KI-Beratung Beta

Produktbild: Afrika
Neu
Artikelbild von Afrika
Daniel Kehlmann

1. Afrika

Afrika

Gesprochen von
1
0,00 € * inkl. gesetzl. MwSt.
* im Probemonat gratis danach 7,95 €/Monat

Im Hörbuch-Abo laden

  • Monatlich einen Titel wählen & behalten
  • Jederzeit pausieren oder kündigen
  • Weitere Hörbücher im Abo für max. 7,95 €

Unser Thalia Hörbuch-Abo

Wie finde ich ein Hörbuch?

Sie können den gewünschten Titel einfach direkt über die Suchmaske finden oder Sie lassen sich über den Reiter „Hörbücher“ inspirieren.

Wie kann ich einen Titel hören?

Genießen Sie Ihre Hörbücher in der kostenlosen Thalia Lesen & Hören App auf Ihrem Smartphone und Tablet oder mit dem tolino Webreader direkt in Ihrem Browser.

Unsere Abo-Vorteile für Sie:

Den ersten Monat gratis testen. Danach zahlen Sie monatlich den Festpreis von 7,95 €.

Mit unserem Thalia Hörbuch-Abo haben Sie die Auswahl aus einer Vielzahl an Titeln verschiedener Genres.

Bleiben Sie flexibel. Pausieren Sie Ihr Abo, wenn Ihnen die Zeit fehlt. Eine Kündigung ist monatlich möglich.

Nutzen Sie den exklusiven Rabatt gegenüber dem Einzelkauf und zahlen Sie immer max. 7,95 €.

In der Thalia Lesen & Hören App können Sie Ihre Hörbücher mit bis zu fünf Familienmitgliedern teilen und hören.

So einfach funktioniert unser Abo!

Thalia Hörbuch-Abo abschließen

Testen Sie das Hörbuch-Abo 30 Tage kostenlos, danach zahlen Sie monatlich nur 7,95 €.

Abo-Guthaben einlösen

Wählen Sie pro Monat einen Titel aus einer großen Auswahl an Hörbüchern und lösen Sie Ihr monatliches Abo-Guthaben ein.

Herunterladen & sofort hören

Installieren Sie die Thalia Lesen & Hören App zum schnellen Starten und Verwalten Ihrer Hörbücher.

Bei jedem weiteren Hörbuch sparen

Jedes weitere Hörbuch erhalten Sie zum vergünstigten Thalia Hörbuch-Abo Preis von max. 7,95 €.

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

83

Gesprochen von

Ulrich Noethen

Spieldauer

6 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.11.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

125

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422586

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

83

Gesprochen von

Ulrich Noethen

Spieldauer

6 Stunden und 52 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

06.11.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

125

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783732422586

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Monsieur

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    06.11.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kolonial-Satire

