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Neu

Ich bau mir 'ne Welt, die Männern nicht gefällt Eine Frau. Eine Baustelle. Ein brennendes Patriarchat. | Wie Frauen Rollenbilder sprengen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen

63

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

63

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.10.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,2 cm

Gewicht

264 g

Farbe

Anthrazit / Karamell

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-26469-3

Beschreibung

Rezension

Täglich erlebt die beliebte Content-Creatorin Cindy-Adriana Speich Beleidigungen von Männern – offline und online. Jetzt veröffentlicht sie ein Buch über ihre Erfahrungen. ("Woman")
Mit umwerfendem Witz beschreibt die 31jährige Bau-Influencerin all die gut gemeinten Ratschläge und weniger gut gemeinten Anfeindungen, denen sie auf ihrem Instagram-Kanal @haus_plan_b mit über einer Million Follower/innen und im realen Leben begegnet. ("Buchkultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

63

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

08.10.2026

Verlag

dtv

Seitenzahl

208

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,2 cm

Gewicht

264 g

Farbe

Anthrazit / Karamell

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-26469-3

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • minas.libraries

    aus Wuppertal

    5/5

    15.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wütend, wunderbar und wirklich wichtig!

    Inhalt: Cindy Adriana Speich, auch bekannt als „Die Bauleitung“, ist durch die Dokumentation ihrer Haussanierung in Thüringen bekannt geworden. In ihrem Buch nimmt sie uns mit hinter die Kulissen ihres Social-Media-Kanals „Haus Plan B“ und hinein in ihren Alltag als Frau, Mutter, Ehefrau und leidenschaftliche Heimwerkerin. Sie erzählt von sexistischen Kommentaren im Internet, gesellschaftlichen Erwartungen an Frauenkörper und Mutterschaft, verletzenden Erfahrungen innerhalb der eigenen Familie und patriarchalen Strukturen, die bis heute unseren Alltag prägen. Dabei geht es auch um Freundschaften, Liebe, Selbstfindung und den Mut, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen und seinen eigenen Weg zu gehen. Erzählstil: Ich liebe Cindys Erzählstil! Sie schreibt, wie ihr der Schnabel gewachsen ist: direkt, ungeschönt, herrlich bissig und mit einer ordentlichen Portion Humor. Sie nimmt wirklich kein Blatt vor den Mund, spart nicht mit wunderbar bildhaften Schimpfwörtern und findet für gesellschaftliche Missstände genau die Worte, die sie verdienen. Dabei liest sich das Buch, als würde Cindy mit einem bei einem Kaffee am Küchentisch sitzen und sich alles von der Seele reden. Ihre Sprache ist angenehm umgangssprachlich, zugänglich und frei von unnötig komplizierten Formulierungen. Und trotzdem oder gerade deshalb ist das Buch so packend, dass ich den Gleiswechsel meines Zuges verpasst habe. War aber nicht schlimm, ich hatte schließlich fantastische Unterhaltung dabei! Feministische Literatur darf anspruchsvoll sein, muss sich aber nicht hinter wissenschaftlicher Fachsprache verstecken, um wichtige Gedanken zu vermitteln. Cindy schafft es, komplexe gesellschaftliche Mechanismen verständlich und mit einer sehr deutlich spürbaren Wut im Bauch zu erklären, ohne dass die Lektüre an Leichtigkeit verliert. Ich musste beim Lesen immer wieder laut lachen und war gleichzeitig unglaublich wütend. Das muss man erst einmal schaffen! Genau diese Mischung macht das Buch für mich so besonders. Persönliche Einblicke: Im Mittelpunkt steht natürlich Cindy selbst. Sie lässt uns an ihren Erfahrungen, Zweifeln, Verletzungen und Erkenntnissen teilhaben und zeigt sich dabei unglaublich nahbar und authentisch. Besonders berührt hat mich, wie offen sie über ihren Körper, ihre Mutterschaft, ihre Ehe und die teilweise verletzenden Kommentare aus ihrer eigenen Familie spricht. Sie verschweigt weder unangenehme Erfahrungen noch die Momente, in denen sie sich selbst erst finden musste. Gleichzeitig zeigt sie, wie sie zunehmend ihren eigenen Weg geht, sich weniger von den Erwartungen anderer bestimmen lässt und sich den Spaß an ihren Projekten nicht nehmen lässt. Besonders die Verbindung zu ihrer Oma hat mich gerührt, ebenso wie die Schilderungen der starken Frauen in ihrem Leben. Themen und Botschaften: Das Buch behandelt eine beeindruckende Vielfalt feministischer Themen. Es geht um Sexismus im Handwerk, Mansplaining, die Sexualisierung von Frauen, unrealistische Schönheitsideale und die ständige Bewertung weiblicher Körper. Cindy zeigt, wie Frauen selbst bei handwerklichen Projekten nicht selbstverständlich als kompetent wahrgenommen werden. Stattdessen werden ihre Fähigkeiten infrage gestellt oder ihre Körper zum Gegenstand ungefragter Kommentare gemacht. