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Die Hölle gibt es nicht Roman | Das Ende eines Traums – wenn Lebenskrise und Epochenkrise zusammenfallen

2

28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.09.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/4,2 cm

Gewicht

577 g

Farbe

Hellbraun

Auflage

1 Auflage Deutsche Erstausgabe

Originaltitel

Peklo neexistuje

Übersetzt von

Eva Profousová

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43323-2

Beschreibung

Rezension

»Topol traut sich Dinge, die hierzulande nur noch Rüpelrapper wagen. Sein neuster Roman ist aber mehr als nur Provokation ... [Er ist ein] bissiger Abgesang auf das europäische Freiheitsversprechen, dem offensichtlich der Selbstverteidigungswillen fehlt. ... Angriffslustig und luzide.« ("Deutschlandfunk")
»Jáchym Topols Romane sind große Spektakel, aus denen es kein Erwachen gibt.« ("DIE WELT")
»Solange der Zustand Europas zu solchen Kunstwerken anregt, ist es nicht verloren.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Der Roman nimmt die Leser mit in russische Folterkeller. ... [Er kommt dennoch] nicht schwer und düsterdaher. Seine hochenergetische Sprache, die furiosen Dialoge, die wieverbale Boxkämpfe anmuten, vor allem aber der groteske Humor am Abgrundwirken als intensive Gegenmittel.«

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Erscheinungsdatum

08.09.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/4,2 cm

Gewicht

577 g

Farbe

Hellbraun

Auflage

1 Auflage Deutsche Erstausgabe

Originaltitel

Peklo neexistuje

Übersetzt von

Eva Profousová

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43323-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    aus Buchen

    4/5

    20.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein deftiges Buch

    Jáchym Topol ist einer der bekanntesten Tschechischen Schriftsteller unserer Zeit. Mit Die Hölle gibt es nicht hat er ein neues umfangreiches Buch vorgelegt. Im Mittelpunkt der mittelalte Journalist Tomas. Ein Macho, ein Säufer und kein guter Vater. Eine problematische Figur, mit der man als Leser Probleme haben könnte. Es ist 2022, aus offensichtlichen Gründen ein entscheidender Zeitpunkt im politischen Leben. Über Tomas brechen viele Schwierigkeiten politischer, arbeitstechnischer wie privater Art herein. Der Roman hat relevante sogar wichtige Themen, aber so ganz schlüssig erscheint mir der Text nicht. Eine sprachliche Wucht kann man dem Buch aber nicht absprechen. Meine persönliche Wertung liegt bei 3,5 von 5 Sternen.

  • Jürg K.

    4/5

    20.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindrückliche Lebensgeschichte, wertvoll

    Was mich an diesem Roman sofort packt, ist diese Mischung aus politischer Erschütterung und ganz privater Zerbrechlichkeit. Tom wirkt wie jemand, der längst weiss, dass sein Leben aus den Fugen geraten ist, aber trotzdem versucht, sich an irgendeiner Form von Alltag festzuhalten, ein Klosterbesuch, ein bisschen Landschaft, ein paar Stunden mit der Geliebten. Und dann bricht die Welt ein zweites Mal über ihm zusammen, diesmal nicht nur im Inneren, sondern draussen, laut, historisch. Mich berührt, wie der Roman zeigt, dass grosse Zeiten selten zu den Menschen passen, die sie erleben müssen. Tom ist kein Held, kein Chronist mit klarem Blick, sondern ein müder Mann, der zwischen Ehebruch, Vaterängsten und beruflicher Abhängigkeit taumelt. Gerade darin liegt für mich die Wahrheit, dass die politischen Erschütterungen von 1989, die Hoffnungen, die damals so leicht schienen, heute wie brüchige Versprechen wirken. Die Komik entsteht aus dieser Überforderung, aus dem Versuch, gleichzeitig ein guter Vater, ein brauchbarer Journalist und ein Liebender zu sein, während Panzer rollen und alte Gespenster wiederkehren. Für mich ist das Buch ein leiser, bitterer Kommentar darauf, wie Geschichte uns immer wieder überholt und wie schwer es ist, im entscheidenden Moment ein Mensch zu bleiben, der nicht flieht.

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