Johann Wolfgang Goethes klassisches Schauspiel in fünf Aufzügen 'Iphigenie auf Tauris' ist in mehreren Fassungen überliefert: 1779 wurde die erste Prosafassung in Weimar uraufgeführt, 1780 folgte eine Versfassung in freien Rhythmen, dann eine zweite Prosafassung und 1786 die zweite, während der ersten italienischen Reise fertiggestellte Fassung in Blankversen, die 1787 erstmals in Buchform erschien. Den Iphigenie-Stoff entnahm Goethe dem Drama 'Iphigenie bei den Taurern' des griechischen Dramatikers Euripides. Bei Goethe vollzieht sich das dramatische Geschehen im Inneren der Personen und in den "Rededuellen". Seine Iphigenie verkörpert das Ideal der Klassik: Humanität, Aufrichtigkeit und Unschuld. Ihre tiefe Menschlichkeit befreit nicht nur den Bruder Orest vom Wahnsinn und von der Verfolgung durch die Erinnyen, sondern sorgt auch für einen friedlichen Abschied vom taurischen König Thoas.
Text in neuer Rechtschreibung. - Anmerkungen von Joachim Angst und Fritz Hackert.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten Sie dafür eine Thalia Geschenkkarte.
Sehr schöne Sprache. Ewige Gedanken. Dieses Werk bewahrt das Herz vor dem Erhärten.
Bewertung
aus Duisburg
5/5
18.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Toll!
Kann die negativen und NICHT konstruktiven Kritiken hier nicht verstehen. 'Musste' Iphigenie auf Tauris in der Oberstufe lesen und es hat mir damals und heute sehr gefallen und bin mit 27 auch noch nicht uralt. An diesen Kommentaren hier sieht man aber, dass viele Schüler aus der Oberstufe eben noch Kinder sind. Absoluter Goethe Fan! Lest es gerne auch freiwillig!
dragonangel
aus Kirn
4/5
13.06.2013
Buch (Taschenbuch)
Wenn man sich an die "geschwol…
Wenn man sich an die "geschwollene" Ausdrucksweise gewöhnt und die verwirrenden Zusammenhänge verstanden hat, ist das Buch sehr gut. Man könnte Iphigenie als "Emanzipierte" der Antike sehen. Sie lässt sich nichts gefallen und kämpf für ihre Sache. Als Pflichtlektüre in der Schule würde ich es aber definitiv nur für die Oberstufe empfehlen, da sich jüngere Schüler mit Sicherheit bereits bei den ersten Worten überfordert fühlen.
Bewertung
aus Eibelstadt
1/5
18.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Grausam
Musste das Drama im Deutschunterricht (+ Klausur) behandeln. Schrecklich trockene, gestochene, alte Sprache; schwere, komische Interpretationen. Kein Goethe Fan!
Lest es bitte nicht freiwillig!
Bewertung
1/5
18.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Oh man..
Eigentlich 0 Sterne. Muss das Buch für den Unterricht lesen und könnte kotzen. Was soll das? Man versteht NICHTS und es ist absolut langweilig!! Muss meine Ferien mit sowas verschwenden
Fack yu Goethe ;)
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
03.09.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Banger!
Ich bin, glaube ich, eine der wenigen Personen, die "Der Sandmann" nicht in der Schule gelesen hat. Dafür hatte ich jetzt das Vergnügen, und was soll ich sagen? Diese ganze Geschichte hat sich wie ein unglaublich guter Fiebertraum angefühlt. Nathanael, geplagt von seinen Kindheitstraumata über den Sandmann und den Tod seines Vaters, wird verrückt, nachdem er dem vermeintlichen Sandmann Jahre später wiederbegegnet. Gleichzeitig verliebt er sich in die schöne Frau von nebenan, die gar nicht so lebendig und echt ist, wie es eigentlich sein sollte. Er gesteht ihr seine Liebe, ist aber gleichzeitig noch in Clara, seine Jugendliebe, verliebt. Als das alles ganz dramatisch und immer wirrer wird, ist das Buch auch schon zu Ende. Ein super spannender Einblick wie mentale Krankheiten früher eventuell wahrgenommen wurden und wie mit diesen umgegangen wurde.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
15.06.2026
Buch (Taschenbuch)
"Alles liegt offen zutage; nicht ist zu verbergen."
Kafka's "Das Urteil", "Die Verwandelung" und weitere Geschichten hallen nach. Er ist so besonders, weil er das Gefühl der modernen Entfremdung, Überforderung und Bürokratie wie kein anderer in Literatur umgewandelt hat. Für mich waren das ganz faszinierende Geschichten und ich möchte mehr von ihm lesen!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
10.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Romeo und Julia – Eine zeitlose Tragödie über Liebe und Schicksal
Romeo und Julia ist eine zeitlose und bewegende Liebestragödie über Leidenschaft, Schicksal und die zerstörerischen Folgen von Hass und Feindschaft. William Shakespeare erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, deren Liebe an den Konflikten ihrer verfeindeten Familien scheitert.