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen als Mütter, Ehefrauen und Töchter, mit patriarchalen Traditionen, familiären Rollenbildern, häuslicher Gewalt und reproduktiver Selbstbestimmung. Sie macht sichtbar, wie solche Vorstellungen von Generation zu Generation weitergegeben werden und wie schwierig es sein kann, sich davon zu lösen. Auch Mechanismen hinter frauenfeindlichen Kommentaren im Internet, etwa Gaslighting, Whataboutism und Täter-Opfer-Umkehr, erklärt sie auf verständliche Weise. Besonders wichtig finde ich, dass Cindy nicht nur Missstände benennt, sondern auch dazu ermutigt, ihnen etwas entgegenzusetzen. Wir müssen nicht jede Grenzüberschreitung schweigend hinnehmen, uns für unsere Entscheidungen rechtfertigen oder unsere Fähigkeiten ständig aufs Neue beweisen. Wir dürfen Raum einnehmen, Fehler machen und unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten. Symbole und Motive: Die Baustelle ist für mich eines der stärksten Motive des Buches. Sie ist nicht nur der Ort, an dem Cindy baut, werkelt und sich ihren Traum vom eigenen Zuhause verwirklicht, sondern auch ein Ort, an dem Welten aufeinanderprallen. Cindys Anspruch, als Frau eigenständig zu arbeiten und ihren eigenen Weg zu gehen, trifft auf eine patriarchal geprägte Handwerkswelt, in der sich überholte Rollenbilder hartnäckig halten. Besonders deutlich wird das in sexistischen Sprüchen, abwertenden Kommentaren und den altbekannten Wandkalendern, auf denen sich nackte Frauen zwischen Werkzeugen oder auf Sportwagen räkeln. Solche Bilder sind keineswegs bloß harmlose Dekoration. Sie zeigen, wie selbstverständlich Frauenkörper sexualisiert werden und wie tief diese Vorstellungen in manchen Arbeitsumfeldern verankert sind. Wenn es dann heißt, Männer seien eben so oder auf der Baustelle werde nun einmal so geredet, wird aus einer überholten Gewohnheit plötzlich eine vermeintliche Selbstverständlichkeit. Genau das hinterfragt Cindy. Während sie mit jedem Projekt etwas Eigenes erschafft, begegnet sie einer Welt, die an alten Vorstellungen davon festhält, was Frauen können, wie sie auszusehen haben und welchen Platz sie einnehmen dürfen. Auch das Bauen selbst steht dabei sinnbildlich für Selbstbestimmung: Cindy wartet nicht darauf, dass ihr jemand die nötigen Fähigkeiten bescheinigt, sondern fängt einfach an, macht Fehler, lernt dazu und erschafft sich ihre eigene Welt. Das Bild des brennenden Patriarchats ergänzt diesen Gedanken. Es geht darum, überholte Strukturen nicht länger hinzunehmen, sondern sie grundlegend infrage zu stellen. Cindys Humor wird dabei zu einer Form des Widerstands. Sie macht sich über diejenigen lustig, die sie kleinhalten wollen, und nimmt ihnen damit ein Stück ihrer Macht. Fazit: Ich habe dieses Buch unglaublich gerne gelesen. Es hat mich zum Lachen gebracht, mich wütend gemacht und mir immer wieder das Gefühl gegeben: Ja, genau das! Cindy spricht aus, was so viele Frauen erleben, und findet dafür eine Sprache, die direkt ins Herz und manchmal auch mitten in die Magengrube trifft. Ich liebe ihren bissigen Humor, ihre Bodenständigkeit und ihren Mut, auch unangenehme Erfahrungen offen anzusprechen. Besonders bereichernd fand ich, wie viele unterschiedliche Lebensbereiche sie einbezieht und wie deutlich dadurch wird, dass patriarchale Strukturen nicht irgendwo weit entfernt existieren, sondern mitten in unserem Alltag. Gleichzeitig ist das Buch unglaublich bestärkend. Cindy zeigt, dass wir nicht perfekt sein müssen, um etwas zu verändern, und nicht erst auf die Erlaubnis anderer warten sollten, bevor wir unsere eigenen Vorstellungen verwirklichen. Wir dürfen anfangen, ausprobieren, scheitern, dazulernen und stolz auf das sein, was wir selbst geschaffen haben. Ich kann dieses Buch wirklich allen ans Herz legen, unabhängig vom Geschlecht. Es ist unterhaltsam, zugänglich, erschreckend ehrlich und unglaublich wichtig. Wer sich mit Feminismus beschäftigen möchte, ohne sich durch komplizierte Fachsprache kämpfen zu müssen, findet hier einen großartigen Einstieg. Und wer sich längst mit diesen Themen auseinandersetzt, wird vermutlich an vielen Stellen nicken, lachen und sich wünschen, dass noch viel mehr Menschen dieses Buch lesen. Für mich ist es ein Buch, das wütend macht und gleichzeitig Mut schenkt. Und manchmal ist genau das die beste Kombination.

