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Produktbild: Die Insel der Meeresfrauen

Die Insel der Meeresfrauen Roman

4

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

3526

Erscheinungsdatum

30.07.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

2498 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Elke Link

Sprache

Deutsch

EAN

9783989410992

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

3526

Erscheinungsdatum

30.07.2026

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

544 (Printausgabe)

Dateigröße

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1. Auflage

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Elke Link

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Deutsch

EAN

9783989410992

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  • Bewertung

    5/5

    12.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Jahreshighlight

    Der Roman spielt 1938-2008 auf Jeju, einer kleinen Insel bei Südkorea, die noch heute bekannt ist für ihre Haenyeo: Frauen, die ohne Tauchausrüstung bis zu 20m tief tauchen, um ihre Familien mit dem Verkauf von Meeresfrüchten zu ernähren. Ein absolutes Jahreshighlight! Ich kannte den Beruf bislang nur aus K-Dramen, fand ihn aber schon dort wahnsinnig spannend. Geschichten, die auf historischen Hintergrund und Interviews basieren, berühren mich ungemein - Lisa See allerdings hat es geschafft, eine hochemotionale, herzzerreißende Geschichte um das Phänomen zu weben. Wir begleiten Protagonistin Young-sook fast ihr ganzes Leben lang, von der Kindheit bis ins hohe Alter. Gerade deshalb hat mich die Erzählung von Seite zu Seite mehr mitgenommen. Das lag einerseits an ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und persönlichen Errungenschaften wie schweren Verlusten (mit keinem davon habe ich gerechnet, aber jeder einzelne hat mir Tränen in die Augen getrieben), auf der anderen Seite an dem historischen Kontext der japanischen wie amerikanischen Besatzung, Kr1eg, den Kampf um Unabhängigkeit Jejus, dem Wunsch nach Wiedervereinigung mit dem Norden, dem Angriff auf Hiroshima, Verschleppung von Frauen und Mädchen, Einzug von Jugendlichen  und willkürlichen Ex3kutionen. All das hat mich so erschüttert, dass ich mehrmals das Buch weggelegt habe. Der Autorin ist es gelungen, dass es mir viel zu nahe ging - wow! Besonders inspirierend fand ich die Demonstration der Haenyeo um ihre Rechte und gegen Ausbeutung, woran 17 000 Frauen teilnahmen und zu vielen weiteren Demos führte. Die Gesellschaftsstruktur basiert nämlich auf dem Matriarchat: Die Frauen und Mädchen verdienen das Geld, während die Männer sich zuhause um die Kinder kümmern. Die Langeweile Letzterer allerdings führt oftmals zu häuslicher G3walt und starkem Alk0holismus. Frauen ermöglichen ihren Söhnen somit ihre Bildung, indem sie die Schule finanzieren. Trotzdem ist deren einzige Aufgabe die Ahnenverehrung, weshalb sich die Familien mit Töchtern gesegneter fühlen, schon damals in den 1930ern. Die enge Freundschaft mit Mi-ja vor und nach den arrangierten Ehen hat mich ebenso mitgenommen wie die Freundinnen selbst, der Bruch war nachvollziehbar, das Ende herzzerreißend traurig, es hallt noch lange nach. Spannend fand ich hier die Saisonarbeit in China, Russland etc, da ich nicht erwartet habe, dass die Inselbewohnerinnen doch so viel von der Welt sehen. Wie auch die Protagonistin hat mich das Massak3r in den 1940ern am meisten mitgenommen, wo zahllose Dörfer und Tausende Leben ausgelöscht wurden. Der Norden fiel in den Süden ein und Tausende amerikanische Besatzer sahen weg. Erst 2000 durfte öffentlich darüber gesprochen weren. 2008 stehen 30 000 Namen auf einer Gedenktafel. Was Young-sook passiert ist, was sie mit ansehen musste und was selbst Kleinkindern angetan wurde, hat mir den Magen umgedreht und Tränen in die Augen getrieben. Besonders in dem Wissen, dass es sich tatsächlich so zugetragen hat. Ich habe so sehr mit Young-sook gelitten und konnte verstehen, dass sie Mi-ja nie verziehen hat. Dass deren Freundschaft der Kern des Buches war, macht die Geschehnisse und auch das Ende umso tragischer. Insgesamt hat mich die Geschichte um die Haenyeo mitten ins Herz getroffen. Die Gemeinschaft der Frauen von Mädchen bis Alte, der starke Zusammenhalt, die Widerstandsfähigkeit, ihr Mut, ihre Tätigkeit trotz der Gefahren des Meeres und ihrer Verluste, ist wahnsinnig inspirierend und ich liebe es, dass durch dieses Buch ein Teil ihrer Geschichte immer bleiben wird.

