Soldatin. Schwester. Verräterin. Die Soldatin Bryn Ruelle ist es gewohnt, für ihr Land zu kämpfen. Denn als Firstborn, der Ältesten von drei Geschwistern, fällt sie automatisch dem Militär des Landes zu, während ihr jüngerer Bruder eine akademische Laufbahn einschlägt. Ihre jüngste Schwester Wren dagegen soll eine geheime Landesmission erfüllen. Jetzt, am Tag der Langen Nacht, steht Bryns Abschlussprüfung als Soldatin bevor: Sie muss töten, um nicht selbst getötet zu werden. Doch dann bekommt sie eine kryptische Nachricht zugespielt: Wren ist in Gefahr und soll entführt werden. Um ihre Schwester zu retten, tut Bryn das Undenkbare: Sie taucht unter und verbündet sich mit dem Landesfeind Ash. Auf der gemeinsamen Suche nach Wren entdeckt Bryn, dass alles, woran sie je geglaubt hat, auf einer unglaublichen Lüge basiert. Doch auch Ash, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt, verbirgt ein großes Geheimnis ... FIRSTBORN ist der erste Band einer außergewöhnlichenCrossover-Fantasy-Trilogievoller epischer Welten, tiefer Gefühle, faszinierender Figuren und schockierender Wendungen. Ein unverzichtbares Leseerlebnis für alle Fans von Sarah J. Maas, Suzanne Collins und Leigh Bardugo.
¿ 'Tribute von Panem' meets 'Das Lied der Krähen' ¿ Eine dramatische Enemies-to-Lovers-Romance unter einem dunklen Stern ¿ Veredeltes Hardcover mit hochwertiger Goldprägung unter dem Schutzumschlag, aufwendigem Vor- und Nachsatzund einem wunderschön gestaltetem Motivfarbschnitt sowie einer Character Cardexklusiv in der ersten Auflage
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Sonjalein1985
5/5
01.09.2026
eBook (ePUB 3)
Zwischen Wahrheit und Verrat
Inhalt: Als Erstgeborene ist Bryn dazu bestimmt, Soldatin zu werden und eines Tages ihre Heimat Darst gegen die gefürchteten Magier des Nachbarlandes Arcania zu verteidigen. Kurz vor ihrer Abschlussprüfung taucht jedoch eine verschlüsselte Nachricht unter ihren Habseligkeiten auf. Die Botschaft warnt sie, dass ihre kleine Schwester Wren in Gefahr ist. Bryn kann die Warnung nicht ignorieren und macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester. Dabei ist sie ausgerechnet auf die Hilfe des Magiers Ash angewiesen. Je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Doch kann sie einem Mann vertrauen, der zu den Feinden ihres Volkes gehört?
Meinung: Dieses Buch ist ein gelungener Auftakt einer spannenden Dystopie und konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln.
Im Mittelpunkt steht die junge Soldatin Bryn, die gelernt hat, Befehle zu befolgen und fest an die Werte ihrer Heimat glaubt. Für sie steht außer Frage, dass Magie gefährlich ist und ihr Schicksal darin besteht, zu kämpfen. Ebenso selbstverständlich ist für sie die Vorstellung, Abstand zu ihren Geschwistern zu halten und keinen Platz für Liebe in ihrem Leben zu haben. Bryn ist stur, mutig und entschlossen. Im Verlauf der Geschichte beginnt sie jedoch, hinter die Fassade ihrer Welt zu blicken und vieles zu hinterfragen, was sie bisher für die Wahrheit gehalten hat.
Die Handlung wird nicht nur aus Bryns Sicht erzählt. Auch ihr jüngerer Bruder Asa kommt zu Wort. Als hochbegabter Gelehrter vermisst er seine Schwestern sehr und versucht, seinen Platz in der Welt zu finden. Ergänzt werden diese Perspektiven durch Overst, Bryns Vorgesetzten, der Grausamkeit und Tod nur allzu gut kennt.