  • Bewertung

    aus Paderborn

    5/5

    13.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Einfach nur Großartig!

    Ich habe mich sehr auf "Ich bau mir 'ne Welt, die Männern nicht gefällt" von Cindy-Adriana Speich gefreut! Ich folge der Autorin schon lange auf Instagram und wurde nicht enttäuscht - gewohnt offen, direkt und mit einer gehörigen Portion Witz führt Cindy durch das Buch und die einzelnen Passagen ihres Lebens. Nicht nur die Baustellen-Thematik und das zum Teil wirklich zum argen fremdschämen verleitende Verhalten mancher Männer (und auch Frauen ... siehe das Kapitel mit dem Familien-Essen) wird thematisiert, sondern es werden auch Themen wie Body shaming, Kindesgeburt und -abtreibung behandelt. Gewohnt offen und ohne Filter zwischen Kopf und Mund leitet Cindy durch die einzelnen Themen, bringt den Leser zum Lachen aber auch an vielen Stellen zum Nachdenken. Ich habe hier oft mein eigenes Handeln hinterfragt, Sachen aus meiner Vergangenheit analysiert und viel Mut getankt, selber selbstbewusster zu sein und mehr meine Meinung zu vertreten und meine Frau zu stehen. Dieses Buch macht Mut nach vorne zu gehen und öfter für sich und seine Ansichten einzustehen!

  • Bewertung

    aus Potsdam

    5/5

    13.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Flieg für mich

    Das einzige, was mich an diesem Buch stört ist, dass ich gestern nicht im Thalia in der Tauentzienstraße war, um es signieren und dann frei zu lassen. Freilassen im Sinne von irgendwo liegen lassen, wo es noch jemand anderem zu Gute kommt. Wo es auch andere Frauen (oder vielleicht sogar Männer??!!) lesen können. Sei es um zwischendurch laut zu lachen, so wie ich, oder vielleicht doch das eigene Verhalten mal zu hinterfragen und festzustellen, dass es unter Umständen nicht normal ist wie auf Baustellen gesprochen wird, oder in Werkstätten oder in Küchen oder in IT-Berufen. Und nein, es ist nicht angemessen, wenn ein Projektleiter sagen "So, und jetzt mal Titten auf den Tisch!". Ist es einfach nicht. Es untermalt nicht die Dringlichkeit einer Situation. Diese Frau existiert wirklich! Sie geht da raus, bewaffnet mit Adiletten und einem Akkubohrer und rüttelt am Weltbild all derer für die sich Gleichberechtigung erst einmal wie Benachteiligung anfühlt. Standing Ovations von mir. Und danke.