  • Marlen

    aus Dresden

    5/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Koreanische Geschichte verpackt in einen spannenden Roman

    Am liebsten mag ich es, wenn Bücher mich nicht nur unterhalten, sondern wenn sie mir gleichzeitig auch noch Wissen vermitteln. Genau so ein Roman ist „Die Insel der Meeresfrauen“. Als Leser erfährt man hier die Geschichte Südkoreas in den letzten 100 Jahren und ist gleichzeitig mittendrin in einer spannenden Story über Freundschaft, Familie und die legendären Haenyeo, die Meerestaucherinnen Koreas. Haenyeo sind Frauen, die ohne Sauerstoffgerät tiefer tauchen können als die meisten anderen Menschen und die diese Kunst in ihren Familien von einer Generation zur nächsten weitergeben. Sie ernten Meeresfrüchte und leben von ihrem täglichen Fang. Im Korea der 1930er Jahre wachsen zwei Freundinnen, Young-sook und Mi-ja, unter japanischer Besatzung heran. Für sie ist klar, dass sie in die Fußstapfen ihrer Vorfahrinnen treten werden und ihren Lebensunterhalt als Haenyeo verdienen. Doch das Leben hält viele unerwartete und vor allem grausame Wendungen bereit - eine davon entfremdet die beiden jungen Frauen später auf Lebenszeit. Lisa See erzählt von der Kraft der Freundschaft, dem Kampf ums Überleben und der Schwierigkeit von Vergebung. Erst im Jahr 2008, als Young-sook bereits über 90 Jahre alt ist, findet sie - nicht ganz freiwillig - die Kraft, sich mit ihrer früheren Freundin Mi-ja und deren Taten und Beweggründen auseinanderzusetzen. Der Roman lässt sich trotz vieler Fremdwörter und koreanischer Namen sehr gut lesen. Während ich bei asiatischen Autoren/Autorinnen mitunter die Schwierigkeit habe, dass ich mit ihrem Schreibstil nicht gut zurecht komme, konnte mich Lisa See bereits ab dem ersten Kapitel mitnehmen. Da sie aus einer asiatisch-amerikanischen Familie stammt, hat sie - wie man beim Lesen durchaus merkt - einen besonderen Zugang zu asiatischer Geschichte und kann diese als auch die „Alltagssituationen“ sehr authentisch rüberbringen - insbesondere für Leser, die nicht aus dem asiatischen Kulturkreis kommen. Dies finde ich wichtig, um einem möglichst breiten Publikum das Buch nahebringen zu können. Mich hat „Die Insel der Meeresfrauen“ sehr berührt und man muss als kleine Warnung dazusagen, dass das Buch an einigen Stellen explizite und brutale Gewaltszenen enthält - die Geschichte rund um den „Vorfall vom 03. April“ wird nicht beschönigt, sondern in ihrer ganzen Härte dargestellt. Zart besaitete Leser sollten hier achtsam sein, wie viel des Kapitels sie sich zumuten möchten. Für Leser, die an der Geschichte Südkoreas und der Haenyeo interessiert sind, die es mögen, in andere Kulturkreise einzutauchen und die es lieben, wenn ein Buch gleichzeitig unterhält und Wissen vermittelt, ist dieser Roman eine klare Leseempfehlung!

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    30.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freundinnen

    Für den Roman „Die Insel der Meeresfrauen“ hat die Schriftstellerin Lisa See genau und auch in Korea recherchiert. Dieser Roman spielt auf der koreanischen Insel Jeju. Dort wurden die Frauen zu Meerestaucherinnen ausgebildet. Die Protagonistinnen sind sind Young.Sook und ;i-ja, sie sind Freundinnen. Es ist nicht nur das Tauchen, das interessant ist, sondern auch die schwierige Freundschaft. Wir erleben dann auch noch die schwierige Zeit, als japanische Soldaten die Insel besetzten. Aber auch danach war die Lage voller Grausamkeiten. Lisa See ist eine wirklich begnadete Schriftstellerin, die mich immer wieder begeistert. Sie schreibt mit großer Präsident . Dieser Roman ist wieder sehr zu empfehlen.

