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Produktbild: Von achtsam bis toxisch

Von achtsam bis toxisch Was hinter Therapiesprech steckt. Ein kritischer Blick auf Alltagspsychologie und die Macht der Worte. Buch über psychologische Sprache

Aus der Reihe Duden - Sachbuch
12

16,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

45236

Erscheinungsdatum

14.09.2026

Verlag

Duden

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

844 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783411914456

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

45236

Erscheinungsdatum

14.09.2026

Verlag

Duden

Seitenzahl

208 (Printausgabe)

Dateigröße

844 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783411914456

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  • Bewertung

    Orell Füssli Book Circle Community

    4/5

    17.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    «Die Macke braucht (k)ein Etikett»

    Nicht jeder schwierige Mensch ist toxisch, nicht jedes herausfordernde Ereignis ein Trauma. Jens Bergmann nimmt unseren Psychojargon kritisch unter die Lupe – und zeigt, wie deplatziert so manche bedeutungsschwere Worthülse im Alltag wirkt. Er beleuchtet Geschichte, Reiz und Risiken des therapeutischen Denkens und Sprechens sachlich und aufschlussreich. Im Glossar mischt sich eine Portion Spott unter die Erklärungen – zugestanden, auch Erkenntnisgewinn darf bissig formuliert sein. Persönliche Wertungen bekommt man aber auch gleich mitgeliefert. Wer dort neutrale Definitionen erwartet – beim Dudenverlag lag mir dieser Gedanke zunächst nahe –, dürfte sich wundern. «Das innere Kind nimmt den Patienten sozusagen an die Hand und führt ihn zum Therapeuten – süss.» Spitzzüngig? Allerdings. Ich mag eine Prise Zynismus und die Einladung, sich selbst weniger ernst zu nehmen. Manche Rundumschläge lassen mir jedoch etwas zu wenig Raum für Zwischentöne.  Besonders beschäftigt mich tatsächlich auch die Frage, ob wir vor lauter Selbstbeobachtung und Perfektionierungswahn überhaupt noch zum Leben kommen. Schliesslich sind wir Menschen von Natur aus fehlerhaft und sollten unserem Wohlbefinden zuliebe nicht zu Psychoanalyse-Perpetuum-mobiles werden. Ein anregendes Buch, das Lust macht, genauer auf unsere Worte zu achten und mit unseren Unvollkommenheiten etwas gelassener zu leben – ohne für jede Macke eine Diagnose als Entschuldigung zu bemühen. Und zugleich das Leiden jener ernst zu nehmen, die wirklich Hilfe benötigen, damit sie angemessene Unterstützung erhalten.

  • welikaja

    aus Löbejün

    5/5

    30.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Treffsichere Analyse

    Jens Bergmann hat mit „Von achtsam bis toxisch“ ein ebenso unterhaltsames wie nachdenklich stimmendes Buch geschrieben. Es beschäftigt sich mit den psychologischen Begriffen, die inzwischen fest zu unserem Alltagswortschatz gehören und denen man in sozialen Medien, Podcasts, Ratgebern und Gesprächen ständig begegnet. Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau des Buches. Nach einer allgemeinen Einführung folgt ein umfangreiches Glossar, in dem zahlreiche Begriffe erklärt und eingeordnet werden. Die Erläuterungen sind informativ, oftmals augenzwinkernd und laden immer wieder zum Schmunzeln ein. Gleichzeitig gelingt es dem Autor, komplexe Zusammenhänge verständlich darzustellen, ohne dabei oberflächlich zu werden. Der Schreibstil ist sachlich, leicht lesbar und angenehm humorvoll. Sehr gelungen finde ich zudem die historische Einordnung vieler Begriffe und Konzepte. In vielen Punkten sprach mir das Buch regelrecht aus der Seele. Bergmann zeigt überzeugend auf, wie schnell heutzutage normale Lebenserfahrungen und alltägliche Herausforderungen mit psychologischen Diagnosen oder Therapiebegriffen versehen werden. Dabei verliert er nicht aus dem Blick, dass Menschen mit tatsächlichen psychischen Erkrankungen professionelle Hilfe benötigen. Besonders zustimmen konnte ich seinen Ausführungen zum „inneren Kind“. Mein Highlight-Satz ist: "So tragen die vielen Posts, die sich in Windeseile über Kontinente hinweg ausbreiten können, zu sozialen Ansteckungseffekten bei." Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und erklärt treffend, warum bestimmte psychologische Begriffe plötzlich überall auftauchen. Der einzige Kritikpunkt ist für mich, dass die Darstellung stellenweise etwas einseitig negativ der Alltagspsychologie gegenüber ist. Schließlich trägt der offenere Umgang mit psychischen Problemen dazu bei, diese nicht mehr zu dämonisieren. Allerdings traue ich den Lesern durchaus zu, dies selbst einzuordnen. Mein Fazit: „Von achtsam bis toxisch“ ist ein kluges, unterhaltsames und sehr aktuelles Buch über die Macht der Sprache und den Boom psychologischer Begriffe. Es regt zum Nachdenken an, ohne zu belehren, und hilft dabei, viele Modewörter unserer Zeit besser einzuordnen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für Sprache, Psychologie und gesellschaftliche Entwicklungen interessieren.

