• Produktbild: Die andere Hälfte der Hoffnung
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Die andere Hälfte der Hoffnung Kriminalroman

13

10,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2015

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/2,5 cm

Gewicht

277 g

Farbe

Weiß / Tabak

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30483-9

Beschreibung

Rezension

"Es gibt dicke Bücher über Menschenhandel und Zwangsprostitution. Oder über das Leben in der ehemaligen Sowjetunion und wie die Regierung mit ihren Bürgern umgegangen ist. Mechtild Borrmann benötigt nur rund 300 Seiten, um in ihrem Roman all das auf den Punkt zu bringen. Das Schicksal ihrer Figuren bewegt, aber es macht auch wütend und ratlos. Vor allem das Geschehen in Tschernobyl ist wohl selten auf diese eindringliche Weise beschrieben worden – eben aus der Sicht einer Zeitzeugin. Mechtild Borrmann bedient sich dabei einer einfachen klaren Sprache. Sie schmückt nicht aus, sie schildert einfach nur, was geschieht. Und das ist auf jeder Seite spannend und ergreifend." ("WDR 2 Krimitipp (WDR)")
"Dieser Roman hat Sprengkraft; er ist auf unspektakuläre Weise herausragend, Kriminal-Literatur im besten Sinn." (Ulrich Noller WDR 5 Mordsberatung) ("WDR 5")
"superspannendes Buch über Lügen und Hoffnung" ("Petra")
Fesselnd geschrieben. Ein Roman der Spuren hinterlässt. ("Radio Araballa")
"Man hat den Eindruck mitten in der Geschichte zu stecken. Ein Buch, welches noch länger im Kopf bleibt." ("Fachbuchkritik (Blog, Oktober 2014")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2015

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19,3/12,6/2,5 cm

Gewicht

277 g

Farbe

Weiß / Tabak

Auflage

7. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30483-9

Herstelleradresse

Droemer Taschenbuch
Landsberger Straße 346
80687 München
DE

Email: produktsicherheit@droemer-knaur.de

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  • whatabout_nadine

    aus Handewitt

    5/5

    20.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen verlorener Heimat und verschwundenen Töchtern. Ein Roman über Schuld, Schweigen und die lange Spur von Tschernobyl

    Die andere Hälfte der Hoffnung hat mich tief berührt und gleichzeitig innerlich aufgewühlt. Mechtild Borrmann verknüpft die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mit aktuellen Verbrechen und zeigt eindrucksvoll, wie lange die Schatten der Vergangenheit reichen. Im Zentrum stehen junge Studentinnen aus der Ukraine, denen unter falschen Versprechungen Visa vermittelt werden. Angeblich für ein Studium und ein besseres Leben. Stattdessen verschwinden sie, ihrer Identität und Zukunft beraubt. Ihre Fälle werden nur halbherzig verfolgt, denn schnell wird deutlich, dass es Kräfte gibt, die kein Interesse an Aufklärung haben. Vertuschung und Korruption greifen ineinander, sodass vieles bewusst im Dunkeln bleiben soll. Besonders bewegend ist die Geschichte einer Mutter, die verzweifelt nach ihrer Tochter sucht. Immer wieder wird sie abgewiesen, vertröstet, nicht ernst genommen. Während ihrer Suche erzählt sie Stück für Stück von ihrem früheren Leben in Tschernobyl. Von ihrem Leben und dem Alltag vor der Katastrophe. Vom schleichenden Entsetzen danach, wo sie ihre gesamte Vergangenheit zurücklassen musste. Die Autorin macht spürbar, wie zerrissen ein Mensch sein muss und wie es ist von heute auf Morgen, seine vertraute Umgebung, sein ganzes Leben hinter sich lassen zu müssen. Verloren sind Fotos, Erinnerungen und Dokumente - ohne die Chance auf Wiederkehr. Gerade diese Verknüpfung aus persönlichem Schicksal, politischem Versagen und gesellschaftlicher Ignoranz macht den Roman so stark. Man kennt die Bilder und Berichte über Tschernobyl, doch hier wird fühlbar, was es mit Beziehungen macht, mit Vertrauen, mit der eigenen Identität. Das Buch ist aufreibend und intensiv, ohne laut zu sein. Es lebt von seiner stillen Wucht und den leisen Zwischentönen. Für mich hatte es alles, was ein gutes Buch braucht: emotionale Tiefe, gesellschaftliche Relevanz und Figuren, deren Schmerz und Hoffnung man mitträgt. Ein bewegender Roman, der zeigt, dass Katastrophen nicht enden, wenn die Welt aufhört hinzusehen.

