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Produktbild: Die sinkende Sonne

Die sinkende Sonne Roman – Osamu Dazais Kultroman über Identität & weibliche Selbstbehauptung im Nachkriegsjapan – Erstmals seit 50 Jahren wieder lieferbar

2

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28751

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18,6/11,7/2 cm

Gewicht

164 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Übersetzt von

Oscar Benl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-020814-4

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28751

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18,6/11,7/2 cm

Gewicht

164 g

Farbe

Messing / Anthrazit

Übersetzt von

Oscar Benl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-020814-4

Herstelleradresse

Reclam Philipp Jun.
Siemensstr. 32
71254 Ditzingen
DE

Email: auslieferung@reclam.de

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  • Hornita

    aus Augsburg

    5/5

    17.07.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zeitlos und sehr interessant

    Da ich japanische Literatur sehr gerne habe, hat mich dieses Buch gereizt, ohne den Autor zu kennen. Obwohl er schon 1948 verstorben ist, lässt sich das Buch sehr gut lesen, was sicher auch ein Verdienst des Übersetzers ist. Ich fand es erstaunlich, wie gut Osamu Dazai die Perspektive einer jungen Aristokratin dargestellt hat. Ihre Situation und ihre Gedanken sind zeitlos und lassen sich problemlos auf die heutige Zeit übertragen. Die ihr zugedachte Rolle gibt es in der Nachkriegsgesellschaft nicht mehr, sie löst sich von Konventionen und familiären Zwängen, das ist spannend, interessant und nachvollziehbar erzählt. Obwohl die Handlung stellenweise nicht explizit ist, sondern nur angedeutet wird, konnte ich alles gut nachvollziehen. Die melancholische Grundstimmung im Roman ist hervorragend getroffen und lässt einen die Situation zwischen Verfall und Neuanfang intensiv fühlen. Hervorragend fand ich das Nachwort von Elena Giannoulis, da ich dadurch viele Informationen bekommen habe und mehr Verständnis für das Werk dieses Autors und für sein Leben und seinen Freitod entwickeln konnte.

  • shizu_reads

    4/5

    08.09.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Klassiker

    Kazukos Welt ist nach dem Krieg nicht mehr dieselbe. Vorher noch wohlhabend, sind sie und ihre Mutter nun auf die Unterstützung ihres Onkels angewiesen, der die beiden kurzerhand aufs Land verfrachtet. Dort angekommen, kehrt auch Kazukos im Krieg verschollener Bruder zurück und verzecht erst einmal das noch vorhandene Geld. Währenddessen reift in Kazuko ein ungewöhnlicher Gedanke: Sie möchte ein Kind – und zwar von einem Mann, mit dem sie keine Beziehung führt. Das war eher deprimierende Lektüre, denn Dazai erschafft hier einen Rahmen, der kaum Lichtblicke zulässt. Jede Entwicklung, die ein wenig Hoffnung verspricht, wird gefühlt direkt wieder im Keim erstickt. Das macht natürlich etwas mit einem beim Lesen und bestimmt die gesamte Stimmung des Buches. Und das muss man auch erst einmal hinbekommen: auf gerade einmal 130 Seiten eine solche klamme Atmosphäre und gleichzeitig so viel Tiefe zu schaffen. Jedes der drei Familienmitglieder bringt seinen eigenen Schmerz und Kampf mit in die Geschichte. Der Fokus liegt dabei auf Kazuko, die geschieden ist und sich von einem anderen Mann ein Kind wünscht. Sie beginnt, ihn zu kontaktieren und diesen Gedanken immer weiterzuverfolgen. Gleichzeitig versucht ihr Bruder, sein Kriegstrauma mit Alkohol zu bekämpfen, während die Mutter schwer erkrankt. Das ist ganz schön viel Inhalt für so wenige Seiten. Der Schreibstil ist dabei trotz des Alters der Geschichte erstaunlich schlank und kommt ohne große Umschweife aus. Mir gefiel auch der Wechsel zu Briefen und Tagebucheinträgen. Diese sorgen zwar jeweils für einen recht harten Cut in der Geschichte, brechen dadurch aber gleichzeitig die Tristesse ein wenig auf und ermöglichen andere Einblicke in die Figuren. Auf jeden Fall keine leichte Lektüre. Die Einordnung am Ende hat mir geholfen, das Werk und seinen Hintergrund noch einmal etwas besser zu verstehen und manches Gelesene in einen größeren Zusammenhang zu setzen. Für Fans japanischer Literatur ist es auf jeden Fall eine gute Wahl – vorausgesetzt, man hat gerade Lust auf eine kurze, aber ziemlich schwere und hoffnungslose Geschichte.

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