Der vierte Band der gefeierten »Jahreszeiten«-Reihe von Bestsellerautorin Maja Lunde ist ein poetisches Märchen für Kinder und Erwachsene über Selbstbehauptung, familiäre Bindungen und den Mut, auf sich selbst zu hörenIsabella führt mit ihrer exzentrischen Mutter ein unstetes Leben an wechselnden Wohnorten. Ihre eigenen Gefühle kann sie nur schwer kontrollieren. Kocht die Wut hoch, wird sie handgreiflich – dann ist sie eine »Donnerkönigin«. Als sie in den kleinen Ort Eikedalen ziehen, werden sie herzlich von einem älteren Mann namens Abel aufgenommen und Isabella knüpft schnell erste Freundschaften. Erwartungsvoll blickt sie auf das Fest der Toten, das am 31. Oktober gefeiert wird. Doch als ihre Mutter mal wieder Streit vom Zaun bricht, fürchtet Isabella sich vor ihrer Willkür. Zum Glück trifft Isabella da die geheimnisvolle Waldhüterin Elsi, die sie ermutigt, für ihre eigenen Wünsche einzustehen – unabhängig von den Erwartungen ihrer Mutter.Ungekürzte Lesung mit Josephine Hochbruck3h 30min
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
CorniHolmes
5/5
12.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzergreifend, bildgewaltig und so wunderschön!
Isabella ist es gewohnt, nie lange an einem Ort zu bleiben und ständig irgendwo neu anzufangen. Denn ihre Mutter liebt es, umherzuziehen und jeden Tag zum Abenteuer zu machen. Immer in Bewegung sein, niemals stehen bleiben – so wird das Leben leicht und unkompliziert. Doch dann müssen die beiden vorübergehend in das kleine norwegische Dorf Eikedalen ziehen, in dem die Mutter aufgewachsen ist und wo ihr Bruder Abel immer noch in ihrem Elternhaus lebt. Der Onkel kümmert sich liebevoll um seine Nichte und Isabella erfährt zum ersten Mal, was es heißt, ein richtiges Zuhause zu haben. In ihrer neuen Schule findet sie schnell Freunde, mit denen sie vofreudig auf das Fest der Toten blickt, das am 31. Oktober gefeiert wird. Doch wie sie oft, eckt ihre Mutter mit ihrer exzentrischen Art an und auch Isabella kann ihre Gefühle manchmal kaum kontrollieren. Ganz plötzlich kocht die Wut in ihr hoch und sie kann nicht verhindern, dass sie handgreiflich wird. Als sie in der Schule mal wieder zur Donnerkönigin wird, flüchtet sie in den Wald, wo sie auf die geheimnisvolle Waldhüterin Elsi trifft. Die alte Frau hört ihr zu und ermutigt sie, für sich einzustehen und das zu tun, was ihr Herz ihr sagt.
Dem vierten (und leider auch letzten) Band des Jahreszeiten-Quartetts habe ich über ein Jahr ganz sehnsüchtig entgegen gefiebert. Die drei vorherigen Bände ich geliebt – wenn ihr sie noch nicht kennt, kann ich euch nur ans Herz legen, dies zu ändern. Das Einhalten der chronologischen Reihenfolge ist dabei jedoch nicht erforderlich. Die Bücher sind in sich abgeschlossen und vollkommen unabhängig voneinander lesbar.
Nach Winter, Frühling und Sommer beschert uns das norwegische Erfolgsduo Maja Lunde und Lisa Aisato nun eine Herbstgeschichte. Schon das Cover ist wieder ein Traum (unter dem Schutzumschlag übrigens auch) und schürt die Vorfreude auf das Erlebnis dahinter. Was jedoch optisch wie ein herbstliches Wohlfühlbuch daherkommt, entpuppt sich nur kurz darauf als eine überaus berührende und tiefgründige Erzählung.
Auch dieser Band ist zunächst recht melancholisch und erinnert trotz der kindlichen Erzählperspektive nur wenig an ein lustig-fröhliches Kinderbuch. Gleich zu Beginn lernen wir unsere Ich-Erzählerin Isabella kennen, ein Mädchen, das zwischen Kindheit und Erwachsensein steckt und viel zu früh eine Rolle einnehmen musste, für die sie eigentlich noch zu jung ist. Durch das Vagabundenleben ihrer wankelmütigen Mutter hatte Isabella nie das Gefühl, irgendwo dazuzugehören. Ihre Mutter schwankt ständig zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt und kann ihrer Tochter nicht die Stabilität im Leben geben, die sie so dringend benötigt. Darüber hinaus lebt sie ihr von klein auf vor, vor Problemen davonzulaufen, anstatt sich ihnen zu stellen. Isabella versucht stets den Erwartungen ihrer Mutter zu entsprechen, doch manchmal wird sie von ihren Gefühlen und ihrer Wut so überwältigt, dass sie sich in eine Donnerkönigin verwandelt. In diesen Situationen kann sie sich nicht kontrollieren und ihr Zorn schlägt in Gewalt um. Isabellas innere Zerrissenheit und Verletzlichkeit werden so bildlich und herzzerreißend beschrieben, dass man zutiefst mitfühlt und ihr einfach nur wünscht, dass sie endlich den Mut findet, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und das bekommt, wonach sie sich so sehnt: Ein richtiges Zuhause.