Besonders interessant fand ich die Rolle von Wren, Bryns jüngster Schwester. Als Letztgeborene hat sie eine Bestimmung, die den anderen verborgen bleibt. Mit dreizehn Jahren verschwinden alle Letztgeborenen, um später angeblich zum Sieg ihres Volkes beizutragen. Was wirklich mit ihnen geschieht, weiß jedoch niemand.
Ash stammt aus der Bevölkerungsgruppe der sogenannten Bastarde. Sie besitzen keine Rechte und werden wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Bryns Abschlussprüfung besteht sogar darin, mindestens einen von ihnen zu töten. Ash ist geheimnisvoll, charmant und faszinierend. Die Annäherung zwischen ihm und Bryn hat mir sehr gefallen, denn sie wirft immer wieder die Frage auf, ob Vertrauen zwischen Feinden überhaupt möglich ist.
Mein persönlicher Lieblingscharakter war allerdings Poe. Er ist außergewöhnlich mächtig und musste deshalb schon viel Leid ertragen. Mit seinen spitzen Bemerkungen bringt er besonders Bryn regelmäßig zur Weißglut. Gleichzeitig besitzt er eine Ausstrahlung, der man sich kaum entziehen kann.
Die Welt der Geschichte ist geprägt von Ungerechtigkeit, Lügen und verborgenen Wahrheiten. Es gibt zahlreiche Geheimnisse zu entdecken, spannende Rätsel zu lösen und viele Gefahren zu überstehen. Dadurch blieb die Handlung durchgehend interessant und abwechslungsreich. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und bin sehr gespannt darauf, wie es mit den Figuren weitergeht.
Fazit: Eine spannende Dystopie mit interessanten Charakteren, vielen Geheimnissen und einer fesselnden Handlung. Mich konnte das Buch bis zum Schluss überzeugen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung. Klare Leseempfehlung!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
30.09.2026
eBook (ePUB 3)
Eine Heldin, die erst lernen muss, hinzuschauen
Zur Info: Dies ist der erste Band einer Reihe.
Schreibstil:
Zu dem Schreibstil kann ich gar nicht so viel sagen. Es ließ sich ganz gut lesen, gleichzeitig war ich nicht so komplett gefangen und auch von den Beschreibungen her fand ich es okay, aber nicht wirklich bildgewandt. Gerade anfangs hatte ich regelrecht Probleme, mich in die Geschichte fallen zu lassen. Nach und nach wurde es zwar besser, aber die Sogwirkung blieb aus und das auch ein wenig, weil alles passierte, ohne dass ich wirklich das Gefühl hatte, komplett drin zu sein. Dann tut es einfach auch nicht so weh.
Die Geschichte – Soldat:innen, Gelehrte, Kinder
Erzählt wird diese Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive der Hauptprotagonistin Bryn, allerdings bekommen auch einige andere immer wieder ihre POV, mal mehr mal weniger lang. Das hat mir tatsächlich sehr gefallen, weil alle irgendwo komplett anders in der Welt waren und unterschiedliche „Jobs“ hatten und so viel mehr Komplexität in alles gebracht werden konnte.
Etwas gestört hat mich tatsächlich, dass die ersten Kapitel super lang waren. Das machte es nicht unbedingt leicht, einen schnellen Einstieg in das Buch zu finden.
Bryn – brainwashed Soldatin?
Bryn ist am Anfang einfach eine Soldatin. Eine ausübende Kraft, die nicht in Frage stellt, was ihr gesagt wird. Gleichzeitig ist sie geprägt von Ereignissen, die ihr genau diese Stoigkeit und die Flucht in die Einsamkeit eingeimpft haben.
Ich hatte die ganze Geschichte über eher ein gespaltenes Verhältnis ihr gegenüber, denn einerseits treibt sie die Handlung voran und schüttelt nach und nach Bekanntes ab, gleichzeitig ist sie aber auch sehr versessen darauf, weiterhin an das zu glauben, was man ihr immer wieder eingetrichtert hat. Teilweise wurden wir bei diesem Prozess mitgenommen und es wurde schön greifbar, weshalb es ihr so schwer fällt, loszulassen, an anderen Stellen aber konnte ich nicht richtig nachvollziehen, warum da bei ihr keine Fragen kommen. Wenn eine Sache nicht stimmt und bereits als Lüge enttarnt wurde, ist es dann nicht logisch, dass auch anderes nicht stimmen kann? Und wo liegt dann die Wahrheit?