  • Bewertung

    5/5

    12.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Frauenpower pur!

    Endlich mal ein Buch, wo auf die Männer "gehauen" wird und die Frau sich "Auskotzen" und Austeilen kann. Ständig bekommt die Frau die Schläge: wie sie Auszusehen hat, was sie als Job machen darf, Kombination Kind und Beruf, zu allem gibt es eine männlichen Kommentar im Buch und auf Cindys Account bei Instagram. Ich kannte sie nur aus einzelnen Beiträgen und habe mir dann ihre Videos auf Insta angeschaut und abonniert. Im Buch und auf ihrem Insta kann Cindy in unangemessenen, unangenehmen und sexualisierten Situationen das " Maul" auf machen. Sie macht das wirklich sehr authentisch und humorvoll und ich feiere sie dafür! Sie spricht Dinge und Themen an, die sich viele Frauen nicht trauen anzusprechen. Es ist so wichtig, sich als Frau nicht alles gefallen zu lassen, sich nicht rein reden zu lassen und bei ihren Leisten zu bleiben, die sie wirklich wunderbar beherrscht. Es ist kein Mann im Hintergrund, der ihr die Arbeiten macht, sondern er steht neben ihr und vor ihr und hilft ihr bei ihrem Weg. Das Ziel: selbst Entscheidungen zu treffen, standhaft zu bleiben und nicht dafür beschimpft oder angepöbelt zu werden. Ihre Schreibweise ist herrlich ehrlich und erfrischend!

  • Alyssia7898

    5/5

    10.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ehrlicher wird’s nicht!

    Ich habe dieses Buch in 2 Tagen weggeatmet und ich hätte es auch an einem Tag geschafft wenn ich abends nicht so müde gewesen wäre, sodass ich die letzten 25 Seiten auf den nächsten Tag schieben musste. Cindy ist schonungslos ehrlich, spricht aus was sie denkt und schreckt auch nicht davor zurück anderen ihre Meinung zu geigen. Ich fand die Bandbreite an Themen in diesem Buch wirklich toll. Es war teilweise sehr persönlich, hat aber auch immer wieder den Bogen zu den größeren, dahinterstehenden Mechanismen und Themen gespannt. Der Schreibstil ist wirklich toll und ich wollte einfach immer weiter lesen. Ich hab alle Gefühle gefühlt: war wütend, war traurig, wurde motiviert und habe mich gefreut. Die Themen werden nicht tiefgreifend aufbereitet aber das ist auch gar nicht der Anspruch. Cindy hat mir hier mit ihren Ausführungen einfach immer wieder einen Pieks gegeben mich selbst mit Themen nochmal zu befassen. Mir ist aufgefallen wie wenig ich über manches weiß, weil es mich persönlich nicht betrifft. Ich habe das Buch sehr genossen und mag Cindy jetzt noch mehr als eh schon vorher!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (63)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von L. Sieckmann

    L. Sieckmann

    Thalia Ibbenbüren

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Warum wir alte Rollenbilder hinterfragen müssen

