Gewicht

424 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07582-5

Beschreibung

Rezension

»Štajner ist eine Meisterin der Beschreibungen. Es gelingt ihr, Menschen und ihre Eigenheiten in charakteristischen Details zu kondensieren, stets mit ihrem eigenen Witz … Sie zeigt Menschen und Beziehungen in all ihren Schattierungen … Auch der Komplexität von Kinderwunsch und Mutterschaft widmet sich die Autorin wunderbar mythenbefreit … und öffnet den Raum für all das, was Muttersein bedeuten kann.« Valerie Bäuerlein, Berliner Morgenpost, 08.08.26
»Dieser Roman hat alles, was der Mensch im Jahr 2026 braucht: Liebe, Witz, Trost, Identifikation, Verstörung, Halt - und Poesie. Literarisch gibt's da kaum noch Luft nach oben.« Alexander Solloch, NDR Kultur, 03.08.26
»Štajners Figuren tragen allesamt Traumata, Bitterkeiten und geplatzte Träume mit sich herum. Dass sich das trotzdem flüssig und fast schwerelos liest, liegt an der emotionalen Ehrlichkeit der Ich-Erzählerin und ihrem trockenen, oft schwarzen Humor. Ihre spitze Zunge richtet sich dabei nicht selten gegen sich selbst, denn auch Štajners Protagonist:innen sind herrlich unperfekt und sogar unsympathisch.« Carsten Schrader, kulturnews, 26.07.26
»Štajner hat großes Gespür fürs Grobe. Wenn Iva wirklich wütend wird, schimpft sie feurig. Dass sie gerade übersteuert, weiß sie. Es macht die Ausfälle noch schöner.« Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 26.07.26
»Die Autorin hat eine eigene Sprache hat für das, was sie erzählt, und einen spezifischen Sound, der sich ohne Imponiergehabe wie selbstverständlich entfaltet.« Cornelius Hell, Die Presse, 25.07.26
»Nicht zufällig sind Štajners Referenzen Tove Ditlevsen oder Annie Ernaux ... In diese literarische Tradition reiht sich Štajner ein, wenn sie anhand eines Frauenlebens gleichzeitig die ganze Welt erzählt.« Eva Goldbach, FAZ, 24.07.26
»Eine eindrucksvolle, witzige, zarte und furiose literarische Symphonie.« Judith Hoffmann, Ö1, 20.07.26
»Tragisch und doch auch rasend komisch … Ein sehr vielschichtiger Roman über die Wut und den Lebenshunger der Frauen, die transgenerationalen Traumata in Jugoslawien und die Geheimnisse, die in immer neuen Versionen erzählt werden. Unbedingt lesenswert! … Ein Buch über die Liebe in ihren vielen Facetten und man hat beim Lesen das Gefühl, durch ein Schlüsselloch zu schauen und das macht sehr, sehr großen Spaß.« Stephan Ozsváth, rbb-Orte und Worte

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.07.2026

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

13/20,6/3,2 cm

Gewicht

424 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07582-5

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Kunst des wuchtigen Erzählens