Auf ihre gewohnt einfühlsame und poetische Weise erzählt Maja Lunde von Familie, Freundschaft, Neuanfang und der Magie des Herbstes. Davon, alte Verletzungen von früher loszulassen und Wurzeln zu schlagen, um wachsen zu können. Sie erinnert uns daran, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu hören und Hilfe anzunehmen, wenn man sie braucht.
Dieses Buch ist eine wundervolle emotionale und magische Reise, deren Zauber man sich kaum mehr entziehen kann. Die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz, angefangen bei Isabella über ihren liebenswerten Onkel Abel bis hin zu der geheimnisvollen alten Frau Elsi, die immer genau dann aufzutauchen scheint, wenn sie gebraucht wird.
Auch optisch ist „Die Donnerkönigin“ der reinste Genuss. Die Illustrationen von Lisa Aisato sind einfach mal wieder atemberaubend! Unglaublich ausdrucksstark und detailverliebt, mal traurig und düster, mal warm und farbenfroh und so voller Emotionen und Leben, dass man sich stundenlang darin verlieren kann. Vor allem die herbstlichen Waldbilder, die die besondere Atmosphäre dieser Jahreszeit so gekonnt einfangen, sind traumhaft anzusehen.
Fazit: „Die Donnerkönigin“ ist eine märchenhafte und herzergreifende Herbstgeschichte über ein starkes Mädchen, das lernt, für sich einzustehen und den Mut findet, den eigenen Weg zu gehen. Ein wunderschönes und bildgewaltiges Buch, das berührt, Hoffnung schenkt und lange nachhallt. Für mich ist auch dieser Band ein absolutes Herzensbuch. Maja Lunde und Lisa Aisato schließen ihre großartige Jahreszeiten-Reihe damit mehr als würdig ab. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.
sommerlese
5/5
28.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzzerreißende Herbst-Geschichte mit grandiosen Illustrationen!
Die Donnerkönigin ist Maja Lundes vierter Band des Jahreszeiten Quartetts und erscheint im btb Verlag. Die Illustrationen stammen erneut von der preisgekrönten Lisa Aisato.
Isabella und ihre exzentrische Mutter führen ein unstetes Leben mit ständig wechselnden Wohnorten. So hat Isabella es nie gelernt, feste Bindungen oder Freundschaften einzugehen und kann ihre eigenen Gefühle nur schwer kontrollieren. Sie wird wütend und auch handgreiflich, weshalb man sie »Donnerkönigin« nennt. Doch eines Tages ziehen sie in den kleinen Ort Eikedalen und werden sehr herzlich von dem älteren Mann namens Abel aufgenommen. Isabella knüpft erste Freundschaften und ist gespannt auf das Fest der Toten, das am 31. Oktober gefeiert wird. Als Isabella die geheimnisvolle Waldhüterin Elsi trifft, ermutigt Elsi sie, für ihre eigenen Wünsche und Träume im Leben einzustehen, auch gegen den Willen ihrer Mutter.
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Isabella erzählt. Wir erfahren, wie sie durch das unstete Leben und die ständigen Ortswechsel früh die Erwachsenenrolle in der Mutter-Kind-Beziehung einnehmen musste. Ihre Mutter leidet an ständigen Gefühlsschwankungen, ein Zeichen von Depression und gibt Isabella nicht die nötige Stabilität im Leben. Isabella fehlt ein Zuhause, doch das mag sie ihrer Mutter nicht sagen. Oft wird Isabella so wütend, dass sie gewalttätig wird. Erst als sie Elsi trifft, kann sie lernen, zu ihren Gefühlen zu stehen und sie zu kontrollieren und auch ihre Wünsche zu benennen.
Maja Lunde hat eine tiefgründige Handlung geschaffen, die mich berührt, traurig macht und ans Herz geht. Die Geschichte um Isabella entwickelt sich voller Spannung und man hofft, dass sie und ihre Mutter sich endlich im kleinen Ort Eikedalen heimisch fühlen und dort sesshaft werden. Das Problem ist Isabellas rastlose Mutter und die Hoffnung auf ein Ankommen in einer netten menschlichen Nachbarschaft trägt durch die gesamte Geschichte. Die wunderschönen Zeichnungen zeigen Nachtaufnahmen und Szenen im Wald, sie sind detailreich, zeigen die Früchte der Natur und passen farblich wunderbar zum Herbst. Erneut hat Lisa Aisato es geschafft, mit ihren Bildern die Leser zu berühren und in eine melancholische Stimmung zu versetzen, die mit einem glücklichen Umstand endet.
Ein herbstlich anmutendes Buch mit wunderschönen Bildern und einer melancholischen Geschichte, die über Freundschaft, Familie und feste Bindungen erzählt und über ein festes Zuhause, das einem Menschen den nötigen Rahmen für ein sicheres Leben schenkt.
