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Glaszeit Roman - Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026 und den Bayerischen Buchpreis 2026

7

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5475

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2026

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/3 cm

Gewicht

419 g

Farbe

Cool Grey / Graublau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87839-3

Beschreibung

Rezension

»Hier werden Fragen der Gegenwart behandelt, aber in dieser Form wird man noch nicht davon gelesen haben.« ("Frankfurter Rundschau, Judith von Sternburg")
»›Glaszeit‹ ist ein absolutes Ausnahmedebüt, das einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt.« ("Bayerischer Buchpreis 2026, Aus der Jurybegründung für die Nominierung")
»›Glaszeit‹ ist ein glänzendes Kunstwerk: die Sprache geschliffen, die Bilder scharf, die Motive perfekt ausbalanciert. « ("Bremen Zwei, Esther Willbrandt")
»Der jungen Autorin, die selbst Ärztin ist und auch Kunst studiert, gelingt es, in einer glasklar destillierten Sprache ihre Ich-Erzählerin greifbar zu machen.« ("Berliner Morgenpost, Valerie Bäuerlein")
»eine intellektuelle und emotionale Herausforderung, die sich absolut lohnt.« ("KulturNews, Buchempfehlung der Woche, Matthias Jordan")

Produktdetails

Verkaufsrang

5475

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2026

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/3 cm

Gewicht

419 g

Farbe

Cool Grey / Graublau

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87839-3

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • buecherboy

    5/5

    20.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familie, Herkunft und die Suche nach einem Ort, an dem man wirklich ankommen kann

    Glaszeit von Leh-Wei Liao ist ein feinfühliger Roman über Familie, Herkunft und die Suche nach einem Ort, an dem man wirklich ankommen kann. Novana arbeitet als Ärztin auf einer Neugeborenen-Intensivstation in Taipei. Ihre Mutter March hat sie vor achtzehn Jahren in Deutschland zurückgelassen. Als Novana sie plötzlich auf einer Werbeanzeige wiedererkennt, kehren Erinnerungen und Verletzungen zurück, die sie längst hinter sich glaubte. Gleichzeitig begegnet sie der Aktivistin Sihan und beginnt, sich wieder auf einen anderen Menschen einzulassen. Liao erzählt dabei nicht nur von einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung, sondern auch von Novanas Leben zwischen Deutschland und Taiwan. Persönliche und politische Unsicherheiten greifen immer wieder ineinander: die Frage nach der eigenen Herkunft, Taiwans Zukunft und die Angst, Menschen zu verlieren – in der Familie und in Beziehungen genauso wie durch Novanas Arbeit im Krankenhaus. Besonders gefallen hat mir, dass ihre queere Beziehung ganz selbstverständlich erzählt wird und nicht selbst zum Konflikt werden muss Auch sprachlich hat mich der Roman überzeugt. Liao erzählt ruhig und präzise, gleichzeitig liest sich Glaszeit erstaunlich leicht und flüssig. Trotz der vielen Themen hatte ich nie das Gefühl, mich durch den Roman arbeiten zu müssen. Gerade Novanas Arbeit auf der Intensivstation und ihr Verhältnis zu der Familie, bei der sie in Deutschland aufgewachsen ist, haben für mich noch einmal eine ganz eigene emotionale Ebene geschaffen. Glaszeit ist ein starkes Debüt über das Verlassenwerden, neue Nähe und die Frage, wo und bei wem wir uns eigentlich zu Hause fühlen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    02.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Leben und Freiheit und die Möglichkeit eines anderen Landes ...

    Ein Leben und Freiheit und die Möglichkeit eines anderen Landes. Mehr würde es nicht geben  4,5⭐️     Die junge Ärztin Novana wurde vor 18 Jahren von ihrer Mutter einfach in Deutschland zurückgelassen, wuchs in einer Pflegefamilie auf. Mit ihrem Pflegebruder Theo war sie zusammen, brach jedoch urplötzlich alles ab, um in Taiwan einen Neuanfang zu wagen.   „Dabei war alles, was ich sagen wollte: Taiwan ist wichtig. Vergesst dieses Land nicht. Ich fühlte mich verantwortlich, dafür zu sorgen. Tatsächlich kannte ich das Land nur von M. und ihren leidenschaftlichen Liebes- und Hasserklärungen. Ich kannte Taiwan nur im Zustand eines permanenten Kippbildes. Bevor ich nach Taipei ging, lernte ich es zu lieben, wie man nur ein Fantasieland lieben konnte. In Taiwan hatte M. Sterne vom Himmel geholt. In Taiwan, das hatte sie mir gesagt, war sie das letzte Mal so richtig glücklich gewesen. Nichts davon konnte ich erzählen.“   Novana arbeitet auf einer Intensivstation für Frühgeborene in Taipei. Nachts leidet sie unter Schlaflosigkeit; die Schicksale der Babys gehen ihr oft sehr zu Herzen.   „Dass sie mir nichts erklären müsse, sagte ich leise. Ich war nicht wütend. Ich wusste, dass eine Wut in mir existierte, aber sie war woanders. Nicht hier. Nicht zwischen Ärztin und Mutter einer Patientin. Ich wollte ihr sagen, dass sie sich wieder umentscheiden konnte. Dass sich Lianlian später freuen würde, wenn sie sie besuchen ginge. Dass Kinder nicht wählerisch mit ihren Eltern waren, es gar nicht sein konnten. Ich schluckte, drehte mich um, schloss leise die Tür. Ich schaffte es nicht, meine Tränen bis zur Toilette zurückzuhalten. Sie liefen mir auf dem Flur die Wangen hinunter. Ich senkte meinen Kopf, ging zügig, ohne jemanden anzusehen. Kinder nahmen, was sie bekommen konnten.“   Als sie auf einem riesigen Werbedisplay in einem Einkaufszentrum ihre Mutter in der Künstlerin March wiedererkennt, ist das ein Schock für sie, der viele Erinnerungen wieder hochbringt, sie reagiert mit Panikattacken und Ängsten. Als Novana bei einem Karaokeabend die lebensfrohe Aktivistin Sihan kennenlernt, scheint es für sie doch wieder die Möglichkeit von Nähe und Verbundenheit zu geben. Doch Novana kann ihrer Vergangenheit nicht entkommen, während ihrer Mutter in ihrer Kindheit abwesend war, ist sie nun überall präsent – Novana beschließt, die Kunstausstellung ihrer Mutter zu besuchen …   „Glaszeit“ von Leh-Wei Liao ist ein leises, aber sehr berührendes Buch, sprachlich wie inhaltlich. Vor dem Hintergrund der der politischen Spannungen in Taiwan verbindet die Autorin eine sehr intensive Mutter-Tochter-Geschichte mit einer queeren Liebesgeschichte. Besonders die Situationen auf der Neugeborenen-Station und das Mutter-Tochter-Verhältnis gingen mir sehr nahe.   „M. hat mir ein Leben geschenkt und Freiheit und die Möglichkeit eines anderen Landes. Mehr würde es nicht geben.“   Vielen Dank an die Penguin Random House Verlagsgruppe und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

