Bernd Eisenstein ist Direktor des Deutschen Instituts für Tourismusforschung und Professor für Touristische Nachfrage an der Fachhochschule Westküste in Heide/Holstein. Zudem ist er Zweitmitglied an der Europa-Universität Flensburg sowie Extraordinary Professor am TREES-Institut der North-West University in Potchefstroom, Südafrika. Eisenstein studierte Geographie, Betriebswirtschaftslehre sowie Volkswirtschaftslehre und promovierte als Stipendiat einer Wissenschaftsstiftung bei Prof. Dr. Christoph Becker zum Dr. phil. an der Universität Trier. Er engagiert sich sowohl im Arbeitskreis Tourismusforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie (AKTF) als auch in der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT). Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Tourismusakzeptanz, Touristenverhalten, Tourismusfolgen sowie der kennzahlengestützten Destinationsentwicklung.
Hans Hopfinger ist ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls Kulturgeographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Er betrieb dort den Auf- und Ausbau des Schwerpunkts Tourismusgeographie in Forschung und Lehre, war verantwortlich für die Einwerbung und institutionelle Verankerung der Stiftungsprofessur Tourismus und betreute zahlreiche, teils mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete Abschlussarbeiten und Dissertationen. Als Vizepräsident und Schatzmeister der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT) war er zwischen 2000 und 2012 maßgeblich an dem Ausbau und der Konsolidierung der Gesellschaft beteiligt. Im Arbeitskreis Freizeit- und Tourismusgeographie war er zwischen 2000 und 2006 Sprecher, zwischen 2006 und 2011 stellvertretender Sprecher; 2013 trug er maßgeblich zur institutionellen Verankerung des Arbeitskreises als „Arbeitskreis Tourismusforschung in der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) e.V.“ bei und war bis 2019 Vorsitzender Sprecher. Er ist Initiator und Mitbegründer der „Zeitschrift für Tourismuswissenschaft“ und war zwischen 2001 und 2008 Consulting Editor der Zeitschrift „Tourism Geographies“. Regionaler Schwerpunkt sind die tourismusbezogenen Entwicklungen in Nahost und Nordafrika. Sein besonderes Interesse gilt den theoretisch-konzeptionellen sowie methodisch-methodologischen Grundlagen der Tourismusgeographie.
Marius Mayer studierte Wirtschaftsgeographie, Betriebswirtschaftslehre und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München (Dipl.-Geogr.) und promovierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg zum Dr. rer. nat. in Geographie. Nach seiner Promotion hatte Marius Mayer eine Juniorprofessur an der Universität Greifswald sowie eine Position als Post-Doktorand an der Universität Innsbruck inne. Seit 2022 ist er Professor für Nachhaltigkeit und Destinationsentwicklung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München, Fakultät für Tourismus. Marius Mayer ist Vorstandsmitglied des Arbeitskreises Tourismusforschung (AKTF) und Associate Editor der Fachzeitschrift „Journal of Outdoor Recreation and Tourism“. 2021 wurde er mit dem Wissenschaftspreis für Humangeographie der Prof. Dr. Frithjof-Voss-Stiftung für Geographie ausgezeichnet. Seine Forschungsgebiete umfassen Destinations- und Regionalentwicklung, Klimawandel und Tourismus sowie die ökonomische und soziokulturelle Bewertung von Schutzgebieten und Ökosystemleistungen.
Ina Voshage ist promovierte Humangeographin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Passau. Sie studierte Tourismusmanagement an der Hochschule Harz und Geographie an der Universität Passau, wo sie bei Prof. Dr. Werner Gamerith mit einer Arbeit zu postkolonialen Stadtrundgängen in deutschen Städten die Doktorwürde erlangte. In ihrer Forschung befasst sich Ina Voshage mit gesellschaftlichen Aushandlungs- und Transformationsprozessen in urbanen und touristischen Räumen. Durch das Verbinden postkolonialer Perspektiven mit qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung untersucht sie die räumlichen Dimensionen kolonialer Kontinuitäten, um so zu einem vertieften Verständnis von Gesellschaft-Umwelt-Verhältnissen in der Stadt- und Tourismusgeographie beizutragen. Ina Voshage ist seit 2026 Projektentwicklerin für transformative Lernräume sowie aktives Mitglied des Arbeitskreises Tourismusforschung in der Deutschen Gesellschaft für Geographie.
Werner Gronau übernahm im Jahre 2009 die Professur “Tourism, Travel and Transport” an der Hochschule Stralsund. Nach dem Abschluss seines Studiums der Sozial- und Wirtschaftsgeographie an der Technischen Universität München promovierte er an der Universität Paderborn zum Thema Einfluss individueller Lebensstile auf das Verkehrsverhalten in der Freizeit. Im Jahre 2005 erhielt er den Ruf der University of Nicosia/Zypern auf die Stelle eines Assistant Professor für „Destination Management“. Die nachfolgenden Jahre waren von einer intensiven Forschungs- und Publikationstätigkeit geprägt. Prof. Dr. Werner Gronau fungiert heute unter anderem als „adjunct professor“ im Rahmen des Tourismusmasterprograms an der Universität Bergamo, als Sprecher des Arbeitskreises Tourismusforschung, ist Mitherausgeber der „Zeitschrift für Tourismuswissenschaft“, sowie Gutachter für unterschiedliche wissenschaftliche Zeitschriften, wie etwa „Journal of Sustainable Tourism“, „Tourism Management“ oder „Journal of Transport Geography“.
Tim Harms ist Professor für Tourismus an der FH Westküste in Heide / Holstein. Dort zeichnet er für die touristischen Studiengänge verantwortlich und ist Mitglied im Deutschen Institut für Tourismusforschung. Harms studierte Angewandte Geographie sowie Destinationsmanagement und Tourismusentwicklung an der Universität Trier und promovierte bei Prof. Dr. Andreas Kagermeier zum Thema „Erlebnisgenese im naturorientierten Tourismus“. Er ist Vorstandsmitglied im Arbeitskreis Tourismusforschung der Deutschen Gesellschaft für Geographie (AKTF) und engagiert sich in der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft (DGT). Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte liegen in den Themenbereichen touristische Nachfrage, Outdoor- und Wandertourismus, Weintourismus und Kulinarik sowie Dark Tourism.
Nadine Scharfenort ist habilitierte Geographin. Nach dem Studium der Geographie und der Promotion an der Universität Wien folgte die Habilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassten die urbane, wirtschaftliche, soziale und politische Transformation sowie die touristische Entwicklung in den Ländern der Arabischen Halbinsel (v. a. VAE, Katar, Oman) sowie Formen des Halal-Tourismus und den interkulturellen Dialog im touristischen Alltag.