    Iva will ein Kind, um jeden Preis. Iva will ein Kind mit ihrem Ehemann, Felix. Als der Kinderwunsch längere Zeit unerfüllt bleibt, stresst sie jegliche Aktivität, die es zum Kindermachen braucht - die Lust ist schlicht nicht mehr wirklich vorhanden. Da kommt Gabriel ihr sehr gelegen, mit dem sie ungehemmt entspannen kann. Aber das Leben ist nie so einfach, wie man es sich ausdenken vermag - neben den körperlichen Gelüsten ist auch die familiäre Last erdrückend und steht der Erfüllung tiefgründig im Weg. "Luft nach unten" ist ein Buch, das in seiner Rohheit verstört, das mit seiner Ehrlichkeit und Komplexität teilweise schwer zu ertragen ist. Gleichzeitig betört es aber auch mit seinem Realitätsbezug, ist so authentisch und aus dem Leben gegriffen, dass jede Zeile wahrhaftig erscheint. Und es lässt sich nicht reduzieren auf das eine Thema, denn es sind mannigfaltige Topics, die sich in die Geschichte einweben. Zentral ist zweifelsohne der unerfüllte Kinderwunsch, aber gleichsam geht es auch um Identität, um familiäre Netzwerke, um gewaltvolle Sozialisation und um die Unehrlichkeit in Beziehungen, die in diesem Buch nicht zu verurteilen sind, denn sie sind überaus menschlich und natürlich. Besonders kurzweilig ist die wechselnde Erzählperspektive. Größtenteils wird aus der Ich-Perspektive erzählt, das Geschehen wird aus Ivas Sicht geschildert. Immer wieder sind aber auch Chatverläufe eingewoben, die zwar die Wahrnehmung Ivas stärken, aber auch andere Perspektiven - hauptsächlich jene ihrer Liebhaber - zulassen. Zudem kommt immer wieder die persönliche Anrede an Ivas Mutter ins Spiel, die die toxische Mutter-Tochter-Beziehung aufblättert und die teils zwänglerische Verhaltensweise der Protagonistin ein Stück weit erklärt. Die Geschichte selbst spielt immer wieder mit der unklaren Identität, welche die Protagonistin durchlebt - sie selbst, Geigerin von Beruf und aufgewachsen zwischen Wien, Slowenien und ein Stück weit auch in Mazedonien, springt sie auch in der Erzählung zwischen diesen kulturellen Welten. Geprägt wurde sie von allen, fein und subtil arbeitet die Autorin diese aber anhand von kulturellen Unterschieden heraus und verordnet sie exakt darin, wo sich die Protagonistin befindet: nämlich zwischendrin. Eine besondere Rolle nimmt - wie schon angedeutet - die Mutter-Tochter-Beziehung ein. Die Mutter verhält sich ihrer Tochter gegenüber äußerst psychisch gewaltvoll und die Tochter leidet auch im Erwachsenenalter sehr unter der dominanten und abwertenden Rolle ihrer Erzeugerin. Wenn man die Lesung bei den Bachmann-Tagen der Autorin in Erinnerung hat, kann man davon ausgehen, dass ein stark autobiographischer Anteil dieser Geschichte zugrunde liegt. Die Eltern, beide stark übergewichtig, wollten die Tochter formen, so wie sie die Gesellschaft für wertvoll genug hält, auch wenn sie selbst diesem Ideal nie genug werden würden. Die Rolle der jugoslawischen Identität - oder jener der slowenischen, mazedonischen oder österreichischen - schwelt kontinuierlich mit, ohne das ganz klar wird, ob sie tatsächlich eine so gewichtige Rolle spielt. "Luft nach unten" ist ein äußerst forderndes Buch, das vor allem durch seine Rohheit und Irritation in der Gegensätzlichkeit von modernem Schreibstil, traditioneller Erzählweise und grundsätzlicher Bedürftigkeit nach Nähe besticht. Es glänzt durch einprägsame Bilder, Widersprüchen in kulturellen Belangen sowie der Erzählung von Grundbedürfnissen des menschlichen Seins, die sich tief ins Gedächtnis einprägen. Der Roman kommt mit einer Wucht daher, die einen umreißt und zugleich sprachlos macht und entwickelt sich stet aber unvergesslich zu einem Ereignis, das man nicht so schnell vergessen wird.

  • Bewertung

    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leben

    Luft nach unten ist ein sehr schöner Buchtitel. Das Buchcover ist sehr schön gestaltet, sagt meiner Meinung nach aber wenig über den Inhalt der Geschichte aus. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, um mich in der Geschichte und der Handlung zurechtzufinden. Ansonsten hat sich das Buch aber sehr schön gelesen und auch die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Wie viel Einfluss unsere Herkunft auf unser Leben hat, wie schwierig es ist mit Verletzungen umzugehen, teilweise seine Emotionen zu kontrollieren und Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Iva bei der es in diesem Buch geht, ist einerseits eine sehr starke Frau, die gleichzeitig auch sehr zerbrechlich wirkt. Vieles aus der Vergangenheit ist ungeklärt und immer wieder muss sie sich diesem stellen. Gerne hätte ich noch weiter gelesen, ich fand die Geschichte war viel zu schnell zu Ende.

  • maison.tania

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Familiengeheimnis am Ohridsee, das unter die Haut geht

    Manche Bücher liest man, andere fühlt man mit dem ganzen Körper mit. “Luft nach unten” von Tamara Štajner gehört für mich eindeutig in die zweite Kategorie. Ich bin mit einer gewissen Neugier reingegangen, weil mich die Grundkonstellation sofort gepackt hat: Iva kehrt nach vielen Jahren an den Ort ihrer Kindheit zurück, um Marija zu beerdigen, das Kindermädchen, das für sie eigentlich mehr Mutter war als ihre eigene. Und als sie auf dem Grabstein plötzlich einen zweiten Namen entdeckt, den sie nicht kennt, beginnt eine Spurensuche durch die eigene Familiengeschichte, die einen als Leserin nicht mehr loslässt. Was mich am meisten überrascht hat: Wie leicht dieses eigentlich schwere Thema erzählt wird. Es geht um transgenerationale Verletzungen, um Mutterschaft in all ihren Facetten, um Frauen, die zwischen Pflicht, Liebe und eigenen Wünschen zerrissen sind – und trotzdem hat mich das Buch immer wieder zum Lachen gebracht. Iva selbst ist keine perfekte Heldin, sie ist wütend, unsicher, manchmal auch ungerecht zu den Menschen um sie herum, gerade weil sie parallel mit ihrem Freund versucht, auf komplizierten Wegen ein Kind zu bekommen. Genau diese Ecken und Kanten machen sie so glaubwürdig. Man erkennt sich in ihrer Zerrissenheit wieder, auch wenn man selbst nichts mit dem Balkan der 90er zu tun hat. Sprachlich hat mich der Roman wirklich beeindruckt. Štajner hat einen ganz eigenen Ton. Trocken, manchmal fast beiläufig bissig, und dann wieder von einer Zärtlichkeit, die einen kalt erwischt. Sie schafft es, Menschen mit wenigen, sehr genauen Details lebendig werden zu lassen, sodass man das Gefühl hat, diese Figuren wirklich zu kennen. Das Setting am Ohridsee, das einstige Hotel der Familie, gibt der ganzen Geschichte außerdem eine sinnliche, fast greifbare Atmosphäre, die einen sofort in eine andere Zeit und einen anderen Ort zieht. Am Ende bleibt vor allem eines: das Gefühl, ein sehr ehrliches Buch über Mütter und Töchter gelesen zu haben, über Geheimnisse, die Familien am Leben halten und gleichzeitig belasten, und über die vielen Arten, wie Frauen einander lieben können, ohne dass es je nach Klischee klingt. Für alle, die vielschichtige Familiengeschichten mit Witz, Wärme und einer gehörigen Portion Wahrheit mögen, ist “Luft nach unten” eine echte Entdeckung. Ich habe es nicht aus der Hand legen können.

