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Produktbild: Zwischen Aufbruch und Abwehr

Zwischen Aufbruch und Abwehr Das Wagnis der Veränderung in der Psychoanalyse

1

42,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

01.05.2026

Herausgeber

Eckehard Pioch + weitere

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

246 (Printausgabe)

Dateigröße

2322 KB

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

EAN

9783837964226

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

eBooks im PDF-Format haben eine festgelegte Seitengröße und eignen sich daher nur bedingt zum Lesen auf einem tolino eReader oder Smartphone. Für den vollen Lesegenuss empfehlen wir Ihnen bei PDF-eBooks die Verwendung eines Tablets oder Computers.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

01.05.2026

Herausgeber

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

246 (Printausgabe)

Dateigröße

2322 KB

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

EAN

9783837964226

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  • Bewertung

    4/5

    16.06.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Fallgeschichten und eigene Einblicke ausssagekräftig

    Seelische Veränderung ist ambivalent: Einerseits besteht oft der Wunsch nach Veränderung, andererseits wird dieser Prozess stets von Ängsten begleitet. So kann die Aufgabe einer alten Identität oder einer Beziehung zu einem inneren Objekt gefürchtet werden. Auch bei Psychotherapeut*innen können bewusste oder unbewusste Ängste und Unsicherheiten verhindern, dass Aufbruch und Veränderung im psychotherapeutischen Prozess zuversichtlich gewagt werden können. Die Autor*innen beschäftigen sich mit verschiedenen Formen der Abwehr gegen Veränderungen wie Rückzug, Spaltung oder Identitätswiderstand. Sie werfen einen Blick auf das aktuelle psychodynamische Behandlungsverständnis und setzen es in Beziehung zum Veränderungspotenzial und den damit verbundenen Hindernissen. So wird das Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen von Veränderung auch für die Bewältigung der multiplen gegenwärtigen Krisen und Konflikte nutzbar gemacht. Die Texte reichen persönlicher und klinischen Reflexionen bis hin zu gesellschaftskritischen Analysen. Der Sammelband wird eröffnet mit einem Beitrag, der die führende Macht der Angst vor dem Zusammenbruch vorstellt, die jede Möglichkeit des Aufbruchs blockiert. Danach geht es um objektales Verstehen und den Umstand, dass der Beginn des psychischen Leidens objektal ist. Anschließend wird deutlich gemacht, wie sehr das Geschehen im Ablauf der Sitzungen auf die Gestaltung der latenten Szene basiert, wie sie von Patient und Analytiker unbewusst gestaltet wird. Anschließend geht es um die Poetik des traumatischen Zeugnisses. Weiterhin wird untersucht, wie gesellschaftliches, familiäre und kulturelle Strukturen die innere Welt eines Patienten prägen. Die psychoanalytischen Grundlagen des Kippens von freundschaftlicher Annäherung an die Freude in feindlich-destruktiver Aktion in sozialen Gemeinschaften. Außerdem wird untersucht, wie die vermehrte Nutzung des digitalen Medien die unbewusst emotionale Entwicklung bei jungen Erwachsenen beeinflusst und formt und unter welchen Umständen es so zu Fehlentwicklungen kommt. Ausgehend von einer klinischen Beobachtung wird dann das Geheimnis, das Unberechenbare, das Echte in der analytischen Begegnung als treibende Kraft der Veränderung untersucht. Danach geht es um das riskante Unterfangen, Illusionen zu verlassen, ohne den seelischen Halt zu verlieren. Weiterhin gibt ein Psychoanalytiker die Veränderungen seines eigenen Entwicklungsprozess im Laufe der beruflichen Tätigkeit preis. Fragen der Idealisierung und die notwendigen Entidealisierung der Psychoanalyse für die Entwicklung der persönlichen psychoanalytischen Identität als Analytiker werden dann behandelt. Standpunktunsicherheit als Ausdruck einer Haltung, die Offenheit, Selbstreflexion und Resonanz ermöglicht, wird im letzten Beitrag nicht als Schwäche sondern als Zeichen analytischer Lebendigkeit gesehen. Zwischen den Beiträge gibt es schon qualitative Unterschiede: Wenn konkret an Fallbeispielen gearbeitet wird, werden die Beiträge aussagekräftiger. Die persönlichen Einblicke bei Autor*innen bezüglich der eigenen beruflichen Entwicklung sind besonders spannend. So werden nicht nur Patient*innen in den Blick genommen, sondern auch eine andere Perspektive gewählt.

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