Mit großer Intensität und emotionaler Tiefe kämpfen Romeo und Julia gegen gesellschaftliche Erwartungen und familiäre Grenzen an, werden jedoch letztlich Opfer unglücklicher Umstände und tragischer Missverständnisse. Gerade diese Mischung aus inniger Liebe, Hoffnung und unausweichlichem Schicksal macht das Werk bis heute so eindrucksvoll und relevant.
Besonders bemerkenswert ist, dass der sinnlose Tod der beiden schließlich zur Versöhnung der Familien führt und den jahrelangen Streit beendet. Shakespeare zeigt damit eindrucksvoll, wie bedeutungslos Hass und Stolz im Vergleich zu Menschlichkeit und Liebe sind.
Eine literarisch bedeutende und emotional tiefgehende Geschichte, die auch heute noch begeistert und zum Nachdenken anregt.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
11.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Ritt in die Unendlichkeit – Hauke Haien und die Grenze der Aufklärung.
„Vielleicht ist der Wind nur die Stimme der Welt, wenn sie leise spricht.“ Ja dieser Roman ist vom Wind durchzogen, vom Sturm geformt. Man könnte meinen, die Geschichte beginne mit Wind. Nicht mit einem Menschen, nicht mit einem Dorf, nicht einmal mit dem Deich, der doch ihr eigentliches Rückgrat bildet. Sondern mit Wind – diesem ruhelosen Atem der Nordsee, der über Marschland streicht, Gras biegt, Wolken jagt und Gedanken in Bewegung setzt. In dieser Atmosphäre hebt die Novelle Der Schimmelreiter von Theodor Storm an: wie ein Gerücht, das über das Land weht und langsam Gestalt annimmt. Ein Reiter soll dort draußen zu sehen sein, sagen die Leute. Ein Mann auf einem weißen Pferd. Oder vielleicht ein Gespenst. Schon dieser Beginn verrät das Eigenartige des Werks: Es erzählt nicht einfach eine Geschichte, es lässt sie entstehen – aus Stimmen, Erinnerungen, Landschaft. Man hört sie beinahe, wie sie sich über Generationen hinweg formt, weitergegeben an langen Winterabenden, während draußen das Wasser gegen den Deich schlägt.
Storm gelingt hier etwas Seltenes: Die Novelle wirkt zugleich präzise und geheimnisvoll. Sie besitzt die klare Struktur einer klassischen Erzählung und zugleich die Unschärfe einer Sage. Mehrere Erzählebenen lagern sich übereinander wie Sedimente im Marschboden. Ein Reisender hört die Geschichte, ein Schulmeister erzählt sie, und dahinter liegt die eigentliche Lebensgeschichte Hauke Haiens – des Deichgrafen, des Visionärs, des Außenseiters. Diese raffinierte Rahmung erzeugt eine Atmosphäre, in der sich Realität und Legende unmerklich vermischen. Man liest und fragt sich unwillkürlich: Ist dies ein historischer Bericht oder eine Dorfphantasie, die im Sturm gewachsen ist? Genau darin liegt ein Kernreiz der Novelle. Storm lässt das Rationalistische und das Mythische unaufhörlich gegeneinander antreten.
Hauke Haien selbst erscheint zunächst unscheinbar: ein stiller, scharf beobachtender Junge, der lieber rechnet als spielt. Doch in dieser nüchternen Begabung glimmt bereits etwas Radikales. Hauke glaubt an Ordnung, an Maß, an die Möglichkeit, Naturkräfte durch kluges Denken zu bändigen. Für ihn ist der Deich kein bloßer Wall aus Erde, sondern ein geometrisches Problem, eine Aufgabe, die sich verbessern lässt. Seine Vorstellung eines neuen, flacheren Deichprofils entspringt einer fast modernen Ingenieurslogik. In einer Welt, die noch stark von Tradition, Aberglauben und sozialer Rangordnung geprägt ist, wirkt dieser Gedanke beinahe revolutionär. Storm zeichnet hier eine Figur, die zugleich Kind ihrer Zeit und ihr Vorausläufer ist. Hauke besitzt die Härte des Rationalisten und die Einsamkeit des Visionärs. Er denkt schneller als seine Umgebung – und bezahlt dafür mit Misstrauen.
Das Marschdorf, das ihn umgibt, ist kein idyllischer Ort, sondern ein soziales Gefüge voller latenter Spannungen. Neid, Furcht, Gerüchte – all das arbeitet unter der Oberfläche wie Wasser im Deichkörper. Storm schildert diese Gemeinschaft mit einer Genauigkeit, die beinahe ethnografisch wirkt. Die Bauern fürchten Veränderungen, nicht aus bloßer Dummheit, sondern weil ihr Leben ohnehin am Rand der Katastrophe balanciert. Ein einziger Sturm kann Jahre harter Arbeit zerstören. In dieser fragilen Welt erscheint Haukes Fortschrittsglaube zugleich notwendig und bedrohlich. Er fordert die alte Ordnung heraus. Und genau hier entfaltet sich die tragische Dynamik der Novelle.