Zum Glück hat Bryn noch einige Freunde, die sie auf den richtigen Weg lenken. Auch, wenn sie im Groben eine eigene intrinsische Motivation hat: ihre Schwester. Aber auch hier habe ich mich die ganze Zeit gefragt: Was ist mit den anderen? Warum ist deine Schwester nun das einzig Wichtige? Irgendwie fehlte mir bei ihr das Denken im großen Stil. Aber nun gut, nicht jede Heldin ist gleich. Und es wäre unfair, diesen Punkt an ihr zu bemängeln.
Ansonsten war sie nämlich eine Heldin: mutig und stark. Gerade als Nicht-Magierin zwischen Magiern muss sie sich auf andere Art und Weise behaupten. Das ist für sie aber kein Problem.
Und mir hat an ihr einfach auch gefallen, dass sie so zwiespältig auftritt. Denn einerseits sind da ihre neuen Freunde, die alles verkörpern, was ihr bisher als negativ vermittelt wurde. Auf der anderen Seite gibt es ihre Geschwister und alten Freunde, die noch in dem altbewährten System leben. Das ist wortwörtlich der Unterschied zwischen ihrer Vergangenheit und Zukunft. Und sie muss sich darin zurechtfinden und die richtigen Entscheidungen treffen, die viel mehr Tragweite haben, als es ihr am Anfang erscheint.
Die Welt – zwischen Magie und Anti-Magie
Super spannend fand ich, wie die Welt hier aufgebaut wurde. Und zwar auch noch erzählerisch richtig gut. Hier wird nicht nur zwischen Magiern und Nichtmagiern unterschieden, sondern es gibt eine Geschichte, es gibt Klassenunterschiede und es gibt Rebellen und Feinde, die nicht einfach nur handeln, weil sie die Herrschaft wollen. Und das alles so undurchsichtig, aber gut beschrieben, dass ich mich fallen lassen und komplett in die Handlung reinziehen lassen konnte, gleichzeitig aber wie auch Bryn und die anderen immer wieder nur Fragen und Lücken im Kopf hatte, die es galt, zu klären. Was die Geschichte übrigens auch tut, also keine Sorge.
Für zusätzliche Tiefe sorgten die kurzen Textausschnitte aus fiktiven Büchern, die einen Ethikkonflikt in Bezug auf die Welt aufgemacht haben. So hatte man immer wieder eine Art Einordnung der Geschehnisse und der einzelnen Parteien und konnte schon das vorausdenken, für das Bryn noch nicht bereit war.
Die Lovestory – ein bisschen Enemies to Lovers zwischen all den Geheimnissen
Der Fokus bei diesem Buch liegt definitiv auf der Geschichte an sich, auch wenn die mich mit einigen Längen manchmal etwas hängen ließ. Es fühlte sich einfach noch oft nach einem einleitenden Band an.
Trotzdem gab es auf jeden Fall ein paar Funken, die sich natürlich auf Bryn und ihren Love Interest bezogen. Das Ganze fand ich ganz okay gemacht. Nicht zu viel und definitiv Enemies-to-Lovers Vibes, gleichzeitig kam irgendwann wieder dieser Moment, in dem der Spice dann doch eingefügt wurde und natürlich mitten im Nichts Platz fand. Aber nun gut, der Love Interest hat die Handlung auf jeden Fall sehr gut vorangetrieben und Bryn immer wieder in die richtige Richtung gelenkt. Deshalb hätte ich es mir mit ihm nicht besser vorstellen können.