    Cindy polarisiert im Internet vor allem dadurch, dass sie als Frau einfach anpackt, Dinge selbst in die Hand nimmt und zeigt, was man auch ohne handwerkliche Vorkenntnisse schaffen kann. Das sie für ihr renovierungsbedürftiges Haus und dessen eigenständigen Um- und Ausbau so viel Hass erfährt, sagt dabei wohl mehr über die Menschen aus, die diese Kommentare verfassen, als über sie selbst. Besonders interessant fand ich, dass sie nicht nur diese Erfahrungen aus dem Internet aufgreift, sondern auch Einblicke in ihr Privatleben und ihre Vergangenheit gibt. Dabei wird deutlich, dass die klassischen Rollenbilder nicht erst in den sozialen Medien zum Problem werden, sondern einem bereits im sozialen Umfeld und innerhalb der Familie begegnen können. Genau diese Verbindungen zeigen einfach, wie tief manche Vorstellungen davon, was Frauen und Männer angeblich können und sollten, noch immer verankert sind. Das Buch liest sich angenehm leicht und regt auch mal zum Nachdenken an. Der Humor lockert die ernsten Themen auf, ohne ihnen an Bedeutung zu nehmen. Cindy hält der Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt, warum es so wichtig ist, alte Rollenbilder zu hinterfragen und sich nicht von ihnen Einschränken zu lassen. Für mich eine unterhaltsame und wichtige Lektüre, die Spaß und Mut macht, einfach sein eigenes Ding zu machen – ganz unabhängig davon, ob es anderen Gefällt oder nicht.
  • Zum Bewerterprofil von L. Schumacher

    L. Schumacher

    Thalia Münster – Münster-Arkaden

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ich bau mir ne Welt, die Männern nicht gefällt

    Was passiert, wenn eine Frau auf der Baustelle arbeitet, ihre Erfahrungen im Internet teilt und damit auf die geballte Wut von Männern trifft? Cindy-Adriana Speich kennt die Antwort: Hasskommentare, Sexismus und jede Menge ungefragte Meinungen. In ihrem Buch Ich bau mir ’ne Welt, die Männern nicht gefällt erzählt sie von ihren persönlichen Erfahrungen mit einer Gesellschaft, in der Frauen noch immer viel zu oft erklären müssen, warum sie ihren Platz einnehmen dürfen. Mit einer guten Portion Humor, einer klaren Haltung und jeder Menge Female Rage schreibt Speich über Sexismus im Alltag und im Internet, über gesellschaftliche Doppelmoral und darüber, wie anstrengend es sein kann, als Frau einfach sein eigenes Ding zu machen. Dabei wird schnell klar: Ihre Wut ist nicht grundlos. Sie entsteht aus Erlebnissen, die viele Frauen kennen, über die aber noch immer viel zu häufig geschwiegen wird. Speichs Blick richtet sich auch auf ihr Leben in einem Dorf in Ostdeutschland, in dem rechte Einstellungen und politische Konflikte zum Alltag gehören. Trotz aller Schwierigkeiten möchte sie bleiben. Sie setzt sich antifaschistisch für ihre Umgebung ein und macht deutlich, dass man einen Ort nicht denjenigen überlassen muss, deren Weltbild man ablehnt. Es geht darum, Haltung zu zeigen, Widerspruch auszuhalten und sich die eigene Heimat nicht nehmen zu lassen. Offen spricht Speich außerdem über ihre Erfahrungen mit einem Schwangerschaftsabbruch und kritisiert den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit diesem Thema. Auch das Muttersein nimmt sie unter die Lupe: Plötzlich scheinen alle anderen besser zu wissen, was gut für das eigene Kind ist – und natürlich machen sie sowieso alles besser. Mit Humor und Direktheit entlarvt sie die Erwartungen, mit denen Frauen in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen konfrontiert werden. Dieses Buch ist wütend, ehrlich und unterhaltsam. Es macht deutlich, dass Humor und Zorn kein Widerspruch sein müssen und dass persönliche Geschichten immer auch etwas über gesellschaftliche Zustände erzählen. Cindy-Adriana Speich schreibt nicht, um es allen recht zu machen. Sie schreibt, um Missstände sichtbar zu machen, sich gegen Ungerechtigkeit zu stellen und eine Welt zu denken, in der Frauen nicht ständig um Anerkennung kämpfen müssen. Ein Buch für alle, die sich schon einmal über sexistische Kommentare geärgert haben, gesellschaftliche Ungerechtigkeit nicht einfach hinnehmen wollen oder Lust auf eine Stimme haben, die laut, humorvoll und unbequem ist. Denn manchmal beginnt Veränderung genau dort, wo jemand aufhört, sich anzupassen.

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