Hochfrequenzhandel im Spannungsfeld von Finanzmärkten, Realwirtschaft und Gesellschaft Ethik, Ordnung und die Suche nach einer (nachhaltigen) Balance
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
69,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
22.07.2026
Verlag
SpringerSeitenzahl
369 (Printausgabe)
Dateigröße
1927 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783662740194
Hochfrequenzhandel (HFT) verlagert den Wettbewerb an Finanzmärkten von Informationsqualität auf Ausführungsgeschwindigkeit und kann negative Externalitäten auf mehreren Ebenen erzeugen. Diese Arbeit untersucht, ob und wie HFT reguliert werden kann, um diese zu internalisieren. Auf Marktebene entstehen Preisverzerrungen und adverse Selektion: fundamentale Informationssuche wird nicht entlohnt, wenn Latenzvorteile eine schnellere Ausführung ermöglichen. Market Maker reagieren unter HFT-Konkurrenten mit höheren Spreads und geringerer Liquidität. Realwirtschaftlich kann HFT Informationsasymmetrien erzeugen, Investitionsentscheidungen verzerren und Kapitalkosten erhöhen - die Kernfunktion des Kapitalmarkts wird beeinträchtigt. Gesellschaftlich begünstigt privilegierter Infrastrukturzugang kapitalstarke Akteure, wirkt prozyklisch und nähert sich einem Nullsummenspiel: Private Gewinne stehen kollektiven Kosten ohne realwirtschaftlichen Mehrwert gegenüber.
Untersucht wird, ob leicht verzögerter Handel - durch diskrete Auktionen, Mindesthaltefristen und symmetrische Zugangsregeln - Informationsasymmetrien reduziert, die Kapitalallokation verbessert und Marktintegrität sowie Stabilität stärkt. Zudem wird gefragt, ob komplexere Algorithmen und KI bei verzögertem Handel die Marktqualität zusätzlich verbessern.
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