  • Bewertung

    5/5

    16.01.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Schwere Schicksale

    Inhalt übernommen: Valentina wartet auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat sie nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Valentina lebt dagegen in der verbotenen Zone von Tschernobyl, ihrer alten Heimat. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches. Meine Meinung: Ich kenne bereits mehrere Bücher der Autorin und bin immer wieder begeistert davon,mit welcher Emotionalität sie sich schwierigen Themen der Geschichte annimmt. In diesem Fall wird das Buch in verschiedenen Zeitsträngen und mehreren Orten präsentiert. die detail genaue Beschreibung der einzelnen Personen verleiht diesen große Authenzität. Die Schicksale, welche stellvertretend für viele ähnlich gelagerte gelten, haben mich sehr berührt. Ich kann das Buch absolut empfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    06.10.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Zwei junge Ukrainerinnen werden unter Vorspiegelung falscher Versprechen nach Deutschland gelockt. In Deutschland angekommen, zwingt man die jungen Frauen sich in Bordellen zu prostituieren. Nach ein paar Monaten verkaufen ihre Zuhälter die Mädchen nach Holland weiter. Bei einem Zwischenstopp auf der Fahrt dorthin gelingt einem der Mädchen die Flucht. Wie es mit ihr weitergeht und auch das Schicksal des anderen Mädchens wird von der Autorin virtuos erzählt. Die verschiedenen Handlungsstränge verknüpft sie zu einer aufwühlenden Geschichte, die viel mehr als ein hervorragender Krimi ist.

  • Bewertung

    aus München

    5/5

    02.01.2016

    Buch (Taschenbuch)

    Bauer Matthias Lessmann holt…

    Bauer Matthias Lessmann holt ein junges Mädchen von der Straße und rettet ihr damit das Leben. Als er sie nach einem heißen Bad mit aufgeschlitzten Pulsadern in der Wanne findet, fühlt er sich für sie verantwortlich. Walentyna Schtschukina wartet in der Entfremdungszone in der Nähe von Tschernobyl in der Ukraine nun schon seit einem Jahr auf ein Lebenszeichen ihrer Tochter Kateryna und beginnt, für sie ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Leonid Witalijowytsch Kyjan macht sich auf die Suche nach Spuren von unzähligen jungen Studentinnen, die von deutschen Universiäten ein Stipendium und von verschiedensten Firmen einen Job angeboten bekommen haben. Diese jungen Frauen sind bis heute unauffindbar. Mechthild Bormann nimmt mich mit in die Entfremdungszone, die 1986 nach dem Reaktorunglück in Tscherobyl entstanden ist. Die Geschichten und Erinnerungen, die Walentyna aufschreibt, scheinen sehr gut recherchiert zu sein und haben mich doch sehr verstört. Vieles von dem, was ich hier gelesen habe, war mir nicht bekannt und geahnt habe ich es damals schon, aber es scheint die Wahrheit zu sein: wir haben sehr vieles nicht erfahren. Und auch die Menschen, die in der direkten Umgebung gelebt haben, wurden mit Lügen, Unwahrheiten und Halbwahrheiten abgespeist und hingehalten. Die Autorin hat Walentyna eine solch plastische Sprache mitgegeben, dass mir die einsame Frau immer wieder richtig leid getan hat - damals und heute immernoch. Keine ihrer Hoffnungen hat sich erfüllt. Ihre Aufzeichnungen sind ein sehr interessantes und z.T. verstörendes Stück Zeitgeschichte. Da die Geschichte von Walentyna in der Gegenwart erzählt wird, bin ich noch mehr mitten drin. Aber auch der kriminalistische Teil der Geschichte, der von Menschenhandel, Prostitution und Korruption erzählt, hat mich in seinen Bann gezogen. Hier ist es Leonid Kyjan, der versucht, mit seinen Mitteln die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Auch er muss immer wieder Enttäuschungen und Rückschläge verkraften, lässt aber nicht von seinen Zielen ab. Überhaupt sind die Protagonisten so lebensecht, verständlich und fein ausgearbeitet, dass das Lesen von jedem Einzelnen richtig Spaß gemacht hat. Der Erzählstil bringt die Hoffnung, den Schmerz, die Trauer und auch das Gute so gut rüber, dass ich nach dem Lesen erst mal eine kurze Auszeit gebraucht habe um das alles zu verarbeiten. Ich habe schon lange keinen so interessanten, spannenden und emotionalen Krimi gelesen. Ein Buch, das meine absolute Leseempfehlung bekommt.