  • Bewertung

    aus Wermelskirchen

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Novana

    Dieses Buch hat mich inhaltlich und sprachlich beeindruckt, weil dieser Roman so viele Grenzen überschreitet und gleichzeitig immer wieder danach fragt, was uns voneinander trennt. Im Mittelpunkt steht Novana, eine Ärztin, die auf einer Neugeborenen-Intensivstation in Taipei arbeitet und sich dort ein neues Leben aufgebaut hat. Eines Tages entdeckt sie ihre Mutter auf einer Werbeanzeige. Die taiwanische Künstlerin hatte Novana vor 18 Jahren in Deutschland zurückgelassen. Nun ist sie wieder da und mit ihr all das, was Novana hinter sich lassen wollte, die gemeinsame Geschichte, die alten Verletzungen und die offenen Fragen. Novana beginnt sich ihrer Mutter anzunähern. Gleichzeitig erzählt ein Handlungsstrang von ihrer Beziehung zu Sihan, einer politischen Aktivistin, in die sie sich verliebt hat. Es geht in diesem Roman nicht nur um eine Mutter und ihre Tochter, sondern es geht um Zugehörigkeit, Identität, Liebe und die große Frage, wohin man eigentlich gehört. Deutschland und Taiwan sind dabei nicht einfach Schauplätze, sondern zwei Welten, zwischen denen Novana steht. Grade Taiwan wird zu einem faszinierenden, manchmal fremd wirkenden Raum, den die Autorin auch sprachlich spürbar macht. Englische und chinesische Passagen stehen neben dem Deutschen und werden zum Teil nicht übersetzt. Eine Sprache zu lesen, die mir fremd ist und diese Fremdheit auszuhalten fand ich sehr spannend. Und dann ist da die Geschichte mit dem Glas. Es trennt und verbindet zugleich. Es macht sichtbar und bleibt doch eine Barriere. Die Babys auf der Intensivstation liegen hinter Glas. Menschen sehen einander, können sich aber nicht erreichen. Die Autorin verwebt die verschiedenen Themenstränge unglaublich fein und bildstark.   Lies diesen herausfordernden Roman, wenn du Bücher magst, die nicht alle Antworten liefern, sondern noch lange nach dem Lesen Fragen aufwerfen.

  • Juno

    5/5

    27.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dazwischen, nicht angekommen

    Zwischen innerer und äußerer Unsicherheit tastet sich der Roman durch Fragen der Beziehungen, Verlässlichkeit, Abstammung und Bedürfnissen. Tiefe und Leichte balancieren sich im Text aus. Als Bonus: eine queere Liebe, die kein Problem ist, sondern einfach normal.

  • Bewertung

    5/5

    22.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein schmerzhaft schönes Buch.

    Es ist eine bittersüße Geschichte über Liebe, Mutterschaft und die Suche nach Zugehörigkeit. Trotz seiner thematischen Tiefe und der vielen miteinander verwobenen Ebenen war es überhaupt nicht anstrengend, es zu lesen. Im Gegenteil, nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Besonders interessant fand ich, wie Sichtbarkeit sowohl auf zwischenmenschlicher als auch auf geopolitischer Ebene thematisiert wurde. Dabei ist Taiwan nicht nur eine Kulisse für das Geschehen, sondern ist eine aktive und dynamische Umgebung, die an der Geschichte teilnimmt. Die Orte, die im Buch beschrieben werden, fühlen sich echt und lebendig an, und es ist spannend, wie viel man über das Land und dessen Situation lernt. Auch sprachlich hat mich der Roman überzeugt. Die Sprache gibt der Protagonistin eine unverwechselbare Stimme und schafft es immer wieder, mit großer Präzision emotional zu treffen. Besonders das Ende hat mich tief berührt. Noch lange nach dem letzten Satz hat mich der Roman beschäftigt. Ein überragendes Debüt. Es hat die Nominierung zum Deutschen Buchpreis wirklich verdient. Eine klare Empfehlung!

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