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Artikelbild von Lissabon 1941
Alexander Smoltczyk

1. Lissabon 1941

Lissabon 1941 Stadt der Spione, Hafen der Hoffnung | Josephine Baker und die verjagten Windsors. Hannah Arendt und James Bond. Ein Warteraum zwischen Hölle und Himmel.

Gesprochen von
3

27,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1441

Gesprochen von

Uve Teschner

Spieldauer

11 Stunden und 34 Minuten

Erscheinungsdatum

23.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822401

Beschreibung

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1441

Gesprochen von

Uve Teschner

Spieldauer

11 Stunden und 34 Minuten

Erscheinungsdatum

23.09.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839822401

Herstelleradresse

Argon Verlag GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Manfred Orlick

    aus Halle (Saale)

    5/5

    23.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lissabon - Eine Stadt der Hoffnung

    Im Frühsommer besetzte die deutsche Wehrmacht große Teile Westeuropas. Nach Kapitulation Frankreichs im Juni 1940 versuchten Flüchtlinge, die es nicht per Schiff nach England schafften, über die französisch-spanische Grenzen nach Lissabon zu gelangen, denn Portugal war eines der wenigen europäischen Länder, das im Zweiten Weltkrieg neutral blieb. Schließlich warteten Tausende in Portugal auf ein Schiff nach Nord- oder Südamerika, um sich vor dem Nationalsozialismus in Sicherheit zu bringen. Lissabon tummelten sich aber nicht nur Exilanten, sondern auch Agenten, Spione und Diplomaten unterschiedlichster Herkunft. Monatelang mussten viele in Lissabon ausharren, gefangen in Ungewissheit, während sie auf Transitvisa, Geld oder Schiffspassagen warteten. Der Autor begibt sich auf Spurensuche, indem er sich mit persönlichen Schicksalen (wie denen von Josephine Baker, Otto von Habsburg, Salvador Dali, Heinrich Mann, Hannah Arendt, Marc Chagall, Peggy Guggenheim, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Ian Fleming, Antoine de Saint-Exupéry, Jean Renoir, Arthur Koestler und Man Ray) auseinandersetzt. In der Summe war Portugal ein Zufluchtsort am Rand Europas, geprägt von zahlreichen Diskrepanzen.

  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    21.09.2026

    eBook (ePUB)

    Eine klare Leseempfehlung!