  • Der Bücherwurm

    aus Österreich

    5/5

    11.12.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Preisverdächtig

    Eines der besten Bücher, die ich in den letzten Monaten gelesen habe. Würde den Preis mehr als verdienen. Die drei Schicksale sind meisterhaft ineinander verflochten.

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Bewertungen (13)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Rita Berhausen

    Rita Berhausen

    Thalia Siegburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    06.06.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Dieser Krimi verbindet meisterlich...

    Dieser Krimi verbindet meisterlich ein Verbrechen der Gegenwart in Deutschland mit den Ereignissen in Prypjat/Tschernobyl 1986.Fesselnd und eindringlich!
  • Zum Bewerterprofil von Elke Meißner

    Elke Meißner

    Thalia Leipzig

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.11.2015

    Buch (Taschenbuch)

    Leben

    Alle vier Protagonisten ringen um ihr Leben: Walentyna in der Vergangenheit, weil endlich keine Lügen mehr Platz haben sollen, Leonid in der Gegenwart, so wie auch Martin, weil sie selbst gebraucht werden, weil beide da sein wollen - auf ganz unterschiedliche Art und Weise - und Tanja für eine Zukunft, abseits aller Demütigungen und Qualen. "Die Tage werden zäh in die Stille tropfen wie kalter Honig. Nichts verlangt Eile, nur in ihrem Kopf gibt es diese Unruhe. Zweifel flüstern durch ihre Gedanken..." Und so wird Walentyna von ihrem Leben erzählen und für Kateryna, ihrer Tochter, alles aufschreiben - von Tschernobyl, von Ängsten natürlich, vom glücklichen Leben mit ihrem Hlib. So werden wir Tanja begegnen, einer engen Freundin von Kateryna, die irgendwann nur noch Marina heißen wird. Wir lesen von Lügen, Vertuschung, Menschenhandel - aber auch von Hoffnung.
  • Zum Bewerterprofil von G. Knollmann-Wachsmuth

    G. Knollmann-Wachsmuth

    Thalia Bad Salzuflen

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.02.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Frau Borrmann versteht ihr Handwerk!

    Nach "der Geiger" und "Trümmerkind" mein drittes Buch der Autor Ich las es vor ca. 8 Jahren und es ist mir immer noch sehr gut im Gedächtnis. Ein Blick auf die Katastrophe in Tschernobyl. Sehr lesenswert!
  • Zum Bewerterprofil von David Frey

    David Frey

    Thalia Worms

    Buchhändler*in

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    4/5

    26.05.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Zeitgeschichtlicher Roman mit Spannungselementen

    Die Romane und Erzählungen von Mechthild Borrmann kann ich ausnahmslos empfehlen, in ihren Geschichten verknüpft sie häufig zeitgeschichtliche Ereignisse mit Spannungselementen. So auch in diesem Fall. Hintergrund der Geschichte ist das Reaktorunglück in Tschernobyl und die Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung. Verknüpft wird dieses historisches Ereignis mit einer Ermittlung im Bereich der Zwangsprostitution, wonach Frauen aus der Ukraine nach Deutschland verschleppt werden und hier ohne Papiere und Unterstützung ihren Entführern und Peinigern hilflos ausgeliefert sind. Beide Handlungsstränge sind beklemmend realistisch erzählt und hinterlassen beim Leser ein betroffenes und ungutes Gefühl. Ein starker Roman, der absolut empfehlenswert ist.

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