Das Ende – ein Cliffhanger mit ziemlich vielen offenen Fragen
Am Ende stand der Cliffhänger, den ich richtig gut und auch passend für den Abschluss des ersten Band fand. Nur etwas schade ist für mich vielleicht, dass ich ein wenig das Gefühl hatte, als hätten sich die Begründungen der Welt für vor allem das politische Handeln, das ziemlich am Ende aufgelöst wird, im Kreis gedreht. Wer, wofür, was ist mir nicht ganz klar, weil es anfangs schon so war, dass ich es hinnehmen musste (Stichwort Lange Nacht), am Ende habe ich dann aber das Gefühl gehabt, ich wüsste jetzt noch weniger als am Anfang. Ich hoffe, der nächste Band erklärt das zu Anfang nochmal etwas ausführlicher.
Fazit:
Definitiv ein spannender Auftakt einer Fantasy-Reihe, die mit einer eher zerbrochenen Heldin daherkommt. Die Welt ist einzigartig und gut aufgebaut, ich mochte die unterschiedlichen POVs und war auch vom Cliffhänger ziemlich beeindruckt. Es fühlte sich aber durchweg an, wie ein Einleitungsband. Das richtig Epische kam noch nicht ganz durch. Ich bin also gespannt auf mehr!
4 von 5 Sterne von mir.
Lottie
Thalia Book Circle Community
4/5
23.09.2026
eBook (ePUB 3)
Spannende Fantasy mit faszinierendem Weltenbau
Schon der Klappentext von „Firstborn“ hatte mich magisch angezogen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte bietet eine interessante Mischung aus Magie, Krieg, politischen Ränken und einigen Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kommen.
Im Mittelpunkt steht Bryn Ruelle, die als Erstgeborene von drei Geschwistern automatisch dem Militär zugeteilt wird. Während ihr jüngerer Bruder eine akademische Laufbahn einschlägt, soll ihre jüngste Schwester Wren eine geheime Mission erfüllen. Als Bryn am Tag der Langen Nacht ihre Abschlussprüfung als Soldatin ablegen muss und eine Nachricht erhält, dass Wren in Gefahr ist, ändert sich alles. Um ihre Schwester zu retten, verbündet sie sich ausgerechnet mit Ash, einem Feind ihres Landes.
Besonders gut gefallen hat mir der Weltenbau. Das Konzept der Erst-, Mittel- und Letztgeborenen fand ich richtig spannend. Der Geburtsstatus beeinflusst das gesamte Leben der Menschen. Er entscheidet darüber, wie sie behandelt werden, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen und welchen Platz sie in der Gesellschaft einnehmen. Ich mochte, wie dieses System in die Geschichte eingebunden wurde und welche Auswirkungen es auf die verschiedenen Charaktere hat.
Auch das Magiesystem wurde sehr spannend umgesetzt. Zusammen mit dem Krieg und den politischen Intrigen entsteht eine faszinierende Welt. Die Autorin gibt dabei genügend Informationen, um die Magie, das politische System und die verschiedenen gesellschaftlichen Strukturen zu verstehen, ohne dass die Handlung unnötig ausgebremst wird. Auch das Erzähltempo ist der Autorin hervorragend gelungen. Ich konnte sehr schnell in die Geschichte eintauchen, und die Handlung entwickelt sich mit einem ausgewogenen Tempo. Es gibt einige interessante Wendungen, die für Spannung sorgen. Besonders im letzten Viertel nimmt die Geschichte ordentlich Fahrt auf. Dort geht es teilweise so rasant zu, dass man kaum zum Luftholen kommt. Gerade dieser Abschnitt hat mich besonders gefesselt.
Obwohl es auch eine Liebesgeschichte gibt, steht die Handlung im Vordergrund. Das hat mir gut gefallen, da die politischen Entwicklungen, die Geheimnisse und Bryns Suche nach ihrer Schwester ausreichend Raum bekommen. Einziger Kritikpunkt ist für mich das Liebesdreieck, das ich persönlich eher überflüssig fand.
Ich habe „Firstborn“ abwechselnd gelesen und gehört. Auch die Hörbuchsprecher haben mir gut gefallen. Henriette Schreurs und Julian Mehne verleihen den Figuren jeweils eine eigene Stimme. Besonders Henriette Schreurs hat mich als Bryn überzeugt. Ihre Stimme passte für mich sehr gut zur Protagonistin und hat das Hörerlebnis schön abgerundet.