    „Lissabon 1941“ reiht sich nahtlos in die Reihe von Bücher wie „Marseille 1940“ (Uwe Wittstock) oder „Balkanodyssee 1933-1941“ (Marie-Janine Calic) ein und das ist keineswegs negativ gemeint, sondern zeigt die Fluchtgeschichten innerhalb und außerhalb Europas. Nach der Machtergreifung Hitlers sind Zehntausende Menschen auf der Flucht vor dem NS-Regime, das nur seine eigene Wirklichkeit gelten lässt und andere wie Juden, Roma, Sinti, Strenggläubige, Sozialisten, Kommunisten und Intellektuelle, verfolgen und in Lager bringen lässt. Diesmal steht das neutrale Portugal mit seiner Hauptstadt Lissabon im Fokus, in dem António de Oliveira Salazar (1889-1970) ab 1933 als „Estado Novo“ („Neuer Staat“) als eine konservativ-autoritäre Diktatur herrscht. Geschickt macht Salazar mit seiner Neutralitätspolitik sowohl den Alliierten als auch den Achsenmächten Konzessionen ohne sich eindeutig auf eine Seite zu stellen. Er laviert sich und sein Land durch die Jahre des Zweiten Weltkriegs, immer in der Angst, in den Krieg hineingezogen zu werden. So überlässt er sowohl den Deutsche als auch den Briten Bergbaukonzessionen für den Abbau von kriegswichtigen Bodenschätzen wie Wolfram. Die Anfrage NS-Deutschlands um den Verkauf von Tonnen von Sardinen, die als Mob-Verpflegung an Soldaten benötigt werden, wird als „Sardinenkrieg“ in die Annalen eingehen. „Der ehemalige Gefreite Adolf Hitler weiß, dass man für einen Krieg im Osten haltbare, kalorienreiche und leicht zu transportierende Nahrung braucht. Ohne die Fischkonserven Portugals wird es keinen Endsieg geben.“ Zudem überlässt Salazar Briten (und später den USA) See- und Flughäfen auf den Azoren und Madeira. Obwohl Salazar Portugal vor einer Massenimmigration schützen will und so wenige Flüchtlinge wie möglich aufnehmen will, befinden sich zeitweise mehrere 10.000 Flüchtlinge in Portugal, die meisten davon in Lissabon. Dies ist vor allem einem Mann zu verdanken: Aristides de Sousa Mendes (1885-1954), dem portugiesischen Botschafter, der zunächst in Bordeaux, gegen den ausdrücklichen Befehl von Salazar, Tausende Sichtvermerke ausstellt und damit zum einem Leben rettet, aber gleichzeitig bei Salazar in Ungnade fällt. Zu Aristides de Sousa Mendes kann ich die Biografie von Dagmar Löhr empfehlen. Doch zurück zu Alexander Smoltzcyks Buch, in dem wir über die Schicksale von Josephine Baker, Otto von Habsburg, Salvador Dali, Heinrich Mann, Hannah Arendt, Marc Chagall, Peggy Guggenheim, Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Ian Fleming, Antoine de Saint-Exupéry, Jean Renoir, Arthur Koestler, Man Ray und vielen anderen lesen können. „Der Kriegsbeginn macht Josephine Baker zur Geheimagentin, den Diktator Salazar zum Hochseilartisten und das Hauptpostamt Lissabons zur Pilgerstätte.“ Doch nicht alle warten auf eine rettende Schiffspassage oder ein Flugticket, egal wohin, sondern Lissabon ist der Hotspot der Spionage. Hier treffen sich offizielle Geheimdienstmitarbeiter, Gelegenheitsspione oder Agenten, die mehr als nur einer Seite dienen. Josephine Baker wird ihre Tourneen dazu nützen, Geheimdienstinformationen weiterzugeben und Ian Fleming, der sich als Mitglied des Marine-Nachrichtendienst zahlreiche Anregungen für seine späteren Romane rund um den Geheimagenten James Bond holt. Immer wieder rückt Alexander Smoltzcyk Botschafter Aristides de Sousa Mendes in den Mittelpunkt seines Buchs, der zahlreiche jüdische Personen die Ausreise aus Europa ermöglicht hat, bevor er selbst unehrenhaft aus dem diplomatischen Dienst entlassen worden ist. Das Buch, das wie ein Tagebuch aufgebaut ist und mit dem Juli 1939 beginnt und mit dem 6. Mai 1945 endet, ist ein Kaleidoskop dieser Jahre, in denen Personen verschiedenster Herkunft und unter unterschiedlichen Beweggründen sich in Lissabon aufhalten. Zahlreiche Abbildungen ergänzen diese Kapitel, die unterschiedlich lang sind. Einige umfassen oft nur wenige Zeilen, andere schildern detailliert Ereignisse wie z. B. den Schwarzabbau von Wolfram durch die verarmte portugiesische Landbevölkerung, die durch wenige Tage des illegalen Schürfen ein vielfaches ihres üblichen Jahreseinkommen erreichen. Es gibt regelmäßig Seitenblicke nach London, Paris, New York, Washington oder Berlin. Immer wieder treffe ich auf Namen wie die der Widerstandskämpferin und Fluchthelferin Lisa Fittko sowie Varian Fry, die ich auch anderen Büchern kenne. Besonders aufschlussreich ist auch der Epilog, der das weitere Leben so mancher Personen, die in Lissabon der Jahre 1939 bis 1945 eine Rolle gespielt haben, erzählt. Zahlreiche Abbildungen, darunter historische Stadtpläne von Lissabon lassen uns tief in diese Zeit eintauchen. Dazu zählt auch eine Foto-Galerie von bekannten Persönlichkeiten von Hannah Arendt bis Max Schmeling, die in diesem Buch ihren Auftritt haben, inklusive des Berufs oder der Rolle, die sie gespielt haben, sowie dem Verzeichnis jener Adresse unter der sie in Lissabon erreichbar gewesen sind. Fazit: Gerne gebe ich diesem eindrucksvollem von Lissabon, das für einige Jahre sowohl Stadt der Spione als auch Hafen der Hoffnung gewesen ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Mrs.Moriarty

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    27.09.2026

    eBook (ePUB)

    Lebendig erzählte Geschichte über Flucht, Spione, Menschlichkeit

    Ich hatte im Vorfeld tatsächlich so gut wie keine Ahnung von Lissabons oder auch generell Portugals genauer Rolle, sowohl während des zweiten Weltkrieges, als auch der Diktaturen in Europa und speziell des Holocaust. Umso spannender fand ich, wie der Autor diese Geschichte aufrollt und mir einen Einblick gewährte. Ich finde seine große Stärke ist vor allem die vielen Gleichzeitigkeiten der Ereignisse zu erzählen, dies gelingt ihm über die Biografien der verschiedenen Persönlichkeiten in diesem Buch. Manchmal viel es mir aber aufgrund der vielen Namen etwas schwer, den Überblick zu behalten. Das zeigt meiner Meinung nach aber eben auch auf, das es zum Teil sehr chaotisch zu ging. Vieles wirkt nur auf den ersten Blick kontrolliert und geradlinig. Es entstehen ja auch deshalb immer wieder Brüche, weil wir nicht alle Geschichten wirklich weiterverfolgen können, zum Teil auch, weil die Menschen ermordet wurden, zum Teil weil sich generell ihre Spur verliert. Trotzdem fand ich es dadurch auch manchmal sehr schwer den Überblick zu behalten. Ich muss sagen, das ich über mein historisches Grundwissen dann schon sehr froh war, denn dadurch waren mir auch nicht alle Personen fremd und ich konnte einiges auch in den historischen Kontext im allgemeinen setzen. Trotzdem fühlte ich mich durch die Informationsflut manchmal überfordert. Wer sich wie ich für die vielen Fascetten des Faschismus, den Holcoaust und die Menschen dahinter interessiert, aber auch weshalb Lissabon eigentlich so interessant für Spionage war, dem sei das Buch trotzdem sehr empfohlen!

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