  • Sophie D.

    aus Berlin

    5/5

    06.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn Frauen nicht in ihre Rollen passen

    Mich hat „Luft nach unten“ vor allem deshalb berührt, weil es so ehrlich mit dem Thema Mutterschaft umgeht. Nicht als etwas, das für jede Frau selbstverständlich dazugehört, sondern als eine Entscheidung, die mit vielen Erwartungen, Ängsten und Widersprüchen verbunden sein kann. Iva hat mich dabei oft zum Nachdenken gebracht. Über den eigenen Kinderwunsch, über das Verhältnis zur eigenen Mutter und darüber, wie sehr wir von den Frauen geprägt werden, die vor uns da waren. Ich fand es besonders stark, dass Frauen hier nicht auf ihre Rolle als Mutter oder Tochter reduziert werden. Sie dürfen widersprüchlich sein, zweifeln und auch Entscheidungen treffen, die nicht jedem gefallen. Für mich ist das Buch deshalb auch sehr feministisch. Es erinnert daran, dass ein Frauenleben nicht nach einer vorgegebenen Vorstellung funktionieren muss. Und dass die Frage „Will ich das wirklich?“ manchmal wichtiger ist als die Frage „Was wird von mir erwartet?“ Ein leises, persönliches und stellenweise unbequemes Buch, das bei mir noch eine Weile nachgewirkt hat.

  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    01.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung

    Der Roman Luft nach unten von Tamara Štajner hat ein wunderschönes Cover. Er behandelt vorrangig die Themen Mutter-Tochter-Beziehung und Kinderwunschbehandlung. Die Geschichte spielt in Wien und in Nordmazedonien. Iva, 37, stammt aus Nordmazedonien. Sie ist Violinistin und lebt mit ihrem Mann Felix in Wien. Die beiden unterziehen sich einer Kinderwunschbehandlung. Iva hat ihre Kindheit in Ohrid in Nordmazedonien verbracht, wo ihrem Großvater ein Hotel am Meer gehört hatte. Als sie erfährt, dass Marija gestorben ist, die für sie in Ohrid eine Art Kindermädchen war, bucht sie einen Flug und nimmt an der Trauerfeier teil. Sie trifft Slava, Marijas beste Freundin, mit Enkelin Karmela. Slavas Tochter arbeitet in Schweden, sie schickt ihrer Mutter monatlich Geld für Karmelas Unterhalt. Doch Slava ist alt und krank, sie macht sich Sorgen um ihre Enkelin, ganz besonders nach dem Erhalt einer Nachricht aus Schweden, die sie tief erschüttert. Iva ist zwischen ihrem Mann und ihrem Geliebten hin- und hergerissen und macht sich Gedanken über die bevorstehende Insemination in der Kinderwunschklinik. Iva hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter, die sie sehr streng erzogen hatte. Die beiden haben kaum Kontakt, doch Iva denkt viel an sie und Ereignisse aus ihrer Kindheit, die sie traumatisiert haben. „Dich zu hassen, wäre leichter. Dich zu verachten. Aber es ist unmöglich. Du bist die Wurzel. Jahrzehntelang habe ich mir eingeredet, du hättest einfach nicht begriffen, was du da veranstaltest.“ (S. 58) Ich habe Luft nach unten sehr gern gelesen. Ich bin nicht sicher, ob ich Iva mag, sie ist aufbrausend, untreu und triebgesteuert, andererseits liebevoll zu ihrem Vater und Karmela. Ob die Kinderwunschbehandlung erfolgreich war, werde ich nicht verraten, dafür müsst ihr das Buch schon selber lesen :-; Das halb offene Ende passt gut zum Inhalt. Gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4,5 Sterne.

Kundinnen und Kunden meinen

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