Fazit: Insgesamt ist „Firstborn“ ein richtig gut geschriebenes Buch mit einem faszinierenden Weltenaufbau, einem interessanten Magiesystem und einer spannenden Handlung. Die Mischung aus Magie, Krieg, politischen Ränken und Geheimnissen hat mir richtig gut gefallen. Ich freue mich schon sehr auf Band 2 und bin gespannt, wie es mit Bryn und den anderen Charakteren weitergeht. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine klare Lese- und Hörempfehlung.
Thebooknista
4/5
22.09.2026
eBook (ePUB 3)
Wenn deine Geburtsreihenfolge über dein ganzes Leben entscheidet
Firstborn von M. J. Hastings hat mich schon mit seiner Grundidee neugierig gemacht: eine dystopische Fantasywelt, in der nicht du selbst entscheidest, welchen Weg dein Leben nimmt, sondern die Reihenfolge, in der du geboren wurdest. Erstgeborene werden zu Soldaten, Zweitgeborene widmen sich dem Wissen und die Drittgeborenen werden mit dreizehn Jahren fortgebracht.
Im Mittelpunkt steht die zwanzigjährige Bryn Ruelle, eine Firstborn, die darauf trainiert wurde, zu kämpfen, zu gehorchen und ihrem Land zu dienen. Doch als ausgerechnet ihre jüngste Schwester in Gefahr geraten könnte, beginnt etwas ins Wanken zu geraten, das Bryn bisher kaum infrage gestellt hat.
Besonders interessant fand ich die Gesellschaftsordnung. Allein die Vorstellung, dass bereits bei der Geburt feststeht, welchen Wert und welche Aufgabe ein Mensch später haben wird, ist ziemlich beklemmend. Gleichzeitig ergibt sich daraus unglaublich viel Konfliktpotenzial. Hastings verbindet diese Idee mit Krieg, Propaganda, gesellschaftlicher Ausgrenzung und der Frage, wie weit Loyalität gehen darf.
Bryn hat hier für mich als Protagonistin sehr gut funktioniert. Sie startet nicht als klassische Rebellin, die das System von Anfang an durchschaut und verändern möchte. Sie wurde vielmehr von genau diesem System geprägt. Ihre Ausbildung, ihre Stellung als Firstborn und die Erwartungen an sie haben beeinflusst, wie sie die Welt betrachtet. Dadurch fand ich ihre Entwicklung wesentlich interessanter. Es geht nicht einfach darum, gegen einen offensichtlich bösen Gegner anzutreten, sondern auch darum, die eigenen Überzeugungen infrage zu stellen. Was passiert, wenn man sein ganzes Leben gelernt hat, dass Gehorsam richtig ist und plötzlich Gründe bekommt, daran zu zweifeln?
Auch die Geschwisterbeziehung hat mir sehr gefallen. Denn hinter all den politischen Konflikten und gefährlichen Prüfungen steckt eine Geschichte über Familie, Verantwortung und die Erwartungen, die besonders auf dem ältesten Kind lasten.
Natürlich darf bei einer Romantasy auch das Knistern nicht fehlen. Bryn wird gezwungen, mit jemandem zusammenzuarbeiten, dem sie eigentlich nicht vertrauen sollte und ausgerechnet zwischen diesen beiden entwickelt sich eine gefährliche Anziehung. Mir hat gefallen, dass die Romance dabei in einen größeren Konflikt eingebettet ist und nicht das einzige Zentrum der Geschichte bildet. Denn für mich ist Firstborn mindestens genauso sehr Dystopie und Fantasy wie Romantasy. Gerade dieses Gefühl einer streng kontrollierten Gesellschaft hat mich stellenweise tatsächlich an klassische Jugenddystopien erinnert.
Das Buch besitzt außerdem eine angenehm düstere Grundstimmung. Die Welt ist brutal, Entscheidungen haben Konsequenzen und hinter vielen Regeln steckt wesentlich mehr, als zunächst erkennbar ist. Gleichzeitig bleibt die Geschichte mit ihren 608 Seiten ziemlich temporeich.