Tintenwelten
5/5
25.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Märchenhafte Geschichte samt traumhaft schöner Illustrationen
Isabella und ihre Mutter bleiben nie lange am selben Ort und führen ein ziemlich unstetes Leben. Als sie im kleinen Städtchen Eikedalen ankommen, werden sie herzlich vom älteren Abel aufgenommen und Isabella findet schnell Anschluss. Doch ihre Mutter eckt wie so oft an und auch Isabella kann ihre eigenen Gefühle, vor allem die unberechenbare Wut, nicht kontrollieren. Daher flüchtet das Mädchen in die Wälder, wo sie auf die geheimnisvolle Waldhüterin Elsi trifft. Diese ermutigt sie für ihre eigenen Wünsche einzustehen und das unabhängig von den Erwartungen ihrer Mutter.
Wie erleben die Ereignisse aus Isabellas Perspektive. Sie musste viel zu früh die Erwachsenenrolle in der Mutter-Kind-Beziehung einnehmen. Ihre Mutter schwankt ständig zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt und ist ziemlich unzuverlässig. Isabella leidet zunehmend unter dem Mangel an Stabilität und Sicherheit und sehnt sich nach einem Ort, den sie ihr Zuhause nennen kann. Doch sie traut sich nicht, ihrer Mutter davon zu erzählen. Oft wird Isabella von einer Wut überwältigt, die sie kaum zurückhalten kann. Dann wird sie zur „Donnerkönigin“ und kann nicht verhindern, dass ihre Wut in Gewalt umschlägt. Diese Metapher fand ich besonders stark, weil sie Isabellas innere Zerrissenheit so bildhaft vermittelt.
️
Dies ist mittlerweile das vierte Buch der beiden Autorinnen und ich bin absolut begeistert. Nicht umsonst gehört Lisa Aisato zu meinen allerliebsten Illustrator:innen.
Auch hier gilt: mit oder ohne Schutzumschlag ist „Die Donnerkönigin“ ein Traum. Die Zeichnungen sind unglaublich detailverliebt und voller Emotionen. Ich liebe die Farbwahl, die je nach Gefühlslage entweder düster und trist daher kommt oder farbenfroh und sprühend vor Leben. Da die Geschichte im Herbst spielt und Isabella viel Zeit im Wald verbringt, dürfen wir uns an einigen traumhaft schönen Kunstwerken erfreuen, welche die besondere Stimmung dieser Jahreszeit wunderbar einfangen.
Es ist eine märchenhafte Geschichte über familiäre Bindungen, Selbstbehauptung und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.
ShaanielsBookWorld
aus Niedersachsen
5/5
21.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
*Absolutes Highlight und Herzensbuch!*
Meine Meinung:
Hallo ihr Süßen
Manche Bücher liest man und klappt sie danach einfach zu. Und dann gibt es Bücher, die etwas in einem berühren, von dem man vielleicht gar nicht wusste, dass es noch so empfindlich ist. *Die Donnerkönigin* war für mich genau so ein Buch. Isabellas Geschichte hat mich unglaublich berührt. Ihre Wut, ihre Verletzlichkeit, das Gefühl, mit den eigenen Emotionen manchmal kaum umgehen zu können und gleichzeitig einfach nur gesehen und verstanden werden zu wollen. Ich habe mich selbst in so vielen kleinen Momenten wiedergefunden und genau dadurch hat die Geschichte für mich eine ganz andere Tiefe bekommen. Ich habe Isabella nicht einfach nur begleitet, sondern ihre Gefühle teilweise selbst gespürt. Manche Szenen haben mich deshalb viel stärker getroffen, als ich erwartet hatte. Maja Lunde erzählt auf eine wunderschön poetische und gleichzeitig sehr ehrliche Art von Familie, Verletzlichkeit, Selbstbehauptung und dem Mut, irgendwann auf die eigene Stimme zu hören, sich nicht zu verstecken. Besonders schön fand ich auch die herbstliche Atmosphäre. Denn für mich ist der Herbst, die schönste Zeit des Jahres, denn dieses Buch fühlt sich an wie ein kalter Herbsttag, an dem man sich mit einer Decke bei Kerzenschein einkuschelt und so trotzdem irgendwo ein kleines Licht findet. Die Illustrationen von Lisa Aisato sind wieder einfach nur wunderschön. Sie geben dieser ohnehin schon emotionalen Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Für mich ist *Die Donnerkönigin* nicht einfach nur ein Buch, sondern eines, das etwas in mir hinterlassen hat. Vielleicht gerade deshalb, weil ich mich selbst darin wiedererkannt habe. Ein Buch, das mich emotional abgeholt, mich nachdenklich gemacht und an einigen Stellen mitten ins Herz getroffen hat. Ein ganz besonderes Herzensbuch und für mich ein wunderschöner Abschluss des Jahreszeiten Quartetts. Danke liebe Maja.
Ganz lieben Gruß
Sonja / Shaaniel
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