Das vielleicht Charakteristischste an Storms Erzählweise ist die enge Verschränkung von Landschaft und Psyche. Das nordfriesische Land ist kein Hintergrund, sondern ein handelnder Raum. Wind, Wasser, Nebel – sie wirken wie stille Kommentatoren der Handlung. Wenn Hauke nachts über den Deich reitet, wenn Sturmwolken über die Marsch ziehen, dann spiegeln diese Bilder seine innere Lage. Storm, selbst Jurist und lebenslang mit der norddeutschen Küste verbunden, kannte diese Landschaft nicht nur geografisch, sondern existenziell. Die Küste war für ihn ein Ort, an dem menschliche Vernunft und Naturgewalt in ständiger Auseinandersetzung stehen. Gerade diese Spannung bildet den poetischen Kern der Novelle.
Der Anlass für Storm, diese Geschichte zu schreiben, lag nicht zuletzt in seiner späten Lebensphase. Als er die Novelle vollendete, blickte er bereits auf ein langes Leben zurück. Viele seiner Werke kreisen um Erinnerung, Verlust und die Frage, was von einem Menschen bleibt. Eine alte nordfriesische Volkssage über einen geisterhaften Reiter auf dem Deich gab ihm den erzählerischen Ausgangspunkt. Doch Storm verwandelt diese Sage in etwas weit Komplexeres: eine Meditation über Fortschritt, Isolation und die Grenzen menschlicher Kontrolle. Hauke Haien wird so zu einer Figur, die zwischen Aufklärung und Mythos steht – halb Ingenieur, halb Gespenst.
Gerade deshalb endet sein Schicksal so, wie es endet. Der finale Sturm, die brechenden Deiche, das Chaos aus Wasser, Wind und Panik wirken zunächst wie eine klassische Naturkatastrophe. Doch literarisch betrachtet ist dieses Ende weit mehr als ein dramatischer Höhepunkt. Es ist die logische Konsequenz eines Lebens, das ganz auf Beherrschung der Natur ausgerichtet war. Hauke hat versucht, Ordnung in eine Welt zu bringen, die sich letztlich nicht vollständig berechnen lässt. Sein tragischer Ritt in die Flut wirkt fast wie eine letzte, verzweifelte Gleichung: Wenn der Deich versagt, muss er selbst Teil des Deiches werden. In dieser Szene verschmelzen Rationalität und Mythos endgültig. Der Mensch, der gegen Aberglauben kämpfte, wird selbst zur Legende.
Vielleicht liegt darin auch die nachhaltige Wirkung der Novelle. Sie erzählt nicht nur von einem individuellen Schicksal, sondern von einem Grundkonflikt der Moderne. Wie weit kann menschliche Planung gehen? Wo beginnt das Unberechenbare? Storm formuliert diese Fragen nicht theoretisch, sondern in Bildern: im Schimmel, der im Nebel auftaucht; im grauen Wasser, das über den Deich steigt; im Schweigen der Dorfbewohner, die zugleich bewundern und fürchten.
Sollte man dieses Buch heute noch lesen? Gerade heute vielleicht mehr denn je. In einer Zeit, in der Deiche höher gebaut, Küsten vermessen und Klimamodelle berechnet werden, wirkt Storms Geschichte erstaunlich gegenwärtig. Sie erinnert daran, dass technische Lösungen immer auch soziale und psychologische Dimensionen besitzen. Hauke scheitert nicht nur an der Natur, sondern auch an den Menschen um ihn herum. Fortschritt braucht Vertrauen – und genau dieses Vertrauen bleibt ihm versagt.
Und so bleibt am Ende das Bild des Reiters im Sturm. Ob man es als Spukgeschichte liest oder als poetische Metapher, spielt kaum noch eine Rolle. Entscheidend ist, dass Storm eine Figur geschaffen hat, die über ihre Zeit hinausreicht. Hauke Haien steht auf seinem Deich wie eine Silhouette zwischen zwei Welten: der alten, die im Aberglauben Schutz sucht, und der neuen, die an Berechnung und Planung glaubt. Dass er schließlich im Meer verschwindet, macht die Geschichte nicht nur tragisch, sondern auch seltsam schön. Denn im Verschwinden beginnt die Legende – und mit ihr das leise, unaufhörliche Weitererzählen, das diese Novelle bis heute lebendig hält.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
06.02.2026
eBook (ePUB 3)
Ein Meisterwerk
Ein gewohntes Meisterwerk von Hoffmann was literarisch und zugleich höchst poetisch ist. Philosophie und Psychologie gehen Hand in Hand, währrend im Hintergrund eine Krimi Geschichte erzählt wird.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.