Besonders mochte ich, dass hinter den actionreicheren Szenen immer wieder moralische Fragen auftauchen. Dadurch hatte die Geschichte für mich mehr zu bieten als nur Kämpfe, Prüfungen und romantische Spannung. Man möchte gemeinsam mit Bryn immer weiter hinter die Strukturen dieser Welt schauen und irgendwann beginnt man automatisch, nahezu alles zu hinterfragen.
An manchen Stellen hätte ich mir trotzdem noch etwas mehr Zeit gewünscht, um bestimmte Figuren und Bereiche der Welt besser kennenzulernen. Gerade weil die Grundidee so viel Potenzial bietet, hatte ich teilweise das Gefühl, noch tiefer eintauchen zu wollen. Da Firstborn aber erst der Auftakt einer Trilogie ist, bleibt dafür zum Glück noch genügend Raum.
Für mich ist Firstborn ein richtig spannender Auftakt, der vor allem durch seine dystopische Grundidee heraussticht. Die Mischung aus Fantasy, politischer Unterdrückung, Geschwisterliebe, tödlichen Prüfungen und Romantik hat mich schnell in die Geschichte gezogen.
Wer die Spannung klassischer Jugenddystopien vermisst und gleichzeitig moderne Romantasy liebt, sollte sich Firstborn definitiv einmal genauer anschauen. Vor allem die Frage, wie viel von sich selbst man bereit ist aufzugeben, um in einem System zu funktionieren, hat der Geschichte für mich noch einmal eine ganz andere Ebene gegeben.
Von mir bekommt Firstborn 4,5 von 5 Sternen.
Bewertung
4/5
11.09.2026
eBook (ePUB 3)
Der Auftakt zu einer neuen dystopischen Trilogie.
Meine Meinung:
"Firstborn" ist der Auftakt zu dramatischer dystopischen Fantasy Trilogie.
M. J. Hastings entführt uns hier in eine düstere Welt, in der zwei Völker vom Krieg gespalten sind. Die 20- jährige Darsti - Soldatin Bryn, ist die beste ihres Jahrgangs. Am Tag ihrer Abschlussprüfung bekommt sie eine mysteriöse Nachricht zugespielt. In der es heißt das ihre jüngere Schwester in tödlicher Gefahr ist. Um sie zu retten, verbündet sich Bryn mit dem Landesfeind Ash. Auf der gemeinsamen Suche nach Wren entdeckt Bryn, dass alles, woran sie je geglaubt hat, auf einer unglaublichen Lüge basiert. Doch auch Ash, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt, verbirgt ein großes Geheimnis ...
Ich bin leicht in das düstere, einwenig beklemmende Sitting eingetaucht. Mich hat hier einiges an "Die Tribute von Panem" erinnert.
Die verschiedenen Handlungsorte und das Leben der Menschen werden authentisch beschrieben.
So dass man die Angst der Potagonisten gut nachvollziehen kann. Durch die Perspektivenwechsel lernen wir diese im Verlauf gut kennen.
Die Handlung entwickelte eine mitreißende Dynamik. Es dauerte etwas bis ich mit Bryn wahrm geworden bin.
Sie tut alles dafür um ihre Schwester zu retten, aber sie wirkte oft kalt und aufbrausend. Bryn entdeckt im Verlauf dass, alles woran sie bisher geglaubt auf Lügen beruht, und nichts so ist wie es scheint.
Ab diesem Zeitpunkt kämpft sie nicht nur für ihre Familie sondern auch für die Wahrheit.
Durch die vielen Geheimnisse und Gefahren, baute sich die Spannung im Verlauf immer weiter auf. Neben der Dramatik gibt es auch ein wenig Romantik
Die Lovestory zwischen Bryn und Ash die sich im Verlauf entwickelte konnte ich leider nicht richtig fühlen. Ich hätte mir hier noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht.
Es gibt gab immer wieder plottwistst mit denen ich nicht gerechnet hatte. Dier dramatische Kampf und der emotionale Cliffhanger am Ende ließen mich voller Neugierde auf die Fortsetzung zurück.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.