  • Glückliche

    aus Sachsen

    5/5

    25.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Aufklärend und wissenswert

    Ein hochinteressantes Buch, das Jens Bergmann geschrieben hat und welches im Duden-Verlag erschienen ist. Es klärt auf, was es mit diesen vielen Begriffen auf sich hat, die der Psychologie entstammen und die inzwischen regelrecht inflationär benutzt werden. Der Autor geht in seinem Werk der Frage, warum das so ist, akribisch und wissenschaftlich untersetzt nach. Der erste Teil befasst sich mit Erläuterungen zur historischen Einordnung und Entwicklung des therapeutischen Denkens und Sprechens. Vieles davon war neu für mich. Freud als bedeutsamster Denker seiner Zeit neben Marx und Darwin - was für ein Vergleich. Sie haben unser Weltbild verändert. Freuds Rolle hatte ich bisher als nicht so bedeutsam angesehen. Danach geht es um das sogenannte „Therapiesprech“ an sich, um die Risiken und Nebenwirkungen. Dabei wird so viel Plattheit und Unsinn offenbart, dass ich froh bin, im Allgemeinen schon sparsam mit Fremdworten umzugehen und mit medizinischen und psychologischen schon mal sowieso. Im dritten und meines Erachtens hilfreichsten Teil werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie wir diesen hohlen bzw. übertriebenen Einordnungsbegriffen entgegenwirken können. Es werden praktikable Lösungen genannt, die wir direkt anwenden können. Das reicht unter anderem vom eigenen Ablassen von solchem „Psycho-Jargon“ bis hin zum genauesten Hinterfragen der gemeinten Bedeutung, wenn diese Worte im Gespräch fallen. Auch hier konnte ich viel für den Alltag mitnehmen. Ganz besonders gut, wichtig und als beständiges Nachschlagewerk geeignet empfinde ich den letzten Teil des Buches, das Glossar. Darin geht es um die Erklärung und Einordnung der psychologischen Schlüssel- und Modebegriffe von A bis Z. Dabei gefällt mir sehr, dass die Begriffe nicht nur erläutert, sondern auch ihre Herkunft und historischen Wurzeln genannt werden. Und, das Allerbeste, dass sich viele Begriffe bei näherer Betrachtung als Worthülse oder einfach Unsinn herausstellen. Herzlichen Dank für diese Aufklärung. Ich bin sehr begeistert und kann das Buch den an einer verständlichen Sprache Interessierten nur wärmstens empfehlen.

  • Wortliebende

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wie psychologische Begriffe zu Etiketten werden

    Dieses schmale Buch mit seinem wichtigen Inhalt und zugleich humorvollen Schreibstil hat meinen Blick auf die Alltagssprache verändert. Jens Bergmann, selbst Psychologe und Journalist, beschreibt treffend, wie selbstverständlich wir psychologische Begriffe verwenden, um uns selbst und andere zu beschreiben und einzuordnen. Zunächst dachte ich, das Thema gehe mich wenig an, weil ich soziale Medien weitgehend meide. Beim Lesen merkte ich jedoch schnell, dass ich mich geirrt hatte. Im Glossar stieß ich auf Begriffe, die auch in meiner eigenen Alltagssprache häufig vorkommen, etwa „Resilienz“ oder „Trigger“. Jens Bergmann zeigt nachvollziehbar, wie schnell psychologische Fachbegriffe zu Etiketten werden, mit denen wir andere und uns selbst vorschnell einordnen. Solche Zuschreibungen verengen unseren Blick und können besonders für Menschen verletzend sein, bei denen tatsächlich eine entsprechende Diagnose vorliegt. Interessant fand ich unter anderem auch die Auseinandersetzung mit der Frage, wie Politiker mittlerweile aus der Ferne psychologisch eingeordnet werden. Dabei gerät das eigentliche politische Handeln zunehmend in den Hintergrund. Seit der Lektüre achte ich stärker darauf, wie ich solche Wörter verwende und was ich damit eigentlich über mich und andere aussage. Außerdem gab mir der Autor Anregungen, wie ich nachfragen und mit Menschen ins Gespräch kommen kann, die psychologische Begriffe verwenden, ohne über deren Bedeutung genauer nachzudenken. Fazit: Ein lesenswertes Buch, das zeigt, warum wir psychologische Begriffe nicht leichtfertig verwenden und Menschen nicht auf sie reduzieren sollten.

  • Lulia

    5/5

    16.10.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wie therapeutisches Vokabular unseren heutigen Alltag prägt

    Das Buch befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten des therapeutischen Vokabulars, beginnend mit einem informativen und einstimmenden Vorwort, das einen sehr gut auf die darauffolgende allgemeine Einleitung zu dem Thema vorbereitet. Dem folgt ein sehr informativer Abschnitt voller Beispiele, wissenschaftlicher und zeitgenössischer Details zu den geschichtlichen Anfängen der Begriffe aus den unterschiedlichen Strömungen und deren Wirkung bis in die heutige Zeit hinein. Abgerundet wird dies mit einem kompakten und sehr erhellenden Abschnitt über die Reize und Risiken des Psychojargons. Der vorletzte Teil des Buches zeigt Wege wie man dem trügerischen Therapiesprech mit einfachen und effizienten Mitteln begegnen kann. Im letzten Teil des Buches findet sich ein Glossar mit den gängigsten psychologischen Begriffen, denen man in der heutigen Zeit am häufigsten begegnet und die verständlich und teilweise sehr ausführlich erklärt werden. Der Schreibstil ist sachlich, auf den Punkt und von einem leisen Humor durchzogen. Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

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Bewertungen (12)

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