  • Bewertung

    4/5

    01.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mitreißend, berührend und kraftvoll

    „Man kann das Meer lieben oder hassen, aber es wird immer da sein. Für immer. Das Meer ist und war der Mittelpunkt ihres Lebens.Es hat sie genährt und von ihr genommen, aber es hat sie nie verlassen.“ „Die Insel der Meeresfrauen“ erzählt von der Gemeinschaft der Haenyeo, den legendären Apnoetaucherinnen der koreanischen Insel Jeju, von der Freundschaft zwischen Young-sook und Mi-ja, sowie von Jahren des Krieges und ausländischer Besatzung. Es geht um Trauma, Schuld, den Kampf ums Überleben und die schwierige Frage, ob und wie Vergebung möglich ist. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Die erste beginnt in den 1930er-Jahren und begleitet die Figuren über mehrere Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Die zweite spielt im Jahr 2008 und enthüllt nach und nach Ereignisse aus der Vergangenheit, die zunächst ungeklärt bleiben. Diese Erzählweise hatte für mich eine starke Sogwirkung und machte die ohnehin emotionale und teilweise tragische Geschichte besonders spannend. Besonders gefallen hat mir auch der Humor innerhalb der Frauengemeinschaft. Zwischen all den schweren Themen gibt es immer wieder trockene und pointierte Bemerkungen wie: „So viel Wunschdenken, aber was kann man von einem Mann schon anderes erwarten?“ oder „Nicht viele Männer können ohne Ehefrau auskommen, aber alle Frauen ohne Ehemann.“, und auch kluge Erkenntnisse: „Doch so stark wir auch waren und so viel wir auch taten, keine von uns würde jemals ausgewählt werden, um den Fischereiverband des Dorfes zu leiten oder in den Dorfrat von Hado gewählt zu werden.“ Neben diesen leichteren Momenten gibt es jedoch auch sehr heftige und brutale Gewaltszenen mit expliziten Beschreibungen von Kriegsverbrechen und Massakern. Diese waren für mich teilweise schwer auszuhalten und kamen unerwartet. Eine kurze Triggerwarnung wäre hier meiner Meinung nach sinnvoll gewesen. Trotz all der Brutalität und Härte, trotz der grausamen und beklemmenden Kriegsschilderungen, überwiegt für mich am Ende die Geschichte von Widerstandskraft, Zusammenhalt und Gemeinschaft – und vor allem von der Kraft der Freundschaft. „Die Insel der Meeresfrauen“ ist ein mitreißender, berührender und kraftvoller Roman, der koreanische Geschichte mit einer bewegenden Geschichte über Freundschaft, Schuld und Vergebung verbindet.

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    Herad Pfeuffer

    OSIANDER Speyer

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mein, nicht ganz so leichtes Sommerbuch

    Was für ein Buch! Das Cover stellt einen Teil der Geschichte des Romans sehr gut dar. Haenyeo oder Jamnyeo, wie die Frauen auf Jeju-do sich selber nennen. Ihr Leben, ihre Arbeit, ihre Tradition. Doch es gibt eben einen anderen Teil, darin geht um das Massaker an den Inselbewohner, die Greueltaten, die im April und Mai 1948 statt gefunden haben. Es geht um Freundschaft, vergeben können und Vergebung finden, das Buch ist eine Hommage an die Taucherinnen auf Jeju- do, aber auch ein Erinnern und Nicht-Vergessen. Ein Buch, das gelesen werden sollte, zeigt es doch eine andere Kultur und Zeitgeschichte in Romanform.
  • Zum Bewerterprofil von Lea Rückert

    Lea Rückert

    Thalia-Buchhandlung Herder & Thalia

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vor 6 Jahren gelesen, immernoch beeindruckt

    Endlich gibt es eine deutsche Übersetzung! Eine Geschichte über Trauer und Wut, aber auch über Begeisterung und Freude. Ich war tief beeindrucktvon dem Mut dieser Frauen. Unglaublich bewegend und ich habe viel gelernt. Man merkt, dass Lisa See intensiv Zeit mit Recherche verbringt und beim Lesen schafft sie es einen mit in diese Zeit zu nehmen.

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