    Mit seinem neuesten Werk „Afrika“ legt Daniel Kehlmann wieder einmal einen historischen Roman vor, der sich diesmal auf ebenso präzise wie scharfsinnige Weise mit dem europäischen Kolonialismus und den damit verbundenen Absurditäten der Macht beschäftigt. Im Zentrum der unerwartet schmalen Handlung steht die Berliner Kongo-Konferenz von 1884/85, auf welcher die europäischen Großmächte den afrikanischen Kontinent wie eine Torte unter sich aufteilen, ohne dabei die dort lebende Bevölkerung auch nur im Geringsten zu berücksichtigen. Kehlmann beschränkt sich in seiner Erzählung nahezu ausschließlich auf dieses diplomatische Ränkespiel, wobei die eigentliche Handlung selbst im Rückblick nur wenige Tage umfasst und zu einem Großteil aus endlosen Reden, taktischen Manövern und zähem Verhandeln besteht. Inmitten dieses historischen Tableaus lässt der Autor reale Figuren wie den Reichskanzler Otto von Bismarck, den Entdecker Henry Morton Stanley oder den belgischen König Leopold II. auftreten. Es gelingt Kehlmann, diese mächtigen Gestalten der Weltgeschichte authentisch in das erzählerische Gefüge einzubinden, indem er sie jenseits bloßer Geschichtsbuch-Klischees in ihrer ganzen Skurrilität, Eitelkeit und moralischen Fragwürdigkeit porträtiert. Als fiktiver Fixpunkt fungiert der österreichische Legationsrat Gustav von Strinetzky, ein chronisch zerstreuter und eher mittelmäßiger Beamter, der durch puren Zufall in die Vertretung seines Botschafters hineinstolpert. Strinetzky ist getrieben von der panischen Angst vor einem bevorstehenden Pistolenduell, in das er sich am Vortag aus absurden Gründen verstrickt hat. Ausgerechnet seine vermeintliche „Feigheit“ und sein nackter Überlebensdrang erweisen sich in diesem zynischen Haifischbecken der Diplomatie als seine wichtigste Eigenschaft, da sein ständiges Zögern, Taktieren und Missverstehen von den machtbesessenen Staatsmännern fälschlicherweise als die geniale Taktik eines abgefeimten Verhandlungsprofis gedeutet wird. Die Atmosphäre des Romans ist von einer fast greifbaren, düsteren Melancholie durchzogen. Kehlmann fängt die winterliche Kulisse Berlins mit viel Prägnanz und schlichter Bildgewalt ein; der unaufhörliche Schnee, die klirrende Kälte und schließlich das historisch verbürgte Phänomen eines surrealen Blutregens spiegeln die moralische Erstarrung und die unheilvolle Vorahnung der Epoche perfekt wider. Kehlmanns Sprache ist dabei wie gewohnt von einer schlichten Eleganz und feinen, altertümlichen Nuancen durchzogen, die jedoch niemals in eine bloße, leblose Nachahmung klassischer Werke münden, sondern eine ganz eigene, rhythmische Sprachmelodie bilden. Obwohl der Roman im Vergleich zu großangelegten Epochenbildern wie „Tyll“ oder „Lichtspiel“ sehr handlungsarm und überraschend kurz ausgefallen ist, bringt Kehlmann seine Figuren auf diesem schmalen Raum vollkommen zum Atmen. Selbst Nebenfiguren wie Strinetzkys unterkühlte Ehefrau Rosa wirken psychologisch tiefenscharf und geschliffen gezeichnet. Die größte Stärke des Textes liegt zweifellos in dem Duell, das wie eine dunkle Gewitterwolke über der gesamten Szenerie schwebt. Diese existenzielle Bedrohung beeinflusst Strinetzkys Handeln maßgeblich und verbindet das private Schicksal auf ironische Weise mit dem politischen Geschehen: Während draußen im Morgengrauen um die persönliche Ehre geschossen wird, besiegeln die Staatsmänner drinnen am Konferenztisch das Schicksal von Millionen Menschen. Da Kehlmann und Christian Kracht in ihrem Wesen als literarische Sezierer oft verglichen werden, lag anfangs die Vermutung einer Parallele zu Krachts Südsee-Kolonialdrama „Imperium“ nahe. Diese Erwartung erfüllt sich jedoch nicht: Kehlmanns Ansatz ist ein völlig anderer. Er bietet einen unerwarteten, mikroskopisch präzisen Blick auf die europäische Kolonialgeschichte, der nicht das große Ganze abbilden will, sondern sich ganz auf den schmalen Kontext der diplomatischen Kulissenschieberei konzentriert. „Afrika“ ist somit ein typischer Kehlmann geworden. Er ist sprachlich einmalig und erweist sich in seiner Kürze und Knappheit nicht als schlicht, sondern als schillernd. Der Autor verzichtet auf epische Breite und lässt stattdessen eine meisterhafte Einfachheit und Zugänglichkeit erstrahlen. Für mich zählt dieses Werk zwar nicht zu den allerbesten Büchern des Autors, aber es lässt sich zweifellos im oberen Segment anordnen und sollte in diesem Bücherherbst auf keinen Fall ignoriert werden.

Kundinnen und Kunden meinen

5

0

4

1

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Afrika